Schwieriger Einstieg
Der Einstieg in das Buch war für mich relativ schwer. Einerseits, weil viele finnische Begriffe und Namen verwendet wurden, die ich weder kenne noch verstehe. Das hat mich immer wieder aus dem Lesefluss gerissen. Andererseits war mir die Hauptprotagonistin Helle unsympathisch. Im letzten Drittel hat sich das geändert. Genau darin liegt die Stärke dieses Werkes. Am Anfang ist es ein solides Buch, das ich eher als Krimi bezeichnen würde. Es ist ganz amüsant, aber nicht überragend. Das letzte Drittel zieht jedoch ungemein an und erhält seinen Thriller-Vibe, wobei ich eher auf Politik-Thriller stehe. Das hat das Buch für mich persönlich stark aufgewertet und darum die Bewerbung höher als 2,5 bis 3 getrieben. Das Buch beschäftigt sich abseits davon viel mit dem Thema "Frauen in Männerberufen", was damals noch nicht üblich war. Es geht um Selbstkritik und Verunsicherung, aber auch um die Herausforderungen der Polizei in kalten Gebieten und in kleinen Dörfern. Selbst einfachste Aufgaben können unter solchen Bedingungen eine große Herausforderung sein. Ich kann das Buch empfehlen, auch wenn es einige Punkte gibt, die mich gestört haben.

