
Auf Gleis 15 fährt ein: Tokio Express nach Hakata - heute für sie ohne Verspätung
Im Krimi „Tokio Express“ von Seichō Matsumoto aus dem Jahr 1958 begleiten wir die zwei Polizeibeamten Jūtarō Torogai aus Fukuoka und Kiichi Mihara aus Tokio, die den Tathergang zum Doppelselbstmord von Sayama, einem Referenten im Ministerium X und Toki, einer Serviererin, minutiös ermittelt und dabei auf Ungereimtheiten stoßen. Bei den Ermittlungen spielen die Fahrpläne der japanischen Bahn eine erhebliche Rolle. War alles anders anders als man denkt? Der Krimi zeigt uns, dass Lebenserfahrungen und Voreingenommenheiten unsere Wahrnehmungen und Urteile beeinflussen. Erst durch andere Denkanstöße gelingt es diese Wahrnehmungen zu ändern und neu zu bewerten. Der Krimi zeigt, wie schon oft, das Wertesystem der japanischen Behörden und Firmen. Wie wirken sich Hierarchien aus, was ist man bereit zu tun, wie nimmt die Wirtschaft Einfluss auf die Behörden? Mir hat der Krimi sehr gut gefallen. Ich bin innerhalb von zwei Tagen durch die 208 Seiten geflogen. Die sehr kurzen Kapitel haben es mit dabei sehr leicht gemacht. Ich wollte immer noch ein weiteres lesen. Der Krimi ist gut konstruiert und ist kein klassischer Whodunit, sondern eher ein Howdunit. Die verschiedenen Zuglinien mit minutiösen An- und Abfahrtszeiten in verschiedenen japanischen Städten im Norden und Süden Japans waren für mich teilweise schwer zu durchblicken, aber insgesamt hat mir das Lesen des kurzen Krimis Spaß bereitet. ⭐️⭐️⭐️⭐️ Schöner, unterhaltsamer und durchaus interessanter Krimi, kein weltbewegendes Meisterwerk, aber durchaus eine Empfehlung. #TokioExpress #SeichoMatsumoto #Japan #Krimi #Kursbuch




























