18. Mai
Rating:3

Ein Roman über einen Mann, der von seinem Leben erzählt, seiner Migration als Kind und sein schwieriges Leben, das ihn auch ins Gefängnis bringt. Marco Balzano schreibt wie immer gut. Die Ich-Perspektive führt dazu, dass man dem Protagonisten sehr nah ist. Trotzdem konnte das Buch mich nicht fesseln. Schade aber trotzdem eine Leseempfehlung.

Das Leben wartet nicht
Das Leben wartet nichtby Marco BalzanoDiogenes
12. Sept.
Rating:4

Gedanken und Wünsche eines alten Mannes

Seine Erinnerungen kommen aus seiner Kindheit und Jugend. Was nachher kam, hat ihn abgestumpft. So abgestumpft, dass er im Gefängnis landet und seine Enkelin nicht kennt. Seine Erinnerungen gräbt er hervor, weil er eines Tages seiner Enkelin von sich erzählen will. So taucht man in die Welt eines Mannes so wie er sie sieht. Wie er auf andere wirkt, erkennt man ansatzweise. Wie die Welt für andere aussah, erfährt man kaum. Gefangen in seiner Geschichte wie er selbst gefangen ist. Diese Geschichte könnte wahr sein. Sie ist das Resultat von rund fünfzehn Gesprächen des Autors mit Männern, die als Jugendliche ohne ihre Eltern von Süditalien nach Norditalien auswanderten, weil sie in ihrer Heimat keine Zukunft hatten, wie der Autor am Schluss des Buches erklärt. Ein bedrückendes Buch, hart und manchmal auch entmutigend. Weniger feinfühlig als andere Bücher des Autors. Was von ihm wohl so gewollt ist. Denn so ist man gezwungen in die Haut des Erzählers zu schlüpfen. Nicht immer ein angenehmes Gefühl.

Das Leben wartet nicht
Das Leben wartet nichtby Marco BalzanoDiogenes
16. Juli
Rating:3.5

Hat mich stellenweise abgeholt

Der Roman über das Leben Ninettos, geschrieben in der Ich-Perspektive, ist leicht zu lesen und stellenweise fesselnd. Ich bin aber auch immer mal wieder abgedriftet und musste den Faden wieder finden. Als Lektüre für zwischendurch in Ordnung.

Das Leben wartet nicht
Das Leben wartet nichtby Marco BalzanoDiogenes
28. Aug.
Rating:3

Wieder ein Versuch mit einem Buch aus Italien. Es gefiel mir weitaus besser, als Ferrante und Melandri, ob es lange in meinem Kopf bleibt, ist noch fraglich. Ich mochte die Erzählweise und die Rückblicke und konnte immer gut in den jungen und den alten Ninetto hineinversetzen. Ein richtiger Funke ist allerdings nicht übergesprungen.

Das Leben wartet nicht
Das Leben wartet nichtby Marco BalzanoDiogenes