Ein Erstaunlich aktuelles Bild der geopolitischen Weltlage erfährt man aus dem Buch, welches kurz nach dem zweiten Weltkrieg geschrieben wurde. Kurz und brillant zeigt der Autor Aldous Huxley auf, wie technologischer Fortschritt zu Lasten einer Mehrheit der Gesellschaft eingesetzt wird - mit zumeist negativen Folgen.
Und diese Erkenntnis schon vor 80 Jahren - Wow! Boy Gangsters im Club der exklusiven Oligarchenschaft. Und der Mensch kompensiert seine gesellschaftliche Unsicherheit/Veränderung durch Erreichen von Sicherheit und gibt sein höchstes Gut, seine Freiheit, her. Doch irgendwann merkt der Mensch, dass Nationalismus ihn ins Verderben treibt. Und dann bleibt nur noch der gewaltlose Widerstand als letzte Hoffnung. Aber sie ist da.
Jedoch auch eine Meinung der man Aufmerksamkeit schenken kann um etwas dazu zu lernen.
Wir bekommen eine andere Sicht mit Wissen daraus zu lesen wie tatsächlich sich etwas bis heut nicht geändert hat und was sich jedoch als gute Beispiele erläutert um ein Ende zu setzen. Keine Pause nötig, man liest es in einem Zug, schreibt sich Notizen und speichert ab.
essenzielle Warnung vor einer "neuen Welt" der Kontrolle
„Man sagt, die wichtigste Lektion der Geschichte ist, dass niemand je die Lektionen der Geschichte lernt.“ (S. 46)
Dieses Buch ist bereits 1946 publiziert worden und wirkt heute beinahe unheimlich aktuell. Obwohl das Buch nur rund 90 Seiten umfasst, entfaltet es eine gedankliche Wucht, die weit über seinen Umfang hinausreicht. In Phasen tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen gewinnen Nationalismus und geopolitische Rivalitäten an Einfluss, während demokratische Werte und gemeinschaftlicher Zusammenhalt ins Hintertreffen geraten. Im Kern beschreibt der Text, wie technologischer Fortschritt dazu führt, dass politische Entscheidungsgewalt zunehmend bei einer kleinen, einflussreichen Gruppe landet.
Huxleys Essay ist kein gemütlicher Lesestoff, sondern ein präziser Denkanstoß, der aus dem Englischen von Jürgen Neubauer übersetzt wurde. Der Text hat mich gefordert und zugleich dazu gebracht, innezuhalten und weiterzudenken.
"Aber in modernen Industriegesellschaften verbringt die überwältigende Zahl von Männern und Frauen ihr Leben in hässlichen Städten, ihr Lebensunterhalt ist abhängig von einem kapitalistischen oder staatlichen Boss, sie gehen monotonen, mechanischen und an sich sinnlosen Maschinen- oder Schreibtätigkeiten nach, sind entwurzelt, besitzlos und vollständig losgelöst von der Welt der Natur (...)." (Seite 34)
Ich spreche eine dringende Leseempfehlung aus.