Schöne realistische Darstellung von Nicht-binären Identitäten
Dahlia ist vielleicht nicht die perfekte Ehefrauen, aber Zwiebeln würfeln kann sie. Nach der Scheidung von ihrer Jugendliebe, kündigt die tollpatschige Dahlia ihren Job in einer Redaktion und nimmt an der Kochshow "Chef's Special" teil. Pleite und ohne Perspektive kämpft sie um den Sieg um wenigstens ihren Studienkredit abbezahlen zu können. Am Set trifft sie auf London, dey kommt aus Nashville und möchte mit dem Preisgeld einen gemeinnützigen Verein gründen, um queeren Jugendlichen zu helfen. Doch was passiert wenn sich die beiden Konkurrent*innen in einander verlieben? Dahlia und London waren zwei sehr sympathische Protagonist*innen und sowohl Dahlia als auch London habe ich innerhalb weniger Seiten in mein Herz geschlossen. Ich konnte Dahlias Struggle gut nachvollziehen, so pleite und ohne Perspektive und Kochen als Rettung gegen den Kummer nicht genug zu sein. Aber auch London war ein vollständiger Charakter mit Ecken und Kanten, was London für mich direkt sehr sympathisch gemacht hat. Besonders gut hat mir gefallen, wie in der Geschichte mit Londons Genderidentität umgegangen wurde, denn London selbst hat deren Nicht-Binär sein nie in Frage gestellt. Und auch als Lizzy sich demm widersetzt und beschließt nicht die richtigen Pronomen zu verwenden fand ich es sehr schön, dass auch in der wörtlichen Rede von Lizzy trotzdem die richtigen Pronomen verwendet wurden und die Autorin ihre eigenen Charaktere trotzdem nicht missgendert hat. Das hat mich glücklich gemacht, denn ich konnte mir denken, wie Lizzy London genannt hat, das musste ich nicht lesen. Auch, wie die Kochshow aufgebaut war hat dem ganzen einen netten Twist gegeben, gerade wenn Dahlia und London eigentlich gegeneinander antreten sollen und wie die beiden immer für einander gehofft haben, dass beide eine Runde weiter kommen. Das hat das ganze sehr sympathisch gemacht. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen, auch wenn man sich bisher nicht viel mit den Themen Neopronomen und Nicht-Binärität auseinander gesetzt hat, bietet das Buch einen schönen, einfachen Einstieg, in dem London einfach als Mensch mit Sorgen, Nöten und Gefühlen dargestellt wird und nicht "der bunte Paradiesvogel" ist. Die Liebesgeschichte zwischen London und Dahlia wiederum ist dann natürlich etwas voraussehbar, wie bei vielen Liebesgeschichten, tut dem ganzen aber keinen Abbruch.




































