
MEHR DRAMA ALS THRILLER! Lügen, nichts als Lügen von Helen Callaghan konnte mich nicht vollständig überzeugen. Nach einem panischen Anruf Ihrer Mutter wird Sophias Leben schlagartig auf den Kopf gestellt. Als die Mutter tot aufgefunden wird und die Polizei von Suizid ausgeht, beginnt Sophia an dieser Erklärung zu zweifeln. Der Schlüssel zur Wahrheit liegt in versteckten Notizbüchern ihrer Mutter, die eine bislang unbekannte Vergangenheit offenbaren. Schritt für Schritt erfährt Sophia von der Vergangenheit in einer Sekte und davon, wie schnell Abhängigkeit, Manipulation und Kontrolle entstehen können. Das Buch zeigt eindrücklich, wie schwer es ist, Wahrheit von Lüge zu unterscheiden, besonders innerhalb der eignen Familie. Die Geschichte startet sehr dramatisch, entwickelt sich dann aber zunehmend zu einem Familiendrama mit psychologischen Ansätzen. Der Fokus liegt klar auf den Figuren und ihren inneren Konflikten, weniger auf Spannung. Gerade für einen Psychothriller blieb die Spannung eher verhalten und die Handlung zieht sich stellenweise. Ein ganz solides Buch, aber ohne Nervenkitzel, den man von dem Genre erwarten würde.




