Das Leben wartet nicht
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Description
Book Information
Author Description
Marco Balzano, geboren 1978 in Mailand, ist zurzeit einer der erfolgreichsten italienischen Autoren. Er schreibt, seit er denken kann: Gedichte und Essays, Erzählungen und Romane. Mit seinem Roman ›Das Leben wartet nicht‹ gewann er den Premio Campiello. Mit ›Ich bleibe hier‹ war er nominiert für den Premio Strega, in Italien und im deutschsprachigen Raum war das Buch ein großer Bestseller. Er lebt mit seiner Familie in Mailand.
Posts
Wieder ein Versuch mit einem Buch aus Italien. Es gefiel mir weitaus besser, als Ferrante und Melandri, ob es lange in meinem Kopf bleibt, ist noch fraglich. Ich mochte die Erzählweise und die Rückblicke und konnte immer gut in den jungen und den alten Ninetto hineinversetzen. Ein richtiger Funke ist allerdings nicht übergesprungen.
Gedanken und Wünsche eines alten Mannes
Seine Erinnerungen kommen aus seiner Kindheit und Jugend. Was nachher kam, hat ihn abgestumpft. So abgestumpft, dass er im Gefängnis landet und seine Enkelin nicht kennt. Seine Erinnerungen gräbt er hervor, weil er eines Tages seiner Enkelin von sich erzählen will. So taucht man in die Welt eines Mannes so wie er sie sieht. Wie er auf andere wirkt, erkennt man ansatzweise. Wie die Welt für andere aussah, erfährt man kaum. Gefangen in seiner Geschichte wie er selbst gefangen ist. Diese Geschichte könnte wahr sein. Sie ist das Resultat von rund fünfzehn Gesprächen des Autors mit Männern, die als Jugendliche ohne ihre Eltern von Süditalien nach Norditalien auswanderten, weil sie in ihrer Heimat keine Zukunft hatten, wie der Autor am Schluss des Buches erklärt. Ein bedrückendes Buch, hart und manchmal auch entmutigend. Weniger feinfühlig als andere Bücher des Autors. Was von ihm wohl so gewollt ist. Denn so ist man gezwungen in die Haut des Erzählers zu schlüpfen. Nicht immer ein angenehmes Gefühl.
Ein Roman über einen Mann, der von seinem Leben erzählt, seiner Migration als Kind und sein schwieriges Leben, das ihn auch ins Gefängnis bringt. Marco Balzano schreibt wie immer gut. Die Ich-Perspektive führt dazu, dass man dem Protagonisten sehr nah ist. Trotzdem konnte das Buch mich nicht fesseln. Schade aber trotzdem eine Leseempfehlung.
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Marco Balzano, geboren 1978 in Mailand, ist zurzeit einer der erfolgreichsten italienischen Autoren. Er schreibt, seit er denken kann: Gedichte und Essays, Erzählungen und Romane. Mit seinem Roman ›Das Leben wartet nicht‹ gewann er den Premio Campiello. Mit ›Ich bleibe hier‹ war er nominiert für den Premio Strega, in Italien und im deutschsprachigen Raum war das Buch ein großer Bestseller. Er lebt mit seiner Familie in Mailand.
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Wieder ein Versuch mit einem Buch aus Italien. Es gefiel mir weitaus besser, als Ferrante und Melandri, ob es lange in meinem Kopf bleibt, ist noch fraglich. Ich mochte die Erzählweise und die Rückblicke und konnte immer gut in den jungen und den alten Ninetto hineinversetzen. Ein richtiger Funke ist allerdings nicht übergesprungen.
Gedanken und Wünsche eines alten Mannes
Seine Erinnerungen kommen aus seiner Kindheit und Jugend. Was nachher kam, hat ihn abgestumpft. So abgestumpft, dass er im Gefängnis landet und seine Enkelin nicht kennt. Seine Erinnerungen gräbt er hervor, weil er eines Tages seiner Enkelin von sich erzählen will. So taucht man in die Welt eines Mannes so wie er sie sieht. Wie er auf andere wirkt, erkennt man ansatzweise. Wie die Welt für andere aussah, erfährt man kaum. Gefangen in seiner Geschichte wie er selbst gefangen ist. Diese Geschichte könnte wahr sein. Sie ist das Resultat von rund fünfzehn Gesprächen des Autors mit Männern, die als Jugendliche ohne ihre Eltern von Süditalien nach Norditalien auswanderten, weil sie in ihrer Heimat keine Zukunft hatten, wie der Autor am Schluss des Buches erklärt. Ein bedrückendes Buch, hart und manchmal auch entmutigend. Weniger feinfühlig als andere Bücher des Autors. Was von ihm wohl so gewollt ist. Denn so ist man gezwungen in die Haut des Erzählers zu schlüpfen. Nicht immer ein angenehmes Gefühl.
Ein Roman über einen Mann, der von seinem Leben erzählt, seiner Migration als Kind und sein schwieriges Leben, das ihn auch ins Gefängnis bringt. Marco Balzano schreibt wie immer gut. Die Ich-Perspektive führt dazu, dass man dem Protagonisten sehr nah ist. Trotzdem konnte das Buch mich nicht fesseln. Schade aber trotzdem eine Leseempfehlung.











