Horror at its best. Kylie Lee Baker zeigt, was wirklich guter Horror kann: ...
... nämlich der rassistischen Gesellschaft ihren sehr blutigen Spiegel vorhalten. Alter Falter, was war das für ein Höllenritt!? Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven, aber so gut!!! Es geht schon richtig krass los: Im ersten Kapitel wird Delilah Zeng, die Schwester der Protagonistin, in der New Yorker Subway von einem gesichtslosen Mann mit den Worten "Bat Eater" vor einen einfahrenden Zug gestoßen. Einige Monate später wird Cora Zeng nicht nur von Delilahs mutmaßlichem Geist heimgesucht, sondern kommt als Tatortreinigerin auch einer extrem brutalen Mordserie an asiatischen Frauen auf die Spur, die doch einige Parallelen zum Mord an ihrer Schwester aufweist. Fortan begibt sie sich mit ihren Kolleg:innen Harvey und Yifei sowohl auf die Suche nach dem Mörder als auch nach einer Möglichkeit, die hungrigen Geister der Ermordeten zu besänftigen und in ihre Welt zurück zu geleiten. Das liest sich nicht nur super gruselig, sondern vielmehr extrem beunruhigend. Denn die Morde und die alltäglichen Aggressionen, denen Cora und Co. ausgesetzt sind, legen den antiasiatischen Rassismus in den USA im Zuge des Corona-Ausbruchs 2020 auf eine derart drastische Art und Weise zu Tage, dass einem regelrecht übel wird.































