Spannender Krimi-Fantasy-Mix
Fetch Philips schlägt sich mehr schlecht als recht als Mann für alles in Sunder City durch, einer Stadt, die immer mehr herunterkommt, seit die Welt ihre Magie verloren hat. Die ehemals magischen, unsterblichen Wesen versterben nach und nach und so hat Fetch wenig Hoffnung, den vermissten Vampir-Professor lebend zu finden und seinen aktuellen Auftrag zu erfüllen … ‚Der letzte Held von Sunder City‘ ist ein ziemlich gebrochener und so als solcher auch erst mal gar nicht zu erkennen. Im Stil der großen amerikanischen Privatdetektive haust Fetch in einem ziemlichen Loch und ernährt sich größtenteils von Alkohol. Seine Schuld lastet schwer auf ihm, warum, erfährt man in einigen Rückblenden, die auch die Geschichte der Welt erklären, in der sich Sunder City befindet. Ein wenig hat mich die Stadt an Terry Pratchetts Ankh-Morpork erinnert, wenn auch nicht ganz so verrückt. Toll ist natürlich die Idee, die Welt ihre Magie verlieren zu lassen und welche Auswirkungen das auf ihre magischen Bewohner hat. Vampire, denen die Fangzähne ausfallen, Sirenen, die von ihren Männern verlassen werden oder geflügelte Wesen, die die Schwere ihrer leblosen Flügel nicht mehr ertragen. Dazwischen der Mensch Fletch, dem das Leben nicht unbedingt gut mitgespielt hat und der von seiner Schuld und einer verlorenen Liebe erdrückt wird. Das ist alles wirklich toll ausgedacht und hat mich richtig gut unterhalten. Den Krimiteil hätte ich mir etwas verzwickter gewünscht, der löst sich dann zwar mit viel Action aber doch recht einfach auf, allerdings wird auch ein Same gesät, der bestimmt in den nächsten Bänden weiter wächst. Darauf freue ich mich schon und hoffe, die Reihe geht so unterhaltsam weiter.





















