6. Mai
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Rating:5

Es ist wirklich perfekt, um ins Thema einzusteigen. Eliyah und Marina beantworten die Fragen meist beide und sehr persönlich. Er also als konvertierter Jude, der in Israel lebt und sie als ukrainischstämmige Jüdin, die sich langsam an die dazugehörende Religiosität heranarbeitet. Nach der Lektüre weiß ich natürlich noch längst nicht alles, auch, weil im Judentum selbst viel gestritten wird - weil das eine der Grundfesten des Glaubens ist. Aber viele Vorurteile, Klischees und „Opferbilder“ konnte ich ändern, überschreiben. Im letzten teil geht es um Antisemitismus, seine Codes und wie er oft versteckt wird, indem zum Beispiel von „globalen Finanzeliten“ die Rede ist. Vor allem das ist schwer für uns in Deutschland, die wir gern so tun, als gäbe es ja gar keinen Antisemitismus mehr hier. Insbesondere damit befasst sich der nächste Post, der bald folgen wird. • Vermutlich fragt ihr euch jetzt: Warum soll ich mit dem Judentum beschäftigen? Das ging mir lange genauso. Juden*Jüdinnen sind Teil unserer Gesellschaft und das ist gut so. Oft müssen sie im Geheimen sein, weil die Gefahrenlage sie dazu zwingt. Sie sind Menschen wie wir. Wenn ich mich mit Diversität auseinander setze, muss Antisemitismus selbstverständlich dazugehören. Dieses Buch ist ein optimaler Einstieg dazu.

Frag uns doch!
Frag uns doch!by Marina WeisbandS. FISCHER