Ich bin endgültig verloren im Cosmere
Gerade noch rechtzeitig konnte Schallan den Zugang zur Festung Urithiru öffnen, wo Dalinar Kholin und seine Verbündeten mitsamt ihren Truppen vor dem neuen Ewigsturm in Sicherheit sind. Hier finden auch die ersten der neuen strahlenden Ritter zusammen, neben Schallan und Kaladin Renarin Kholin und Dalinar selbst, als frisch erwählter Bindeschmied. Eine Atempause wird ihnen allerdings nicht gewährt, denn der Sturm hat den Bann, unter dem die versklavten Parscher standen, hinweggefegt, so dass diese nach Jahrhunderten wieder klar denken können. Die Verschmolzenen, wiedererwachte alte Seelen aus dem Volk der ursprünglichen Bewohner Roschars, sowie die Sprengsel der Leere sammeln sie für den Krieg gegen die Menschen. Dalinar setzt alles daran, Verbündete unter den Monarchen Roschars zu finden, die ihre Eidtore für ihn öffnen. Dabei hat er aber einen langen Weg vor sich und muss mühevoll Vertrauen aufbauen, denn die anderen Völker Roschars erwarten von den Alethi im Allgemeinen und vom Schwarzdorn im Besonderen allenfalls Gewalt, Krieg und Eroberung. Schallan nutzt ihre Verbindung zu den Geisterblütern und ihre ständig wachsenden Fähigkeiten als Lichtweberin und als Spionin, um einige der Geheimnisse Urithirus aufzudecken und stößt dabei auf eine Reihe mysteriöser Morde und ein äußerst gefährliches Wesen. Dabei hat sie aber auch noch Zeit, ihre Beziehung zu Adolin Kholin zu vertiefen. Schließlich wird es Zeit zu einer Expedition nach Kholinar, der Hauptstadt Alethkars, zu der jegliche Verbindung abgebrochen ist und aus der König Elkohar seine Frau und seinen Sohn retten will. Hier warten Gegner, die Kaladin, Adolin, Schallan und ihre Verbündeten an ihre Grenzen und darüber hinaus führen. War das wieder spannend! Über 2000 Seiten und es war nie wirklich langweilig. Immer ging es voran, jedes Kapitel brachte etwas Neues und wie immer kam es auf den letzten paar Hundert Seiten zu einem epischen Showdown. Sanderson ist wirklich ein absolutes Ausnahmetalent im Worldbuilding und Storytelling. Wie immer fand ich auch die Charakterentwicklung ganz besonders eindrucksvoll. Insbesondere Schallans Persönlichkeit(en) stechen hier hervor - ziemlich verrückt, was hier passiert. Wieder fühle ich besonders mit Kaladin mit. Was dieser Mann alles ertragen muss! Und er steht jedes Mal wieder auf. Einer meiner besonderen Lieblinge ist ja Renarin, und hier erfahren wir auch endlich ein bisschen mehr darüber, warum er sich so seltsam verhält. Dann sind da noch Taravangian und das Diagramm. Was für ein krasser Scheiß! Das ist ein Charakter, den ich auf der einen Seite theoretisch absolut verstehen und andererseits in der Radikalität seiner Handlungen überhaupt nicht nachvollziehen kann. Eine absolute Kontrastfigur zu Dalinar in seiner Auffassung, dass der Zweck die Mittel heiligt.




























