
Ein interessanter Kriminalroman, bei dem einem tiefgehendes Familiendrama im Mittelpunkt steht, der doch hin und wieder ein paar Längen aufweist.
»Als Mathilda Gillespie im Badezimmer ihres Landsitzes im kleinen englischen Ort Fontwell gefunden wird, ist sie bereits zwei Tage tot. Ihrer Ärztin Sarah Blakeney bietet sich ein grauenhafter Anblick, denn über Mathildas Kopf ist ein rostiger Metallkäfig gestülpt – eine mittelalterliche Schandmaske, die auch noch mit einem grotesken Blumenschmuck versehen ist. Die Polizei und die Familie vermuten einen Selbstmord hinter diesem bizarren Tod, doch als sich herausstellt, daß Mathilda ihre Ärztin zur Alleinerbin bestimmt hat, gerät Sarah unter schweren Mordverdacht. Ein Schlüssel zu der geheimnisumwitterten Vergangenheit der von vielen gehaßten Frau könnte ihr Tagebuch sein. Doch Mathildas höchst private Bekenntnisse sind spurlos verschwunden…« 🔸🔸🏵️🔸⚜️🔸🏵️🔸📔🔸🏵️🔸⚜️🔸🏵️🔸🔸 Dieser Kriminalroman stammt aus der Feder von Minette Walters. Ich las hiermit zum ersten Mal ein Werk dieser Autorin. Es ließ sich im großen und ganzen gut lesen, auch wenn es hin und wieder seine Längen hatte. Mathildas Tagebucheinträge, die sich mit den Kapiteln abwechselten, gaben immer wieder Einblick in die Verstorbene und boten eine angenehme Abwechslung. Sehr schnell wird deutlich, dass zwischen Mathilda Gillespie, ihrer Tochter Joanna Lascelles und der Enkelin Ruth Lascelles einiges im Argen liegt. Während der Testamentsverkündung kommen einige interessante und unangenehme Details der Familie ans Licht. Während den Ermittlungen wird mehr und mehr Schlamm aufgewühlt und immer mehr Geheimnisse der Familie treten ans Tageslicht. Schicht um Schicht wird ein tiefgreifendes Familiendrama, dass sich über mehrere Generation erstreckt enthüllt. Aber auch zwischen Dr. Sarah Blakeney und ihrem Mann Jack hängen dunkel Wolken, welche sich auch etwas auf ihre Ehe auswirken. Die Geschichte beinhaltet einige sehr sensible Themen. Es kommen Misshandlung, Inzest, Vergewaltigung und Abtreibung zur Sprache. Jedoch sind die einige davon nicht aktiv in der Geschichte eingewoben, sondern als Erinnerung erwähnt. Die Figuren in diesem Buch sind sehr unterschiedlich und abwechslungsreich. Sie zeigen eine Vielschichtigkeit in ihrem Charakter. Jedoch konnte ich nicht jede in ihrem Denken und Handeln ganz nachvollziehen, woraufhin ich keine oder nur sehr schwer eine Bindung zu dieser Figur entwickelte. Manche blieben mir bis fast zum Schluss ein Rätsel. Die Handlung des Buches ist spannend aber doch an manchen Stellen langatmig. Es werden viele falsche Fährten gelegt, wobei ich an einem gewissen Punkt doch die richtige Person unter Verdacht hatte. Die Auflösung am Ende ist ganz gut nachvollziehbar. 🔸🔸🏵️🔸⚜️🔸🏵️🔸📔🔸🏵️🔸⚜️🔸🏵️🔸🔸 Ein solider Kriminalroman mit einem tiefgreifenden Familiendrama als Thema. Trotzdem konnten mich die Figuren 👥, obwohl der Vielschichtigkeit ihres Charakters, nicht ganz so überzeugen in diesen Buch. Ich musste schmunzeln 🤭, als in der Geschichte das Buch »Per Anhalter durch die Galaxis« erwähnt wurde. Wie recht hatte Douglas Adams dort schon: Es ist leichter eine passende Antwort zu finden, wenn man die entsprechende Frage dazu kennt.




