
interessanter Schreibstil
“Ach, Pfähler! Herrscher! Kämst du doch, Mit harter Hand zu richten” - Mihai Eminesco - Eine junge Frau, dessen Namen man nicht erfährt, fährt für den Sommer in ihr rumänisches Heimatdorf zurück. Schon als Kind kannte sie die Menschen des Dorfes, das im Buch nur B. genannt wird gut. Ihre Großtante liebt es nämlich, immer Gäste in ihrer Villa zu beherbergen. Als sie zurückkehrt ist aber von Ruhe und Nostalgie keine Spur…Als eine Leiche im Familiengrab auftaucht entfacht der alte Dracula Mythos wieder. Wie es halt meistens ist wittern die Politiker viel Geld durch Touristen und es soll ein Dracula Park eröffnet werden. Das Ganze ist gleichzeitig schräg und an vielen Stellen auch ziemlich gruselig. Besonders spannend fand ich die Einblicke in den Mythos von Dracula und de historische Komponente in der Erzählung. Interessant an dem Buch ist für mich, dass ich dem Ganzen kein Genre zuordnen kann… eine wilde Mischung aus seltsamer Familiengeschichte, Satire und einer Vampirgeschichte. Grigorcea zeigt, wie eng Politik, Macht und alte Legenden manchmal beieinanderliegen .Das Ganze mit einem einzigartigen Stil und vielen Dialogen, denen ich trotz großen Latinum nicht folgen konnte… Das war auch tatächlich einer meiner Minuspunkte für dieses Buch…Ich hatte das Gefühl, dass das Buch unbedingt intellektuell klingen wollte… Schwierig zu erklären, aber es gab z.B. lange Passagen, in denen die Dialoge auf Latein oder Französisch geschrieben sind und ohne weitere Erklärung oder Übersetzung nicht wirklich interessant waren. Ich hab euch mal eine Seite auf die nächste Seite gepackt… Generell ein oft sehr “Fetztenhaftes” Erzählen, was aber auch diesen besonderen Stil ausmacht. Insgesamt aber gut und schnell zu lesen und definitiv für jeden etwas, der mal etwas ganz anderes aber mit Tiefgang und Gegenwartsbedeutung lesen möchte.
















