Solider Krimi mit starken Figuren, aber wenig Spannung – erst das Ende sorgt für einen kleinen Aha-Moment.
„Der Zögling ist der Auftakt der Reihe um Washington Poe und Tilly Bradshaw. Poe arbeitet als Sergeant und Ermittler, während Bradshaw als Analystin beim SCAS in England tätig ist. Inhaltlich geht es um eine komplexe Geschichte, die sich über mehrere Jahre erstreckt und nach und nach verschiedene dunkle Zusammenhänge offenlegt. Der Krimi lässt sich insgesamt gut lesen. Man findet schnell in die Handlung hinein, und besonders die beiden Hauptfiguren werden so beschrieben, dass man rasch ein klares Bild von ihnen bekommt. Gerade Washington Poe und Tilly Bradshaw wirken greifbar und authentisch, auch die Nebenfiguren bleiben durch wiederkehrende Auftritte präsent. Allerdings bleibt der Spannungsbogen über weite Strecken eher auf einem soliden Niveau, ohne wirklich mitzureißen. Viele Zusammenhänge werden ausführlich erklärt, wodurch die Handlung teilweise etwas an Dynamik verliert. Erst gegen Ende gibt es noch einen kleineren Aha-Moment beziehungsweise eine Wendung, mit der man nicht unbedingt rechnet. Insgesamt ist ‚Der Zögling‘ für mich ein solider Krimi und bewegt sich etwa bei 3,5 von 5 Sternen. Ob ich die Reihe weiterverfolge, bleibt allerdings noch offen.“

























































