
"Wir sind in den letzten Tagen viel zu schnell gewandert. Jetzt müssen wir ein bisschen warten, damit unsere Seelen uns wieder einholen können."
Ein tolles Buch um sich mit dem Leben, und wie wir es betrachten, auseinander zu setzen und somit gegebenenfalls auch eine neue Perspektive zu erfahren. Persönlich habe ich leider nicht so viele neue Ansätze gefunden, aber es ist dennoch immer wieder wertvoll sich damit auseinander zu setzen, was das Leben an sich bedeutet... bedeuten könnte. Gerade in der heutigen Zeit die sehr geprägt ist von Veränderung und Tempo, lädt Anam Cara dazu ein innezuhalten. Sehr gefallen hat mir das letzte Kapitel über älter werden und den Tod. Da diese beiden Themen sehr mit Angst und Unsicherheit beladen sind, und dennoch unausweichlich ist, finde ich es extrem wertvoll sich damit in Ruhe auseinander zu setzen. Denn wir alle werden diese Reise antreten. Deswegen ist es nicht verkehrt sich selbst damit "anzufreunden". Auch das in Zeiten eines Todes eines geliebten Menschen erst die Reise des Betroffenen im Vordergrund stehen sollte und nicht die eigene Trauer um den eigenen Verlust. Sehr bewegend und anregend zum Nachdenken. "Bleib auf in manchen Nächten bis zum Morgen, so wie's der Mond bisweilen für die Sonne tut." 🤍
