1. Jan.
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Rating:4

Links neben dem Fernsehprogramm in der F.A.S. befand sich jahrelang die Kolumne des Autors rund um das Fernsehen. Immer ein zuverlässiger, vergnüglicher Teil der Zeitungslektüre. Viele seiner TV-Reflexionen zu Fernseherinnerungen aus vergangenen Kindheitstagen teile ich, das macht mir den fünf Jahre älteren Jochen Schmidt sympathisch. Etwa den Schmerz, wenn man die Folge der heißgeliebten Serie verpasste und am nächsten Tag nicht mitreden konnte, das Warten aufs Kinderprogramm, schwarz-weiß-Fernsehen. Das Buch versammelt seine Kolumnen in einem Band.   Mit dem Buch kann ich Kolumnenbinging machen und eine nach der anderen durchziehen. Aber es ist wie bei der Lieblingsschokolade: Isst man sie jeden Tag, verliert sie seinen Reiz. Hintereinander gelesen zappe ich mich durch eine Themenlandschaft, kurze Humorfunken lassen mich gelegentlich laut auflachen. Das Buch ist ideal als familiäre Vorleselektüre, weil die Kolumnen kurz genug für ein kleines Zwischenspiel sind, z.B. am Abendbrottisch, die niemandes Geduld zu lange strapazieren und die Themenwelt danach Gelegenheit zum gemeinsamen Austausch bietet. Für mich insgesamt 💜💜💜💜.

Zu Hause an den Bildschirmen
Zu Hause an den Bildschirmenby Jochen SchmidtC.H.Beck