
Meine Erfahrung mit "Die innere Burg" - beiseite gelegt -
➖️ Die Grundidee des Buches: die Reise durch die sieben Wohnungen der Seele, die ich als sieben Stufen der inneren Transformation bezeichne, finde ich schon sehr interessant und tiefgründig. Das Konzept, dass Gott im Innersten der Seele wohnt und man sich ihm durch verschiedene Phasen der Läuterung und des Gebets nähert, ist sehr ansprechend. Ich bin durchaus an ältere Schreibstile gewöhnt (vor allem im spirituellen Bereich) und weiß, dass diese, besonders wenn sie metaphysisch oder religiös sind, manchmal eine Herausforderung darstellen können. Was mich bei "Die innere Burg" jedoch aus dem Konzept brachte, war weniger die grundsätzliche Verständlichkeit, sondern der sehr ausschweifende Stil. Oft hatte ich das Gefühl, dass es sehr lange dauerte, bis Teresa zum eigentlichen Punkt eines Kapitels kam. Es wurden immer wieder Themen wiederholt oder neu aufgerollt, vielleicht um den Leser vorzubereiten. Für mich war das aber manchmal nicht gut und hat den Lesefluss eher gestört, als dass es geholfen hätte. Ich fühlte mich immer wieder aus dem eigentlichen Thema gerissen, bevor es überhaupt richtig losging. Ich habe das Buch ehrlich gesagt nach der Vierten Wohnung beiseitegelegt. Ich kann nicht genau sagen, ob es am Schreibstil selbst liegt oder ob ich einfach noch nicht bereit für diese spezielle Art der Lektüre bin. Das Buch ist nicht im Sinne von "schwer zu verstehen" geschrieben, aber die Art und Weise, wie die Inhalte präsentiert werden, war für mich persönlich ermüdend. Fazit: Für mich war es, zumindest im Moment, noch nicht die richtige Lektüre. Vielleicht braucht es einfach den passenden Zeitpunkt im Leben, um wirklich davon profitieren zu können, ich werde es aber noch mal versuchen 😌.

