Das Buch lag lange auf meinem SuB, ehe es zum Zuge kam und ich bereue es, es nicht viel früher gelesen zu haben.
In der Geschichte geht es um Henrietta, die die Lebensgeschichten von Menschen aus der Krebsambulanz in ein kleines Buch verwandeln möchte. Sie trifft auf die todkranke Annie, die früh Ihre Schwester verloren und ein insgesamt sehr unglückliches Leben geführt hat. Die beiden Frauen nähern sich an und Henrietta will versuchen, Annie das Leben am Ende so schön wie nur möglich machen zu können.
Das Buch hat mich sehr berührt, aber auf eine sehr positive Art. Insgesamt geht es um sehr schwere Themen, die super verarbeitet wurden.
Empfehlung!
Dieses Buch und ich hatten verschiedene Phasen muss ich sagen...
Auf den ersten 80-90 Seiten hatte ich mehrmals den Gedanken das Buch abzubrechen, da ich irgendwie mit dem schreibstil und mit henriettas art nicht so zurechtgekommen bin ...
Dann hatte es mich gekriegt und ich war froh weitergelsen zu haben. Aber dann gab es für mich wieder Längen und es war weniger interessant.
Die letzten 80-90 Seiten fand ich dann nochmal richtig spannend bzw es ist auch einfach noch mal viel passiert und ich fand es krass wie alles so verwoben war ... aber ja für mich war es eher so ein 3,75 Sterne Buch. Ich bin froh das ich es nicht abgebrochen habe...aber es war jetzt auch keine geschichte die mich noch lange beschäftigen wird
Uff.. ich arbeite selbst im palliativen Bereich, daher sprach mich der Titel schon an, der Klappentext sowieso. Das Buch hat mich an einigen Stellen sehr berührt, die Charaktere und die Story sind einfach wirklich ganz toll. Das Buch werde ich mir bewahren, es ist so wichtig über dieses Thema offen zu sprechen und zu schreiben, danke dafür ❤️🩹🫂
Mit „Café Leben“ hat Jo Leevers ein Buch über das Erinnern geschaffen. Es braucht manchmal etwas Mut um auf seine Vergangenheit zu schauen, sie zu akzeptieren und daran zu wachsen. Das beweisen Annie und Henrietta in diesem Roman!
An sich hat mir „Café Leben“ ganz gut gefallen. Besonders den Schreibstil und den Aufbau der Geschichte fand ich sehr ansprechend. Allerdings war es sehr langatmig und ich brauchte eine Weile bis ich in der Geschichte angekommen bin. Das lag zum Teil auch sicher daran dass ich mir den Inhalt etwas anders vorgestellt habe, da der Klappentext nur vage Aufschluss über den genauen Inhalt gibt. So hatte ich nicht damit gerechnet dass ein Todesfall aufgeklärt wird. Den Charakter der Annie hat Jo Leevers (für mich) genau richtig angelegt: Sie ist auffällig, wirkt abgeklärt ist aber tiefgründig.
Leider mochte ich Henrietta nicht wirklich. Irgendwie passte an ihr nichts zusammen und ich konnte keinen Zugang zu ihr finden.
Es gibt viele Punkte in der Geschichte die ausführlicher „abgearbeitet“ hätten werden können. Wie beispielsweise Henriettas Vergangenheit und ihre Entwicklung. Dass Cerys gegen Ende fast schon Henriettas Rolle übernimmt finde ich sehr schade, Potential wäre für Henrietta auf jeden Fall da gewesen.
Obwohl ich etwas Muhe hatte mich in den Roman einzulesen finde ich ihn gut gelungen. Wer sich - im Gegensatz zu mir - nicht anhand des Klappentextes auf einen möglichen Inhalt versteift, hat mit „Café Leben“ sicher Vergnügen.
Ein berührender, erlicher tiefgründiger und authentischer Roman.
Ein toller Schreibstil, mit trauriger Thematik aber auch hoffnungsvoll und würdevoll.
Ich war sehr berührt und hingerissen.
Habe an den Seiten geklebt bis über die Hälfte, dann nahm es eine Wendung die mir nicht ganz gefallen hat aber ich es trotzdem gerne zu Ende gelesen habe.
Ich kann das Buch wärmstens empfehlen. 🥰
Worum geht's?
Henrietta hat einen neuen Job. Sie soll im Café der Krebsambulanz mit den Patienten sprechen und deren Geschichte in einem sogenannten Lebensbuch erzählen. Dort lernt sie die 66jährige Annie kennen und diese Bekanntschaft verändert alles in ihrem Leben.
Was für ein wundervolles Buch! Henrietta und Annie sind mit sehr viel Liebe, Wärme und Herzlichkeit skizziert, dass ich beide sofort ins Herz geschlossen habe.
Beide haben dramatische Lebensgeschichten und finden in der jeweils anderen eine verständnisvolle Zuhörerin. Ich fand die Beschreibung der beiden so genial, ich konnte mir sie sehr konkret vorstellen - leicht skurril und etwas aus der Welt gefallen!
Zugleich gibt es aber durchaus spannende Elemente in der Geschichte, fast wie ein Krimi.
Auch wenn es hier um Krankheit und Tod geht, ist das Buch wie eine warme Decke. Die Hoffnung (und nicht nur die) lebt weiter.
Ganz große Leseempfehlung!
Tatsächlich war ich am Anfang überhaupt nicht von dem Buch überzeugt. Es war sehr langatmig und ich konnte mich nicht in die Protagonistin hineinversetzen, was zum einen an ihrem Verhalten lag, und zum anderen fand ich die Erzählung langweilig. Doch ich muss sagen das Ende war wirklich unfassbar. Ich war sprachlos und hätte damit null gerechnet. Ich kann es nur weiterempfehlen :))
4.5 / 5
Eine tolle Geschichte, die berührt und fesselt. Die Hauptprotagonisten sind mir sehr ans Herz gewachsen und auch, wenn es zwischendurch sehr traurig ist, ist es doch ein sehr positives und mutmachendes Buch. Sehr empfehlenswert!
"Alle nennen es Café Leben, auch wenn es hier oft ums Sterben geht"
Sehr tolle und einfühlsame Geschichte. Das Ende hat mich schockiert und mich echt traurig gemacht. Ich finde es außerdem eine ganz tolle Idee, seine Geschichte irgendwie aufzuschreiben und selbst zu entscheiden, was man erzählen möchte und wie das Buch am Ende aussehen soll. Auch wenn das Leben nicht so gelaufen ist oder so schön war, wie man selbst dachte oder es sich für einen selbst gewünscht hätte. Oder wie andere über einen denken, wenn man die Wahrheit erzählt. Das Leben ist halt kein Zuckerschlecken und keine Traumwelt. Das Buch kann ich sehr empfehlen!
Große Leseempfehlung für diese Geschichte! Einfühlsam und wortgewandt erzählt Jo Leevers dieses Mal die Geschichte der Alten
JEDER MENSCH HAT EINE GESCHICHTE, DIE ES LOHNT, ERZÄHLT ZU WERDEN
»Was macht ein Leben lebenswert? Und welche Geschichte soll später über mich erzählt werden? Mit diesen Fragen beschäftigt sich dieser warmherzige Roman « Freundin
Autorenportrait:
JO LEEVERS, geboren und aufgewachsen in London, schreibt seit vielen Jahren für zahlreiche Magazine vor allem über ihr Spezialgebiet Interior Design. Sie hat zwei erwachsene Kinder und lebt mit ihrem Mann und der Hündin Lottie in Kent.
Mein Leseeindruck:
Von euch gewünscht! :-) Ich mochte das Buch „In den Augen meiner Mutter“ so gern und so war klar, dass ich auch dieses lesen wollte und wurde nicht enttäuscht. Emotional, einfühlsam und wortgewandt erzählt Jo Leevers dieses Mal die Geschichte der Alten aus der Sicht der jungen Henrietta, welche die Lebensgeschichten von Menschen aufschreiben soll für ihren neuen Job. Im Speziellen interessiert Henrietta sich besonders für die 66-jährige Annie. Diese ist dem Tod geweiht, Krebs im Endstadium. Entgegen der Absprache kommt Annie auf Henrietta zu und möchte ihre Geschichte erzählen - nicht als Erinnerung für ihre Nachkommen, sondern um zu vergessen. Schnell durchschaut Henrietta, dass an Annies Erzählungen etwas nicht stimmen kann. Um Annies Leben zu verstehen, muss Henrietta etwas tun, was sie noch nie zuvor getan hat: ihre eigene Geschichte erzählen. Sie ahnt nicht, was sie damit in Bewegung setzt...
Fazit: Ein weiteres gutes Buch von Jo Leevers aus dem Droemer Verlag, die aus einer persönlichen Erfahrung heraus inspiriert wurde diese Geschichte zu schreiben. Besonders gut finde ich das Cover, die persönlichen Worte und das Interview am Ende des Buches. Das macht die Autorin unfassbar sympathisch und nahbar.
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mir etwas ganz anderes vorgestellt hatte, als ich mir dieses Buch aussuchte. Beim lesen der Geschichte gab es ploetzlich eine Wendung, die das Buch spannend machte, obwohl ich erst dachte, dass es eventuell mehr in die Traurigkeit gehen wuerde. Henrietta schreibt Lebensgeschichten auf von Menschen, die kurz vor ihrem Tod stehen. Sie trifft Annie, die von ihrem Leben erzaehlt und eine Schwester hatte -Kath, die irgendwann im Jugendalter plötzlich verschwindet, niemand weiß, was passiert ist. Annie und ihre Schwester standen sich sehr nah, sodass sie ihr Verschwinden und den vermuteten Tod ihrer großen Schwester nie verarbeiten konnte. Als sie Henrietta davon erzaehlt wird Henrietta angeregt, diese Geschichte zu hinterfragen, sie recherchiert und findet Dinge heraus, die Annie nie erfahren hatte. Sie versucht das Verschwinden aufzuklaeren und schafft es auch, aber leider nicht rechtzeitig… Henrietta findet in dieser Zeit Freunde, versteht und lernt ueber das Leben und ist dankbar fuer die Chance fuer Menschen da zu sein. Ich mochte die Story, aber ich hatte manchmal Muehe dranzubleiben, da es oft fuer mich langgezogen wirkte. Ich moechte es trotzdem enpfehlen, wenn man etwas schoenes ueber Trauer und Verlust lesen moechte. ♥️🤞🏼
Henrietta und Annie sind zwei Menschen, die man absolut ins Herz schließt. Die Geschichte ist traurig und emotional, macht aber auch Hoffnung und zeigt, dass Liebe und Verständnis in vielen Formen existieren.
Ein sehr berührendes Buch über den Umgang mit Verlust und Trauer und wie auch in den aussichtslosesten Situationen Freundschaft wachsen kann. Ich mochte die beiden Protagonistinnen Annie und Henrietta sehr gerne und habe so sehr mit ihnen mitgefühlt. Und nebenbei konnte ich noch über den merkwürdigen Ertrinkungstod von Annies Schwester Kath rätseln , dessen Auflösung dann doch überraschend war. Rundum eine tolle Geschichte! 🩵🩵🩵
Nicht schlecht, aber ich hab was anderes erwartet..
Die Idee des Café Lebens bzw. die des aufschreiben der Lebensgeschichten schwer kranker Menschen fand ich toll. Ich dachte auch Lebensgeschichten/-weisheiten mehrerer Leute zu erfahren.
Das Buch handelt hauptsächlich von Annie und Henriette, welche eine Art Freundschaft entwickeln und um Annies Lebensgeschichte.
Das einbringen von Henrietta's Geschichte war gefühlt mit 2 Seiten erledigt.
Der Plottwist am Ende war nochmal gut und das letzte Drittel las sich dann auch wieder flüssiger.
Hab mir das Buch aufgrund des Covers gekauft und weil es vom Genre her mal was anderes für mich war.
Henriettas neuer Job besteht darin die Lebensgeschichte todkranker Menschen aufzuschreiben und trifft dabei auf Annie.
Obwohl es thematisch um todkranke Menschen geht, ist es trotzdem nicht super traurig oder gar deprimierend.
Durch den Krimi Aspekt der in der Story auftaucht, ist das Buch so ganz anders gewesen. Also sehr spannend und kurzweilig. Mir hat das lesen richtig Spaß gemacht.
Als ich zu dem Buch gegriffen habe, hatte ich nicht erwartet, dass sich darin auch eine Detektivgeschichte versteckt.
Ich habe das Buch gerne gelesen und trotz des eigentlich traurigen Settings der Geschichte, war das Buch nie bedrückend. Im Gegenteil mit Annie und Henrietta musste ich öfter schmunzeln.
Herzlich Willkommen im Café Leben!
Hier treffen zwei Frauen aufeinander: Henrietta, 32, welche ein zurückgezogenes und weitgehend einsames Leben in London führt und Annie, 66, eine lebenskluge, aber schwerkranke Frau mit einem Geheimnis, das sie seit Jahrzehnten belastet.
Henrietta hat einen Job, der so besonders wie emotional ist: Sie hilft unheilbar kranken Menschen, ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. Doch bei Annie stößt sie schnell an Grenzen – eine schmerzhafte Erinnerung scheint sie zu blockieren. Was ist damals vor 46 Jahren passiert, als Annies Schwester verschwand, ohne irgendwelche Spuren zu hinterlassen?
Während Henrietta versucht, Annies Geschichte zusammenzusetzen, muss sie sich eingestehen, dass auch sie schmerzliche Ereignisse aus ihrer Kindheit verdrängt. Und je mehr sie sich mit den unterschiedlichen Lebensgeschichten der Menschen im Café Leben und besonders mit der von Annie beschäftigt, umso mehr kommt ihre eigene emotionale Seite ans Licht. Und mit ihr das Bedürfnis, sich selbst zu öffnen und sich ihrer eigenen, dunklen Vergangenheit zu stellen.
Jo Leevers erzählt in diesem Buch über das Leben, übers Sterben und die Kraft der Freunschaft, die auch Generationen überwinden kann. Dabei gelingt es ihr, Krankheit und Tod ohne zuviel Schwermut zu thematisieren.
Zu Beginn war mir die Charakterisierung der beiden Frauen etwas zu klischeehaft und oberflächlich, im Laufe der Erzählung ist dieser Eindruck allerdings verflogen und ich bin in einer spannenden Geschichte gelandet, die ein Ende bereit hält, mit dem ich so nicht gerechnet habe.
Insgesamt eine solide Geschichte mit viel Herz und einem guten Plot, der die Lesenden bei Laune hält.
Eine berührende tiefgreifende Geschichte über zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch so gleich sind.
Henrietta hat gelernt keine Emotionen zu zeigen und zu spüren. Auf der Suche nach einem Job stolpert sie geradewegs in das Hospiz-Café-Leben. Ihre Aufgabe: sie soll die Lebensgeschichten der Besucher zu einem Buch machen. Die fehlenden Emotionen sind für diesen Job eine große Hilfe.
Doch dann trifft Henrietta auf Annie. Annie ist eine alte Frau mit einer bewegenden Geschichte. Aber irgendwas passt da nicht. Es fehlt etwas, um die Geschichte von Annie komplett zu machen. Um die fehlenden Teile zu erfahren muss sich Henrietta zunächst öffnen.
Eine berührende Geschichte über zwei Frauen mit zwei unterschiedlichen Lebensgeschichten und Schicksalen. Eine ruhige Geschichte die zeigt wieviel ein manche Menschen erleben müssen. Erhellend, weil sie dennoch den Lebensmut und das schöne im Leben nicht aus den Augen verlieren. Es ist aber auch eine Geschichte , die zeigt, dass man sich manchmal wieder öffnen muss, um zu sich selbst zu finden.
Ich habe dieses Buch sehr geliebt. Es war ruhig und bewegend. Der Schreibstil eingängig und gut zu lesen. Mal wieder ein sehr gutes Buch. Definitiv eins meiner Highlights 2024
Absolute Überraschung!
Durch den Klappentext hatte ich zuerst eine ganz andere Erwartung an dieses Buch aber schon nach dem Prolog war mir klar, dass es hier um viel mehr als um Tod, Verlust und Trauer geht. Es war spannend, emotional aber nicht kitschig! Absolut toller Debütroman der Autorin!
Nach langem hin und her habe ich mir dann doch endlich das Buch gekauft, da mich schon der Klappentext so sehr berührt hat.
Was soll ich sagen? Es ist wirklich eines der besten Bücher, die ich bisher gelesen habe und so viel tiefsinniger, als man erst denkt.
Wir tauchen in die Geschichte zweier Hauptprotagonisten ein, die unterschiedlicher nicht sein können. Annie, eine alte Dame, die an Krebs erkrankt ist, nicht mehr lange zu leben hat und ein mehr als emotional aufreibendes Leben hinter sich hat, geprägt von Verlust und toxischer Beziehung und häuslicher Gewalt. Und dann die verrückte Henrietta, die nach außen eher verschlossen wirkt und sich Annies Geschichte annimmt, aber selbst vor ihrer Vergangenheit versucht wegzurennen.
Das Buch hat mir so unglaublich viel gegeben: Ich musste oft über Annies Kommentare schmunzeln, war von den persönlichen Geschichten berührt, gefesselt im Fall der verschwundenen Schwester von Annie und einem potentiellen Mord. Und gleichzeitig hat mich das Buch so berührt und mir klar gemacht, wie vergänglich das Leben ist und wie schwer Trauer und Verlust sein kann. Wirklich ein Roman der mich sowohl während des Lesens als auch nachhaltig geprägt hat und meine Denkweise beeinflusst hat! Wirklich ein so gutes und vielseitiges Werk!
Emotional, zwei besondere Charaktere, ohne Kitsch!
Sehr bewegende Story über häusliche Gewalt, Vergangenheitstraumata, Krankheit, Charakterentwicklung und zwei unterschiedliche Protagonisten die sich gegenseitig unterstützen!
Eine tolle Story, die einem zum Nachdenken bringt.
Ich hatte das Buch in der Buchhandlung wegen des tollen Covers schon einige Male in der Hand. Nachdem ich diesmal den Prolog gelesen habe, der mir wegen des Schreibstils und der spannenden Handlung sofort Lust auf die komplette Geschichte gemacht hat, habe ich es dann endlich mitgenommen.
Es hat mir Spaß gemacht das Buch zu lesen, da ich die Idee so schön fand, dass bei Gesprächen im Café ein Lebensbuch entsteht. Auch dass das Buch überraschenderweise in eine Art Krimi überging, hat mir gefallen. Die Charaktere Henrietta und Annie waren interessant und ich fand es sehr schön, wie im Laufe der Geschichte immer weitere Puzzlestücke aus deren beider Leben zusammengesetzt wurden, bis am Ende die ganze Geschichte mit all ihren Hintergründen herauskam. Die Themen über Trauer und Schuld fand ich sehr schön und tiefgründig beschrieben. Sternanzug gab es, da mich die Geschichte gegen Ende ein bisschen verloren hat. Es ging mir plötzlich alles etwas zu schnell, da auf einmal eine Handlung und Wendung nach der anderen auf nur wenigen Seiten folgte. Da fiel es mir schwer eine Verbindung zu den neu eingeführten Charakteren aufzubauen. Es wirkte auf mich, als ob das Buch schnell fertiggestellt und alle Ideen noch schnell mit niedergeschrieben werden mussten. Auch die Art, wie der jeweils sehr eigenwillige Charakter von Annie und Henrietta beschrieben wurde, wirkte auf mich ein bisschen gewollt. Vielleicht weil es der erste Roman der Autorin war. Aber ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen, da ich damit im Großen und Ganzen eine sehr schöne Lese-Zeit verbracht habe :) das Buch lässt sich einfach lesen und die Themen regen auf jeden Fall zum Nachdenken an.
Es tut gut Klarheit zu haben, auch wenn es eigentlich viel zu spät ist. So ist es vielleicht tragisch und dennoch beruhigend für die eingene Seele.
So geht es Annie - sie ist unheilbar krank und die Tage sind gezählt. Jetzt wo sie das weiß, arbeitet sie endlich ihr Leben auf und merkt wie befreiend es ist, sich den Gefühlen zu stellen.
Ein Buch mit vielen Themen und Facetten, tieftraurig, lustig und manchmal unglaublich oder vielleicht sogar unglaubwürdig. Es regt definitiv zum Nachdenken darüber an, was ein Mensch bei seinem Ableben hinterlassen möchte an Geschichten, Geheimnissen oder Lebensweisheiten. Nicht immer erscheint es sinnvoll alles auszusprechen , obwohl es manchmal notwendig ist, um friedvoll sterben zu können. Die Charaktere gefallen mir, ich konnte oft lachen und dann dann wieder verzweifelt den Kopf schütteln über Frauen,die sich nicht aus toxischen Beziehungen lösen können. Ich vergebe nur 4 Sterne, weil ich einfach nicht glauben will, dass es solche Menschen gibt, die anderen Menschen solch ein Leid zufügen können. Ich empfehle, das Buch bei Sonnenschein zu lesen, das macht Es leichter.
Eine fesselnde Geschichte über zwei beeindruckende Frauen und ihre Schicksale.
Sie ist anders als ich gedacht habe, aber
es steckt mehr drin als ich erwartet hätte.
Eine berührende Geschichte
Worum geht’s?
Henrietta hat sich vom Leben abgekapselt. Da erscheint ihr der neue Job, die Lebensgeschichte todkranker Menschen aufzuschreiben, perfekt, da sie sich selbst für unsentimental und emotionslos hält. Doch die Geschichte von Annie bringt Henrietta dazu, sich selbst zu öffnen und in ihre Vergangenheit zurückzukehren.
Meine Meinung:
Jo Leevers „Café Leben“ ist ein wunderbarer Roman über Schicksale und Hoffnungen, über Ängste und Träume, über Verlust und Gewinn. Ein Roman, der realistisch ist, aber auch zu Herzen geht. Und ein Buch, das das Leben zeigt, wie es ist und nichts beschönigt. Mir hat der Schreibstil gefallen und ich habe mit der Geschichte von Henrietta und Annie nach langer Zeit mal wieder in Buch in Händen gehabt, das ich an einem Tag durchgesuchtet habe.
Womit wir auch bei den Hauptprotagonisten wären: Zum einen haben wir die 66-jährige Annie, die todkrank ist und ihre Geschichte erzählen möchte. Und zum anderen Henrietta, die sich selbst für kalt, emotionslos und sachlich hält, sich von ihrer Umwelt abgeschottet hat und ein einsames Leben führt. Henrietta ist es auch, die in ihrem neuen Job mit Annie ihren ersten Auftrag bekommt, ein sogenanntes Lebensbuch zu schreiben. Und mit diesem Auftrag fängt alles an.
Es ist wunderbar die Entwicklung der beiden Frauen mitzuerleben. Wie sich Annie aufgrund Henriettas nüchterner Art mehr öffnet, als sie zu Beginn vorhatte und wie Henrietta in Annie eine Freundin findet, die ihr den Mut gibt, zu Leben. Dann die Rückblicke in die Vergangenheit, in Annies Geschichte. Wieviel Schicksal ein Leben doch manchmal ertragen muss und wie stark die Menschen sind. Mich hat diese Geschichte wirklich berührt und ich hätte zu gerne noch mehr über die beiden erfahren. Und auch wenn das Buch ein Buch über Schmerz, Krankheit und Verlust ist, so ist es doch auch ein Buch, das ehrlich ist, kleine Lichtmomente im Leben erstrahlen lässt. Ein Buch, das man einfach gelesen haben muss!
Fazit:
Mit seinem Roman „Café Leben“ schreibt Jo Leevers einen wunderbaren Roman über ein schreckliches Schicksal. Über Krankheit und Tod und über das Nachdenken über das Leben sowie über Rückblicke. Mir ging die Geschichte sehr zu Herzen, ich mochte die Protagonisten und ich hätte noch ewig weiterlesen können und hätte zu gerne noch viel mehr erfahren. Über die Vergangenheit, die Gegenwart und über die Zukunft. Das Buch ist wunderbar geschrieben, beschönigt nichts und ist einfach nur ehrlich und herzlich und wunderbar.
5 Sterne von mir für die Geschichte von Annie und Henrietta!
Die Idee, fand ich gut- jemand lässt sich deine Lebensgeschichte erzählen und schreibt diese auf. Oftmals interessiert man sich doch erst in späteren Jahren für die Familiengeschichte.Schön, wenn es dann etwas gibt.Figur der Henrietta hat mir auch gefallen. Aber Anna habe ich geliebt. Das gesamte Buch hat mich überrascht. Für fünf Sterne fehlte mir etwas am Schreibstil.
Irgendwie habe ich von diesem Buch mehr erwartet, es war nicht wirklich schlecht, aber so richtig vom Hocker gerissen hat es mich auch nicht. Beim lesen des Klappentextes dachte ich mich erwartet eine Reise in all die Weisheiten des Lebens, ein Buch das kein Auge trocken lässt. Für mich floss die Geschichte irgendwie nur so dahin, was am Anfang zu wenig passierte, passierte im letzten Drittel dann irgendwie zu viel. So ab Mitte des Buches hätte daraus ein unfassbar guter Krimi werden können, aber ich hatte so ein wenig das Gefühl als wüsste die Autorin selbst nicht so recht wohin die Reise gehen soll. Bei der Hauptpeotagonistin musste ich mir selbst immer wieder vor Augen halten das wir fast gleich alt sind, ich hatte immer wieder das Gefühl das Buch aus Sicht einer Mittfünfzigerin zu lesen, ich konnte auch keinen Draht zu ihr finden, dafür aber zu Annie, sie ist so ne rüstige Rentnerin mit der man gerne mal einen Plausch halten würde,die Kapitel aus ihrer Sicht haben mich tatsächlich auch bei Laune gehalten.
„Wenn du auf dein Leben zurückschaust, dann hat es keine geordnete Form. Es sind eher Schnappschüsse, wie in einem Fotoalbum. Und manchmal fällt es schwer, sich an die Teile dazwischen zu erinnern, daran, was in dem Moment passiert ist, bevor das Foto aufgenommen wurde, oder gleich danach.“
Im Mittelteil hatte das Buch ein paar Längen, aber ansonsten hat es mir richtig gut gefallen. Die Charaktere waren so charmant und weit weg von 08/15, die Idee mit einem Lebensbuch für Angehörige, aber noch gestaltet von der Person zu Lebzeiten hat mich ebenfalls überzeugt. Am Ende war es zudem sehr emotional, aber nicht kitschig oder vorhersehbar. Ein wirklich schönes Buch.
4.5 Sterne
"Vergesst nicht, dass die Trauer der Preis ist, den wir für die Liebe bezahlen."
Henriette arbeitet im Café Leben, einem Café der Rosendale Krebs Ambulanz. Dort soll sie die Lebensgeschichte der Patienten aufschreiben. Ihre erste Klientin ist die 66 jährige Annie und die beiden Frauen entwickeln ein ganz besonderes Verhältnis zueinander.
Ein Buch, gelesen auf Empfehlung der Buchhändlerin des Vertrauens, ich hatte noch keine Meinungen dazu gehört oder gesehen. Und es hat mir ausnehmend gut gefallen. Eine leise Geschichte, mit vielen Lebensdramen und Schicksalsschlägen, ganz unaufgeregt erzählt. Die Personen schleichen sich so nach und nach in mein Leserherz und ich habe viel mitgefühlt beim Lesen. Durch die Zeit- und Perspektiven Wechsel ist das Buch jederzeit spannend und interessant und ich bin den Frauen gerne in ihren Geschichten gefolgt. Eine Auflösung hat mich sehr überrascht und erschüttert, erschreckend wozu Menschen fähig sind. Immer wieder rührt die Geschichte zu Tränen. Henrietta ist ein sehr spezieller Charakter, weißt für mich sogar leichte Züge vom Asperger Syndrom auf, was aber nie erwähnt wird. Und wenn dann noch ein ziemlich charakterstarker Hund eine Rolle spielt dann hat das Buch eh gewonnen. Für Leser , die gerne über Lebensschicksale lesen und über ungewöhnliche Freundschaften.
Also ganz am Anfang fand ich das Buch etwas langweilig und mühselig zu lesen, aber ich habe mich überwunden und weiter gelesen und ungefähr seit ein Drittel des Buches, die Geschichte hat mich sowas von mitgepackt!
In dieser Geschichte geht es um Leben und Tod. Ich find das Buch sehr berührend und traurig. Das Leben der beiden Frauen haben mich tiefst berührt...Und schon wieder ein Buch mit einem tollen Cover, den ich nie in meinem Leben abgeben kann!
Henrietta ist ein sehr verschlossener Mensch. Im Alter von neun Jahren wohnte sie einer Tragödie bei, an der sie sich seitdem die Schuld gibt. Auch von ihren Eltern erhält sie seit jeher dieses Gefühl und hat sich hohe Mauern gebaut, um niemanden an sich heran zu lassen und das Geschehene weg zu sperren.
Als sie einen Job beim Projekt Lebensbuch, einer Institution, die sich dem Erzählrn der Geschichten todkranker Menschen verschrieben hat, annimmt, wird sie nicht nur mit deren Schicksalen, sondern auch mit ihrem eigenen konfrontiert. Vor allem Annies Geschichte nimmt sie sehr mit, aber sie weist Lücken auf. Um diese Lücken zu füllen, fängt sie an über sich selbst zu sprechen und verhilft damit nicht nur Annie zur Aufklärung des Verschwindens ihrer Schwester vor fast 50 Jahren, sondern findet auch für sich einen Weg zurück ins Leben.
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Ich muss zugeben, dass ich mir von dem Buch etwas völlig anderes erwartet hätte. Die Idee mit dem Lebensbuch, dem Verfassen der Geschichten von Sterbenden, fand ich großartig und hatte mir erhofft sehr viel mehr davon zu erfahren. Allerdings ging es dann in eine völlig andere Richtung. Es war eher eine Spurensuche, eine Jagd nach der Wahrheit um den Tod von Annies Schwester. Diese Wendung hat mich überrascht, ich fand es aber sehr gut umgesetzt.
Zusammen mit dem sehr eingängigen, angenehmen Schreibstil von Jo Leevers, hatte ich ein schönes Leseerlebnis.
Im Fokus stand unter anderem auch der Umgang mit Schuld und gerade mit Blick auf Henrietta, hat mich das sprachlos gemacht. Es zeigt sehr gut auf, was es mit einer Person macht, wenn ihr ein Leben lang suggeriert, dass sie für etwas verantwortlich ist.
In meinen Augen ein gutes Buch für zwischendurch, dass ich euch ans Herz legen kann.
Hatte viel Potenzial, was aber nicht umgesetzt worden ist: Stellenweise war es sehr langatmig, die Weiterentwicklung von Henrietta unrealistisch plötzlich und die Handlung insgesamt war nicht überzeugend.
Das Café Leben setzt den Konterpunkt zum Haus, in dem es untergebracht ist. Eine Station für krebskranke Menschen oder solche in Remission. Im Café kann vor oder nach einem Termin eine Verschnaufpause eingelegt werden, hier befindet sich aber auch der neue Arbeitsplatz der 32-jährigen Henrietta beim Projekt Lebensbuch. Sie soll in sieben einstündigen Sitzungen genug Eckpunkte aus dem Leben von sterbenskranken Menschen zusammenbringen, um daraus eine Lebensgeschichte zusammenzuschreiben. Dieses können Freunde und Verwandte dann nach dem Tod in Form eines Buches als Erinnerung bewahren.
Henrietta hat sich seit ihrer Kindheit einen Schutzwall gegenüber anderen Menschen aufgebaut und sie glaubt, das Projekt Lebensbuch wäre genau das Richtige für jemanden wie sie, mit dem nötigen Abstand. Aber da hat sie nicht mit ihrem ersten Projekt gerechnet: Annie Doyle, 65 Jahre und schwer krebskrank.
Ein Buch, in welchem es zu guten Teil ums Sterben geht. Generell eher weniger leichte Kost, aber der gut lesbare, flüssige Schreibstil, gepaart mit den interessanten Protagonistinnen und Charakteren, haben es mir leicht gemacht in die Geschichte reinzufinden. Der Schreibstil wird unter anderem auch gut dazu eingesetzt, um die (sich im Verlauf des Buch langsam auflösende) Anspannung und Distanz der beiden Protagonistinnen darzustellen.
Mir war Henrietta mit ihrer leicht verschrobenen Art sofort sympathisch. Es wird zwar niemals in irgendeiner Form erwähnt, aber ich hatte den Eindruck, dass hier eventuell auch ein hochfunktioneller Autismus miteingewebt wurde.
Auch Annie und vor allem die sich entwickelnde Beziehung zwischen den beiden Frauen, hat mir sehr gut gefallen und war für mich weitgehend realistisch und gut nachvollziehbar dargestellt.
Der Verlauf der Geschichte war mir nie zu langsam und ließ sich gut verfolgen. Dabei ist auch immer die Schwester von Annie und deren Verschwinden ein Thema. Dieses Element bietet eine leichte Spannung, die sich durch den ganzen Handlungsverlauf zieht und gegen Ende eine, für mich, zumindest teilweise völlig überraschende Auflösung bereit hält.
Hier wurde Charakter- und Beziehungsaufbau gekonnt mit ein klein bisschen Spannung verwoben. Dabei werden viele Themen miteingearbeitet, die nicht gerade leichte Kost sind, aber meiner Meinung nach auf wunderbare Art und Weise behandelt wurden. Viel dreht sich natürlich um das Sterben und den Verlust, aber auch um die Familie, Traumata und natürlich eine aufkeimende Freundschaft.
Von mir gibt es hier eine klare Leseempfehlung! (Sofern man sich in der Lage fühlt, sich mit dem behandelten Themen auseinanderzusetzen.) Der Titel hat mich schnell in seinen Bann gezogen, hat viele schwierige Themen toll umgesetzt und konnte mich bis zum Schluß in jedem Punkt überzeugen. Die Charaktere werden mir fehlen.
Ich bin relativ schwer in die geschichte rein gekommen, aber etwa ab der Hälfte hat es mih gepackt und ich habe es sehr geliebt! Die Charakterentwicklung ist gut gelungen und es sind wahrlich liebenswerte Charaktere. Eine zarte Geschichte, deren schwere allerdings nicht schwermütig macht.
📌 "Ich bin aus verschiedenen Gründen für die Stelle geeignet. Erstens neige ich nicht zu Gefühlsausbrüchen oder Sentimentalität. Zweitens besitze ich ausgezeichnete Qualifikationen im Büromanagement und bin somit gut gerüstet, um die Lebensgeschichten rechtzeitig zu verschriften, bevor die Betroffenen sterben. Drittens mag ich es eine Deadline zu haben." (S.12)
Henrietta, 30 und sozial eher isoliert, soll die Lebensgeschichte der todkranken Annie niederschreiben.
Eher aus der Not heraus hat sie diesen Job angenommen - besonders qualifiziert und empathisch wirkt sie erst einmal nicht.
Eigentlich sind beide Frauen nicht gerade Sympathieträgerinnen, dennoch bauen sie im Verlauf ihrer samstäglichen Gesprächssitzungen im Café Leben eine Beziehung zueinander auf und Annies Geschichte nimmt langsam Formen an.
So erfährt Henrietta vom mysteriösen Verschwinden Annies jüngerer Schwester Kathy, welches bis heute ungeklärt blieb.
Doch auch Henrietta, die mittlerweile überlegt, wie ihr eigenes Lebensbuch aussehen würde/könnte hat totgeschwiegene Geheimnisse in ihrer Vergangenheit, die bewältigt werden müssen.
Und so, wie Annie sich Henrietta öffnet, vertraut Henrietta sich Annie an und erzählt von der Schuld, die seit ihrer Kindheit auf ihr lastet.
Ein ruhige Geschichte, die zum Nachdenken anregt, deren Protagonisten man nach und nach ins Herz schließt und die man mit einem warmen Gefühl beendet.
Von teddiington
Cover:
Das Cover von Café Leben hat es mir vom ersten Blick irgendwie angetan. Der nachdenkliche Blick der abgebildeten Dame passt perfekt zur Geschichte und die Tasse Kaffee zum Hauptort.
Das Buch:
Das Thema Tod und Trauerbewältigung ist ein unglaublich wichtiges Thema und wurde im Café Leben wirklich gut umschrieben.
Die zwei Protagonistinnen Henrietta & Annie sind unglaublich verschieden und doch so gleich! Im Laufe des Buches fühlt man richtig die aufbauende Beziehung.
Mit Henrietta bin ich leider nicht ganz so schnell warm geworden - so wird schon beim Klappentext deutlich, dass diese eher zurückhaltend und zurückgezogen lebt.
Ebenso finde ich, dass das Buch in der Mitte ziemlich "fad" und in die Länge gezogen wird. Im letzten Drittel nimmt es dann plötzlich eine Wendung und ich wurde wirklich von dem Ende überrascht! Damit habe ich nicht gerechnet.
Fazit:
Auch wenn ich hier und da meine Schwierigkeiten mit diesem Roman hatte kann ich eine klare Empfelung aussprechen. Das Buch nimmt uns mit durch eine wirklich emotionale - tiefgründige Geschichte!
Wie toll ist bitte das Cover? Allein deshalb hätte dieser Roman den Weg in mein Bücherregal gefunden, denn ich finde es unglaublich schön und ästhetisch. Es spiegelt eine melancholische Stimmung und passt perfekt zum Inhalt.
Im Roman geht es um zwei – augenscheinlich – ungleiche Frauen, die das Schicksal zusammengeführt hat und die am Ende durch deren Begegnung eine unglaubliche Bereicherung in ihrem Leben erhalten haben.
Henrietta, eine beruflich gescheiterte Bibliothekarin, landet bei ihrer Jobsuche beim Projekt „Lebensbuch“. Dabei soll sie im Café Leben die Lebensgeschichte tödlich erkrankter Menschen für die Nachfahren niederschreiben. So trifft sie auf die krebskranke Annie und wird mit deren von Schicksalsschlägen gebeuteltem Leben konfrontiert. Zunächst ist sie, entsprechend ihres Charakters, sehr distanziert, merkt aber schnell, dass Annie nur mehr die halbe Wahrheit erzählt bzw. dass irgendwas nicht so richtig stimmt an deren Geschichte. Recht bald spüren beide Frauen, dass ihnen die Gegenwart der anderen guttut und während Henrietta unbedingt mehr über Annies verschwundene Schwester in Erfahrung bringen möchte, bemerkt Annie, dass auch Henrietta vom Schicksal gezeichnet ist. Henrietta verlor mit 9 Jahren ihren 4jährigen Bruder und ihre Eltern geben ihr bis heute die Schuld daran. Das ist unter anderem der Grund, weshalb sie emotional eher distanziert ist und sich ohne soziale Kontakte durchs Leben schlägt.
Die Geschichte wird im Wechsel aus Henriettas oder Annies Sicht erzählt und man erhält dadurch als Leser mehr Einblicke in das vergangene Leben der beiden Frauen als diese der jeweils anderen offenbaren. Die echte Anteilnahme Henriettas an Annies Leben lässt bei dieser eine gewisse Zuneigung für die junge Frau entstehen und so vertraut sie ihr recht viel an und verbindet freundschaftliche Gefühle mit ihr. Aber auch Henrietta tut dieser Kontakt gut, die herzliche Atmosphäre des Cafés gibt ihr ein Gefühl der Zugehörigkeit, die helfenden Worte Annies über ihr eigenes Schicksal lassen auch sie freundschaftliche Gefühle entwickeln und so profitieren am Ende beide von ihrer Begegnung.
Der Schreibstil von Jo Leevers ist - meiner Meinung nach - etwas anspruchsvoller, ich musste am Anfang gut dabei bleiben, um der Story folgen zu können. Aber nach und nach taucht man ab in eine Geschichte, dessen Atmosphäre super von der Autorin eingefangen worden ist, denn bildhaft und emotional berührend schildert diese das Leben der zwei (mit Kath 3) Frauen.
Fazit:
Jo Leevers Debüt ist absolut gelungen, sie verfasst eine rührende und bewegende Geschichte um eine sich langsam entwickelnde Freundschaft zweier nur auf den ersten Blick unterschiedlicher Frauen.
Das Cover liebe ich total! Der Klappentext ließ mich große Emotionen erwarten. Die fehlten leider. Insgesamt ein gelungenes Buch über eine besondere Freundschaft und den Mut, über Vergangenes zu sprechen, um den Ballast des Unausgesprochenen auf der Seele loszulassen. Schade, dass das Buch mich auf der emotionalen Ebene nicht so sehr erreichen konnte, wie erhofft. Die Grundidee hinter dem Buch gefällt mir sehr und ich glaube, sie hätte mehr Potential gehabt. Zwischendurch zieht sich das Buch ein wenig. Zum Ende hin wird es nochmal spannend. Die großen Emotionen bleiben leider aus.
So. Nach Empfehlung dieses Buch gerade beendet. Bin hin und her gerissen. Fand es nicht schlecht, aber trotz der sehr gegensätzlichen Charaktere war mir keiner so wirklich nahe. Die Thematik war traurig und doch konnte es mich nicht recht berühren… trotzdem kein schlechtes Buch,verhaltene Begeisterung würde ich sagen…