9. Mai
Rating:1

Während der erste Teil (Traumfänger) vorgab, ein Tatsachenbericht zu sein, wird der zweite Band (Traumfängerin / im Original: Message from Forever) meist direkt als Roman vermarktet. Dennoch bleibt der Vorwurf derselbe. Die Autorin nutzt eine fremde Kultur als Kulisse für ihre eigenen „New Age“-Ideen, ohne dass diese viel mit der Realität der Aborigines zu tun haben.Nachdem Aborigine-Gruppen massiv gegen die Darstellung ihrer Kultur protestiert hatten, musste Marlo Morgan 1996 gegenüber Stammesältesten in den USA zugeben, dass die Erlebnisse im ersten Buch frei erfunden waren. In ihren Büchern beschreibt sie Dinge, die in der australischen Wüste biologisch unmöglich sind (z. B. das Finden von Schnabeltier-Häuten im trockenen Outback – Schnabeltiere leben im Wasser an der Ostküste).Vertreter der indigenen Bevölkerung Australiens werfen ihr vor, ihre Spiritualität kommerziell auszuschlachten. Besonders kritisiert wird die Behauptung, es gäbe einen „echten“ Stamm, der beschlossen habe, auszusterben und Morgan als Botschafterin gewählt zu haben. Das empfinden viele Aborigines als beleidigend und rassistisch.Ich lese lieber Werke von indigenen Autor:innen als eine einem Fake-Schreiberling aus den USA....alles abscheulich, sowohl inhaltlich als formal.

Traumreisende
Traumreisendeby Marlo MorganGoldmann
31. Jan.
Rating:1

Während der erste Teil (Traumfänger) vorgab, ein Tatsachenbericht zu sein, wird der zweite Band (Traumfängerin / im Original: Message from Forever) meist direkt als Roman vermarktet. Dennoch bleibt der Vorwurf derselbe. Die Autorin nutzt eine fremde Kultur als Kulisse für ihre eigenen „New Age“-Ideen, ohne dass diese viel mit der Realität der Aborigines zu tun haben. Nachdem Aborigine-Gruppen massiv gegen die Darstellung ihrer Kultur protestiert hatten, musste Marlo Morgan 1996 gegenüber Stammesältesten in den USA zugeben, dass die Erlebnisse im ersten Buch frei erfunden waren. In ihren Büchern beschreibt sie Dinge, die in der australischen Wüste biologisch unmöglich sind (z. B. das Finden von Schnabeltier-Häuten im trockenen Outback – Schnabeltiere leben im Wasser an der Ostküste). Vertreter der indigenen Bevölkerung Australiens werfen ihr vor, ihre Spiritualität kommerziell auszuschlachten. Besonders kritisiert wird die Behauptung, es gäbe einen „echten“ Stamm, der beschlossen habe, auszusterben und Morgan als Botschafterin gewählt zu haben. Das empfinden viele Aborigines als beleidigend und rassistisch. Ich lese lieber Werke von indigenen Autor:innen als eine einem Fake-Schreiberling aus den USA....alles abscheulich, sowohl inhaltlich als formal.

Traumreisende
Traumreisendeby Marlo MorganGoldmann