6. Juli
Rating:4.5

Dieses Buch fesselt und rührt zu Tränen. Es macht fassunglos und ist doch voller Wärme. Weil es getragen wird von der Liebe der Großeltern zueinander. Trotz aller Widrigkeiten.

„Mir kommen der hohe Turm und die italienischen Heimkehrer in den Sinn. Mir kommt Luca in den Sinn. Mit kommen viele andere Dinge in den Sinn, aber ich schiebe sie von mir. Ich habe nicht den Mut, mich zu erinnern.“ Eindringlich und poetisch erzählt Andina von seinem Großvater Giuseppe und sechzehn Monaten, die die Familie für immer verändern werden: Der Schreiner Giuseppe Vaglio lebt mit seiner Frau und seinen Kindern in Cremenaga, einem kleinen italienischen Dorf an der Grenze zur Schweiz. Hier wird er 1944 von der deutschen SS verhaftet, weil er jüdischen Flüchtlingen über die Grenze geholfen hat. Eine Familiengeschichte, erzählt aus verschiedenen Perspektiven, die einen so schnell nicht wieder los lässt.

Sechzehn Monate
Sechzehn Monateby Fabio AndinaRotpunktverlag