Die Schattenmatrix

Die Schattenmatrix

Softcover
4.33

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Description

Marion Zimmer Bradleys Romanzyklus um den Planeten Darkover, 1962 begonnen und auf 26 Bände angewachsen, hat weltweit Kultstatus. In der direkten Fortsetzung von Asharas Rückkehr kämpfen Margaret und Mikhail nicht nur gegen politische Feinde, die den Planeten zerstören wollen, sondern gegen den gefährlichsten Gegner überhaupt: sich selbst und eine bedrohliche Vergangenheit. Nach Jahrzehnten des Exils im Weltraum muss Marguerida Alton nun auf Darkover lernen mit den geheimnisvollen Kräften der Schattenmatrix umzugehen, die sie eingebettet in ihrer Hand trägt. Während sie sich außerdem mit den Intrigen der königlichen Familien herumschlagen muss, kehrt Margueridas Erzfeindin Ashara ein weiteres Mal zurück um Darkover zu vernichten. Nur mit Hilfe eines lang verstorbenen Helden ist es möglich, die Gefahr abzuwenden - doch ist Marguerida in der Lage, eine Reise durch die Zeit zu machen?

Book Information

Main Genre
Historical Novels
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
752
Price
10.20 €

Posts

2
All
5

Ein Finale eines wirklich sehr langen Zyklus, der mich mal mehr, mal weniger gut unterhalten hat. In jedem Fall hat mich hier die Welt an sich und dieser wirklich herrliche Mix aus SkyFi und mittelalter sehr gut unterhalten und eine mehr als imposante Welt geschaffen.

Das Einzelschicksal zweier Liebenden, welche aber eben nicht so lieben dürfen, wie sie es gern wollen. Zwei junge Menschen, die in einem System aus Macht und Standesdünkel gefangen sind und somit ihr Schicksal selber in die Hand nehmen müssen, dafür aber auch ihr Leben aufs Spiel setzen, eine Welt retten und es am Ende doch nicht gedankt bekommen, weil auch auf Darkover niemand an Zeitreisen glaubt. Die Welt, welche Frau Bradley hier, im gesamten Zyklus, entworfen hat ist eine interessante Mischung aus SkyFi und dem, was ich mir unter dem Mittelalter vorstelle. Diese beiden Gegensätze existieren hier parallel, können aber keinen gemeinsamen Konsenz finden, weil die eine Welt die andere einfach nur ausnutzen und ausbooten will. – Was sich die eigentlichen Bewohner des Planeten aber nicht so ohne Weiteres gefallen lassen wollen. Ich hatte beim Lesen ein wirklich sehr interessante Kopfkino und bin auch innerhalb meiner Gefühlswelt sehr gut abgeholt und mitgenommen worden, was einmal mehr wieder ein Stück Faszination mit sich gebracht hat. Marion Zimmer Bradley ist für mich die Mutter der Fantasy und sollte eigentlich jedem Fan dieses Genre ein Begriff sein. Sie hat nicht nur diesen großartigen Zyklus, sondern auch einiges faszinierendes mehr geschaffen und somit den Buchmarkt auf ihre ganz eigene Art bereichert. Ich habe dann hiermit wohl den Darkover-Zyklus beenedet und muss feststellen, dass der Tod der Autorin wohl nicht abzusehen gewesen ist, denn irgendwie habe ich das Gefühl, dass sie wohl noch einiges mehr an Büchern in Planung gehabt haben muss. – Dieses Finale hat sich nicht wie ein Finale angefühlt!

4

Zeitreisen! Yihaaaaaaaaa. Da das bereits der Klappentext verrät, sehe ich das nicht als Spoiler. Ich liebe Zeitreisen und finde, es bietet so viele Möglichkeiten für Drama, vor allem wenn die Handlungen quasi einen Kreis bilden und die Vergangenheit schon längst Auswirkungen auf die Zukunft hatte, man sie nur noch nicht verstanden hat (wie Harry Potter Band 3). Das gibt es hier auch, aber leider nimmt es nur einen sehr kleinen Teil des Bandes ein. Am Anfang geht es vor allem um Mikhail, der die Elhayn-Kinder testen und beschützen soll, und seine Abenteuer im Elhayn-Anwesen, wo die Situation ziemlich angespannt ist und man ihn die ganze Zeit da rausholen will. An sich ein sehr spannender Handlungsstrang, während Marguerida bei ihrer Ausbildung ist (was man hier und da in Kapiteln sieht) und Informationen über die Terraner und die politische Situation in der Förderation aufgegriffen werden. Ja, es wird noch bedeutsam werden, ganz bestimmt, dass es sich da zuspitzt, aber das fühlte sich viel zu sehr nach Vorbereitung für später an als dass es spannend gewesen wäre. Das wurde dann bedeutend besser, sobald die beiden endlich wieder aufeinander getroffen sind - auch wenn es hier ein paar nervige Dinge gab wie Gisela Aldaran, die nur auftaucht, damit Marguerida eifersüchtig wird, was aber sofort wieder aufhört, weil sie Mik ja vertraut und der Gisela auch gar nicht ausstehen kann. Hff, das war etwas anstrengend. Das letzte Drittel des Buches nimmt dann an Fahrt auf und mit der Zeitreisegeschichte wird es spannend und interessant und toll. Auch hier gab es ein kleines Detail, das mich gestört hat Margueridas Wandel von "körperliche Nähe macht sie unruhig und zwei Bücher lang kann sie sich nicht einmal mit Mik Sex vorstellen" zu "wolllüstig und erfindungsreich und unersättlich" wie Mik sie dann nach der Hochzeitsnacht beschreibt, war etwas too much. Das zeichnet ein sehr seltsames Bild, das mir Unbehagen bereitet, auch wenn ich nicht ganz den Finger darauf legen kann, was es ist. Insgesamt wieder ein guter Band auf Darkover und ich bin gespannt, wie es nun mit Terra und Marguerida und Mik weitergeht. Vor allem die Nebencharaktere mochte ich wieder sehr und möchte ein paar davon gern wiedersehen, wie die beiden Jungen, die Marguerida ein wenig unter ihre Fittiche genommen hat (Ethan und Donar Alar glaube ich) und Miralys und ihre Schwester Valenta Elhayn.

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