Das Glück am Ende der Straße von Ulrike Herwig "Unser Leben ist nichts weiter als die Summe unserer Entscheidungen". Seite 75 So ein wundervoller Roman über die Bedeutung von Glück 🍀
Jeder will glücklich sein, am besten permanent. Aber man kann Glück nicht kaufen und für immer besitzen. Man kann Glück nicht planen oder festhalten, Glück ist auch nicht messbar. Glück ist eine Frage der Empfindsamkeit. Deshalb ist es auch so wichtig, die glücklichen Momente zu genießen. Ulrike Herwig öffnet uns mit ihren liebevoll erschaffenen Charakteren die Augen und ermahnt uns, aber ganz ohne den Zeigefinger zu erheben, Menschen nicht nach ihren äußeren Umständen zu be- und verurteilen. Hinter jeder Existenz steht eine Geschichte, die wir nicht kennen. Elli, die durch verschiedene Schicksalsschläge aus ihrem Leben geworfen wird und seither keinen festen Wohnsitz mehr hat, versucht trotz aller Widrigkeiten ihre Würde, ihren Humor und ihr großes Herz zu bewahren. Wir lernen viel über den Tagesablauf der auf der Straße lebenden Menschen und vor allem über die Ängste der obdachlosen Frauen, die auch auf der Platte gegen Frauenfeindlichkeit und Übergriffe kämpfen müssen. Als Gegenpol haben wir Lisa und ihre perfekte Familie, die sich finanziell unabhängig bewegen kann und in einer scheinbar heilen und sicheren Welt lebt. Aber ist sie glücklich? Mit einer herzerwärmenden und empathischen Geschichte bringt die Autorin die beiden Gegensätze zusammen und bringt das Glück in deren Leben. Ich habe das Buch total gerne gelesen und hätte freudig noch mehr über deren weiteren Verlauf erfahren. "Ellis Lebensziel bestand darin, täglich aufs Neue unsichtbar zu sein". Seite 102 Auf meiner To-Do Liste steht, mit offeneren Augen durchs Leben zu gehen und vielleicht einer "unsichtbaren" Frau ein klein wenig Glück zu schenken.







