Schön erzählt, aber ohne Echo
Dieses Buch plätschert leise vor sich hin. Es erzählt die Geschichte der Freundschaft zwischen Cassi und Juju, zwei Mädchen, die als Kinder unzertrennlich sind und sich in der Pubertät langsam in unterschiedliche Richtungen bewegen. Am Ende kennen sie sich in- und auswendig und wissen doch nichts mehr voneinander. Die Sprache ist ohne Zweifel schön. Sie ist leicht, von einer sanften Melancholie durchzogen. Es liest sich angenehm. Aber genau darin liegt auch das Problem: Die Geschichte berührt, aber sie geht nicht tief genug, um wirklich nachzuhallen. Man liest das Buch gern, doch es bleibt wenig zurück. Kein Gedanke, der einen später noch einholt. Es ist eine Freundschaftsgeschichte, stimmungsvoll und gefühlvoll, aber letztlich zu zurückhaltend, um lange im Gedächtnis zu bleiben.







