Mein Bruder
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Book Information
Author Description
JAMAICA KINCAIDs ambivalente Beziehung zu ihrer Heimat, der karibischen Insel Antigua, wo sie 1949 als Elaine Potter Richardson geboren wurde, spricht aus all ihren Texten. Mit 17 ging sie, da ihre Mutter zum zweiten Mal geheiratet hatte und drei Halbbrüder zu ernähren waren, als Au-pair nach New York, wo sie bald zur Schriftstellerin wurde, zu Jamaica Kincaid. Im New Yorker erschien 1978 ihre erste Erzählung Girl, die aus nur einem einzigen Satz besteht und Kincaid schlagartig berühmt machte. Viele ihrer preisgekrönten Erzählungen und Romane handeln von Kincaids besonderer Rolle als Tochter, als Frau, als Schwarze, als Angehörige einer ehemaligen Kolonie am Rande der Welt. Neben den gewichtigen Themen haben Kincaid ihre eigenwillige Sprache und ihr stark autobiographischer Ansatz berühmt gemacht, den sie entwickelte, lange bevor Memoirs in Mode kamen. Jamaica Kincaid hat zwei Kinder und eine Enkeltochter und ist 1993 zum Judentum konvertiert. Sie lehrt African and African American Studies in Harvard und lebt in Vermont, wo sie, wenn sie gerade nicht schreibt, ihrer zweiten Leidenschaft nachgeht: der Gartenarbeit.
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Ein Meisterwerk.
Auf den letzten 30 Seiten habe ich dann wirklich gecheckt, welches Buch ich gelesen habe. Ich muss es einfach zugeben: Es war das erste Mal, dass ich den Ausbruch von Aids und die Situation der 80er Jahren nicht aus einer Sicht westlicher Metropolen begegnet bin (POSE, It’s a sin, Philadelphia, die Werke Rosa vol Braunheims usw). Und dafür bin ich sehr dankbar. Dass die Homosexualität ihres Bruders quasi nur erwähnt wird, weil sie nichts darüber wusste lässt mich auch traurig zurück. Auch, dass es ja alles noch gar nicht lange her ist. Auch, dass wir an vielen Orten der Welt hier nicht viel weiter sind. Die Beschreibung des körperlichen Zustandes ihres Bruders und das Wesen dieser Erkrankung wird gnadenlos ehrlich beschrieben. Das fand ich ehrlich und gut. Das Verhältnis zu ihrer Mutter, zu Familie, was Liebe bedeutet - alles super krass. Unbedingt lesen 🫰
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JAMAICA KINCAIDs ambivalente Beziehung zu ihrer Heimat, der karibischen Insel Antigua, wo sie 1949 als Elaine Potter Richardson geboren wurde, spricht aus all ihren Texten. Mit 17 ging sie, da ihre Mutter zum zweiten Mal geheiratet hatte und drei Halbbrüder zu ernähren waren, als Au-pair nach New York, wo sie bald zur Schriftstellerin wurde, zu Jamaica Kincaid. Im New Yorker erschien 1978 ihre erste Erzählung Girl, die aus nur einem einzigen Satz besteht und Kincaid schlagartig berühmt machte. Viele ihrer preisgekrönten Erzählungen und Romane handeln von Kincaids besonderer Rolle als Tochter, als Frau, als Schwarze, als Angehörige einer ehemaligen Kolonie am Rande der Welt. Neben den gewichtigen Themen haben Kincaid ihre eigenwillige Sprache und ihr stark autobiographischer Ansatz berühmt gemacht, den sie entwickelte, lange bevor Memoirs in Mode kamen. Jamaica Kincaid hat zwei Kinder und eine Enkeltochter und ist 1993 zum Judentum konvertiert. Sie lehrt African and African American Studies in Harvard und lebt in Vermont, wo sie, wenn sie gerade nicht schreibt, ihrer zweiten Leidenschaft nachgeht: der Gartenarbeit.
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Ein Meisterwerk.
Auf den letzten 30 Seiten habe ich dann wirklich gecheckt, welches Buch ich gelesen habe. Ich muss es einfach zugeben: Es war das erste Mal, dass ich den Ausbruch von Aids und die Situation der 80er Jahren nicht aus einer Sicht westlicher Metropolen begegnet bin (POSE, It’s a sin, Philadelphia, die Werke Rosa vol Braunheims usw). Und dafür bin ich sehr dankbar. Dass die Homosexualität ihres Bruders quasi nur erwähnt wird, weil sie nichts darüber wusste lässt mich auch traurig zurück. Auch, dass es ja alles noch gar nicht lange her ist. Auch, dass wir an vielen Orten der Welt hier nicht viel weiter sind. Die Beschreibung des körperlichen Zustandes ihres Bruders und das Wesen dieser Erkrankung wird gnadenlos ehrlich beschrieben. Das fand ich ehrlich und gut. Das Verhältnis zu ihrer Mutter, zu Familie, was Liebe bedeutet - alles super krass. Unbedingt lesen 🫰




