Zum Buch: Eines Tages fällt vor den Ameisenhügel frei ein kleines rundes Ding. Queen Mama, die Ameisenkönigin, sagt: es ist eine von uns, helft ihr. Und schon ist Jonny eine der Ameisen. Aber Jonny ist anders, er kann nicht so gut bauen wie die anderen Ameisen, nicht so gut sehen, nicht so gut riechen. Als bei ihm auch noch Brummps diagnostiziert wird, eine ansteckende Krankheit, muss Jonny Hügel Drei verlassen um seine Familie zu schützen ... Meine Meinung: Es wird gleich zu Beginn erzählt, das Jonny keine Ameise ist, aber das tut der Geschichte keinen Abbruch. Jonny und seine Freundin Butz glauben ja das Jonny auch eine Ameise ist. Mir haben die Illustrationen gur gefallen, meinem Lesekind leider nicht so, ihm waren sie zu düster, zu einfarbig. Die Geschichte hat was philosophisches, wie Butz und Jonny so in der Mulde liegen und überlegen. Am Ende ist es eine wunderschöne Geschichte über Freundschaft und über anders sein. Denn es ist doch gut, das wir nicht alle gleich sind. Für mich ein wunderschönes, humorvolles Vorlesebuch. Es hat Spaß gemacht.
»Brummps« war ein echt süße Geschichte, allerdings hat sie mich nicht so unterhalten, wie das letzte Buch von Dita Zipfel, das ich gelesen habe. Spannend fand ich, wie präsent die Erzählerstimme, die nicht Teil der handelnden Personen war, in diesem Kinderbuch zum Vorschein kommt. Im weiteren Sinne war es vermutlich der Wald bzw. die Natur, die zum Leser spricht und die Geschichte von Jonny erzählt, der als Mistkäfer bei den Ameisen aufwächst und sich selbst gar nicht erklären kann, warum er so anders ist als all die anderen um ihn herum. Auf einer Reise mit seiner Freundin Butz erkennt er seine wahre Gestalt und was überhaupt in ihm steckt. Die Geschichte war süß, witzig, sehr kreativ und begleitet von wirklich schönen Illustrationen. Auch fand ich das recht offene Ende sehr gut gewählt. Allerdings war die Geschichte nach meinem Empfinden an manchen Stellen etwas wirr und irgendwie hat sie mich bis zum Ende nicht vollends gepackt.

