
Gutes Hörbuch unter 7 h
»Es gibt so viele Formen zu sprechen. Die Stimme ist nur die simpelste unter ihnen.« In dieser Geschichte erzählt eine Haushälterin namens Estela rückblickend von den Jahren, die sie im Haus einer wohlhabenden Familie verbracht hat und von den Ereignissen, die ALLES verändert haben. Der Roman kreist stark um soziale Ungleichheit, emotionale Distanz und das Gefühl, in fremden Lebenswelten unsichtbar zu bleiben. Einsamkeit, Machtverhältnisse und unterschwellige Spannung ziehen sich durch die ganze Geschichte. Der Einstieg fiel mir zunächst schwer, doch mit der Zeit konnte ich mich immer besser darauf einlassen. Estela spricht direkt zu einer Zuhörerschaft, was einerseits sehr intensiv wirkt, mich andererseits manchmal aus dem Lesefluss gerissen hat. Die ständigen Unterbrechungen und Selbstkommentare fühlten sich für mich nicht immer stimmig an und sorgten dafür, dass sich einige Passagen in die Länge zogen. Thematisch hat mich der Roman definitiv (!!!) abgeholt, gerade die Darstellung von Klassenunterschieden und emotionaler Isolation fand ich so soooo stark und tiefgründig. Mit der erzählerischen Umsetzung bin ich jedoch nicht ganz warm geworden. Dennoch habe ich das Hörbuch sehr gern gehört und empfehle es für diejenigen, die ein eher kürzeres Hörbuch suchen.












































