7. Dez.
Ich fand The Climber Band 1 atmosphärisch extrem stark, weil ich den stillen, kompromisslosen Fokus auf Mori und das Bergsteigen sofort gespürt habe. Inhaltlich passiert wenig Action, aber ich mochte, wie eindringlich Einsamkeit, Ehrgeiz und innere Leere dargestellt werden.
Rating:4

Ich fand The Climber Band 1 atmosphärisch extrem stark, weil ich den stillen, kompromisslosen Fokus auf Mori und das Bergsteigen sofort gespürt habe. Inhaltlich passiert wenig Action, aber ich mochte, wie eindringlich Einsamkeit, Ehrgeiz und innere Leere dargestellt werden.

Ich habe The Climber Band 1 als einen sehr dichten und ernsten Einstieg erlebt, der sich klar vom typischen Sport- oder Shonenmanga abhebt. Die Geschichte stellt Mori Buntaro vor, einen verschlossenen Schüler, der kaum Anschluss findet und sich bewusst von anderen Menschen abgrenzt. Als er erstmals mit dem Klettern in Kontakt kommt, wird schnell deutlich, dass es ihm dabei nicht um Wettkampf oder Anerkennung geht, sondern um etwas sehr Persönliches: Kontrolle, Stille und das Gefühl, sich selbst ganz auszuliefern. Inhaltlich konzentriert sich der Band stark auf Moris innere Welt. Ich fand spannend, wie seine Denkweise, sein Stolz und seine soziale Unbeholfenheit nach und nach sichtbar werden, ohne dass alles erklärt oder kommentiert wird. Das Klettern dient dabei weniger als Sport, sondern eher als Spiegel seiner Persönlichkeit. Die wenigen Begegnungen mit anderen Figuren zeigen vor allem, wie schwer es Mori fällt, Nähe zuzulassen. Die Zeichnungen haben mich besonders überzeugt: ruhig, detailliert und oft bedrückend. Die Felsen, Höhen und Körperhaltungen transportieren viel von der Anspannung und Einsamkeit, die die Geschichte prägen. Für mich ist Band 1 ein starker, atmosphärischer Auftakt, der Geduld verlangt, aber dafür eine intensive Charakterstudie bietet – deswegen vergebe ich 4 Sterne.

The Climber, Vol. 1
The Climber, Vol. 1by Hiroshi TakanoViz Media, Subs. of Shogakukan Inc