Ein Meisterwerk.
Auf den letzten 30 Seiten habe ich dann wirklich gecheckt, welches Buch ich gelesen habe. Ich muss es einfach zugeben: Es war das erste Mal, dass ich den Ausbruch von Aids und die Situation der 80er Jahren nicht aus einer Sicht westlicher Metropolen begegnet bin (POSE, It’s a sin, Philadelphia, die Werke Rosa vol Braunheims usw). Und dafür bin ich sehr dankbar. Dass die Homosexualität ihres Bruders quasi nur erwähnt wird, weil sie nichts darüber wusste lässt mich auch traurig zurück. Auch, dass es ja alles noch gar nicht lange her ist. Auch, dass wir an vielen Orten der Welt hier nicht viel weiter sind. Die Beschreibung des körperlichen Zustandes ihres Bruders und das Wesen dieser Erkrankung wird gnadenlos ehrlich beschrieben. Das fand ich ehrlich und gut. Das Verhältnis zu ihrer Mutter, zu Familie, was Liebe bedeutet - alles super krass. Unbedingt lesen 🫰
