Die Sicht eines weißen alten Mannes auf den Kontinent Afrika
Das Buch ist bereits 20 Jahre alt, was man auch merkt. Der Autor, Jahrgang 1924 bereiste als Journalist seit den 50er Jahren regelmäßig viele der afrikanischen Länder. Das Buch ist nach Ländern gegliedert und beschreibt meistens die Situation um 2000 herum im jeweiligen Land. Es sind aber auch viele Kapitel enthalten, die Scholl-Latour früher geschrieben hat, in den 1950er, 60er und 70er Jahren. Das macht das Buch noch unaktueller. Man hat fast das Gefühl, der Autor trauere alten kolonialen Zeiten hinterher. Man merkt schon die Afrika-Expertise des Autors, sie ist aber auch 2000 nicht mehr ganz en Vogue. Es ist ein bisschen, als hätte eine weiße Person ein Buch über Rassismus geschrieben.
