Ich habe noch nie so viel Zeit für so wenige Seiten gebraucht. Leider kann ich die Begeisterung für dieses Buch nicht teilen. Es ist eine Aneinanderreihung von Kurzgeschiten, in denen jeweils eine Person, ein Kunde oder Kundin der Fußpflegerin im Mittelpunkt steht. Meiner Meinung nach sind es oft eher belanglose, austauschbare Anekdoten, Geschichten, in denen nichts wirklich Interessantes passiert. Jeder erzählt uns mal Dies oder Jenes von seinem Berufsleben, so habe ich mich beim Lesen gefühlt und es fiel mir schwer, nach einigen Geschichten weiterhin dran zu bleiben. Die detaillierten Beschreibungen der oft ungepflegten Füße fand ich ziemlich abstoßend. Auch habe ich mir das Ganze humorvoller vorgestellt. Vielleicht können Leser und Leserinnen mit regionalen Bezügen dem gewollten sprachlichen Witz, den Passagen mit Berliner Dialekt mehr abgewinnen.
Beruhigend, faszinierend und entspannend: Katja Oskamp zuzuhören war ein Gedicht. Ihre Geschichte lädt zum Zurücklehnen und Zuhören ein und macht gleichzeitig darauf aufmerksam, wie unterschiedlich verschiedene Leben verlaufen. Für alle die mal etwas brauchen um abzuschalten oder einfach in das Leben anderer eintauchen wollen, ganz tolle Lektüre!
Diese Geschichten einer Fußpflegerin sind einfach nur großartig, mal witzig, mal traurig, fein beobachtet und immer auf den Punkt genau ausgelotet. Hier ist kein Wort zu viel und kein Satz zu wenig. Katja Oskamp gelingt in diesem ungewöhnlich kurzen Roman (ja, es ist einer) die Liebe in tristen Plattenbauten Berlin Marzahns zu erahnen und sie in den Lebensgeschichten ihrer Bewohner*innen zu entdecken. Ein absolutes Kleinod, besonders für Menschen, die Kurzgeschichten mögen.
Das hat mir richtig gut gefallen! Wie Katja Oskamp über die Menschen erzählt denen sie die Füße pflegt ist wunderbar. Sie sieht die Menschen mit offenen Augen und warmen Herz.
Im Buch beschreibt die Autorin in kurzen Geschichten ihre Patienten / Kunden in ihrem Fußpflegesalon. Es war jetzt kein schlechtes Buch, die Geschichte zum Teil echt herzerwärmend, aber einen wirklichen Mehrwert hat es mir jetzt auch nicht gebracht.
Das schönste war eigentlich zu lesen, dass es Menschen gibt, die so gerne für andere da sind und ihren Job so unfassbar gerne machen.
Und nachdem ich viele Orte des Buches vor Augen hatte, habe ich doch eine Sache neu gelernt; Marzahn hat einen Skywalk. Den muss ich mir doch glatt mal anschauen.
Lustiges Buch, was zeigt das ein Stadtteil aus Menschen und nicht aus Vorurteilen besteht.
Ich hab diese Jahr die Serie geschaut und dann festgestellt dass es auf einem Buch beruht. Fand den Schreibstill und die kleinen Geschichten über die Bewohner von Marzahn toll und berührend.
Am Ende lebt die Geschichte von wahren Menschen, mit den normalen Probleme des Alterns und der Herausforderung der Gesellschaft.
Absolutes Lieblingsbuch. Unglaublich feinsinnig, komisch. Anhand von Füßen derart präzise Charakterzeichnungen zu enwickeln - großartig. Gelungen auch, weil es sich nicht erhebt.
Mit Witz, Charme und auch Tiefgang erzählt die Autorin Geschichten ihrer Kund*innen. Manchmal schön, manchmal lustig und manchmal traurig - so wie das Leben ist.
Mit liebevollen, warmen Blick schaut die Autorin auf ihre Kunden im Marzahner Fußpflegesalon, der ihre zweite Heimat wird.
Interessante, kurze Geschichten, die zum Schmunzeln und Nachdenken anregen.
Jedes Kapitel dieses Buch beinhaltet eine andere Geschichte. Anfangs ist es die von Katja Oskamp selbst wie und warum die berufliche Neuausrichtung kam, dann kommen die Geschichten ihrer Kunden meist Rentner die trotz oder vielleicht auch gerade wegen ihrem Alter einiges zu erzählen haben. Zwischendurch auch mal ein Betriebsausflug oder ganz andere Kunden. Es ist eine Sammlung aus Kurzgeschichten die alle zusammen eine eigene erzählen: Die von Katja Oskamp.
Und gleichzeitig ist es auch ein kleiner Crashkurs in Berlinerisch :)
So oder so in jedem Fall Lesenswert!
Ich muss sagen, ich fand das Buch toll! Das mag natürlich auch daran gelegen haben, dass ich in der Nähe von Marzahn aufgewachsen bin und oft selbst in der Gegend und im Eastgate war. Demnach konnte man die Stimmung des Buches gut nachempfinden. Witzig fand ich auch, dass ich den erwähnten Hundesalon auch gut kannte. Gestern hab ich meinen Hundi zu eben diesen Salon gebracht und mit der netten Dame über das Buch gequatscht!
Auch fand ich es super, dass einem hier ein Beruf näher gebracht wird, der relativ nischig ist. Ähnlich wie bei anderen kosmetischen Berufen treffen die Personen dabei auf tausende Facetten und Geschichten ihrer Kundin, die es teilweise wert sind, in einem Buch zusammenzufassen. Die Kapitel waren abwechselnd berührend, witzig oder interessant. Ich mag eben auch, dass es eine Ostgeschichte ist, und gleichzeitig aber auch zeigt, dass es nie zu spät ist, sich beruflich umzuorientieren!
Kleine kurze Geschichten. Die kleinen Leute ohne große Stimme aus Berlin - Marzahn kommen zu Wort. Tragik und Komik halten sich die Wage.
Katja Oskamp - ,,Marzahn Mon Amour"
-- Geschichten einer Fusspflegerin --
Mit Mitte 40 beschließt die Autorin ihrem Leben eine neue Richtung zu geben. Ihr Job als Autorin läuft nur mäßig, die Kinder sind aus dem Haus und der Mann ist schwer erkrankt.
Sie beschließt daraufhin, als Fusspflegerin neu durchzustarten.
Sie besteht die Prüfung und beginnt in einem Kosmetikstudio mit zwei herzlichen Kolleginnen zu arbeiten.
Das Studio liegt in Westberlin im Ortsteil Marzahn in der größten Plattenbausiedlung der ehemaligen DDR.
Katja Oskamp beschreibt in kurzen Geschichten ihre Arbeit, aber legt dabei den Fokus vor allem auf ihre Kunden und deren Geschichten, die sonst wenig Gehör finden. Die Besucher des Studios haben so einiges erlebt in ihrem Leben. Mal völlig offen ohne Punkt und Komma, mal erst nach einigen Sitzungen schütten die Kunden der Pflegerin ihr Herz aus. Vom grummeligen arroganten Opa bis zur lebensfrohen Rentnerin samt Enkelin ist wirklich alles vertreten.
Dabei entstehen mal wirklich sehr lustige Geschichten, aber auch bitter traurige Schicksale die beleuchtet werden. So wie das Leben eben spielt, hat jeder seine Erfahrungen im Laufe der Jahrzehnte gemacht.
Das Schöne daran ist, dass Oskamp oft einfach nur zuhört und die Kund/innen reden lässt. Nur selten wertet sie dabei.
Und so konnte sie dabei einige außergewöhnliche Geschichten zusammentragen und in diesem Werk versammeln.
Der Schreibstil hat mir besonders gefallen. Ob Tragik oder Komik, Katja Oskamp hat eine ausgewogene Mischung geschaffen, die wirklich gelungen ist. Sie findet immer den treffenden Ton, beobachtet und beschreibt ihr Umfeld dabei genau.
Nicht nur die Menschen werden gut abgebildet. Auch der Stadtteil Marzahn ist irgendwie zu einer eigenen Figur im Buch geworden. Ein Ort in Berlin, über den in meiner Wahrnehmung nicht häufig berichtet wird.
Katja Oskamp gibt diesem Ort und seinen Bewohnern eine Stimme.
Von mir gibt es eine klare Empfehlung für dieses kleine aber sehr feine Buch.
Ausgenommen ist die Empfehlung für Menschen, die Füße absolut eklig finden. Die sollten vielleicht einen Bogen um dieses Werk machen ;)
Die echten Menschen, mit echten Geschichten in Berlin Marzahn werden hier ohne ein „von-oben-herab“ und mit viel Empathie beschrieben und sprachlich schön und authentisch gezeichnet.
Hat mich jetzt nicht so richtig mitgenommen, aber für zwischendurch wirklich nett.
Ein leises, liebevolles Buch – ganz ohne falsche Dramatik.
Katja Oskamp erzählt von den Menschen in einem Berliner Kosmetikstudio – mit warmem Blick, klarer Sprache und ohne jede Überheblichkeit. Die Geschichten sind klein, aber nicht belanglos. Sie sind ehrlich, lebensnah, manchmal traurig, oft komisch – und immer wahr.
Ich mochte alle Figuren. Nicht weil sie perfekt wären, sondern weil sie so echt sind. Keine Klischees, kein Mitleid, keine überzogenen Konflikte – einfach Menschen mit ihrem gelebten Leben.
Marzahn, mon amour ist ein kurzweiliges, ruhiges Buch, das zeigt, wie viel Würde und Kraft im Alltag steckt. Es hat etwas Tröstliches – gerade weil es nicht laut sein will.
Ein Augenöffner, es machte meinen Blickwinkel auf jeden Fall weiter!!!
Es ist unterhaltsam, lebensecht und zeigt die Gesellschaft aus Sicht der Füße.
Klingt weird, ist aber wirklich, wirklich ABSOLUT EMPFEHLENSWERT!!!!
Mit diesem Buch ist man kurz Gast in vielen Leben. Die Autorin beschreibt ihre Begegnungen während der Arbeit als Fußpflegerin. Dabei blickt sie nahezu völlig wertfrei auf die Menschen mit ihren Macken, Eigenarten und ihren ganz eigenen Geschichten.
Ein wirklich schönes Buch, das in kürzester Zeit weggelesen ist.
Dieses Buch habe ich als „Nachttischlektüre“ gelesen und es bietet inhaltlich mehr Tiefgang als man im ersten Moment vermuten mag. Sogar ein bisschen geschichtlicher Hintergrund ist eingebaut, aber nur so, dass es zum Gesamtbild passt.
Die Autorin stellt unterschiedlichste Figuren vor. Einige findet man vielleicht unfreundlich, für einige fühlt man mit und wiederum andere sind einfach schräg.
Habe das Buch gern gelesen und kann es weiterempfehlen.
Die Autorin Katja Oskamp war in einer Art Midlife-Crisis, an einem Tiefpunkt ihres schriftstellerischen Schaffens, als sie sich entschied, einen sehr ungewöhnlichen Schritt zu gehen: sie machte eine Ausbildung zur Fußpflegerin. Sie kommt unter in einem Studio in Berlin Marzahn, einer Gegend, die medial vor allem für ihre Plattenbauten bekannt ist.
In diesem Buch schildert Katja Oskamp in kurzen Kapiteln die Begegnungen, die sie als Fußpflegerin mit ihren Kund*innen, den Bewohner*innen dieser Plattenbauten, hat. Dabei blickt sie stets mit einer freundlichen Neugierde auf die Personen und beschreibt ihre Eigenheiten so lustig und liebevoll, dass mir beim Lesen sehr warm ums Herz wurde. Ohne Vorurteile oder Scheu hört sie den Kund*innen, überwiegend älteren Menschen, oft mit chronischen Erkrankungen, zu und begegnet jeder Person mit Respekt und Wertschätzung - außer, wenn diese sich ihr gegenüber respektlos verhalten.
Ich kann euch dieses Buch wärmstens ans Herz legen. Es hilft dabei, sich wieder und wieder bewusst zu machen, dass man fremden Menschen stets offen begegnen sollte, dass man Menschen ihre Päckchen in der Regel nicht ansieht, die sie zu tragen haben. Und dass man so viel gewinnen kann, wenn man sich mit Personen außerhalb der eigenen Bubble befasst.
Mich persönlich hat das Buch sehr an einen früheren Job erinnert, bei dem ich sehr viel Kontakt zu Menschen aus jeglichen Schichten und Umgebungen hatte. Auch, wenn ich diesen Job aus strukturellen Gründen schon vor längerer Zeit an den Nagel gehängt habe, denke ich sehr gerne daran zurück, wie viele schöne und herzliche Begegnungen mit Fremden ich tagtäglich hatte. Und halte mir vor Augen, wie wertvoll es ist, wenn Menschen kleine Einblicke in ihr Leben mit einem teilen.
CN: Su1zid, Krankheit, T0d, Alkoh0labhängigkeit
„Wie bitte, du warst noch nie bei der Fußpflege?“
Was eine Fußpflegerin so alles erlebt, ist wirklich unglaublich unterhaltsam und für mich eine schöne Ergänzung zu „Die vorletzte Frau“.
Verschiedene Geschichten von Menschen aus der Marzahner Platte
Ich bin in Marzahn aufgewachsen, habe es aber verlassen und weiß das viele Menschen seit 1980 dort immer noch leben
Es war teilweise amüsant die einzelnen Geschichten der Kunden zu erfahren
Ein Streifzug durchs Leben von nebenan.
Einfühlsam erzählt. Erst musst du schmunzeln und dann steckt dir ein dicker Kloß im Hals. Katja Oskamp schafft es, die Geschichten von Menschen einzufangen , die oftmals zu unrecht vom Rest Berlins dafür abgestempelt werden hier zu leben. Dabei steckt in Marzahn so viel wahres Leben, wie die vielfältigen Lebensgeschichten in "Marzahn Mon amour" beweisen. Marzahn ick liebe dir!
Dieses Buch habe ich auf Empfehlung als Hörbuch gehört und fand es wirklich gut. Dadurch, dass die Autorin in jedem Kapitel von anderen Kunden und Anekdoten berichtet, wird es nicht langweilig und man erhält einen authentischen und oft auch lustigen Einblick in das Berufsbild einer Fußpflegerin. Insgesamt also vor allem für Menschen, die diesen Beruf ausüben, aber auch die, die sich einfach so dafür interessieren, eine schöne Lektüre!
Erwartet hab ich eine lustige Beschreibung des Alltags einer Fußpflegerin. Bekommen hab ich lauter kleine Geschichten über die Kunden. Für diese, oft alt und krank, ist der Termin bei der Fußpflege ein Highlight im Leben. So schlicht das Buch fand ich es doch beeindruckend
Katja Oskamp skizziert auf wenigen Seiten die Lebensgeschichten und -umstände ihrer Kund*innen in einem Fußpflegesalon in Berlin Marzahn. Dass diese von Schicksalsschlägen oder Krankheit, von schwierigen Lebenswegen oder Einsamkeit handeln kontrastiert die Autorin mit einer beschwingten, respektvollen Art davon zu berichten. Eine Ode an ein kleines Stück Menschlichkeit an einem ungewöhnlichen Ort.
„ „Bejinnende Demenz, hat ooch eena jesagt.“ Wieder so ein schauderhaftes Wort. Erwin Fritzsche schaut mich aus den vergrößerten Augen an, ratlos, beschämt, suchend. Er ist dabei den Überblick zu verlieren. Da sind blinde Flecken, und wenn er sie bemerkt, wankt sein Koordinatensystem. Die innere Landkarte kräuselt sich. […] Ich kann meinem Neukunden nicht heraushelfen aus dem undurchdringlichen Schlamassel. Aber ich kann aus den eckigen abgerundete Nagelkanten formen und ihn in ein Land locken, in dem er sich auskennt. „Was sind Sie denn von Beruf, Herr Fritzsche?“
Als die Autorin Katja Oskamp eine lterarische Flaute durchlebt, überredet eine Freundin sie, in ihrem Kosmetikstudio als Fußpflegerin zu arbeiten.
Katja Oskamp sagt zu, macht die Ausbildung zur Fußpflegerin und kümmert sich fortan um die großen und kleinen Fußprobleme ihrer Marzahner Kundschaft.
An ihren Erlebnissen lässt sie uns teilhaben und so erfahren wir nicht nur ein sehr menschliches Potpourri an Lebensgeschichten sondern so ganz nebenbei auch viel über Fußpflege.
Ich habe das Buch als Hörbuch gehört, von der Autorin selbst gelesen mit wunderbaren Berliner Dialekt-Einlagen.
Das Buch ist so menschlich und warmherzig und witzig und leicht ohne dabei seicht zu sein
Ich gebe gerne 5 Sterne 🌟 🌟 🌟 🌟 🌟
2,5 Sterne - ganz okay, aber nicht das richtige Buch für mich.
Katja Oskamp war über 40 als sie sich zur Fußpflegerin ausbilden ließ. In diesem dünnen Band erzählt sie von ihrer Arbeit und den unterschiedlichen Menschen, die auf ihrem Fußpflegestuhl Platz nehmen. Die Idee ist cute, leider sind die Menschen und ihre Geschichten nicht wirklich divers und haben mich mit der Zeit gelangweilt.
Der Humor ist irgendwie boomerig, manche Geschichten fast pathetisch. Alles hat diese "das sind noch ehrliche Leute mit ehrlicher Arbeit" Attitude. Selbst die Geschichte über eine Geflüchtete ist natürlich eine über eine Deutsche aus Königsberg und auch die "hat ihr Leben lang gearbeitet" und "dem Staat nie auf der Tasche gelegen".
Wer richtig Bock auf ein sehr sehr deutsches Buch hat, der wird sich über "Marzahn Mon Amour" auf jeden Fall sehr freuen.
Ich war neulich in unserer Stadtbibliothek und habe dort dieses Buch empfohlen bekommen und muss sagen, dass es mich echt sehr überrascht hat.
Normalerweise lese ich ja eher New Adult, Fantasy oder Dark Romance, jedoch konnte mich auch dieser Roman abholen.
Es gibt Berufe, vor denen ich großen Respekt habe, und Fußpflegerinnen und Fußpfleger stehen bei mir relativ weit oben auf der Liste. Für mich sind die Füße anderer Menschen am besten, wenn sie gut verpackt in schönen Schuhen stecken; näher möchte ich ihnen nicht kommen. Anders jedoch die Schriftstellerin Katja Oskamp: Als sie sich in einer Midlife-Crisis befindet und ihr neuer Roman nicht gelingen will, entscheidet sie sich für einen radikalen Schritt. Sie beginnt eine Ausbildung zur Fußpflegerin und arbeitet nach erfolgreichem Abschluss in einem Salon in Marzahn.
Ihre Erzählungen bieten den Leserinnen und Lesern nur wenig Fiktion, dafür umso mehr ungeschönte Realität. Hier wird nicht beschönigt, sondern schonungslos auf den Punkt gebracht – von Hühneraugen bis Halluxen, selbst Gerüche werden eindringlich beschrieben. Und gerade diese Ehrlichkeit macht das Buch, trotz seines schmalen Umfangs, so beeindruckend.
Katja Oskamp zeigt sich als aufmerksame Beobachterin, die die Sehnsucht nach Alltagsheldinnen und -helden unserer Zeit und der Vergangenheit versteht. Diese Figuren berühren uns, weil sie uns an Menschen erinnern, die wir selbst kennen. Ohne erhobenen Zeigefinger lässt sie uns durch die Geschichten von Kundinnen wie Gerlinde Bonkat oder Frau Janusch erkennen, dass es sich lohnt, den Menschen um uns herum öfter zuzuhören und aus ihren Erfahrungen zu lernen. Was Oskamp uns bietet, ist kein Hollywood-Glanz, es gibt kein vorhersehbares Happy End nach jeder Fußpflegebehandlung. Das ist Marzahn – ein Ort, an dem das Leben manchmal so rau ist, dass man mit einem flauen Gefühl im Magen zurückbleibt, wenn jemand am Ende von einem der Betonklötze springt.
Katja Oskamp hat mich mit ihrem Schreibstil sehr überrascht und ich freue mich auch in Zukunft mehr Bücher von ihr zu lesen. Ich würde mich auch sehr über einen zweiten Band von Marzahn Mon Amour freuen.
Die Geschichte liest sich kurzweilig. Durch die Arbeit als Fußpflegerin lernen wir die Bewohner aus Marzahn in all ihren wunderbarem Facetten und mit ihrem seh unterschiedlichen Geschichten kennen.
Sagen wir so, man sollte sich nicht vor Füssen ekeln ;-) ich fand das Buch gut und freue mich auf die Verfilmung
Ach, war das schön. Katja Oskamp versteht es, Menschen zu beobachten und deren Geschichten zu erzählen - mit winzig kleinen Feinheiten, manche voll Traurigkeit, andere einfach lustig. Immer gespickt mit einem Augenzwinkern. Unbedingte Leseempfehlung! ❤️
Sehr schöne, warmherzige, respektvolle Geschichten über das wahre Leben. Habe es gern gelesen. Hier kommen die normalen Leute zu Wort und man ist mitten drin im Salon und Marzahn.
Katja Oskamp schreibt über ihre Kund:innen, in einem Fußpflegesalon in Marzahn. Verschiedenste Charaktere gehen hier ein und aus und Oskamp beschreibt sie mit einem sanften Blick und tollen Sprache.
Ich habe das Buch vorhin nur gekauft, weil der Titel offensichtlich an den großartigen Film "Hiroshima Mon Amour" angelehnt ist. Damit hat es nicht allzuviel zu tun, dazu müsste es 1000% romantischer sein. Aber im Film geht es um Erinnerungen und Vergessen und das Buch, um eine brüchige Brücke zu schlagen, teilt dieses Thema in gewisser Weise. Oft vergessene Menschen werden sichtbar gemacht und ihre Menschlichkeit gezeigt mit großer Wärme und Empathie.
Hatte sehr viel spaß mit diesem feinen kleinen Büchlein. Einfach schön wie Katja Oskamp ihre Mitmenschen beschreibt. Ich habe oft gelacht, hatte auch mal ein tränchen im Auge und konnte mir die Menschen einfach so gut bildlich vorstellen.
Katja Oskamp hat mit 44 Jahren keine Lust mehr Schriftstellerin zu sein und macht eine Umschulung zur Fußpflegerin. In Marzahn teilt sie sich ein Studio. Viele kurze Geschichten werden hier erzählt von ihren Kunden und Kundinnen. Wirklich schön geschrieben. Ein tolles Buch für zwischendurch.
Ach, das hat gut getan, gerade in Zeiten wie diesen. Respektvoll erzählt, teilweise lustig, teilweise tragisch, immer menschlich.
Am liebsten habe ich dabei die Passagen über die Erzählerin selbst, ihre Empfindungen als Frau über 40, ihren Weg in die Fußpflege und ihre Alltagsbeobachtungen gelesen.
Was für ein liebenswertes Gute-Laune-Buch! Die Autorin gibt den normalen Menschen auf der Straße eine herzliche und äußerst einfühlsame Stimme. So hat doch jeder seine Geschichten, die nicht weniger interessant sind, als die der ABC-Promis, dafür aber nahbarer und authentischer, mit echten Macken und Marotten meistens zum Gernhaben. Wir erfahren diese Minibiographien auf dem pinken Königstrohn, der Behandlungsliege einer Fusspflegerin. Sogar die Fussprobleme fanden Interesse bei mir, auch diese, die keine sind, von z.B. jungen Teenies, die mit ihren eigentlich makellosen Körperteilen, hier Füssen, hadern. Ein kleiner Rundumschlag unterschiedlichster Marzahner Bewohner.
Kennt jemand eine Pflegekraft? Das hier wäre doch das perfekte Geschenk. Denn es ist durchaus auch eine Danksagung an all diese wunderbaren Auffangmenschen oder eben auch eine Inspiration, welch liebevoller Blick auf unsere Mitmenschen möglich ist. Die Autorin muss nämlich unglaublich nett sein. Ich recherchier gleich mal, was sie noch geschrieben hat! Klare Leseempfehlung, 5 Sterne!
Und nebenbei ist dies eben auch die Geschichte einer Mitvierzigerin, die sich altersbedingt in eine scheinbare Unsichtbarkeit auflöst, aber auch die Geschichte der Menschen der ehemaligen DDR. Sprachlich ganz mein Geschmack und ja, ich konnte sogar hier und da laut auflachen. Wirklich ein Liebhabbuch!
Mit feinster Berliner Schnauze liest Katja Oskamp ihr eigenes Buch und hat mich für ein paar Stunden in den Salon nach Marzahn mitgenommen. Ein kurzweiliger Titel für zwischendurch.