Eine schöne Erinnerung
Anhand einiger großer Ereignisse seiner Lebenszeit erzählt Franziskus sein Leben - beginnend mit dem 2. Weltkrieg, es kommt die Mondlandung ebenso wie das denkwürdige Fußballmatch mit der "Hand Gottes" Maradonas vor, es gibt viele Gedanken zur Pandemie und zu ihren Folgen. Gekennzeichnet durch unterschiedliche Schriftarten wechseln die Erzählungen zwischen vom Papst selbst verfassten Teilen und vom Autor Ragona aus der Außensicht wiedergegebenen Abschnitten. Auch sprachlich unterschieden sich diese stark, aber das tut dem Leseverständnis und auch dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Es gibt Themen, bei denen ich mit Papst Franziskus nicht einer Meinung bin, bei denen ich auch die sehr starre, teils harte (aber eigentlich nie hartherzige) Formulierung nicht ansatzweise unterschreiben würde. Trotzdem bleibt zuletzt für mich ein Bild von einem Menschen, der es mit allen Geschöpfen gut gemeint hat und den die Liebe nie rasten, sondern stets kämpfen ließ. Seine erste Reise als Papst ging nach Lampedusa, er wollte bei den Ärmsten sein und ihnen zur Seite stehen. Ein Buch, das ich nicht ausnahmslos jedem Menschen empfehlen würde, weil man vermutlich zumindest ein wenig etwas mit Glaube und Gebet anfangen können sollte, um die Ausführungen auch genießen zu können. Mir hat es sehr gut gefallen!

