Abstufungen toxischer Männlichkeit im elitären Universitätsclub in Cambridge
Ein einsamer Waisenjunge muss sich in Takis Würgers Roman undercover seinen Platz in einem geheimen Männerbund erboxen. Die verschiedenen Erzählperspektiven lassen unterschiedlichste Motivationen und Moralvorstellungen erahnen. Es kommen (fast zu) viele Personen mit teils stereotypen, teils überraschenden Ansichten zur Sprache. Diese Vielfalt und immer wieder neu ans Licht kommenden Erlebnisse bringen eine abwechslungsreiche und an Fahrt aufnehmende Handlung mit sich, deren Ende befriedigt, wenn auch nicht emotional greift.
Das Buch habe ich auf Enpfehlung gelesen. Und ich bin sehr dankbar für dieses Empfehlung.
Um es gleich vorweg zu nehmen... ich habe es in einem Rutsch durchgelesen, da ich es einfach nicht weglegen konnte.
Wie gefesselt, war ich von den Charakteren und von der Art wie Takis Würger diese darstellt.
Durch die Schreibweise, wird man in die Gedankenwelt der einzelnen Charaktere mitgenommen, da jedes Kapitel aus der Ich Perspektive erzählt wird.
Es beschreibt Machtgefälle, Verschobene Wahrnehmungen, den Wunsch dazuzugehören und geht der Frage nach "Was ist Wahrheit?"...
Einige Kapitel sind nichts für schwache Nerven.
Aber es berührt und hallt noch lange nach.
Absolute Empfehlung
Nachdem "Für Polina" die absolute Überraschung für mich war, wurde ich nun etwas enttäuscht. Vielleicht lag es am Hörbuch und den für mich unpassenden monotonen Stimmen, doch so richtig eintauchen konnte ich in die Geschichte nicht.
...Nach meiner Begeisterung über "Für Polina" suchte ich einen lokalen Buchladen aus...und habe mich ohne Vorinformationen zum "Der Club" führen lassen...
Ein ganz anderes Buch. Eine ganz andere Geschichte. Eine ganz andere Stimmung.
Löst eine gleiche Leselust und Wohlgefühl aus.
Die Geschichte und Details haben etwas Verstörendes. Die Personen sind wunderbar beschrieben. Ab den ersten Seiten ist man im Takis-Sog und geniesst... der Autor kann auch die menschlichen Abgründe berüehrend - poetisch beschreiben.
Ach ja, die Geschichte! :-) In der Club darf man in den Räumen von Cambridge eintauchen, den englischen Snob sehen, das neue und alte Geld riechen und den Druck dieser Eliteuniversität spüren.
Meine Kritik an Takis Würger? Die Bücher sind viel zu kurz! ;-) Ich werde mich ganz bestimmt wieder von Takis Würger überraschen und verzaubern lassen ♡
Was ein unfassbar starkes Ende. Über weite Strecken des Romans war es für mich nicht abzusehen, wo genau der Plot hinführt. So, wie die Erzählung in der zweiten Hälfte an Fahrt aufnimmt, musste ich die letzten 100 Seiten am Stück lesen, auch wenn mich das meinen Schlaf kostet.
Ohne zu viel zu verraten, kann ich sagen, dass dieser Roman immer aktuell ist, vielleicht aber insbesondere in unserer Gegenwart. Gegen Ende gibt es die Schilderung desselben Ereignisses aus zwei verschiedenen Perspektiven. Ich bewundere, wie diese Gegenüberstellung literarisch herbeigeführt und stilistisch gestaltet wurde. Hätte ich einen Hut, würde ich diesen ziehen.
Dieses Buch wird noch lange in mir nachhallen.
Hans ist Boxer und wird von seiner Tante nach England geholt, um als Student ihrem College in einem Club zu "ermitteln". Zunächst weiß er nicht, worum es geht, und entdeckt nach und nach die dunklen Seiten des Clubs.
Gerade dieses Entdecken, sich Vortasten und Überlegen, worum es genau geht und wer Opfer oder Täter ist, macht einen großen Reiz dieses Buches aus. Ich habe dabei ständig mitgerätselt und meine eigenen Theorien aufgestellt.
Dazu kommen wirklich gut getroffene Charaktere, die im Wechsel und eher knapp Details und Merkmale von sich preisgeben. Das wirkt stellenweise lückenhaft, reicht aber völlig aus, um sich ein Bild zu machen – und macht es dadurch besonders. Sehr beeindruckt hat mich dabei die Zerrissenheit von Hans zwischen Freundschaft und dem Richtigen – das hat der Geschichte weitereTiefe gegeben.
Die eher abgehackte, nicht lineare Erzählweise mit einigen Zeitsprüngen hat einen richtigen Sog erzeugt, sodass ich kaum aufhören konnte zu lesen. Gleichzeitig hat mich genau das auch immer wieder kurz innehalten lassen, um die Puzzleteile neu zusammenzusetzen.
Irgendwann wird klar, worum es geht, und doch schafft es der Autor, noch Unerwartetes einzubauen. Stilistisch wirklich gekonnt und mit viel Feingefühl geschrieben!
Ein starkes Buch mit aktuellen Themen und einer klaren Botschaft, sich zu wehren und nicht wegzusehen – eines, das bei mir definitiv Eindruck hinterlassen hat.
Super spannende Geschichte eines elitären Clubs, bei der man merkt, dass Rache manchmal mehr hilft als „nur“ Gerechtigkeit oder auch die Gerechtigkeit sein kann.
Sehr starker Beginn mit klarer, ruhiger Sprache und dichter Atmosphäre. Die anfängliche Unsicherheit darüber, wohin sich die Geschichte entwickelt, trägt lange. Im letzten Drittel lässt der erzählerische Fluss jedoch nach: Die häufigen Perspektivwechsel wirken unruhig, vieles wird absehbar, die Spannung verliert an Kraft. Das Ende bleibt trotz Auflösung geheimnisvoll und regt zum Weiterdenken an, wirkt aber weniger stark als der Anfang.
Der Club von Takis Würger lässt mich irgendwie wenig begeistert und unentschlossen zurück. Zwischen Eliteclub, Missbrauch, Misogynie und Homophobie stellt sich mir bei dem Debütroman von Takis Würger die Frage, welche moralischen Grundsätze im Text verhandelt werden.
An manchen Stellen finde ich die Charakterentwicklung flach. Ein Beispiel hierfür ist der super-männliche, arrogante Schnösel, dem als Abwertung nur „schwul“ und „behindert“ zur Verfügung stehen. Es wird zwar deutlich, was damit bezweckt wird, im ersten Moment war ich irritiert. Das hätte auch tiefgründiger sein können.
Der Roman ist in meiner Lesart auf die Männer der Geschichte fokussiert und spielt mit vielen gesellschaftlichen Vorurteilen.
Leider bin ich mit keiner der Romanfiguren so recht warm geworden. Am ehesten noch konnte ich bei Billy und Charlotte ankommen.
Was der Roman bei mir angeregt hat, ist die Auseinandersetzung mit der interessanten und vielseitigen Besprechung des Œuvres des Autors im Literaturbetrieb. Spannend!
Ich hab viel über das Buch gehört und hatte dementsprechend hohe Erwartungen, bevor ich mit dem Lesen begonnen habe. Takis Würgers Roman behandelt viele gesellschaftsrelevante Themen, wie Homophobie, Männlichkeit oder sexuelle Übergriffe, mir hat auch das Kriminalelement super gefallen. Dennoch bin ich irgendwie nicht ganz warm geworden mit dem Roman und vor allem den Charakteren. Ich hatte das Gefühl die Geschichte bleibt eher an der Oberfläche, die Charaktere bleiben wenig greifbar.
Vor allem zum Ende hin, hat das Buch sich für mich ein bisschen gedreht und hat ein paar Stärken entwickelt als es darum ging, was Hans Fazit von seiner Mission ist.
Der Club ist definitiv ein kurzweiliger Roman, der eine klare und prägnante Sprache besitzt und mich aber dennoch nicht komplett überzeugen konnte.
"Lange Zeit vor diesem Abend, bei einer meiner ersten Boxstunden, hatte ich gelernt, dass nicht der Schlag wehtut, denn ein Schädelknochen ist hart, sondern die Erniedrigung, und weil ich ein kleiner Mann war, von dem niemand erwartete, dass er einen 100 Kilogramm schweren Mann mit einem hellblauen Blazer besiegen würde, könnte ich nur gewinnen."
Es ist großartig, wie Takis Würger seine Leser mitnimmt - in diesem Buch an den Ort eines Verbrechens, ein Elite-College in Cambridge und den dortigen Upperclass-Boxclub.
Den roten Faden nie verlierend, ist der Autor einfach ein guter Erzähler, der mich 'Der Club' in einem Rutsch durchlesen ließ.
Die Geschichte ist durchaus spannend. Es geht um Rache von Studentinnen mehrerer Generationen, die sexuelle Opfer eines Männerclubs an einer Eliteuni wurden.
Der Werdegang des Protagonisten hat mir jedoch am besten gefallen. Manchmal konnte ich den Zusammenhang zwischen der Kindheit und der Rolle in der Aufdeckung des kranken Systems nicht ganz nachvollziehen.
Mein nächstes Buch des Autors wird auf jeden Fall Für Polina sein.
Hans, ein junger Deutscher mit schwieriger Vergangenheit, erhält ein Stipendium für die Universität Cambridge. Dort bekommt er einen Auftrag: Er soll sich in einen elitären Studentenclub „Pitt Club“ einschleusen.
Während Hans versucht, sich der neuen Welt aus Tradition, Privilegien und strengen sozialen Regeln anzupassen, erkennt er immer mehr die dunklen Dynamiken hinter der glänzenden Fassade.
Der Roman erzählt die Ereignisse aus mehreren Perspektiven und beleuchtet, wie weit Loyalität, Schweigen und Macht reichen können.
„Der Club“ ist ein Roman, der Einblick in eine abgeschottete Elitewelt bietet. Die kürzeren Kapitel und Perspektivwechsel erzeugen eine gewisse Spannung, und die zugrunde liegende Idee ist interessant und vielschichtig.
Trotz seiner relativ geringen Länge wirkt die Handlung jedoch stellenweise etwas langgezogen – einige Abschnitte verlieren an Tempo, was den Lesefluss bremst. Stilistisch bleibt das Buch eher nüchtern und distanziert, was sowohl zur Elite-Universitätskulisse passt als auch emotional auf Distanz halten kann.
Insgesamt ein solides, gut lesbares Buch mit einer interessanten Prämisse.
Ich hatte das Buch schon lange auf meiner Leseliste, aber immer wieder nach hinten geschoben. Jetzt bin ich echt froh, dass ich es endlich gelesen habe – ich hätte nicht gedacht, dass es mir so gut gefallen würde!
Der Schreibstil von Takis Würger ist direkt, atmosphärisch und hat mich sofort in die Geschichte reingezogen. Die Kapitel sind kurz gehalten, und im Laufe der Geschichte kommen immer mehr Perspektiven anderer Charaktere hinzu, was mir sehr gut gefallen hat!
In dem Buch geht es unter anderen um Freundschaft und Liebe, Wut, Rache und Machtmissbrauch – stark erzählt, spannend und mit viel Gefühl. Ein wirklich tolles Buch!
Vielleicht war das der Grund, warum alte Menschen gebeugt gingen, weil sie durch das Gewicht von Entscheidungen runtergedrückt wurden, die vielleicht richtig waren, sich aber falsch anfühlten.
In diesem Buch werden Recht, Gerechtigkeit und moralische Werte als Bälle eines Jongleurs so handwerklich meisterhaft benutzt, dass man beim Lesen selbst kaum weiß, was richtig und falsch ist.
Takis Würger liefert uns viele sanfte Charaktere in einem rauen, bis hin zu kriminellen, Umfeld, welches nur von Widersprüchen und Geheimnissen lebt. Dabei sind die Figuren so nahbar geschrieben, dass man sie sich einerseits als Freund*innen wünscht, andererseits aber auch verachten kann.
Man taucht in eine Welt ein, der man so gut wie niemandem wünscht, sie je betreten zu müssen. Ein Geflecht aus Boxsport, Partys und einer elitären Gruppe innerhalb einer elitären Studentenverbindung (selbstverständlich nur von Männern) trifft auf eigentlich sensible Menschen, aus denen viel schlechtes hervorgerufen wird. Die Grenzen der Moral werden auf eine harte Probe gestellt und man fragt sich in fast jedem Kapitel, wie man selbst handeln würde.
Durch die Erzählweise aus der Ich-Perspektive aller mehr oder auch weniger Beteiligten ist das Buch unbeschreiblich lebendig und tiefgründig. Es ist wie ein Puzzle, welches durch rückgewandte Erzählungen immer mehr seines eigenen Bildes preisgibt und in einem würdigen Finale zusammengesetzt wird. Hierbei taucht man tief in die eigene soziale Herkunft und die Gedankenwelten jeder Figur ein und bekommt einen ungestellten Eindruck, teilweise aus mehreren Perspektiven, auf jede Situation.
Ein wahnsinnig anspruchsvolles aber absolut lesenswertes Buch. Teilweise durchaus obszön, aber auf keinen Fall etwas, was man verpasst haben sollte, wenn man sich auf die moralischen Werte unserer Gesellschaft beruft und sich hiermit auseinandersetzt.
Ich tue mich gerade schwer schon eine Rezession zu schreiben,da noch viele Gedanken zu diesem Buch gedacht werden wollen.
Wir erleben mit, wie Hans reifer wird,welche Entscheidungen er trifft und wie wichtig die Menschen in unserem Leben sind.Auch ein Koch kann ein Leben verändern.Relativ schnell wird klar um welches ernste Thema es geht und der Klappentext beschreibt es gut.Irgendwie zart wird über heftiges geschrieben.Wut,Rache,Verluste und Anderssein.Takis Würger hat es geschafft,dass auch die Randfiguren interessant sind und man sich nicht einen Satz lang langweilt.Was ist mit Billy???Warum hat er in Cambridge so arm gelebt??
Unmöglich schon etwas Neues zu lesen.Erst muss dieses noch verarbeitet werden.
Wenn ein Buch diesen Zustand hinterlässt ist es ein gutes Buch.
Vorsicht, das Buch behandelt potentiell triggernde Themen. Dieses Buch lebt von seinen wechselnden Perspektiven, im Hörbuch großartig von mehreren Sprechenden vertont und glaubwürdig dargeboten. Es lässt sich schnell weglesen - ich habe dennoch lange gebraucht, weil die Handlung recht vorhersehbar war.
„Der Club“, Heimliche Treffen einer Studentenbewegung und nächtlich verbotene Boxkämpfe . Wie so oft spielt, Geld Anerkennung, der Wunsch dabei sein zu wollen eine große Rolle, bis alles fürchterlich aus dem Ruder läuft und sogar die Vergangenheit einen einholt.
Wie alle Bücher von Takis Würger super geschrieben. Jedoch stellenweise nichts für schwache Nerven.
Es ist schon ein packend geschriebenes, schnell voranschreitendes Buch. Jedoch fand ich die Geschichte und die Aufklärung des Verbrechens in einem Studentenclub in Cambridge zu einfach.
Die Figuren waren fast alle klar zu unterteilen in Gute und Böse. Und das Buch enthält sehr explizite Beschreibungen sexualisierter Gewalt, die so detailliert meiner Meinung nach nicht hätten sein müssen, damit die Geschichte funktioniert.
Gestern angefangen, heute beendet. Dieses Buch um den jungen Hans, der während seines Studiums in Cambridge unter falscher Identität Zugang zu einem der alten, elitären Clubs bekommt und dort in finstere Abgründe blicken muss, entwickelt einen Sog, dem ich mich nicht mehr entziehen konnte. Aus unterschiedlichen Perspektiven in kurzen Abschnitten erzählt der Autor eine spannende, sehr berührende und aufwühlende Geschichte um Rache, Mißbrauch, Verrat und Freundschaft. Unbedingt lesen!
Ein Roman der mir tiefe Abgründe des Proletariats aufgezeigt hat.
Ein Buch das mir gezeigt hat das wenn Menschen nicht zu ihrer eigenen Sexualität stehen können es zu unglaublich gewaltvollen Taten kommen kann.
Ich muss 2 Punkte abziehen weil zum einen Wörter verwendet werden die heutzutage nicht mehr verwendet werden sollte, wobei ich es aber verstehen kann wenn der Autor sagen würde es musste sein weil es mehr über diese Denkweise der Person zeigen soll, zum anderen weil die Perspektive ein bisschen zu oft gewechselt wird und nicht jeder Perspektivwechsel für mich nötig gewesen wäre.
#Buchrezension
CN Verwaltung
Ein Roman der mir tiefe Abgründe des Proletariats aufgezeigt hat.
Ein Buch das mir gezeigt hat das wenn Menschen nicht zu ihrer eigenen Sexualität stehen können es zu unglaublich gewaltvollen Taten kommen kann.
Ich muss 2 Punkte abziehen weil zum einen Wörter verwendet werden die heutzutage nicht mehr verwendet werden sollte, wobei ich es aber verstehen kann wenn der Autor sagen würde es musste sein weil es mehr über diese Denkweise der Person zeigen soll, zum anderen weil die Perspektive ein bisschen zu oft gewechselt wird und nicht jeder Perspektivwechsel für mich nötig gewesen wäre.
Die @luzernerzeitung.ch machte Lust auf den neuen Roman von @takiswuerger - auch wenn der Titel des Abmachers anderes suggeriert: «Der Autor mit den schlimmsten Verrissen schlägt wieder zu»
Ich werde «Für Polina» ganz bestimmt lesen, denn seit «Der Club» lese ich alles von Takis Würger.
«Der Club» liest sich wie ein Krimi. Die Geschichte von zwei unterschiedlichen Frauen, die mit Cambridge-Studenten ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Eine Liebesgeschichte über Männerfreundschaft, vermeintliche, Macht und Gewalt. Wirklich ein starkes Buch. Und toll: Jedes Kapitel wird aus der Perspektive einer Protagonistin, eines Protagonisten in Ich-Form erzählt.
Lesenswert! 👍👍👍👍
Man merkt, dass er weiß, wovon er schreibt. Spannend. Das Buch war 2017 auf der Shortlist für den Preis Lieblingsbuch der unabhängigen Buchhandlungen. Mit Polina wird er da dieses Jahr bestimmt auch wieder drauf sein. Vielleicht fand „Der Club“ sogar noch besser??!!
Das ging aber schnell. Ja klar, dieses Buch ist eher ein Büchlein, aber trotzdem bin ich nur so durch die Geschichte geflogen. Dieses Buch könnte ebensogut auch eine Netflix Serie sein, genauso wie das andere Buch dass ich an diesem Wochenende gelesen habe ("Views"). Eine rasante Story aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt. Je mehr Personen man kennenlernt desto mehr Perspektiven kamen dazu. Das hat mir sehr gut gefallen. Und man wusste nie so genau wem zu trauen war auch wenn am Ende das Gefühl nicht getrübt hat und es doch genauso ausging wie gedacht (bis auf die letzten zwei Seiten, die waren nochmal die Kirsche auf dem Plottwist Kuchen).
DER CLUB
Takis Würger
Was für ein geniales Buch!
Ich bin eingetaucht in die Welt der Cambridge-Studenten, habe mich zwischen ihnen treiben lassen – und war gleichzeitig abgestoßen von ihrer Selbstherrlichkeit und ihrem Snobismus. Ja, stellenweise war ich regelrecht angewidert davon, wie sie mit vollen Händen Papis Geld verprassen, ohne je etwas Eigenes im Leben erreicht zu haben.
Takis Würger erzählt eindrucksvoll von einem fiktiven Verbrechen, begangen von Studenten einer Elite-Universität – und doch beschlich mich beim Lesen das ungute Gefühl, dass diese Geschichte der Realität näherkommt, als uns lieb ist.
Unser junger deutscher Protagonist Hans hat früh seine Eltern verloren. Er ist ein stiller, anständiger Junge, der nie viele Freunde hatte. Statt durch die Straßen zu ziehen, zog er sich lieber mit einem Buch zurück. Nur beim Boxen blüht er auf – hier zeigt er Stärke, Mut und Emotion.
Eines Tages lädt ihn seine Tante Alex nach London ein. Hans ist überrascht, denn nach dem Tod seiner Eltern hatte sie ihn nicht aufgenommen, sondern ins Internat geschickt – ein Vertrauensbruch, den er nie ganz überwunden hat. Doch nun bittet sie ihn um einen Gefallen: Er soll sich um ein Stipendium an der Elite-Uni Cambridge bemühen – und dort versuchen, in den berüchtigten Pitt Club aufgenommen zu werden. Ein exklusiver Zirkel, der nur wenigen Auserwählten offensteht. Hans soll dort herausfinden, wer hinter den Verbrechen steckt, die sich in den Kreisen der privilegierten Mitglieder ereignen.
Was für ein spannendes Buch!
Ach, ich wiederhole mich … also lest es einfach selbst. Ich konnte es jedenfalls nicht aus der Hand legen und habe es an nur einem Tag verschlungen.
Große Leseempfehlung für ein weiteres Buch aus der Feder Takes Würger.
5/5
Was für ein besonderes Buch .
Ich habe es ab der 1. Seite geliebt ! Die äußere Einteilung in die Sichtweisen der einzelnen Charaktere machen die Geschichte leicht verständlich und "rund" .
Die umstrittenen Machenschaften von Clubs an Elite Unis sind kein neues Thema, auch ist die Welt des Boxens bislang nicht unbedingt interessant für mich gewesen .
Und dennoch ist dieses schmale Buch, in dem es um die Vergeltung eines furchtbaren Missbrauchs geht und dessen Ende ein wenig vorhersehbar wird, ganz große Erzählkunst und ein Highlight für mich.
Große Leseempfehlung.
Ich war zwischen 3 und 4 Sternen hin- und hergerissen. Das Buch behandelt ein wichtiges Thema und ist an sich auch sehr schön geschrieben. Kurze, prägnante Kapitel. Die vielen sich wechselnden Perspektiven können manchmal kurz für Verwirrung sorgen, wenn man die Charaktere noch nicht so gut einsortieren kann. Aber irgendetwas hält mich von den 4 Sternen zurück. Das Ende ist ziemlich befriedigend.
Selten haben mich über ein Buch so geärgert! Nicht nur, weil das Buch im Boxermilieu spielt, das mir schon immer zuwider war. Es ist eine Parade von arroganten Widerlingen, die saufen, prügeln, unmotiviert in der Gegend rumurinierrn -kotzen und -masturbieren, sich an Zwergenweitwurf ergötzen usw.. Auch die Handlung ist weder "hingebungsvoll angelegt" noch spannend, noch erschließt sich mir sonst irgendwie, warum das Buch von der Kritik so gefeiert wurde. Nach knapp der Hälfte habe ich mich genug geärgert - Abbruch!
Ein sehr eindringliches Buch, das mit der Zeit immer intensiver wird, je mehr sich das Bild der Straftat zusammensetzt.
„Beim Hunger war es ein Loch gewesen, das ich im Bauch gespürt hatte. Die Einsamkeit war ein Loch, das ich in meinem ganzen Körper spürte, als wäre von mir nur die Hülle eines Menschen übrig geblieben.“
„Wer dazugehören will, muss die Regeln nicht verstehen – er muss sie ertragen können.“
„[…] aber es war nicht diese Stärke, die mich anzog, ich spürte ihren Schmerz. Ich wusste nicht, woher er kam, doch er war da und zog mich an.
Ich glaube, dass wir in unserer Schwäche zueinanderfanden.“
“Der Club” war mein 3. Buch von Takis Würger und obwohl ich anfangs so meine Schwierigkeiten damit hatte, hat Takis es geschafft, einen unglaublichen Sog zu kreieren. Die zweite Hälfte des Buches hab ich an einem Stück gelesen, weil mich die Mystik um den Club vollends gefesselt hat.
Ja, eventuell ist die Geschichte vorhersehbar, eventuell braucht man ein bisschen, um die verschiedenen Charaktere einordnen zu können, aber es lohnt sich trotzdem. Fight Club-Vibes inklusive.
Das Buch habe ich in einer Buchwanderrunde gelesen und bereue es nicht, auch wenn das Buch Schwächen hat.
Stärken sind aufjedenfall die Mehrspektivität und die Entwicklung der Charaktere. Gerade Alex mochte ich anfangs nicht. Ich muss aber auch sagen, dass ein Teil des Endes schnell vorhersehbar war.
Gefallen haben mir die Umsetzung der Themen Freundschaft, Rache und Missbrauch. Letzteres nicht nur auf sexuellen Missbrauch bezogen.
Ein kleines Büchlein mit großem Inhalt. Takis Würger schreibt unglaublich bildhaft, seine Figuren sind extrem realistisch und reißen einen sofort mit. Alle Teile der Geschichte setzen sich nach und nach zusammen und es ist faszinierend, wie Takis Würger mit nur wenigen Worten eine Spannung erzeugt, die einen am liebsten immer schneller lesen lässt.
Hans Stichler, Waise, wächst in einem Kloster auf bis ihn seine Tante endlich nach England holt. Leider nicht ganz ohne Hintergedanken. Er soll sich als Boxer in den elitären Pitt Club einschleichen und für sie ein Verbrechen aufklären.
Obwohl das Buch relativ dünn ist, schafft es der Autor durch seinen direkten Schreibstil und ohne sich im Detail zu verlieren, die Geschichte auf den Punkt zu bringen. Ich fand es sehr atmosphärisch und es hatte eine Sogwirkung.
Es war real erzählt und ich hatte die ganze Zeit den Eindruck, ich lese hier über wahre Begebenheiten. Die elitären Menschen des Pitt Clubs und die Studentenverbindungen von Cambridge regen zum nachdenken an. Das Buch hat mich stellenweise sehr berührt, ich glaube weil die Charaktere nicht positiv sondern mit ihren Fehlern darstellt wurden. Der Machtmissbrauch der Oberschicht, nicht nur gegenüber Frauen, steht hier im Vordergrund.
Auf den wenigen Seiten schafft es die Geschichte, eine Charakterentwicklung bei einer Person zu erzählen die ich richtig gut fand.
Auch mit dem Ende bin ich zufrieden. Man liest durch verschiedene POVs und das machte die Geschichte so spannend. Ich kann das kurzweilige und intelligente Buch für zwischendurch jedem empfehlen.
Rezension | Der Club von Takis Würger Beschreibung
Schon früh verlor Hans seine Eltern, so dass seine Erziehung zum größten Teil die Mönche an seiner neuen Heimat, dem Internat, übernahmen. Kurz nach seinem Schulabschluss holt ihn dann doch noch seine einzige verbliebene Verwandte, seine Tante Alex, an die Cambridge Universität in London. Dort soll Hans ein mysteriöses Verbrechen aufklären.
Obwohl Hans nicht genau weiß auf was er sich da einlässt, beschließt er diesem Abenteuer offen zu begegnen. Unter falschem Namen trägt er sich an der Cambridge Universität ein. Durch sein Hobby, das Boxen, öffnet sich schließlich die Tür zum elitären Pitt Club. Genau dort soll das schreckliche Verbrechen seinen Ursprung genommen haben und Hans muss sich schließlich entscheiden, ob er etwas Falsches tun soll um Gerechtes zu erreichen.
Meine Meinung
Takis Würger’s Roman „Der Club“ ist schon rein äußerlich recht minimalistisch gehalten. Die Farben des elitären Pitt Clubs hinterlegen den Buchtitel sowie die Nennung des Autors und Verlags. Genau dieser reduzierte Stil setzt sich in der Geschichte fort.
In eindrücklicher Sprache schildert Takis Würger die prägende Kindheit von Hans. Er fühlt sich von seiner Tante im Stich gelassen als sie ihn nach dem Tod seiner Eltern nicht zu sich nach England nimmt. Bei den Mönchen im Internat lebt er ziemlich zurückgezogen, nur das Boxen mit dem afrikanischen Koch gibt ihm den nötigen Halt und die Kraft für den Alltag.
Als Hans den Deal mit seiner Tante Alex eingeht, im Gegenzug zu einem Stipendiumsplatz an Cambridge ein Verbrechen in den Reihen des Pitt Clubs aufzuklären, nimmt die Geschichte spürbar an Fahrt auf. Neue Protagonisten betreten die Spielfläche und Hans macht eine spürbare Entwicklung durch. Zum einen findet er zum ersten Mal Anschluss in der Gesellschaft, zum anderen verliebt er sich in die etwas ältere Charlotte.
Zu Beginn steht der Leser genau wie Hans vor dem Rätsel, welches Verbrechen sich in diesen elitären Kreisen ereignet hat. Auch wenn um das Verbrechen bis zuletzt ein großes Geheimnis gemacht wird, kann man doch recht schnell erahnen in welche Richtung das Ganze läuft. So überrascht es dann recht wenig, dass nicht nur Alex für eine Straftat Vergeltung möchte, sondern auch Charlotte in gewisser Weise in die Geschichte verwickelt ist.
Am beeindruckendsten an diesem leicht kriminalistischen Aufdeckungsroman hat mir die Erzählweise von Takis Würger gefallen. In prägnanten und kurzen Abschnitten schlüpft man in die Haut diverser Protagonisten. Die einzelnen Perspektiven werden nicht nur durch die Abschnittsüberschriften, sondern vor allem auch durch stilistische Mittel in der Sprache untermalt. Die einzelnen Figuren nehmen jede für sich genommen, eine unvergleichliche Gestalt mit diversen Charakterzügen an.
Die schonungslose und direkte Art von Alex steht dabei im direkten Kontrast zu Hans schüchternen Wesen das seinen Platz in der Welt noch nicht gefunden hat. Da ist es kein Wunder, dass Alex die Antwort auf die Kernfrage: „Darf man etwas Unrechtes (wie Selbstjustiz) tun, um somit das Richtige (Rache/Gerechtigkeit) zu erreichen?“, für sich schon gefunden hat. Hans hingegen macht sich die Aufgabe, herauszufinden was das Richtige ist, nicht leicht.
Über den Autor
Takis Würger, geboren 1985, berichtete für das Nachrichtenmagazin »Der Spiegel« aus Afghanistan, Libyen und dem Irak. Mit seinen Reportagen gewann er zahlreiche Preise, darunter den Deutschen Reporterpreis und den CNN Journalist Award. Im Alter von 28 Jahren kündigte er seine Arbeit als Reporter und ging nach England, um an der Universität von Cambridge Ideengeschichte zu studieren. Er boxte als Schwergewicht für Cambridge University Amateur Boxing Club, kämpfte gegen Oxford und brach sich eine Rippe und die Hand. Er ist ein Cambridge Blue, Mitglied im Hawk`s Club, bei den Adonians, im Pitt Club und einer Drinking Society, deren Name hier nicht genannt werden darf. Verbrechen hat er in den Clubs keine begangen. (Quelle: Kein & Aber Verlag)
Fazit
Trotz des minimalistischen Stils erzeugt Takis Würger ein emotionales Leseabenteuer bei dem vor allem die Moral auf den Prüfstand gestellt wird. Absolut lesenswert!
Uni. Cambridge. Verbindungen. Und ab geht die Spannung. Das Buch fesselt und reißt mit. Gut und bildhaft geschrieben. Ich finde man spürt ab , dass Takis Würger unterschiedlich im Stil seine Bücher schreibt. Das ist ein anderer als beispielsweise Stella und Noah. Lesenswert!
Große Leseempfehlung für diese fesselnde Geschichte
Worum geht’s?
Was ist der Mensch bereit zu geben um dazuzugehören? Sollte man das Falsche tun, um das Richtige zu erreichen?
—>Bitte nach links wischen für die Inhaltsangabe auf Bild 2.
Mein Leseeindruck:
Ein grandioses Werk! Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Hans Stichler erhält ein Stipendium für die Universität in Cambridge - als Gegenleistung soll er dort ein Verbrechen aufklären. Er schafft es, Mitglied im elitären Pitt Club zu werden und verliebt sich in Charlotte, die ihn in die Bräuche der Snobs einweiht. Schnell merkt er allerdings, dass hinter den alten Mauern der britischen Oberschicht Geheimnisse lauern, über die niemand spricht. Man merkt deutlich das Können Würgers, die Arbeit, die Ideen, die er in seine Werke steckt, das Herzblut für das Schreiben. Nun, die ein oder andere Stelle hätte ich gerne etwas gemächlicher umschifft gehabt. Dennoch, ist jedes Wort, jeder Satz gut durchdacht und stimmig erzählt, die Geschichte beruht teils auf wahren Begebenheiten und gemachten Erfahrungen des Autors, trifft einen mit entsprechender Wucht. Der Sprachstil ist direkt und präzise. Ich werde diese spannende, faszinierende Geschichte nicht vergessen, soviel ist sicher. Sie regt zum Nachdenken an und fordert den Leser heraus. Wirklich ganz groß! Cover und Titel sind für mich stimmig und gefällt mir gut!
Beim Schmetterlingseffekt geht es um die Unvorhersehbarkeit langfristiger Auswirkungen.
Genau das habe ich beim Lesen erlebt. Ein spannender Roman, bei dem mir zwischendurch die Frage kam: 'Wohin will Takis Würger mit der Geschichte?' und komplett in den Bann gezogen war. Die Fäden hat er am Ende gut zusammen gebracht und ein rundes, wenn auch ein Stück weit tragisches Ende kreiert.
Die Geschichte an sich hat das Potential herzzerreißend und fesselnd zu sein. Takis Würger nimmt sich aber leider nicht die Zeit seine Charaktere mit tiefergehenden Charakterzügen zu versehen. Beim Lesen kommen die Emotionen leider nicht ganz hoch, was super schade ist. Die Oberflächlichkeit beraubt einen hier um eine tragische und verworrene Geschichte.
Es hat sich beim Lesen leider viel eher wie ein oberflächlicher Fantasy-Roman oder die Wattpad Geschichte eines kreativen aber leider untalentierten Möchtegern-Autoren angefühlt.
Wenn ihr auf düstere Spannung, gesellschaftliche Kritik und literarische Experimente steht, ist „Der Club“ ein Must-Read! 🌌📖
Was „Der Club“ so besonders macht, sind die verschiedenen Perspektiven. Jede neue Stimme fügt dem Puzzle ein weiteres, überraschendes Stück hinzu – ein literarischer Trick, der mich komplett in den Bann gezogen hat. 🌀✨ Es fühlt sich an wie eine Mischung aus Fight Club und Dark Academia, nur ohne die Fantasy-Elemente, dafür mit umso mehr Abgründen. Die beklemmende Atmosphäre ist nichts für schwache Nerven, aber genau das macht das Buch so eindringlich.
Die Story ist bedrückend, stellenweise sogar schockierend – und doch konnte ich nicht aufhören, weiterzulesen. Das Setting in Cambridge, die präzise Sprache und die moralischen Dilemmata lassen einen auch nach dem letzten Satz nicht los. 💔
Das Buch wird ja sehr gehypt. Der Schreibstil ist auch sehr interessant. Am Ende hatte ich mir sowohl unter dem Buch als auch unter dem Ende (während des Lesens) etwas größeres vorgestellt. Okay zu lesen, aber den Hype nicht wert.