
Humor, Vertrauen, Resonanz
Das Buch Resonanzpädagogik von Hartmut Rosa bietet durch seine Interviewart sehr angenehme Einblicke in das Thema. Gerade das Glossar hilft zusätzlich, wichtige Begriffe zu überblicken und einzuordnen. Insofern ich es richtig verstanden habe, bedeutet Resonanz in diesem Kontext, prozesshaft in Beziehung zu einer Sache zu treten, mit Momenten von Offenheit und Unverfügbarkeit. Pädagogische Resonanz heißt, sich die Welt so anzueignen, dass man sich selbst dabei verändert. Rosa nennt das Anverwandlung. Anders als beim bloßen Aneignen verändert man nicht nur den Stoff, sondern auch sich selbst. Resonanz ist immer eine Antwortbeziehung: Ich erlebe die Welt als mit mir sprechend, reagiere darauf und bekomme etwas zurück, das anders ist, als ich es gegeben habe. Gerade in der Schule finde ich das besonders wichtig, weil Unterricht nur dann wirklich gelingt, wenn es "im Klassenzimmer knistert" und Lernende und Lehrende in Resonanz miteinander treten. Ich arbeite selbst in der Schule und empfinde das Buch als angenehme Sensibilisierung, würde aber weitere Fachliteratur empfehlen, um wirklich in das Thema einzusteigen.
