Stark angefangen, Stark nachgelassen
Tsugumi hat mich schon ab der ersten Seite gecatcht. Die Einführung in die Geschichte der Protagonistin Maria am Anfang des Buches fand ich richtig toll und dadurch wurde sie mir sofort sympathisch. Auch das Setting in einem kleinen Dorf an der Küste mit den vielen Gasthäuser hat mir gut gefallen und die gesamte Atmosphäre des Buches konnte man sich gut vorstellen. Tsugumi, die dem Buch seinen Namen verleiht, ist wirklich sehr gut geschrieben! Während alle anderen Charaktere ziemlich fad und langweilig sind, ist Tsugumi echt eine Abwechslung und bei manchen ihrer Kommentare musste ich echt schmunzeln. Allerdings hat mich das Buch nur die ersten 100 Seiten überzeugt. Ab der Hälfte wurde es für mich einfach nicht mehr interessant genug um Freude daran zu haben. Mit dem Auftreten von Kyoichi und der sich daraus entwickelnden Geschichte konnte ich nicht mehr so viel anfangen. Obwohl das Ende doch ganz schön war! Ich bin mir sicher, dass man mit diesem Buch eine schöne Zeit haben kann. Ich glaube, für den Sommer eignet es sich sehr gut. Trotzdem fand ich das Abflauen der Handlung ziemlich schade, muss aber diesen Teil vielleicht nochmal lesen. Wer sich für die Bücher der Autorin interessiert, macht hier nichts falsch. „…und da wusste ich plötzlich: Tsugumi! Das ist alles ihre Schuld, nein, ihr Verdienst! Jetzt fiel mir auf, dass eine innere Stimme mir in solchen Situationen immer ganz mechanisch den entsprechenden Wert auf der nach oben offenen Tsugumi-Skala zuflüstert. Ich starrte noch immer in den Abendhimmel, dessen leuchtendes Orange langsam schwächer wurde, und hätte am liebsten ein bisschen geweint.“






