3. Jan.
Rating:2

Voll blöd das Jahr mit einem schlechten Buch zu beginnen

Mr. Gwyn von Baricco mochte ich wirklich gerne, dementsprechend waren meine Erwartungen hoch. Doch dann kam dieser Text. Abwechselnd gut, widerlich, philosophisch, misogyn, verwirrend, abgedreht, ekelhaft mit einem Frauenbild, das nicht dem Zeitalter des Wilden Westens geschuldet ist, sondern vom Autor zu stammen scheint. Ich hoffe aber nicht. "Dann drehen die Frauen sich in der Nacht zur anderen Seite um und weinen still in meinem Bett, denn sie spüren meinen Schmerz und wissen, sie werden mich niemals glücklich machen können. Das ist der leidvollste Moment, den ich kenne." Tja, was soll man dazu noch sagen. Im Vorwort schreibt Baricco: Sollte ich (...) das Feingefühl einzelner Leser oder Gemeinschaften verletzt haben, tut es mir leid. Aber nicht zu sehr (...) denn die absolut uneingeschränkte Freiheit ist das Privileg (...) allen literarischen Schreibens. Dem stimme ich absolut zu. Es ist aber auch mein Privileg als Leserin das Werk zu kritisieren und meine Meinung kund zu tun: Tut euch das Buch nicht an.

Abel
Abelby Alessandro BariccoKampa Verlag