Evil Things
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Description
Book Information
Posts
Schwieriger Einstieg
Der Einstieg in das Buch war für mich relativ schwer. Einerseits, weil viele finnische Begriffe und Namen verwendet wurden, die ich weder kenne noch verstehe. Das hat mich immer wieder aus dem Lesefluss gerissen. Andererseits war mir die Hauptprotagonistin Helle unsympathisch. Im letzten Drittel hat sich das geändert. Genau darin liegt die Stärke dieses Werkes. Am Anfang ist es ein solides Buch, das ich eher als Krimi bezeichnen würde. Es ist ganz amüsant, aber nicht überragend. Das letzte Drittel zieht jedoch ungemein an und erhält seinen Thriller-Vibe, wobei ich eher auf Politik-Thriller stehe. Das hat das Buch für mich persönlich stark aufgewertet und darum die Bewerbung höher als 2,5 bis 3 getrieben. Das Buch beschäftigt sich abseits davon viel mit dem Thema "Frauen in Männerberufen", was damals noch nicht üblich war. Es geht um Selbstkritik und Verunsicherung, aber auch um die Herausforderungen der Polizei in kalten Gebieten und in kleinen Dörfern. Selbst einfachste Aufgaben können unter solchen Bedingungen eine große Herausforderung sein. Ich kann das Buch empfehlen, auch wenn es einige Punkte gibt, die mich gestört haben.
Worum geht´s? Lappland 1952, Helle Mauser ist Polizistin und wird in ein abgelegenes Dorf in Lappland geschickt um dort das Verschwinden eines Dorfbewohners zu untersuchen. Die Dinge, die sie dort herausfindet, bringen nicht nur sie selbst in Gefahr. Meine Meinung: Mein erster Finnland Thriller, obwohl dieser von einer gebürtigen Russin geschrieben wurde, die ihre Jugend in den USA verbrachte und nun in Frankreich lebt, konnte sie mir ein unglaublich gutes Bild von Lappland geben. Atmosphärisch ist dieses Buch ein echtes Meisterwerk, man spürt die Abgeschiedenheit, die Kälte und die Gewalt der Natur. Das kleine Dorf in der Nähe der sowjetischen Grenze birgt für die junge Polizistin aber nicht nur Ruhe. Vielmehr stößt sie auf die Probleme dieser Region in einer Zeit des herrschenden Kalten Kriegs. Helle Mauser hat es nicht leicht, als Frau in einer männerdominierten Berufswelt wird sie, wie leider zu damaligen Zeit normal, ausgegrenzt, klein gehalten und nicht ernst genommen. Die Autorin zeichnet dieses Probleme mit viel Geschick und erzeugte bei mir einen klareren Blick, auf die Hindernisse, auf welche die Frauen in der damaligen Zeit gestoßen sind. Das Buch ist in meinen Augen allerdings kein Thriller, wer hier Action und Blut erwartet, wird womöglich enttäuscht. Es ist ein intelligenter Kriminalroman, der durch eine scharfsinnige, vielleicht etwas zu raubeinige Ermittlerin überzeugt, die im Alleingang den Fall bearbeitet. Die Charakterzeichnung hat mir wirklich gut gefallen, und ich bin gespannt, ob es hier eine Fortsetzung geben wird. Die Handlung spielt im Jahr 1952, viel kriminalistisches Werkzeug oder Spurensicherungstechnik sind hier durch Helle Mauser nicht nutzbar, vielmehr löst sie den Fall durch die Nutzung ihres Verstandes. Das Buch kommt zwar etwas langsam in Schwung, jedoch empfand ich das als passend und mir fehlte keine Spannung. Fazit: Wer einen intelligenten, ruhigen und politischen Kriminalroman sucht, der sich mit der Thematik des Kalten Krieges auseinandersetzt, sollte dieses Buch lesen. Wer einen spannungsgeladenen Thriller erwartet, könnte enttäuscht werden. Von mir gibt´s 4 von 5 Sternen.
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Schwieriger Einstieg
Der Einstieg in das Buch war für mich relativ schwer. Einerseits, weil viele finnische Begriffe und Namen verwendet wurden, die ich weder kenne noch verstehe. Das hat mich immer wieder aus dem Lesefluss gerissen. Andererseits war mir die Hauptprotagonistin Helle unsympathisch. Im letzten Drittel hat sich das geändert. Genau darin liegt die Stärke dieses Werkes. Am Anfang ist es ein solides Buch, das ich eher als Krimi bezeichnen würde. Es ist ganz amüsant, aber nicht überragend. Das letzte Drittel zieht jedoch ungemein an und erhält seinen Thriller-Vibe, wobei ich eher auf Politik-Thriller stehe. Das hat das Buch für mich persönlich stark aufgewertet und darum die Bewerbung höher als 2,5 bis 3 getrieben. Das Buch beschäftigt sich abseits davon viel mit dem Thema "Frauen in Männerberufen", was damals noch nicht üblich war. Es geht um Selbstkritik und Verunsicherung, aber auch um die Herausforderungen der Polizei in kalten Gebieten und in kleinen Dörfern. Selbst einfachste Aufgaben können unter solchen Bedingungen eine große Herausforderung sein. Ich kann das Buch empfehlen, auch wenn es einige Punkte gibt, die mich gestört haben.
Worum geht´s? Lappland 1952, Helle Mauser ist Polizistin und wird in ein abgelegenes Dorf in Lappland geschickt um dort das Verschwinden eines Dorfbewohners zu untersuchen. Die Dinge, die sie dort herausfindet, bringen nicht nur sie selbst in Gefahr. Meine Meinung: Mein erster Finnland Thriller, obwohl dieser von einer gebürtigen Russin geschrieben wurde, die ihre Jugend in den USA verbrachte und nun in Frankreich lebt, konnte sie mir ein unglaublich gutes Bild von Lappland geben. Atmosphärisch ist dieses Buch ein echtes Meisterwerk, man spürt die Abgeschiedenheit, die Kälte und die Gewalt der Natur. Das kleine Dorf in der Nähe der sowjetischen Grenze birgt für die junge Polizistin aber nicht nur Ruhe. Vielmehr stößt sie auf die Probleme dieser Region in einer Zeit des herrschenden Kalten Kriegs. Helle Mauser hat es nicht leicht, als Frau in einer männerdominierten Berufswelt wird sie, wie leider zu damaligen Zeit normal, ausgegrenzt, klein gehalten und nicht ernst genommen. Die Autorin zeichnet dieses Probleme mit viel Geschick und erzeugte bei mir einen klareren Blick, auf die Hindernisse, auf welche die Frauen in der damaligen Zeit gestoßen sind. Das Buch ist in meinen Augen allerdings kein Thriller, wer hier Action und Blut erwartet, wird womöglich enttäuscht. Es ist ein intelligenter Kriminalroman, der durch eine scharfsinnige, vielleicht etwas zu raubeinige Ermittlerin überzeugt, die im Alleingang den Fall bearbeitet. Die Charakterzeichnung hat mir wirklich gut gefallen, und ich bin gespannt, ob es hier eine Fortsetzung geben wird. Die Handlung spielt im Jahr 1952, viel kriminalistisches Werkzeug oder Spurensicherungstechnik sind hier durch Helle Mauser nicht nutzbar, vielmehr löst sie den Fall durch die Nutzung ihres Verstandes. Das Buch kommt zwar etwas langsam in Schwung, jedoch empfand ich das als passend und mir fehlte keine Spannung. Fazit: Wer einen intelligenten, ruhigen und politischen Kriminalroman sucht, der sich mit der Thematik des Kalten Krieges auseinandersetzt, sollte dieses Buch lesen. Wer einen spannungsgeladenen Thriller erwartet, könnte enttäuscht werden. Von mir gibt´s 4 von 5 Sternen.





