20. Mai
Rating:4.5

Ein Buch, das bleibt und einem echt zum Nachdenken anregt. Absolute leseempfehlung

Klappentext: Ein 78-jähriger Mann, körperlich gesund, geistig klar und dennoch lebensmüde, möchte sterben. Er fordert Zugang zu einem tödlichen Medikament, um sein Leben selbstbestimmt beenden zu können. Vor einem Ethikrat treffen unterschiedliche Stimmen aufeinander: ein Bischof, ein Arzt, eine Juristin und weitere Beteiligte, die alle dieselbe Frage umkreisen – darf ein Mensch über seinen eigenen Tod entscheiden? Und wenn ja, wer muss ihm dabei helfen? Ferdinand von Schirach hat mit Gott ein Buch geschrieben, das mich nicht einfach nur beschäftigt hat, sondern regelrecht erschüttert zurückließ. 📖 Es war mein zweites Buch aus dem Schirach-Universum und ich merke immer mehr, warum seine Geschichten Menschen so tief treffen, denn er schreibt nicht laut, nicht dramatisch überzogen und nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern still, präzise und erschreckend menschlich. Wir begleiten hier einen 78-jährigen Mann, der die Lust am Leben verloren hat und sterben möchte, und allein dieser Gedanke hat mich schon unglaublich mitgenommen, weil Schirach es schafft, diesen Wunsch weder sensationsgierig noch kalt wirken zu lassen. Stattdessen sitzt man beim Lesen da und merkt, wie sich plötzlich Fragen im eigenen Kopf breitmachen, denen man vielleicht sonst ausweicht. Fragen über Würde. Über Freiheit. Über Verantwortung. Und darüber, ob Liebe manchmal vielleicht auch bedeutet, jemanden gehen zu lassen. Die Diskussionen innerhalb dieses Buches haben mich emotional wirklich an meine Grenzen gebracht, weil jede einzelne Figur nachvollziehbar wirkt und jeder Gedanke irgendwie verständlich erscheint. Der Bischof mit seiner moralischen Haltung. Der Arzt mit seiner Verantwortung. Die Frage, wie man weiterlebt, wenn man am Ende tatsächlich dieses Rezept unterschreibt. Und genau das hat mich so fertiggemacht, weil es hier eben kein klares Schwarz oder Weiß gibt. Schirach erschafft Figuren, die einem nicht wie Romanfiguren vorkommen, sondern wie Menschen, denen man tatsächlich auf der Straße begegnen könnte. Menschen mit Zweifeln. Mit Angst. Mit Überzeugungen. Und während man liest, merkt man plötzlich, dass viele dieser Gedanken eigentlich die eigenen sind. Genau darin liegt für mich die unglaubliche Stärke dieses Buches. 🕯️ Ich selbst bin am Ende zu keiner klaren Antwort gekommen und vielleicht ist genau das die eigentliche Aussage dieses Werkes. Dass manche Fragen keine endgültige Lösung besitzen und dass Moral, Ethik und Menschlichkeit oft viel komplizierter sind, als wir es gerne hätten. Dieses Buch hat mich emotional unglaublich viel Kraft gekostet, aber auf eine Weise, die ich bei Literatur liebe, denn manche Geschichten unterhalten nicht einfach nur, sondern bleiben im Kopf, sitzen im Herzen fest und verfolgen einen noch lange nach der letzten Seite. Für mich ist Gott deshalb nicht einfach nur ein Theaterstück oder ein Roman, sondern ein Gedankenraum, in dem man sich selbst begegnet. Und genau deshalb gibt es hier eine absolute Leseempfehlung. 📚 Ich werde mich definitiv weiter durch das Schirach-Universum bewegen, weil seine Bücher etwas schaffen, das nur wenige Autoren schaffen: Sie hören nicht auf, sobald man das Buch zuklappt.

Gott. Ein Theaterstück
Gott. Ein Theaterstückby Ferdinand von SchirachReclam, Philipp
4. Mai
Rating:5

Darf man selbstbestimmt sterben?

Hierbei handelt es sich um ein Theaterstück, in welchem das Thema der Sterbehilfe behandelt wird. Konkret geht es hierbei um das Anliegen des 78 Jährigen Herrn Gärtner, der einfach nicht mehr leben möchte. Er empfindet keine Lebensfreude mehr, seit dem Ableben seiner Ehefrau. Er meint, dass er sein Leben gelebt hat und nun es an der Zeit wäre für ihn ebenfalls von der Welt zu gehen. Dabei hat er Hilfe dafür angefragt. Er möchte ein Medikament verschrieben bekommen, welches dafür sorgen würde, dass er stirbt. Doch das Rezept wird ihm verwehrt. Und dafür gibt es wohl viele Gründe. Diese werden in einer Ethikimmission behandelt. Dafür wird die rechtliche, die gesundheitliche und die religiöse Seite beleuchtet. Und die große Frage ist: Hat Herr Gärtner überhaupt das Recht zu sterben und inwieweit darf ihm geholfen werden? Ich muss sagen, dass ich mich schon länger mit dieser Thematik befasse. Ich habe mir oft Gedanke darüber gemacht, was ich machen wollen würde, wenn es soweit ist. Inwieweit ich die Durchführung lebenserhaltende Maßnahmen möchte etc. Aufgrund dessen bin ich froh dieses Buch gelesen zu haben. Ich finde, dass es nochmal zum Denken anregt. Nicht nur darüber, was man sich selbst in seinem Leben diesbezüglich wünscht. Aber auch, was es grundsätzlich bedeuten mag. Ich halte viel von Selbstbestimmung. Ich fand es höchst interessant, inwiefern dieser Punkt in diesem Buch thematisiert wird. Letztendlich hat mich dieses Buch in vielen Aspekten nochmal in meiner Meinung gefestigt. Es gab auch Aussagen, die mir schon ziemlich unter die Haut gegangen sind. Ich möchte mich künftig mehr auf dem Laufenden halten, was dieses Thema angeht. Der Schreibstil ist wie immer einfach hervorragend. Ich finde es, wie immer, echt gut wie präzise und nüchtern von Schirach diese Geschichte übergibt. Ich bin mal wieder einfach so über die Seiten geglitten. Es lässt sich wirklich wunderbar lesen. Auch trotz der doch nicht wirklich leichten Thematik. Ich kann dieses wirklich empfehlen. Ich glaube, dass es so ziemlich bis jetzt mein liebstes Buch von ihm ist.

Gott. Ein Theaterstück
Gott. Ein Theaterstückby Ferdinand von SchirachReclam, Philipp
3. Mai
Unangenehm allerdings wichtig sich auch mit der Thematik zu beschäftigen.
Rating:3

Unangenehm allerdings wichtig sich auch mit der Thematik zu beschäftigen.

In diesem Buch wird das Thema aktive Sterbehilfe diskutiert, in Form eines Theaterstück. Was spricht dafür und was dagegen, wer hat das Recht darüber zu entscheiden und wem gehört unser Leben. Ich habe es sehr gerne gelesen auch wenn mir schon das meiste bekannt war. Ich finde der Autor schafft es hier verschiedene Meinungen und Ansichten zu beleuchtet ohne dem Leser etwas aufzuzwingen, man kommt ins Denken und hinterfragen und bildet sich schließlich selbst eine Meinung. Das hat mir hier besonders gut gefallen. Den Anhang habe ich eher überflogen, fand ich zu trocken, könnte mir aber vorstellen ihn noch mal zu lesen, wenn die richtige Zeit dafür kommt. Alles in allem ein gutes Buch.

Gott. Ein Theaterstück
Gott. Ein Theaterstückby Ferdinand von SchirachReclam, Philipp
11. Apr.
Rating:3

Ferdinand von Schirachs „Gott“ ist grundsätzlich ein gelungenes Werk, das sich einem wichtigen und sehr aktuellen Thema widmet: der Frage nach der Selbstbestimmung am Lebensende und den ethischen Grenzen medizinischen Handelns. Besonders überzeugend ist dabei die Form des Stücks, das ursprünglich als Theatertext konzipiert wurde. Durch die klare, reduzierte Sprache und die strukturierte Darstellung der verschiedenen Positionen gelingt es Schirach, ein komplexes ethisches Dilemma für ein breites Publikum zugänglich zu machen. Positiv hervorzuheben ist vor allem die Multiperspektivität des Werkes. Unterschiedliche gesellschaftliche, medizinische und juristische Standpunkte werden relativ ausgewogen dargestellt, sodass Leserinnen und Leser angeregt werden, sich selbst eine Meinung zu bilden. Gerade die Einfachheit der Sprache und die klare Dramaturgie tragen dazu bei, dass die philosophische Fragestellung nicht überfrachtet wirkt, sondern nachvollziehbar bleibt. Trotz dieser Stärken hat mich das Werk persönlich jedoch nicht vollständig überzeugt. Aus meiner Sicht – auch vor dem Hintergrund meines Studiums und der intensiveren Auseinandersetzung mit ethischen und philosophischen Fragestellungen – werden hier vor allem bereits bekannte Argumentationslinien aufgegriffen und an einem konkreten Beispiel veranschaulicht, ohne dass wirklich neue Perspektiven eröffnet werden. Vieles wirkt eher wie eine verständliche Zusammenfassung bereits etablierter Diskurse als wie ein originärer Denkanstoß. Insgesamt habe ich den Eindruck, dass das Werk in der öffentlichen Wahrnehmung etwas überhöht bewertet wird. Es ist zweifellos gut gemacht und didaktisch stark reduziert, aber inhaltlich bleibt es für mich eher im Rahmen dessen, was man in ähnlicher Form bereits kennt.

Gott. Ein Theaterstück
Gott. Ein Theaterstückby Ferdinand von SchirachReclam, Philipp
8. Apr.
Rating:4

Das Theaterstück „Gott“ von Ferdinand von Schirach habe ich in der Hörspiel‑Fassung gehört – welche sehr gut gelungen ist. Das Stück inszeniert eine Verhandlung vor der Ethikkommission, in der ein 78‑jähriger Mann nach dem Tod seiner Frau den Wunsch nach einem ärztlich assistierten Suizid äußert. Was folgt ist ein vielstimmiger Diskursraum. Aus medizinischer, medizin‑ethischer, juristischer, religiöser und persönlicher Perspektive werden Pro‑ und Kontra‑Argumente sorgfältig entfaltet. Gerade die dialogische Form des Hörspiels macht es leicht, die unterschiedlichen Positionen wirklich zu hören – nicht nur inhaltlich, sondern auch emotional. Die Schlussplädoyers bündeln die zuvor aufgeworfenen Fragen prägnant , ohne eine einfache Antwort zu liefern. Genau darin liegt die Stärke des Stücks: Es zwingt nicht zur Positionierung, sondern eröffnet einen Raum für eigenes Nachdenken. Für mich ist Gott eine sehr gelungene, differenzierte Aufarbeitung der Abwägungsprozesse rund um das Thema Sterbehilfe.

Gott. Ein Theaterstück
Gott. Ein Theaterstückby Ferdinand von SchirachReclam, Philipp
17. März
Rating:5

Kurz, intensiv und regt zum Nachdenken an ⚖️

Es ist kein typischer Roman, sondern eher wie ein Theaterstück aufgebaut. Es geht um ein sehr sensibles Thema und bringt einen echt zum Nachdenken. Die Geschichte ist schlicht geschrieben, aber genau das macht sie so stark. Kurz, aber bleibt im Kopf.

Gott. Ein Theaterstück
Gott. Ein Theaterstückby Ferdinand von SchirachReclam, Philipp
17. Feb.
Rating:5

Wem gehört unser Leben? Wer entscheidet über unseren Tod?

Ich habe "Gott" von Ferdinand von Schirach nun zum zweiten Mal gelesen und wieder hat es mich zum Nachdenken angeregt. Worum geht es? Es geht um die komplexe Frage, ob ein Mensch entscheiden darf, wie er sterben will und inwiefern andere ihn dabei unterstützen dürfen bzw. sollen. Das Theaterstück beleuchtet diese Frage aus unterschiedlichen Perspektiven. Was sagt der Betroffene selbst dazu? Wie ist die medizinische Grundhaltung? Ist es ethisch oder aus religiöser Sicht vertretbar einem Menschen beim Sterben zu helfen? Ein unglaublich wichtiges Buch, das mit seiner ungeschönten, klaren Sprache den Leser dazu ermutigt, diese Frage für sich zu beantworten.

Gott. Ein Theaterstück
Gott. Ein Theaterstückby Ferdinand von SchirachReclam, Philipp
13. Feb.
Rating:5

"Wir sollten »Suizid« sagen, nicht »Selbstmord«. Sich selbst zu töten ist kein Mord."

Packend geschrieben, gute Argumente beider Seiten. Meiner Meinung nach liegt der Fokus auf der Beantwortung aus religiöser Sicht, wobei mir zu teilen die Facetten fehlen. Es wird leider nicht erwähnt, wie absurd es teils ist, diese lebensentscheidende Frage damit zu beantworten, dass das Leben ein Geschenk Gottes ist. Auch, wenn die betreffende Person gar nicht an Gott glaubt...

Gott. Ein Theaterstück
Gott. Ein Theaterstückby Ferdinand von SchirachReclam, Philipp
19. Jan.
Rating:2.5

Zu flach

Eventuell ist es das, was von Schirach vermitteln wollte: eine plumpe Diskussion zur Sterbehilfe. Die Charaktere veranschaulichen verständliche Positionen des Themas. Bestimmt ist es als Theaterstück durchaus interaktiv und interessant, als Buch jedoch eher weniger zu empfehlen.

Gott. Ein Theaterstück
Gott. Ein Theaterstückby Ferdinand von SchirachReclam, Philipp
17. Jan.
Gott - Wem gehört das Leben?
Rating:4

Gott - Wem gehört das Leben?

„GOTT“ setzt sich mit der zentralen Frage auseinander, ob ein Mensch das Recht hat, selbst über sein Lebensende zu entscheiden. Ausgangspunkt ist der Wunsch eines geistig klaren, gesunden Mannes, mit ärztlicher Hilfe zu sterben. Dieser Wunsch wird vor einem Ethikgremium diskutiert, das unterschiedliche Sichtweisen aus Recht, Medizin, Religion und Moral einbringt. Der Inhalt entwickelt sich vollständig aus dieser Debatte. Freiheit des Einzelnen, Schutz des Lebens, Verantwortung der Ärzte und mögliche gesellschaftliche Folgen werden klar und nachvollziehbar dargestellt. Keine Position wird vereinfacht oder eindeutig bewertet, wodurch der Leser gezwungen ist, sich selbst eine Haltung zu bilden. Die Sprache ist sachlich und zurückhaltend, was dem ernsten Thema gerecht wird. Emotionen entstehen nicht durch dramatische Handlung, sondern durch die Tragweite der Argumente. Das wirkt stellenweise kühl, unterstreicht aber den diskursiven Charakter des Werkes. Inhaltlich überzeugt „GOTT“ durch Aktualität und Tiefgang. Schwächen zeigt es dort, wo man klassische Spannung oder emotionale Nähe erwartet, da Figuren bewusst im Hintergrund bleiben. Fazit: Ein kluges, inhaltlich starkes Werk über Selbstbestimmung und Verantwortung, das weniger unterhält als herausfordert und lange nachwirkt. Von mir 8 von 10 P.

Gott. Ein Theaterstück
Gott. Ein Theaterstückby Ferdinand von SchirachReclam, Philipp
4. Jan.
Rating:4.5

Regt zum Nachdenken an, aber es steckt immer noch etwas ungenutztes Potential darin 💫

Zunächst hatte ich etwas Angst, dass mich das Dasein als Theaterstück am Lesen hindern würde. Diese Befürchtung war jedoch keineswegs gerechtfertigt, da das Innenleben der Personen gar nicht fehlen kann und Regieanweisungen kaum stören können, da die Essenz des Buches in den Redebeiträgen der einzelnen Personen liegt. Diese Redebeiträge von den unterschiedlichsten Parteien waren auch so divers, dass ich am Ende nicht klar sagen konnte wie ich zu dem Thema stehe. Aus meiner Sicht hätten einzelne Redebeiträge bzw. einzelne Themen noch ausführlicher sein dürfen. Trotzdem ein wunderbares Werk für jeden, der Lust auf Diskussionen hat.

Gott. Ein Theaterstück
Gott. Ein Theaterstückby Ferdinand von SchirachReclam, Philipp
28. Dez.
Rating:4

Ein Buch das nachwirkt

Das Buch hat mich sehr zum Nachdenken gebracht. Anfangs hatte ich eine klare Meinung zu dem Thema, doch die verschiedenen Argumente im Buch sind so nachvollziehbar dargestellt, dass ich auch die anderen Perspektiven verstehen kann. Gerade diese Offenheit macht das Buch eindrucksvoll und lässt die Frage lange nachwirken.

Gott. Ein Theaterstück
Gott. Ein Theaterstückby Ferdinand von SchirachReclam, Philipp
17. Nov.
Rating:5

Hat mich tief bewegt.

Ich habe den Film dazu im Fernsehen gesehen und anschließend das Buch gelesen. Absolute Empfehlung hierbei auch an den Film!! Beides hat mich unglaublich bewegt und nachdenklich gemacht. Zuvor hatte ich den assistierten Suizid/selbstbestimmten Tod immer ohne nachzudenken bejaht. Doch während des Films und auch danach musste ich wirklich drüber nachdenken. Ich bin immer noch pro selbstbestimmtem Tod, dennoch hat es meine Sichtweise verändert. Und dass nicht alles so leicht zu beantworten ist, wie es manchmal scheint.

Gott. Ein Theaterstück
Gott. Ein Theaterstückby Ferdinand von SchirachReclam, Philipp
20. Sept.
Rating:5

In meiner momentanen Schirach-Phase bin ich wohl beim ultimativen Thema angekommen: das Recht auf Sterbehilfe, wem gehört mein Leben? Was sagt die Ethik, die Religion, das Strafrecht? Es ist schon eine Gabe vom Autoren, auf so wenigen Seiten so komplexe Dinge greifbarer zu machen. Er gibt auch keine endgültige Antwort, aber das ist ja das tolle an ihm. Man wirft Gedanken, Positionen hin und her und fragt sich, wie man selbst entscheiden würde. Im Anhang gibt es noch drei Texte von Ethik- und Rechtsexperten. Sehr interessant.

Gott. Ein Theaterstück
Gott. Ein Theaterstückby Ferdinand von SchirachReclam, Philipp
7. Sept.
Rating:5

Eigentlich dachte ich, ich könnte die Frage, ob ärztliche Beihilfe zum Suizid in Deutschland erlaubt werden sollte, für mich klar beantworten. Nach einem weiteren großartigen Werk von Ferdinand von Schirach bin ich mir da nicht mehr so sicher. Schirach bringt mich jedes mal ins Grübeln.

Das Theaterstück und Buch thematisiert eine hochaktuelle ethische Frage: Darf ein Mensch selbstbestimmt über sein Lebensende entscheiden – auch wenn er nicht unheilbar krank ist? In Form einer fiktiven Gerichtsverhandlung diskutieren ein älterer Mann, seine Anwälte, Vertreter:innen der Kirche, der Medizin, der Ethik und die Gesellschaft über diese Frage. Am Ende steht die Entscheidung: Hat der Mensch ein Recht auf einen selbstbestimmten Tod – oder gibt es Grenzen, die überindividuell gesetzt werden?

Gott. Ein Theaterstück
Gott. Ein Theaterstückby Ferdinand von SchirachReclam, Philipp
17. Juli
Rating:4

Ein sehr gutes Buch , welches sich mit einer wichtigen Thematik beschäftigt. Die verschiedenen Ansichten haben mich echt zum nachdenken gebracht. Auch, wenn ich eine klare Meinung zu dem Thema habe, haben mich die konträren Argumente zum nachdenken gebracht. Der Film dazu ist ebenso klasse, wie das Buch selbst!

Gott. Ein Theaterstück
Gott. Ein Theaterstückby Ferdinand von SchirachReclam, Philipp
7. Juni
Rating:4

Selbstbestimmt. Bewegend. Hochaktuell.

Auch wenn Gott schon fünf Jahre alt ist, wirkt das Thema aktueller denn je: Darf ein Mensch selbst entscheiden, wann und wie er stirbt – auch wenn er nicht todkrank ist? In dem Buch bittet ein gesunder, älterer Mann nach dem Tod seiner Frau um ein Medikament, um sein Leben zu beenden. Ein Ethikrat diskutiert darüber – viele Perspektiven prallen aufeinander: juristisch, medizinisch, religiös und menschlich. Mich lässt das Thema nicht los. Ich habe durch die Tode meiner Großeltern erlebt, wie schwer so eine Entscheidung sein kann. Und auch wegen meiner psychischen Erkrankung denke ich oft über Lebenssinn und Selbstbestimmung nach. Das Buch gibt keine klaren Antworten, aber es bringt einen zum Nachdenken – genau das macht es so stark. Wer sich weiter mit dem Thema befassen will, dem kann ich nur den Podcast Justizias Wille empfehlen.

Gott. Ein Theaterstück
Gott. Ein Theaterstückby Ferdinand von SchirachReclam, Philipp
23. Apr.
Rating:5

Ernste Themen mit respektvoller Behandlung, einem realistischen nicht künstlerisch beschönigenden Schreibstil, so kennt man Ferdinand von Schirach.

Wie bei den anderen Büchern hat es mir der Stil einfach angetan und regte, wie andere Werke von von Schirach, zum Nachdenken und Diskutieren an. Klare Empfehlung für alle! Etwas Vorsicht ist jedoch geboten, wenn Suizid als heikles Thema gilt, dann vielleicht eher die Finger von „Gott“ lassen.

Gott. Ein Theaterstück
Gott. Ein Theaterstückby Ferdinand von SchirachReclam, Philipp
30. März
Post image
Rating:3.5

Ein Theaterstpck über das Thema Sterbehilfe. Hier werden immer wieder Punkte aufgegriffen die für oder gegen die Sterbehilfe sind. Sehr theologisch aufgebaut (was der Titel ja auch schon sagt) aber dennoch sehr informativ. Mit fast jeder Seite im Buch hat sich meine Meinung zum Thema geändert und auch jetzt bin ich unschlüssig wie ich zu diesem Thema stehe. Aber ein Buch was jeder mal gelesen haben muss.

Gott. Ein Theaterstück
Gott. Ein Theaterstückby Ferdinand von SchirachReclam, Philipp
4. März
Rating:5

Ein Thema, was uns alle angeht und ein Stück, was jeder lesen sollte.

Im ersten Moment glaubt man immer eine Tendenz zu gewissen Themen zu haben und sich tendenziell auf einer Seite zu sehen. Dann liest man dieses Buch, beschäftigt sich mehr damit und ist plötzlich hin- und hergerissen. Das Buch zeigt nicht nur die verschiedenen Perspektiven und Für- wie Gegenargumente in dieser Thematik auf. Es macht auch deutlich, wie wichtig dieses Thema ist und was da tendenziell die nächsten Jahre noch auf uns zukommen könnte. Trotz dieses ernsten Themas fand ich es unglaublich spannend und interessant mich damit zu beschäftigen und neue Sichtweisen lernen zu dürfen. Ein Stück, was mir nachhaltig im Gedächtnis bleibt und dessen Fragestellung wie Diskussionen und Grübeleien mich auf jeden Fall noch lange begleiten werden!✨ Ein Thema, was uns alle angeht, nicht zu unterschätzen ist und definitiv mehr Raum in unserer Gesellschaft braucht!

Gott. Ein Theaterstück
Gott. Ein Theaterstückby Ferdinand von SchirachReclam, Philipp
25. Feb.
Rating:4.5

Wem gehört unser Leben?“ und „Wer entscheidet über unseren Tod?“ GOTT" war für mich ein grandioses, kurzweiliges, nachdenklich stimmendes Theaterstück. Es wurden viele verschiedene Gesichtspunkte beleuchtet, sodass meine anfängliche Meinung zu dem diesem Thema während dem Lesen immer wieder ins Wanken geriet.

Gott. Ein Theaterstück
Gott. Ein Theaterstückby Ferdinand von SchirachReclam, Philipp
5. Feb.
Rating:4

Ich habe eine ganz klare Meinung zu Sterbehilfe und sie hat sich auch nach diesem Hörbuch nicht geändert. Dennoch war es sehr interessant, andere Sichtweisen zu hören, mit Außnahme des Priesters bzw. generell der Kirche, aller Gott hat das Leben geschaffen und nur Gott darf es beenden, was einfach totaler Bullshit ist. Die Ausführung des Arztes fand ich auch interessant, dennoch bin ich nach wie vor für die Sterbehilfe. Denn jeder Mensch soll für sich selbst entscheiden dürfen, ab wann sein Leben nicht mehr lebenswert ist! Kein anderer hat sich da einzumischen!

Gott. Ein Theaterstück
Gott. Ein Theaterstückby Ferdinand von SchirachReclam, Philipp
28. Jan.
Rating:1

Ein sehr spannendes Thema, welches leider langweilig und unkreativ umgesetzt wurde. Die Charaktere wirken charakterlos, oberflächlich und werden nur durch ihren politischen Standpunkt charakterisiert. Ebenfalls besteht die Handlung nur aus Redebeiträgen der Charaktere, die sich wie kurze Sachtexte lesen. Ein Spannungsbogen ist dadurch nicht zu erkennen. Im Großen und Ganzen vielleicht für eine neunte Klasse geeignet, aber darüber hinaus einfach nur enttäuschend.

Gott. Ein Theaterstück
Gott. Ein Theaterstückby Ferdinand von SchirachReclam, Philipp
10. Jan.
Rating:4.5

sehr lesenswert

dieses drama behandelt die thematik rund um suizid und beihilfe zu einem solchen. dadurch, dass es sich hier um ein theaterstück handelt, werden die verschiedenen perspektiven und standpunkte in einer für den leser sehr verständlichen form beleuchtet, sodass man einen umfangreichen einblick in das meinungsspektrum erhält. das hilft einem, sich eine eigene position zu erarbeiten und seine eigenen moralvorstellungen zu hinterfragen. schade fand ich nur, dass die angehängten essays das nicht so wirklich erfüllt haben, denn während ich das gefühl hatte, dass sie wirklich nochmal einen mehrwert bieten, waren sie nicht nur extrem trocken, sondern in teilen auch in einer recht komplexen sprache geschrieben. da ist das „dem leser auf augenhöhe begegnen“ von schirach selbst besser gelungen, aber dennoch ist „gott“ auf jeden fall sehr lesenswert.

Gott. Ein Theaterstück
Gott. Ein Theaterstückby Ferdinand von SchirachReclam, Philipp
8. Nov.
Rating:5

Es war für mich wieder ein überwältigendes Buch, welches ich an einem Tag verschlungen habe. Noch nie wurde das Thema für mich so offen in einem Buch/Theaterstück thematisiert. Dabei wurde sowohl auf die rechtliche, medizinische, religiöse und soziale Perspektive eingegangen. Dieses Stück ist für mich eine klare Empfehlung für alle, die sich auch mit einem recht komplexen Thema wie den Suizid auseinander setzten wollen.

Gott. Ein Theaterstück
Gott. Ein Theaterstückby Ferdinand von SchirachReclam, Philipp
15. Okt.
Rating:5

Dieses Buch spricht für sich: Wer entscheidet Schlussendlich über den Tod?

Wieder einmal ein geniales Werk von "Ferdinand von Schirach". Obwohl es mit ca. 160 Seiten eher ein kurzes Werk sein mag, geht es mit dem Inhalt umso tiefer. Das Theaterstück ist gut geschrieben und lädt den Leser selbst direkt mit zum Nachdenken ein. Welche Meinung hat man selbst zu dieser Thematik? Und ändert man diese, nachdem man das Buch zu Ende gelesen hat. Ein Werk, das zu dieser Debatte nicht fehlen darf!

Gott. Ein Theaterstück
Gott. Ein Theaterstückby Ferdinand von SchirachReclam, Philipp
3. Okt.
Rating:5

schwieriges Thema, gut angegangen. Klare Empfehlung!

Ferdinand von Schirach hat es geschafft in seinem Theaterstück "Gott" philosophisch sachlich, juristisch, emotional und christlich das Thema Suizid und Sterbehilfe zu beleuchten. Regt zum Nachdenken an. Werde auf jeden Fall mehr von dem Autor lesen.

Gott. Ein Theaterstück
Gott. Ein Theaterstückby Ferdinand von SchirachReclam, Philipp
17. Sept.
Rating:5

Ich muss vorneweg sagen – ich kenne mich mit dem Thema absolut nicht aus. Interessiert – ja, aber so richtig informiert – nein. Trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, wollte ich dieses Buch, dieses Stück, lesen. Das Theaterstück „Gott“, spielt während einer öffentlichen Sitzung des deutschen Ethikrates, besprochen wird der Wunsch des 78-jährigen Richard Gärtner – er möchte gerne sterben. Und zwar möchte er sich nicht vor einen Zug schmeißen und er möchte auch nicht in die Schweiz gehen, er möchte das „ordentlich“ machen. Sein Fall und die Frage ob Sterbehilfe ethisch vertretbar sei, oder nicht sei wird im Gespräch mit Sachverständigen aus den Bereichen Recht, Medizin und Religion von allen Seiten und Ecken beleuchtet. Manch einer bleibt sehr sachlich, manch einer wird emotional – Alle vertreten einen klaren Standpunkt und am Ende bleibt die Entscheidung offen, Dem Leser, bzw. im Theater dem Publikum wird dabei ein umfassender Sachverhalt dargestellt und muss schlussendlich doch auch selbst nachdenken und vielleicht seine eigene Meinung finden. Das Stück ist heute brandaktuell, vor allem eben vor dem Hintergrund des Beschlusses des Bundesverfassungsgerichtes im Februar diesen Jahres, den Paragraphen 217 StGB als verfassungswidrig zu kennzeichnen. Der Paragraph hat die „geschäftsmäßige Hilfe“ beim Suizid eines Menschen unter Strafe gestellt, was es zum Beispiel Ärzten verboten hat, dem Wunsch nach Sterbehilfe nachzukommen. Im Anhang des Theaterstückes befinden sich noch drei Essays zu dem Thema – „Suizid und Suizidbeihilfe in existenzieller, religiöser und kultureller Hinsicht“ von Prof. Dr. Hartmut Kreß, Professor für Sozialethik; „Hilfe zum Suizid: Blicke auf die ethische Kontroverse“ von Bettina Schöne-Seifert, Professorin für Ethik; und „Suizid im Recht“ von Prof. Dr. Henning Rosenau, Professor für Strafrecht. Drei, für den Laien (wie mich) sehr lesbare und interessante Artikel, die nochmal spezifischer an das Thema herantreten. Alles in allem war das eine hochinteressante Lektüre, die mich vor allem aufgeklärt hat und mir dabei geholfen hat, andere Standpunkte besser zu verstehen. Sehr spannendes Thema, ich bin sehr gespannt wie sich das noch weiterentwickeln wird. Denke aber auf jeden Fall, dass die Abschaffung von Paragraph 217 ein Schritt in die richtige Richtung ist. Der Diskurs muss auf jeden Fall weiterhin stattfinden und Ferdinand von Schirach hat mit seinem Buch auf jeden Fall Diskussionsgrundlage für viele Menschen wie mich geschaffen, die sich mit dem Thema vielleicht noch nicht auseinandergesetzt hatten.

Gott. Ein Theaterstück
Gott. Ein Theaterstückby Ferdinand von SchirachReclam, Philipp
17. Sept.
Rating:5

Ich muss vorneweg sagen – ich kenne mich mit dem Thema absolut nicht aus. Interessiert – ja, aber so richtig informiert – nein. Trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, wollte ich dieses Buch, dieses Stück, lesen. Das Theaterstück „Gott“, spielt während einer öffentlichen Sitzung des deutschen Ethikrates, besprochen wird der Wunsch des 78-jährigen Richard Gärtner – er möchte gerne sterben. Und zwar möchte er sich nicht vor einen Zug schmeißen und er möchte auch nicht in die Schweiz gehen, er möchte das „ordentlich“ machen. Sein Fall und die Frage ob Sterbehilfe ethisch vertretbar sei, oder nicht sei wird im Gespräch mit Sachverständigen aus den Bereichen Recht, Medizin und Religion von allen Seiten und Ecken beleuchtet. Manch einer bleibt sehr sachlich, manch einer wird emotional – Alle vertreten einen klaren Standpunkt und am Ende bleibt die Entscheidung offen, Dem Leser, bzw. im Theater dem Publikum wird dabei ein umfassender Sachverhalt dargestellt und muss schlussendlich doch auch selbst nachdenken und vielleicht seine eigene Meinung finden. Das Stück ist heute brandaktuell, vor allem eben vor dem Hintergrund des Beschlusses des Bundesverfassungsgerichtes im Februar diesen Jahres, den Paragraphen 217 StGB als verfassungswidrig zu kennzeichnen. Der Paragraph hat die „geschäftsmäßige Hilfe“ beim Suizid eines Menschen unter Strafe gestellt, was es zum Beispiel Ärzten verboten hat, dem Wunsch nach Sterbehilfe nachzukommen. Im Anhang des Theaterstückes befinden sich noch drei Essays zu dem Thema – „Suizid und Suizidbeihilfe in existenzieller, religiöser und kultureller Hinsicht“ von Prof. Dr. Hartmut Kreß, Professor für Sozialethik; „Hilfe zum Suizid: Blicke auf die ethische Kontroverse“ von Bettina Schöne-Seifert, Professorin für Ethik; und „Suizid im Recht“ von Prof. Dr. Henning Rosenau, Professor für Strafrecht. Drei, für den Laien (wie mich) sehr lesbare und interessante Artikel, die nochmal spezifischer an das Thema herantreten. Alles in allem war das eine hochinteressante Lektüre, die mich vor allem aufgeklärt hat und mir dabei geholfen hat, andere Standpunkte besser zu verstehen. Sehr spannendes Thema, ich bin sehr gespannt wie sich das noch weiterentwickeln wird. Denke aber auf jeden Fall, dass die Abschaffung von Paragraph 217 ein Schritt in die richtige Richtung ist. Der Diskurs muss auf jeden Fall weiterhin stattfinden und Ferdinand von Schirach hat mit seinem Buch auf jeden Fall Diskussionsgrundlage für viele Menschen wie mich geschaffen, die sich mit dem Thema vielleicht noch nicht auseinandergesetzt hatten.

Gott. Ein Theaterstück
Gott. Ein Theaterstückby Ferdinand von SchirachReclam, Philipp