Die Geschichte rund um Bo und Sixten hat mich einfach erfüllt beim Lesen ❤🩹🤧
Es war definitiv eine schlechte Idee, das Buch im Zug zu beenden, denn es hat mich beendet 🥹
Ich finde das Buch ist ein Weckruf, um sich einmal mehr daran zu erinnern worauf es im Leben eigentlich wirklich ankommt und dass es nie zu spät ist, etwas in seinem Leben zu ändern ❤🩹 Für alle die auch einen Hund wie Sixten zu Hause haben, dass ist euer Buch ❤🤧 Flüssiger Schreibstil mit kurzen Kapiteln inklusive!
Was bleibt am Ende? Was hat Bedeutung, an was und an wen erinnern wir uns? Wenn die Kraniche nach Süden ziehen behandelt dieses Thema auf eine sehr gefühlvolle und ruhige Weise. Ganz leise und manchmal doch auch recht laut wird von Bo erzählt, der zu Hause gepflegt wird und dessen Frau in einer Alzheimerpflege untergebracht ist. Wir erfahren nicht nur, wie es ihm in seinem letzten Jahr geht und wie ihm immer mehr seiner Eigenständigkeit abhanden kommt, und teils auch genommen wird, sondern durch Erinnerungen und Träume auch, wie sein Leben bis hierhin verlaufen ist. Besonders berührt hat mich seine Beziehung zu seinem Hund Sixten und wie er (innerlich) darum kämpft, dass dieser bei ihm bleiben kann.
Klare Leseempfehlung!
✨Rezensionsexemplar✨
Heute habe ich ein extrem gehyptes Bookstagram Buch für Euch, das mich leider nicht überzeugen konnte. Das war mein erstes Buch der Autorin und vielleicht kommt man irgendwann nochmal zusammen.
Natürlich freue ich mich für alle, die das Buch mochten, Geschmäcker sind nun mal verschieden.
✨Zitat
„Hagebuttensuppe gehört zu den wenigen Dingen, die ich immer noch mag. Die Lebensmittel schmecken heute anders. Sahnegebäck kriegt man nicht mehr hinunter, es schmeckt nach Schimmel. Trotzdem bringt Hans weiterhin hartnäckig Sahnetorte mit.“
✨Inhalt
Bo ist fast 90 Jahre als und ihm soll sein Hund weggenommen werden, weil er dem Tier nicht mehr gerecht wird. Bo reflektiert sein Leben, seine Ehe und insbesondere sein schwieriges Verhältnis zum eigenen Vater und zu seinem Sohn Hans.
✨Meinung
Ich werde Euch nichts spoilern und möchte mit den positiven Aspekten beginnen. Das Buch behandelt mit Alter, Krankheit, Tod und dem Verlust der eigenen Selbständigkeit sehr wichtige Themen. Die Autorin schreibt roh und beschönigt nichts, das fand ich gut. Auch war das Ende in Ordnung, also wie zum Schluss alles gelöst wurde für Bo und Sixten.
Meine Kritik:
Der Klappentext drückt einem bereits ein festgefahrenes Narrativ auf und dieses wird auch so durchgesetzt. Dieses Buch hatte eine Chance zwischen den Generationen und auch zwischen Patienten und Pflegern zu vermitteln und hat diese Chance überhaupt nicht ergriffen.
Ich bin normalerweise sehr sensibel und weine recht leicht bei Büchern, hier hatte ich nicht mal einen Kloß im Hals, eigentlich habe ich mich nur geärgert.
❤️Kleine Ausnahme bildet der gewichtige Erzählstrang rund um Sixten, auch für mich sind meine Tiere meine Kinder und ich habe den Konflikt verstanden und gefühlt. Dafür vergebe ich meine Sterne.❤️
Ansonsten war Bo nicht mein Fall, aber ein recht stereotypischer Vertreter der Generation. Ja, die Generation ist durch eigene Traumata, wie auch im Buch geschildert, so geworden, aber hat sich eben auch entschieden, den Teufelskreis nie zu durchbrechen.
So abfällig wie er stets über seinen Sohn Hans, die „Jugend“ im Allgemeinen, Fortschritt, Technik, mentale Gesundheit spricht, braucht er sich nicht wundern. Es ist eine Generation, die tatsächlich nur ihre Enkel mag, wenn überhaupt, auch weil diese sich noch formen und manipulieren lassen. Auch das kommt im Buch genauso vor, es war wirklich wie im Handbuch. Tatsächlich konnte ich von Anfang an vorhersehen, wie es laufen wird.
Bei ihm früher im Sägewerk gab es kein Burnout, dann muss es ja etwas Ausgedachtes sein. Und ich könnte Euch 1000 weitere Beispiele liefern. Und Hans hat sich trotzdem bemüht. Auch der Pflegedienst tat mir stellenweise Leid. Versteht mich nicht falsch, auch Bo tat mir leid! Aber: Wenn man viel Glück hat, dann darf man alt werden und man kann sich darauf vorbereiten und kann ja evtl. mit den eigenen Kindern kooperieren. Ist natürlich schwer, wenn man die eigenen Kinder immer nur beleidigt und runtergemacht hat. Es ist für beide Seiten nicht so toll!!!!
Leider war das Buch extrem einseitig und ließ eigentlich gar keinen Raum für andere Meinungen. Aber Rezensionen sind zum Glück zur freien Meinungsäußerung da.
Auch der Schreibstil war abgesehen von der ungeschönten Rohheit eher nicht meins und das gleiche gilt auch für die schnellen Zeitsprünge, das hat den Lesefluss nochmal negativ beeinflusst.
✨Fazit
Leider hat mich das Buch emotional überhaupt nicht erreicht, was mich überrascht hat und was ich so auch nicht erwartet habe.
❣️Dennoch und das möchte ich klarstellen, bin ich nicht „auf einen Hype reingefallen“. Das empfinde ich immer als falsch, wenn das gesagt wird.❣️
‼️Auch von dem Totschlagargument der „ehrlichen“ Rezension möchte ich mich an der Stelle distanzieren und die Gelegenheit mal nutzen. Auch die positiven Rezensionen sind ehrlich 🤗🤗🤗, Menschen haben aber unterschiedliche Geschmäcker und verschiedene Brillen durch die sie die Geschichten lesen.‼️
Macht Euch gern ein eigenes Bild!
2/5⭐️⭐️
Ich verstehe total, warum dieses Buch gerade so viel Aufmerksamkeit bekommt, denn es ist wirklich sehr fein und realistisch erzählt. Im Mittelpunkt steht ein sehr alter Mann, der auf sein Leben zurückblickt und spürt, dass seine Zeit langsam zu Ende geht. Allein diese Perspektive fand ich schon besonders und berührend!
Gleichzeitig muss man aber auch sagen: Es passiert nicht wahnsinnig viel. Das passt zwar zur Geschichte und zu dieser ruhigen, nachdenklichen Erzählweise, aber für meinen Geschmack hätte die Handlung trotzdem noch etwas vielschichtiger sein dürfen. Auch die vielen Sprünge zwischen Gegenwart und Vergangenheit waren für meinen Geschmack etwas zu willkürlich.
Für mich ein gutes, besonderes Buch, aber kein absolutes Highlight.
Berührend, ohne jemals auch nur anflugsweise kitschig zu sein, echt, wunderbar.
Ich wünschte, ich hätte es gelesen, bevor meine Eltern gestorben sind. Vielleicht hätte ich sie noch ein bisschen besser verstehen können. Man will helfen, man macht, erledigt, besorgt, organisiert. So war es bei mir.
Ein bisschen mehr innehalten, stil sein und zuhören, das hätte ich wohl noch besser machen können. Das Buch hat mich nachdenklich zurückgelassen.
Was für ein Debut! Leseempfehlung!
Eine Geschichte, die weh tut und genau deshalb wichtig ist
Bo ist 89 Jahre alt. Sein Körper wird schwächer, seine Tage länger. Seit seine Frau in einem Pflegeheim für Demenzkranke lebt, ist sein Alltag von Einsamkeit geprägt. Wirkliche Nähe erfährt er nur noch durch seinen Hund Sixten und die kurzen, funktionalen Besuche des Pflegedienstes.
Sein Sohn Hans kommt ab und an vorbei und wenn, dann mit Sorge im Blick und Misstrauen im Herzen. Er traut seinem Vater immer weniger zu, will Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen. Jetzt soll Bo auch noch seinen Hund abgeben. Aus Fürsorge, aus Angst. Doch für Bo ist Sixten weit mehr als ein Haustier. Er ist Halt. Sinn. Verbindung zum Leben.
Die Angst, auch ihn zu verlieren, bringt Bo dazu, zurückzublicken: auf seine Kindheit mit einem strengen, wütenden Vater, auf eine liebevolle Mutter, auf seine große Liebe, auf Freundschaften, verpasste Chancen und Fehler, die bis heute nachwirken.
Dieses Buch hat mich komplett erwischt.
Ich habe beim Lesen geweint. Immer wieder. Weil alles daran so nah an der Realität ist. Weil es an eigene Erinnerungen rührt. An die eigenen Eltern. An die Angst vor dem Altwerden. An die Zerbrechlichkeit des Menschen, die uns irgendwann alle einholt.
Bo ist hilfsbedürftig, abhängig von anderen und gleichzeitig voller Würde. Genau das macht diese Geschichte so schmerzhaft. Zu sehen, wie einsam viele alte Menschen werden. Wie sehr sie auf Hilfe angewiesen sind. Und wie wenig Zeit wir ihnen oft geben, obwohl sie uns einmal alles gegeben haben.
Es gab so viele Momente, die mich innehalten ließen: Bos Freude über den Besuch seiner Enkelin. Die Geduld, die es braucht, wenn alte Menschen Geschichten mehrfach erzählen. Das schlechte Gewissen, das sich einschleicht, weil man selbst so oft gestresst ist, im eigenen Alltag gefangen.
Dieses Buch zwingt einen, hinzuschauen. Und das tut weh.
Bo denkt zurück. An seine Ehe. An seine Freundschaft mit Ture. An die komplizierte Beziehung zu seinem Sohn Hans. Und man spürt in jeder Zeile: Altwerden ist demütigend. Nicht, weil man weniger wert ist, sondern weil man so viel verliert.
Hans will seinen Vater schützen. Bo will seine Selbstbestimmung behalten. Zwischen beiden steht eine Geschichte voller Missverständnisse, unausgesprochener Gefühle und alter Wunden. Bo erkennt seine eigenen Fehler und wünscht sich nichts sehnlicher, als diese Verbindung noch einmal zu heilen, bevor es zu spät ist.
Die Rückblenden empfand ich nicht als störend, sondern als unglaublich authentisch. Genau so fühlt sich Erinnern im Alter an: bruchstückhaft, kreisend, irgendwo zwischen Wachen und Träumen.
Die Beziehung zwischen Bo und seinem Hund hat mir das Herz gebrochen.
Wer selbst ein Haustier hat, weiß, was es bedeutet: bedingungslose Nähe, Verantwortung, Liebe. Familie.
Der Gedanke, dass Bo in seiner letzten Lebensphase auch diesen Halt verlieren könnte, ist kaum auszuhalten. Natürlich ist Hans’ Sorge nachvollziehbar. Aber was passiert mit einem Menschen, wenn ihm genau das genommen wird, was ihn noch am Leben hält?
Diese Frage zieht sich schmerzhaft durch das gesamte Buch.
Jedes Kapitel endet mit einer kurzen Notiz des Pflegedienstes nüchtern und sachlich. Und genau dadurch entfaltet sich die volle Wucht der Geschichte.
Der Roman ist roh, ehrlich und schonungslos. Ein realistischer Blick auf das Altern, auf Einsamkeit, auf Verlust. Aber auch auf Liebe, Erinnerung und das Bedürfnis, gesehen zu werden.
Das Ende ist leise. Und trotzdem überwältigend. Es regt nicht nur zum Nachdenken an, es reißt einem das Herz auf.
„Wenn die Kraniche nach Süden ziehen“ ist wunderschön und grausam zugleich.
Herzlich und zutiefst traurig.
Es ist kein Buch, das man einfach liest. Es ist ein Buch, das man fühlt.
Eines, das Taschentücher verlangt. Und Zeit. Und Offenheit.
Ich würde es jedem empfehlen. Gerade weil es weh tut. Gerade weil es uns daran erinnert, wie wichtig Nähe, Geduld und Mitgefühl sind, besonders gegenüber denen, die langsam leiser werden.
Ein Buch das mich betrübt und weinend zurückließ, aber auf eine gute Art.
Die Perspektive von Bo hat fabelhaft wiedergegeben was es bedeutet, wenn man seinen eigenen Verfall erlebt und hinnehmen muss das der Körper und Geist, der einen das Leben lang getragen hat, so langsam verebbt. Ein Buch das mit seinem Blickwinkel meine Augen geöffnet hat und als Message bleibt „Nimm dir Zeit, sieh hin, hör zu und versuche zu verstehen“, Dinge die oft zu kurz kommen wenn man alte Leute begleitet, obwohl man selbst noch in einem trubeligen Alltag steckt.
Es lässt mich zurück mit Trauer, über die Großeltern die bereits gegangen sind und mit Tatendrang, die Zeit mit den noch vorhandenen Großeltern mehr zu genießen.
Am Anfang ist das etwas langatmig, aber zusehend taucht man in die Gefühlswelt von Bo. Respekt an die junge Schriftstellerin: Die Sicht auf Bos Leben und die Welt die im Alter noch übrig bleibt, ist großartig geschrieben. Abhängig von Andern zu sein, körperliche Gebrechen und eigene Wünsche werden gefühlvoll dargestellt. Was bleibt am Ende? Was ist das Leben noch wert? Ein gefühlvolles und nachdenkliches Buch. Unbedingt lesen, es geht uns alle an.
Manche Bücher liest man und manche Bücher fühlt man. Dieses hier gehört definitiv zur zweiten Kategorie. 💔🕊️
Bo ist 89 Jahre alt und lebt in einer Welt, die immer stiller wird. Seit seine Frau im Pflegeheim ist, bleiben ihm vor allem die Erinnerungen und sein treuer Hund Sixten. Doch selbst dieser Halt droht ihm genommen zu werden. Was folgt, ist eine leise, tief bewegende Reise durch ein Leben voller Liebe, Verlust und unausgesprochener Gefühle.
Lisa Ridzén gelingt es auf beeindruckende Weise, die Zerbrechlichkeit des Alters mit Wärme, Humor und ganz viel Menschlichkeit einzufangen. Man lächelt, man schluckt und manchmal kullern auch Tränen.
💭 Dieses Buch erinnert daran, wie wichtig Nähe, Verständnis und Selbstbestimmung sind gerade dann, wenn die Welt kleiner wird.
Ein Roman, der lange nachhallt. Einer, den man nicht nur liest, sondern im Herzen trägt. ❤️
Ein berührender Roman über die letzten Wochen im Leben eines Mannes.
Mich haben die Gedanken von Bo sehr berührt. Sie ermutigen, Menschen insbesondere, wenn sie körperlich abbauen, Zeit zu geben, genau hin zu hören und auf sie zuzugehen, um die Zeit, die bleibt, gemeinsam zu genießen.
REZENSION
Wenn die Kraniche nach Süden ziehen
Autorin: Lisa Ridzén
Verlag: btb
ET: 21.01.2026
Meine Meinung:
Schon allein der Klappentext reichte mir, um festzustellen, das ich hier wohl direkt Taschentücher bereitlegen sollte.
Ich habe ein paar Seiten gebraucht um in der Geschichte ankommen zu können. Die Autorin hat einen flüssigen und angenehmen Schreibstil, die Kapitellänge ist kurz und enthält kleine Notizen.
Bo und sein Hund Sixten haben mein Herz im Nu erobert. Man konnte richtig das Band zwischen den beiden fühlen, merken wie sehr er an seinem geliebten Hund hängt. Ich hatte unwahrscheinlich viel Verständnis und Empathie für Bo der sein selbstbestimmtes Leben mochte und auf keinen Fall aufgeben wollte. Diese Empathie war fast schon schmerzhaft. Ich habe so mitgelitten. Gut gefallen haben mir auch die Rückblenden in sein früheres Leben welches auch absolut nicht leicht und manchmal schwer zu ertragen war.
Bitter aufgestoßen dagegen ist mir sein Sohn Hans, der unbedingt meinte er wüsste besser was seinem Vater gut tut und das auch recht monoton zur Sprache brachte. Hier rollte ich an manchen Stellen nur mit den Augen wenn sein Name auftauchte.
Die Atmosphäre und die Stimmung war stellenweise beklemmend, manchmal traurig, manchmal aber auch voller Wärme und Liebe.
Das Pflegepersonal wurde so liebevoll und warmherzig beschrieben und dargestellt.
Fazit:
Dieses Buch wird mich in Gedanken und emotional noch sehr lange begleiten. Die Autorin hat hier ein unglaublich berührendes, nachdenkliches und feinfühliges Werk über das älter werden, loslassen, Verzeihen und Sterben geschrieben. Manche Zeilen klangen laut und eindringlich, andere wiederum leise und sanft. Ich habe an manchen Stellen geschmunzelt und an anderen Tränen vergossen. Und ich hielt Bo‘s Hand in meiner als die Kraniche anfingen nach Süden zu ziehen.
5/5 ⭐️
Ganz leise schleicht sich dieses Buch ins Herz und lässt einen lachen und weinen.
Bo, der mit seinem 89 Jahren alleine mit seinem Hund Sixten lebt. Durch ein Pflegeteam wird er regelmäßig betreut und sein Sohn Hans und die Enkelin tun ihr Bestes für ihn.
Seine Frau Frederika lebt in einem Pflegeheim für Demenzkranke. Ein Tuch, was er in einem Einmachglas aufbewahrt, erinnert Bo an seine Frau und ihren Duft. Gerade diese kleinen Details machen dieses Buch für mich so liebevoll.
Aber es zeigt auch, welche Entscheidungen müssen Angehörige treffen, um das Leben lebenswert zu machen und gleichzeitig Mensch und auch in diesem Fall, dem Haustier gerecht zu werden.
Mich hat die Geschichte sehr berührt.
Wow, was für eine spannende und herzzerreißende Perspektive auf das Älter werden. Mir haben die Erzählungen von Bo das Herz erwärmt und mir das Herz (auch durch einen persönlichen Bezug) schmelzen lassen.
Ein toller Einblick in die Gedankenwelt im Alter und ein wundervoller Ansatz um sich im Leben in Toleranz zu üben.
"Ein Fenster geht auf, und ich höre, wie die Kraniche zusammenkommen, um nach Süden zu ziehen "
Dieses Buch hat mich nicht nur berührt – es hat mich getroffen.Mitten ins Herz.
Da war so viel Wut.So viele Tränen.Und gleichzeitig diese leise, tiefe Liebe… und ein Verständnis, das erst ganz am Ende wirklich greifbar wird.
Es ist eine Geschichte, die weh tut, weil sie so nah an der Realität ist.Weil sie zeigt, wie schwer Abschied sein kann – und wie oft man erst zu spät versteht, was wirklich zählt.
Beim Lesen habe ich immer wieder innehalten müssen.Nachdenken. Fühlen. Schlucken.
Für mich ist dieses Buch mehr als eine Geschichte.Es ist eine Erinnerung daran, achtsamer zu sein.Mehr hinzusehen. Mehr zu fühlen. Mehr zu sagen, solange noch Zeit ist.
Pflichtlektüre.Für alle in der Pflege – weil es genau das widerspiegelt, was oft zwischen den Zeilen passiert.Und für jeden, dessen Eltern noch leben – weil Zeit nicht selbstverständlich ist.
Ein Buch, das bleibt.Noch lange, nachdem man die letzte Seite gelesen hat.
Sehr feinfühlig erzählt Lisa Ridzén in ihrem Roman “Wenn die Kraniche nach Süden ziehen” vom letzten Sommer des 89 jährigen Bo. Während seine Frau ihn nicht mehr erkennt und bereits in einem Pflegeheim lebt, werden ihm die Tage allmählich lang. Geblieben sind ihm sein Sohn, der ihm die Küchenschränke füllt, tägliche Besuche des Pflegedienstes, sein treuer Hund Sixten und der bevorstehende Abschied.
Ich finde, mit dem Cover wurden sowohl die Geschichte, als auch die vorherrschende Stimmung ganz hervorragend getroffen. Einerseits leicht, andererseits getrübt, aber unheimlich echt und ergreifend. Ich bin selbst Hundebesitzerin, so dass ich sehr gut nachfühlen konnte, was es heißt, dass einem der Hund und Sozialpartner genommen wird. Zudem habe ich einen Großvater im selben Alter und konnte mir, anhand des wundervoll einfühlsamen und dennoch so ehrlichen Schreibstil, nur allzu gut vorstellen, was jetzt wohl in ihm, so kurz nach Omas Tod vorgehen muss. Vielleicht hat mich die Geschichte gerade deshalb so ergriffen, Tränen kullern lassen und zum Nachdenken gebracht. Sowohl dem Altern aus Bos Sichtweise, als auch den Gedanken seines Sohnes zu folgen, haben sich unheimlich bereichernd angefühlt und die Eintragungen des Pflegepersonals im Journal, haben dem Ganzen auch nochmal Nachdruck verliehen, einen ausdrucksstarken Kontrast gesetzt. Selten hat mich ein Buch gefühlsmäßig so hin und her gerissen, zumal die Protagonisten sehr authentisch gezeichnet sind und das Herz berühren.
Fazit: Ein wahnsinnig schönes, wenn auch trauriges Buch, das unheimlich viel gibt.
Wer ohne Großeltern aufgewachsen ist, sollte dieses Buch unbedingt lesen! 💯
Gerade für mich, der nie mit Großeltern aufgewachsen ist, ist das Buch ein hilfreicher Einblick in das Altern und das Lebensende. Durch das Buch wurde mir bewusst, wie sehr die kleinen Dinge an Bedeutung gewinnen, wenn man - körperlich bedingt - nicht mehr den riesigen Lebensradius besitzt. Auch wird einem vor Augen geführt, wie wichtig Biografiearbeit (auch wenn sie nicht Teil der Geschichte ist) mit älteren Menschen sein kann. Ich denke, dass viele Bewohner von Altenheimen Bos „aufdringliche“ Gedanken sehr gut nachvollziehen können und sich sehr freuen würden, sie mit jemandem teilen zu können.
Wenn die Kraniche nach Süden ziehen
Lisa Ridzén
Ihr seht - nach all der Fantasy wollte ich mal wieder ein wenig geerdet werden - joa, Spoiler: done ✅
Ich fand in diesem wirklich tollen Buch einen stillen, eindringlichen Roman, der sich leise unter die Haut schleicht. Die Geschichte entfaltet sich nicht laut oder dramatisch, sondern in feinen Zwischentönen – genau das macht sie auch so besonders.
Im Mittelpunkt stehen Verlust, Erinnerung und die Frage, wie man mit dem weiterlebt, was bleibt. Die Autorin nimmt sich Zeit für ihre Figuren, lässt sie atmen, zweifeln, stolpern. Gerade diese Ruhe sorgt dafür, dass die Emotionen umso stärker wirken.
Die Sprache ist poetisch, aber nie überladen – oft sind es kleine Beobachtungen, die lange nachhallen. Besonders gelungen fand ich, wie Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwoben werden, ohne dass es konstruiert wirkt. Außerdem hat mir neben den langen Passagen aus Bos Perspektive oder letztendlich aus seiner Gedankenwelt besonders gefallen, dass kleine Einschübe aus dem Pflegejournal der Betreuenden das Ganze ziemlich aufgelockert haben und für (mehr oder weniger) sachliche Unterbrechungen zwischen den Emotionen gesorgt haben - das war stellenweise mehr als nötig für mich 😢
✨ Fazit: ⭐️⭐️⭐️⭐️ Ein leiser, melancholischer Roman über Abschied und Neuanfang, der nicht auf schnelle Spannung setzt, sondern auf Gefühl und Tiefe. Perfekt für alle, die Geschichten mögen, die nachklingen.
Ein leises Buch, das mitten ins Herz getroffen hat
Mit „Wenn die Kraniche nach Süden ziehen“ von Lisa Ridzen erwartet einen kein lauter, spannungsgeladener Roman , sondern eine stille, zutiefst berührende Geschichte über ein gelebtes Leben. Über das Verhältnis zwischen Vater, Kind und Enkelkind. Über das, was gesagt wurde und all das, was unausgesprochen bleibt. Über den Wandel von Generationen und darüber, wie der eigene Körper einen irgendwann zwingt, Abschied von dem Leben zu nehmen, das man kannte.
Dieses Buch ist ruhig und gerade darin liegt seine ganze Kraft.
Ja, es ist unfassbar traurig. Ich habe mehr als einmal nach einem Taschentuch greifen und bitterlich weinen müssen. Es gab so viele Momente, die mich tief im Innersten getroffen haben... weil sie so ehrlich sind, so nahbar, so schmerzhaft vertraut.
Besonders intensiv wurde das Lesen für mich durch meine eigene Erfahrung: Ich musste mich im Februar von meiner Oma verabschieden, die an Demenz erkrankt war. Und während ich diese Geschichte gelesen habe, habe ich mich so oft wiedergefunden. In diesem schleichenden Abschied, der eigentlich schon viel früher beginnt. In dem Gefühl, dass der Mensch, den man liebt, nach und nach verschwindet und man irgendwann vor jemandem steht, der einem gleichzeitig vertraut und fremd ist.
Wie oft habe ich mich gefragt, was in ihrem Kopf vorgeht. Warum Erinnerungen aus der Vergangenheit so viel präsenter waren als das Hier und Jetzt. Warum Gespräche weniger wurden, stiller, brüchiger.
Dieses Buch hat genau dafür Worte gefunden, wo mir selbst oft die Sprache fehlte.
Und so schmerzhaft viele Seiten auch waren, sie hatten gleichzeitig etwas Tröstliches. Etwas, das sanft ist. Fast wie eine leise Umarmung. Als ich die letzte Seite gelesen und das Buch geschlossen habe, war da nicht nur Traurigkeit. Da war auch Ruhe. Eine Art inneres Aufatmen. Vielleicht sogar so etwas wie Versöhnung. Ein Gefühl von Abschluss, das sich kaum greifen, aber deutlich spüren lässt. DANKE DAFÜR ❤️
Für mich wird dieses Buch unvergesslich bleiben. Ein absolutes Herzensbuch.
Erstaunlich authentisch und emotional beschreibt die Autorin den letzten Sommer des sympathischen Bo's und lässt dabei die Unannehmlichkeit des Alterns in wahrhaftiger Weise Eintritt in unsere Gedanken. Vermissen, Verzeihen, Verdruß - toll auf den Punkt gebracht und am Ende muß nicht nur ein Tränchen verdrückt werden.
Wenn die Kraniche nach Süden ziehen - Wenn das eigene Leben langsam entgleitet
Viele Rezensionen zu Wenn die Kraniche nach Süden ziehen beschreiben recht genau die äußere Handlung – alter Mann, Hund, Konflikt mit dem Sohn. Doch eigentlich greift das zu kurz. Denn im Kern geht es weniger um das, was passiert, sondern um das, was man dabei fühlt: das langsame, kaum greifbare Verlieren von Kontrolle über das eigene Leben.
Bo ist keine klassische Sympathiefigur. Er ist stur, manchmal ungerecht und klammert sich an seinen Hund Sixten. Gerade dadurch wirkt er aber sehr echt. Man spürt, warum er so handelt – weil ihm vieles bereits entglitten ist und er festhält, was ihm noch bleibt.
Besonders stark ist der Roman in seinen leisen Momenten: Alltagsbeobachtungen, Erinnerungen und Gedanken, die sich wiederholen und verdichten. Das schafft eine intensive, fast greifbare Atmosphäre. Die ruhige Erzählweise verlangt zwar Geduld, belohnt aber mit einer emotionalen Tiefe, die lange nachwirkt.
Die Geschichte entfaltet ihre Wirkung nicht durch Tempo oder große Wendungen, sondern durch Nähe und Stimmung. Wer sich darauf einlässt, erlebt ein sehr eindringliches Porträt eines Menschen, der mit dem Älterwerden und dem Verlust von Selbstbestimmung ringt.
Am Ende bleibt vor allem dieses Gefühl – und genau darin liegt die Stärke des Buches. Nicht jede Passage ist gleich intensiv, doch insgesamt entsteht ein berührendes und stimmiges Gesamtbild.
Fazit: Ein ruhiger, einfühlsamer Roman, der weniger durch Handlung als durch Atmosphäre überzeugt und emotional lange nachhallt. Von mir daher 7 von 10 P.
(abgeschlossen 15.04.2026)
Eine stille, eindringliche Reise an das Lebensende
Wenn die Kraniche nach Süden ziehen erzählt aus der Perspektive des 89‑jährigen Bo Andersson, der nach dem Umzug seiner demenzkranken Frau ins Pflegeheim allein mit seinem Hund Sixten lebt. Die ruhige, unaufgeregte Erzählweise wechselt sich ab mit Tagebucheinträgen des Pflegedienstes – ein Kunstgriff, der Bo’s Innenwelt mit der nüchternen Außenperspektive verbindet.
Das Hörbuch ist angenehm und warm vorgelesen, dennoch brauchte ich etwas Zeit, um eine echte Beziehung zu Bo aufzubauen. Vielleicht gerade deshalb hat mich das Ende umso stärker getroffen: Es ist eines der wenigen Bücher, die mich zum Weinen gebracht haben.
Lesenswert ist es vor allem wegen seines seltenen Blickwinkels. Literatur widmet sich nur selten der Lebensphase, in der Rückschau, Verlust und Würde so eng beieinanderliegen. Bo’s Gedanken haben meinen Blick auf das Lebensende verändert – leiser, respektvoller, menschlicher.
Ich habe gerade „Wenn die Kraniche nach Süden ziehen“ beendet… und ich bin ehrlich: Ich bin fix und fertig. 🥺
Dieses Buch hat mich so berührt. So leise, so tief, so wunderschön geschrieben – und dann dieses Ende… die Tränen kamen einfach von ganz allein.
Es ist eine Geschichte, die bleibt. Eine, die man nicht einfach zuklappt und vergisst, sondern noch lange mit sich trägt. 🤍
Absolute Leseempfehlung von mir! 📖✨
Dieses Buch hat mir unglaublich viel abverlangt.
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Bo ist 89 Jahre alt. Er lebt allein mit seinem Hund Sixten, während seine Frau, die an Demenz erkrankt ist, im Pflegeheim untergebracht ist. Sein Alltag besteht aus Routinen, dem täglichen Besuch des Pflegedienstes, gelegentliche Besuche seines Sohnes, Telefonate mit seinem besten Freund Ture und doch passiert so viel mehr zwischen diesen scheinbar stillen Momenten.
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Bo beobachtet die Jahreszeiten, während seine Gedanken immer wieder in die Vergangenheit abdriften. Erinnerungen vermischen sich mit der Gegenwart, verschwimmen, kehren zurück, manchmal klar, manchmal bruchstückhaft. Dabei spürt man mit jeder Seite, wie ihm nicht nur die Zeit, sondern auch sein Körper und seine Selbstbestimmung mehr und mehr entgleiten.
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Die Geschichte entfaltet sich aus Bos eigener Perspektive, ergänzt durch Einträge aus dem Pflegetagebuch. Diese Kombination macht sein Innenleben greifbar, seine Zerrissenheit, seine Ängste, seine Wut, aber auch seine Liebe und Sehnsucht. Manche Rückblicke wirken auf den ersten Blick unspektakulär, doch genau sie sind es, die Bos Leben formen und uns ihn wirklich verstehen lassen.
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Ich habe mit ihm gelitten. So oft wollte ich ihn einfach in den Arm nehmen, ihn festhalten, ihm sagen, dass er nicht allein ist und gleichzeitig spürt man diese schmerzhafte Wahrheit, er kann sich eigentlich nicht mehr richtig um Sixten kümmern. Diese Erkenntnis trifft hart und steht für etwas viel Größeres... für das Gefühl, noch zu wollen, aber nicht mehr zu können.
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Dieses Buch hat mich tief erschüttert, weil es sich so vertraut angefühlt hat. Es hat Erinnerungen an meine eigenen Großeltern und Eltern geweckt, an Gespräche über das Älterwerden, über das Verlieren, vor allem dann, wenn der geliebte Partner nicht mehr an der Seite ist. Wenn das Leben Stück für Stück Dinge nimmt, die einmal selbstverständlich waren. Immer wieder bin ich gedanklich abgeschweift, in eigene Erinnerungen, eigene Gefühle. Das war einerseits schön, andererseits unglaublich intensiv und schmerzhaft. Dieses Buch hat mein Herz schwer gemacht und ich habe viel geweint.
•
Die Thematik ist keine leichte. Sie fordert, manchmal überfordert sie sogar, aber sie ist zutiefst menschlich, ehrlich und ungeschönt. Sie zeigt das Leben, wie es ist, das Altern, das langsame Loslassen, den Verlust von Autonomie und die stille Würde, die trotzdem bleibt.
Ein Buch, das lange nachhallt. Vielleicht auch, weil wir alle irgendwann an diesen Punkt kommen.
Wir blicken in das Leben eines gealterten Mannes, der von seinen Erinnerungen zehrt und seine Gedankenwelt gibt Einblicke in sein Leben.
Ein Buch zum Nachdenken über das Leben, das Altern und Erinnerungen schaffen.
Wir lernen Bo kennen, einen alten Mann, dessen Frau wegen einer starken Demenz im Heim wohnt. Er selbst wird von Sohn Hans, Enkelin Ellinor und dem Pflegedienst in seinem Haus versorgt. Doch nach und nach baut Bo ab, er kann sich nicht mehr um seinen Hund Sixten kümmern, Hans will ihn in einer anderen Familie unterbringen. Doch der Hund und die Telefonate mit seinem besten Freund Ture halten Bo am Leben.
Ein unheimlich tiefgehend geschriebenes Buch, erzählt wird in der Du-Perspektive, da Bo direkt mit seiner in die Demenz abgeglittenen Ehefrau spricht. Er lässt die Vergangenheit Revue passieren, hadert mit seinen Gefühlen gegenüber Hans und dem Leben allgemein. Zwei Szenen brechen Hundeliebhabern das Herz, auch das Ende sollte kein Auge trocken lassen. Leseempfehlung!
So ein mega tolles Buch!!!! Einfühlsam geschrieben, mit tollen Momentaufnahmen und schönen Rückblicken! Ich konnte alles absolut mit fühlen und hatte manchmal Tränen in den Augen! Unglaublich wie mich dieses Buch mitgenommen hat!
Der 89 jährige BO lebt allein mit seinem Hund Sixten und wird täglich vom Pflegedienst betreut. Seine langjährige Ehefrau Fredrika lebt in einem Heim für Demenzkranke und bei Besuchen erkennt sie leider ihren geliebten Bo nicht mehr. Sohn Hans kümmert sich liebevoll um seine Eltern, unterstützt von seiner Tochter Ellinor, liebevoll *Hummelchen* mit Spitznamen genannt. Ein kompetentes Pflegeteam und Bo's langjähriger Freund Ture gehören zu den Menschen, die Bo noch viel bedeuten. Der Kontakt zu Ture ist Bo nur noch telefonisch möglich. Bo und sein Hund Sixten sind eine verschworene Einheit, teilen alles , erleben alles zusammen und sind unzertrennlich.
So erfahren wir einiges von diesen beiden *Helden des Alltags* durch den flüssigen, klaren und liebevollen Schreibstil der Autorin. Doch dieser Alltag wird immer beschwerlicher für Bo. Sei es beim Spazieren, Verrichten der täglichen Aufgaben wie dem Füttern des Hundes und seiner persönlichen Selbstfürsorge. Sohn Hans will dem Tier ein artgerechtes Leben ermöglichen, es in einer anderen Familie unterbringen und Bo so entlasten. Damit ist Bo überhaupt nicht einverstanden! Er liebt Sixten über alles und das Tier verkörpert für ihn eine Verbindung zu seiner gesamten gelebten Vergangenheit.
Die Autorin zeigt die Problematik des Alterns in diesem Buch aus vielen Sichtweisen auf. Wir steigen tief in die Gedankenwelt des alten Mannes ein, erleben seine Kindheit mit dem strengen Vater, der geliebten Mutter sowie der harten Arbeit in der dörflichen Abgeschiedenheit Schwedens. Seine liebevolles Verhalten gegenüber Frederika und Sohn Hans berühren das Herz und man spürt wieviel Liebe in Bo steckt und wie er sie verschenkt hat an seine kleine Familie. Der langjährige Freund Ture gehört ebenso dazu wie die harten, arbeitsreichen Jahre in einem Sägewerk.
Bo träumt sein Leben noch einmal, schläft viel, kehrt in die reale Wirklichkeit zurück und hadert mit dem Verfall seiner körperlichen und geistigen Fähigkeiten. Seine Angst den geliebten Hund zu verlieren lähmt ihn, er kann sich schwer sprachlich ausdrücken gegenüber Hans und leidet. All das erlesen wir zwischen den Zeilen. Zusätzlich hat die Autorin die nüchtern gehaltenen Zustandsberichte des Pflegeteams zwischen Bo's Empfindungen eingestellt. Das ermöglicht den Leser*innen einen objektiven Eindruck über den geistigen und körperlichen Zustand des alten Mannes zu bekommen.
Dieser Roman zeigt die Verletzlichkeit der Würde eines alten Menschen, seine immer noch bestehenden letzen Sehnsüchte und Wünsche, seine Ängste , Bedenken und letztendlich die ANNAHME einer unbekannten Entwicklung bis zum Ende des Lebens, die jedem von uns irgendwann bevorsteht. Es ist eine das Herz berührende Lektüre durch die feinfühlige und lebensnahe Art und Weise der Darstellung durch die Autorin. Vielen lieben Dank für diese Lektüre.
Herzlichen Dank an die Autorin und den btb-verlag für die Bereitstellung des gebundenen Rezensionsexemplar.
Meine Bewertung: FÜNF ***** Sterne für diese aussergewöhnliche Lektüre.
Der 89 jährige BO lebt allein mit seinem Hund Sixten und wird täglich vom Pflegedienst betreut. Seine langjährige Ehefrau Fredrika lebt in einem Heim für Demenzkranke und bei Besuchen erkennt sie leider ihren geliebten Bo nicht mehr. Sohn Hans kümmert sich liebevoll um seine Eltern, unterstützt von seiner Tochter Ellinor, liebevoll *Hummelchen* mit Spitznamen genannt. Ein kompetentes Pflegeteam und Bo's langjähriger Freund Ture gehören zu den Menschen, die Bo noch viel bedeuten. Der Kontakt zu Ture ist Bo nur noch telefonisch möglich. Bo und sein Hund Sixten sind eine verschworene Einheit, teilen alles , erleben alles zusammen und sind unzertrennlich.
So erfahren wir einiges von diesen beiden *Helden des Alltags* durch den flüssigen, klaren und liebevollen Schreibstil der Autorin. Doch dieser Alltag wird immer beschwerlicher für Bo. Sei es beim Spazieren, Verrichten der täglichen Aufgaben wie dem Füttern des Hundes und seiner persönlichen Selbstfürsorge. Sohn Hans will dem Tier ein artgerechtes Leben ermöglichen, es in einer anderen Familie unterbringen und Bo so entlasten. Damit ist Bo überhaupt nicht einverstanden! Er liebt Sixten über alles und das Tier verkörpert für ihn eine Verbindung zu seiner gesamten gelebten Vergangenheit.
Die Autorin zeigt die Problematik des Alterns in diesem Buch aus vielen Sichtweisen auf. Wir steigen tief in die Gedankenwelt des alten Mannes ein, erleben seine Kindheit mit dem strengen Vater, der geliebten Mutter sowie der harten Arbeit in der dörflichen Abgeschiedenheit Schwedens. Seine liebevolles Verhalten gegenüber Frederika und Sohn Hans berühren das Herz und man spürt wieviel Liebe in Bo steckt und wie er sie verschenkt hat an seine kleine Familie. Der langjährige Freund Ture gehört ebenso dazu wie die harten, arbeitsreichen Jahre in einem Sägewerk.
Bo träumt sein Leben noch einmal, schläft viel, kehrt in die reale Wirklichkeit zurück und hadert mit dem Verfall seiner körperlichen und geistigen Fähigkeiten. Seine Angst den geliebten Hund zu verlieren lähmt ihn, er kann sich schwer sprachlich ausdrücken gegenüber Hans und leidet. All das erlesen wir zwischen den Zeilen. Zusätzlich hat die Autorin die nüchtern gehaltenen Zustandsberichte des Pflegeteams zwischen Bo's Empfindungen eingestellt. Das ermöglicht den Leser*innen einen objektiven Eindruck über den geistigen und körperlichen Zustand des alten Mannes zu bekommen.
Dieser Roman zeigt die Verletzlichkeit der Würde eines alten Menschen, seine immer noch bestehenden letzen Sehnsüchte und Wünsche, seine Ängste , Bedenken und letztendlich die ANNAHME einer unbekannten Entwicklung bis zum Ende des Lebens, die jedem von uns irgendwann bevorsteht. Es ist eine das Herz berührende Lektüre durch die feinfühlige und lebensnahe Art und Weise der Darstellung durch die Autorin. Vielen lieben Dank für diese Lektüre.
Herzlichen Dank an die Autorin und den btb-verlag für die Bereitstellung des gebundenen Rezensionsexemplar.
Meine Bewertung: FÜNF ***** Sterne für diese aussergewöhnliche Lektüre.
Das Buch hat mich traurig, aber auch erleichtert hinterlassen. Als Pflegende dachte ich viel von der Gedankenwelt meiner Mama zu verstehe, doch Bo‘s Geschichte zu lesen , hat mich eines besseren belehrt.
Es is unglaublich, wie Lisa Ridzén es geschafft hat mich so sehr zu berühren.
Jeder solle dieses Buch lesen, um vieles über das Ende des Lebens zu verstehen .
„Ein trompetenähnlicher Ruf lässt mich aufblicken, über meinem Kopf gleiten zwei majestätische Vögel hinweg. Die ersten Kraniche in diesem Jahr. Ich bleibe stehen und sehe ihnen nach, bewundere ihre kräftigen Schwingen, die sie in einem rhythmischen Auf und Ab vorwärtstragen. Ich nehme mir selbst das Versprechen ab, dass ich von hier fort sein werde, bevor sie im Herbst nach Süden fliegen.
Ein sehr berührender, warmer Roman. Ich empfand für Bo von Beginn an eine große Sympathie und fand es sehr schön, nach und nach seine Geschichte erzählt zu bekommen. Ich mochte den Schreibstil und alle im Buch vorkommenden Figuren.
Traurig - aber eine klare Leseempfehlung von meiner Seite ;).
Manche Bücher brauchen eine zweite Chance und sollen diese auch bekommen.
Ich hatte „Wenn die Kraniche nach Süden ziehen“ als Hörbuch gestartet und konnte null Beziehung zu Bo aufbauen, sodass ich das Buch für mich irgendwann beendet habe.
Aber es gab so viele Stimmen, die diese Lektüre sehr mochten und das hat mir keine Ruhe gelassen.
Und so habe ich noch mal von vorne begonnen, aber zu lesen. Und ich kann Euch nicht sagen, was für ein Unterschied das für mich war.
Bo war plötzlich ein ganz anderer Mann für mich.
Und ich kann sagen, dieses Buch hat mich auf allen Ebenen abholen können.
Bo ist 89. Seine Frau leidet an Demenz und ist in einer Einrichtung. So lebt Bo nun mit seinem Hund Sixten alleine zuhause und wird mehrmals am Tag von einem Pflegedienst besucht.
Als Bo bei einem Spaziergang mit Sixten stürzt, beschließt sein Sohn dass es Zeit ist, für Sixten ein neues Zuhause zu finden.
Was Bo natürlich nicht akzeptieren kann.
Schließlich ist Sixten seine einzige soziale Stütze, die ihm geblieben ist im Alltag.
Wie berührend kann ein Buch sein bitte!?
Wir erleben diese Geschichte aus Bos Erinnerungen, aus dem was er erzählt und zusätzliche Infos bekommen wir auch aus dem Pflegetagebuch der Pflegekräfte.
Und so lernen wir Bos besten Freund Ture kennen. Die zwei telefonieren immer wieder und Bo kann dort einfach seinen Frust ablassen.
Die Erzählweise aus Bos Sicht hat mir unheimlich gut gefallen.
Diese Geschichte um das Altern in würde bekommt einfach noch mehr Tiefe, weil Bo uns sein Älterwerden aus eigener Sicht berichtet.
Durch seine Gedanken und Erinnerungen lernen wir Bo besser kennen. Mit all seinen Ecken und Kanten, aber auch seinen Ängsten und Nöten.
Die Thematik im Buch ist schwere Kost. Altern, das Aufgeben der Autonomie, all das hat die Autorin uns hier so wunderbar erzählt.
Ganz sanft und leise hat sich Bo in mein Herz geschlichen. Und er hat mich ziemlich nachdenklich zurückgelassen.
Ich kann dieses Buch einfach nur empfehlen.
Ein sehr berührendes Buch! Ich konnte mich so sehr in die Protagonisten hineinversetzen. Bo hätte mein Vater sein können, der in seinen letzten drei Lebensjahren immer mehr pflegebedürftig wurde. Es war nicht schön mitansehen zu müssen wie ein einst köperlich wie auch geistig sehr dominanter Mensch immer mehr abgebaut hat. Auch mein Vater hatte einen Vierbeiner an seiner Seite. Allerdings hätte ich ihm diesen NIEMALS weggenommen obwohl er selber nicht mehr ausreichend für ihn sorgen konnte. Es gibt immer eine Möglichkeit für eine tiergerechte Lösung ohne Herrchen und Hund zu trennen auch wenn diese für die Pflegenden sehr zeitintensiv sein kann. Ansonsten konnte ich das Verhalten seines Sohnes Hans sehr gut nachvollziehen.
Ich kann mir allerdings vorstellen, dass das Buch für jemanden der noch nie mit der Thematik pflegebedürftige Eltern in Berührung kam, nicht so gut ankommt wie bei mir.
macht traurig, berührt und bricht das Herz!
Trotzdem....
fand ich's zum Großteil eher "fad", obwohl mir der Schreibstil auch gefallen hat.
Das Buch konnte mich einfach nicht so richtig mitreißen.
"Es war ein Traum", sage ich. "Oder mehr eine Erinnerung. Ich habe von einer Erinnerung geträumt, könnte man sagen."
Dieses Buch hat mich nicht einfach nur berührt – es hat mich komplett auseinander genommen.
Bo ist 89, plötzlich allein, seine Frau im Heim, und alles, was ihm noch Halt gibt, ist sein Alltag… und vor allem Sixten. Und genau da hat es mich schon gepackt. Dieses Festhalten an den kleinen Dingen, die einem noch bleiben, wenn alles andere langsam wegbricht.
Was mich so getroffen hat, war dieses Gefühl, dass über dich entschieden wird. Dass andere es „gut meinen“, aber dich dabei immer mehr aus deinem eigenen Leben drängen. Dieses Machtlose. Dieses nicht mehr selbst bestimmen dürfen. Ich hab so oft beim Lesen gedacht: Das darf doch nicht alles sein.
Und dann Sixten… ehrlich, da war es vorbei bei mir. Dieser Hund ist nicht einfach ein Hund, er ist alles, was Bo noch hat. Als darüber entschieden wird, ihn wegzunehmen, hat es mir wirklich das Herz zerrissen.
Die Geschichte ist so ruhig erzählt, so leise – und genau deswegen trifft sie so tief. Keine großen Worte, aber so viel Gefühl zwischen den Zeilen. Diese Einsamkeit. Diese Würde, die man festhalten will. Diese Angst, immer mehr zu verlieren.
Ich hab beim Lesen wirklich Rotz und Wasser geheult. Vielleicht auch, weil es sich für mich nicht wie „nur ein Buch“ angefühlt hat, sondern wie etwas, das viel zu real ist.
Ein stilles, ehrliches Buch, das dich nicht loslässt – und das weh tut, ohne laut zu sein.
Bewegend, absolut bewegend. Lisa Ridzén hat es geschafft dass ich gelacht, geweint und mich selbst in diesem Buch wieder gefunden habe. Was zählt am Ende wirklich wenn du auf dein gelebtes Leben zurück blickst? Wenn die Kraniche nach Süden ziehen ist keine laute Geschichte, sie kommt leise daher und hallt nach, macht etwas mit dir, verändert deinen Blickwinkel.
Die Figuren absolut authentisch, die Geschichte schmerzhaft und zugleich wunderschön. Ein Roman über Liebe, Freundschaft, Fürsorge und Abschied, der mich emotional gepackt und tief bewegt hat.
Highlight. Egal welches Genre du normalerweise liest, diesen Roman solltest du gelesen haben!
Absolute Herzensempfehlung 🫶🏻
Wenn man denkt : Ohhh man , das ist ein Seitenhieb. Aber hier ist Heulen vorprogrammiert 😭😭😭😭 definitiv nicht zu empfehlen, wenn man selber grad mit Trauer / Vermissen zu kämpfen hat. Ich habe sehr oft geweint 😭😭😭😭
Lisa hat es hier auf dem Punkt gebracht.
Die Würde des Menschen ist unantastbar.
In Würde zu altern und zu sterben ist immer noch mit großen Hürden verbunden.
So auch hier in diesem stillen und empathischen Roman über den 89jährigen eigensinnigen Bo, der alleine lebt, da seine Frau, an Demenz erkrankt, in einem Pflegeheim lebt.
Sein Halt ist sein Hund Sixten, aber sein Sohn glaubt, es sei an der Zeit, dass Sixten ein anderes Zuhause bekommt, da Bo nicht mehr in der Lage ist, sich ausreichend zu kümmern.
Ein sehr zu Herzen gehendes Buch, in dem authentisch und eindringlich vom körperlichen Zerfall erzählt wird. Von der Einsamkeit, von der immer geringer werdenden Selbstbestimmung, von körperlichen Grenzen, die von Pflegekräften überschritten werden müssen, um ihrer Arbeit nachzugehen , von Verlust und der Trauer, sich zu verabschieden.
Lauter wichtige Themen, die unsere Gesellschaft gerne verdrängt, die uns aber alle einholen werden, diskutiert und bearbeitet gehören.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, es sind Tränen gekullert und bei aller Schwere gab es auch einige Lichtblicke: rührende Erinnerungen aus der Vergangenheit, der Besuch der Enkelin, ein Telefonat mit dem besten Freund und gewisse Pflegende, die den Blick fürs Wesentliche haben ✨