Ein Finale eines wirklich sehr langen Zyklus, der mich mal mehr, mal weniger gut unterhalten hat. In jedem Fall hat mich hier die Welt an sich und dieser wirklich herrliche Mix aus SkyFi und mittelalter sehr gut unterhalten und eine mehr als imposante Welt geschaffen.
Das Einzelschicksal zweier Liebenden, welche aber eben nicht so lieben dürfen, wie sie es gern wollen. Zwei junge Menschen, die in einem System aus Macht und Standesdünkel gefangen sind und somit ihr Schicksal selber in die Hand nehmen müssen, dafür aber auch ihr Leben aufs Spiel setzen, eine Welt retten und es am Ende doch nicht gedankt bekommen, weil auch auf Darkover niemand an Zeitreisen glaubt. Die Welt, welche Frau Bradley hier, im gesamten Zyklus, entworfen hat ist eine interessante Mischung aus SkyFi und dem, was ich mir unter dem Mittelalter vorstelle. Diese beiden Gegensätze existieren hier parallel, können aber keinen gemeinsamen Konsenz finden, weil die eine Welt die andere einfach nur ausnutzen und ausbooten will. – Was sich die eigentlichen Bewohner des Planeten aber nicht so ohne Weiteres gefallen lassen wollen. Ich hatte beim Lesen ein wirklich sehr interessante Kopfkino und bin auch innerhalb meiner Gefühlswelt sehr gut abgeholt und mitgenommen worden, was einmal mehr wieder ein Stück Faszination mit sich gebracht hat. Marion Zimmer Bradley ist für mich die Mutter der Fantasy und sollte eigentlich jedem Fan dieses Genre ein Begriff sein. Sie hat nicht nur diesen großartigen Zyklus, sondern auch einiges faszinierendes mehr geschaffen und somit den Buchmarkt auf ihre ganz eigene Art bereichert. Ich habe dann hiermit wohl den Darkover-Zyklus beenedet und muss feststellen, dass der Tod der Autorin wohl nicht abzusehen gewesen ist, denn irgendwie habe ich das Gefühl, dass sie wohl noch einiges mehr an Büchern in Planung gehabt haben muss. – Dieses Finale hat sich nicht wie ein Finale angefühlt!

