
🧐 Eine etwas andere Geschichte über Hexen. Weg vom typischen Fantasy 🧙🏻♀️, wesentlich greifbarer und realer. Es werden interessante Einblicke zu den >Hexenprozesse von Salem< 👨🏼⚖️.
»Connie Goodwin ist fasziniert von den Hexenverfolgungen des 17. Jahrhunderts in Salem. Auch ihre Doktorarbeit befasst sich mit diesem Thema. In alten Kirchenregistern sucht sie nach Orginaldokumenten. Dabei lernt sie den jungen Restaurator Sam kennen, der ihr seine Hilfe anbietet. Doch den eigenartigsten Fund macht Connie im Haus ihrer verstorbenen Großmutter: ein vergilbtes Pergament, das sie auf die Spur eines alten Buches mit sonderbaren Rezepten bringt. Als sich Connie mit dem Buch beschäftigt, kommt es zu rätselhaften Ereignissen. Offenbar wohnt den Rezepten eine magische Kraft inne …« 🔸🔸✴️🔸✴️🔸🌿🔸📔🔸✨🔸✴️🔸✴️🔸🔸 Katherine Howe erzählt in diesem Buch eine etwas andere Geschichte über Hexen. Anfangs war ich etwas zwiegespalten, aber schlussendlich konnte mich doch die Geschichte irgendwie für sich gewinnen. Das Buch unterteilt sich selbst in zwei Teile, davon ist der Zweite eindeutig der spannendere Teil. Wir begleiten die Hauptfigur Connie Goodwin in der Gegenwart, Anfang der 90er Jahre. Diese Studiert Geschichte in Harvard, mit dem Schwerpunkt »Alltagsleben im Amerika der Kolonialzeit«. Dazu gehört auch das Thema »Die Hexenprozesse von Salem«, welche Connie persönlich faszinieren. Immer wieder springt die Handlung zwischen Gegenwart und Vergangenheit. In letzterem wird die Geschichte von Deliverance Dane und ihren Nachkommen erzählt, welche im Amerika der Vergangenheit des 17. Jahrhundert lebten. Deliverance erlebt die Hexenprozesse selbst mit und wird sogar verurteil. Dies wirkt sich nich lange auf ihre Nachkommen aus. Was verbindet aber Connie nun mit den Frauen der Vergangenheit außer ihrem Studienschwerpunkt? Connie wird plötzlich von ihrer Mutter darum gebeten das Haus von Connies Großmutter etwas auf Vordermann zu bringen, und die Sachen durch zuschauen, um dieses zu verkaufen. Das Haus wurde Jahre lang vernachlässigt und besitzt nicht einmal elektrischen Strom. Während einer ihrer Aufräumaktionen findet Connie einen Schlüssel, der aus einem Buch fiel. In diesem antiken Schlüssel entdeckt sie einen kleinen Papierstreifen mit einem Namen, »Deliverance Dane«. Sie beginnt Nachforschungen über diese Frau anzustellen. Connie findet heraus das Deliverance irgendwie mit den Hexenprozessen von Salem in Verbindung steht und findet Hinweise auf ein Buch. Während ihrer gesamten Nachforschungen sitzt ihr Doktorvater, Professor Chilton, wegen ihrer Dissertation im Nacken und scheint selbst Interesse an dem Buch aufzuweisen. Das Geschichte lässt sich Anfangs genügend Zeit die Hauptfigur Connie vorzustellen. Beinahe schon fast zu viel. Wer sich hier eine magische Fantasy Geschichte mit viel Hokuspokus vorstellt, wird in diesem Buch nicht fündig. Es geht hier wesentlich "geerdeter" zu. Erst im zweiten Teil der Geschichte kommt eine größere Portion Hexerei dazu. So wie die Geschichte im ersten Teil nur langsam voranschreitet, macht auch Connie nur langsame Fortschritte in ihren Nachforschungen. Dies fühlte sich etwas langatmig an. Doch die Autorin schafft es die Handlung und Dinge sehr gut zu beschreiben, um den Leser am Ball zu behalten. Das Buch belohnt einen mit einem spannenden und packenden Ende. Die Wendung war allerdings etwas vorhersehbar und hinterlässt einen deutlichen Eindruck von Naivität auf Connie. Die Fakten und Tatsachen um die Hexenprozesse kamen mir gut recherchiert vor von der Autorin. Auf den letzten Seiten setzt sich Katherine Howe noch etwas mit dem Thema auseinander. Ein paar wenige Schreibfehler fielen mir während des lesens zwar auf, fielen aber nicht sehr ins Gesicht oder stören den Lesefluss. Was mich eher kurz innehalten ließ war eine Namensverwechslung an einer Stelle. 🔸🔸✴️🔸✴️🔸🌿🔸📔🔸✨🔸✴️🔸✴️🔸🔸









