
Ruhiger Thriller…
Zwischen Luxus, oberflächlichen Gesprächen und einer perfekt inszenierten Fassade sucht Amelia nach Antworten, während sie selbst immer tiefer in eine ihr fremde Welt eintaucht. Besonders gelungen ist das Setting. Dieses abgelegene Anwesen in Norwegen, die Isolation und die unterschwellige Spannung unter den Gästen erzeugen eine Atmosphäre, die sofort zieht und das Gefühl gibt, dass hier nichts so ist, wie es scheint. Die Geschichte setzt stark auf Geheimnisse und Ermittlungsstimmung, was dem Ganzen einen etwas anderen, eher ruhigen Thriller-Vibe gibt. Dadurch entsteht weniger Dauer-Alarm, dafür mehr Fokus auf das Entwirren der Hintergründe rund um das Verschwinden von Amelies Schwester. Trotzdem würde ich sagen, dass die Geschichte ein rasantes Tempo hat. Amelia trägt die Handlung dabei gut, auch wenn sie sehr zielgerichtet unterwegs ist. Ihr Antrieb ist klar, nachvollziehbar und hält die Geschichte konstant in Bewegung. Insgesamt ist Der Fjord ein atmosphärischer, gut lesbarer Thriller mit starkem Setting und einer spannenden Grundidee, der vor allem durch seine düstere, isolierte Stimmung überzeugt. Auch wenn er stilistisch etwas anders erzählt ist als frühere Bücher von Sarah Goodwin. Ein guter Thriller für heiße Sommertage!








































