2. Juni
Rating:1

Abgebrochen

Ich fand den Klappentext recht interessant. Nur leider hab ich das geschriebene und den Schreibstil überhaupt nicht gut gefunden. Musste leider bei Seite 201 abbrechen. Es war ein Kampf, es zu lesen und hat einfach keinen Spaß gemacht.

Joy
Joyby Jonathan LeeDiogenes
18. Juli
Rating:3

Gute Idee, sprachlich grandios umgesetzt und doch zu gewollt!

**** Worum geht es? **** Joys Leben scheint mit Mitte dreißig gänzlich erfüllt, doch diese möchte auf dem Pfad nicht weiter wandeln. Anstatt die Partnerschaft anzunehmen, bereitet sie ihren Abgang vor. Aber doch nicht im freien Fall aus dem 10. Stock des Kanzleigebäudes oder? **** Mein Eindruck **** Eine Erzählung die sich zynisch, gewitzt, offen, ehrlich und schlagfertig entfaltet und dabei immer wieder mit ihren Thesen und der Direktheit überrascht. Wie immer wieder einer drauf gesetzt wird, von dem eigentlichen Thema aufgrund der eigenen Belange abgelenkt und damit insgesamt ein neues Thema definiert wird, dass im Ringschluss zum ursprünglichen Plot zurückführt, fand ich literarisch bewundernswert, aber manchmal auch zu sehr gewollt. Ein geistreiches Spiel mit der Leserschaft, dass ich teils sehr genießen konnte. Ein Zwiegespräch, in dem der Leser immer nur die eine Rolle liest oder zynisch formuliert, die andere Rolle einnimmt ohne sich dafür bewusst entschieden zu haben. Dennoch war es nicht einfach mit den vielen Wechseln mitzukommen, sich auf die unterschiedlichen Gesprächspartner einzulassen und gänzlich aufmerksam zu bleiben. Grade die Erzählung rund um Joys Tagesablauf bekam für mich immer wieder gewisse Längen, die mich das Buch beiseite legen ließen. Die anfängliche pure Begeisterung konnte nicht aufrechterhalten bleiben und das Buch wurde eher ernüchtert geschlossen. **** Empfehlung? **** Ein anspruchsvolles Buch, dass man nicht mal eben von der Hand lesen kann. Zunächst überzeugend und dann doch zu gewollt. Vielleicht siehst du das anders, ein Versuch ist es alle mal Wert, da das Buch literarisch viel bereithält.

Joy
Joyby Jonathan LeeDiogenes