Bibedi Babedi…. Huch😳
Ich war ja immer ein Fan der Cinderella- Story von Into The Woods. Hochzeit nach drei Tagen, Typ mit Schuhfetisch, mean girl vibes im Alltag… Nope, da war mir die Variante einer realistischen Cinderella doch lieber. Für die böse Stiefmutter hatte ich bis dato nie auch nur einen positiven Gedanken übrig, denn diese Frau war für mich (gemeinsam mit Frollo und Cruella De Vil- ich mein, hallo, die Hunde?!?) immer der Ingebegriff des wirklich Bösen. Inzwischen bin ich aber bereit, mich eines Besseren belehren zu lassen und holyyyy- was für ein Retelling😱 Ich musste Sterne abziehen, weil die Story etwas zäh ist und ich wirklich eeeewig😴 dafür gebraucht habe. Aber davon kann man ganz gemütlich absehen, denn Lady Tremaine ist hier keine Lady. Sie ist eine Kämpferin, die anpackt und ihre Rolle als Mutter in den Vordergrund stellt. Dabei helikoptert sie allerdings nicht um ihre Töchter, wie es eine moderne Tremaine wohl tun würde, um diese zu verheiraten, sondern bringt ihnen echte skills bei und lehrt sie bodenständige Werte und eine Portion Selbstbewusstsein. Diese Lady Tremaine ist keine böse Stiefmutter, sondern eine verkante Witwe, die auch Cinderella nichts Böses will, aber mit jedem Tag genervter von ihrer Zartheit ist. Das kann man nicht brauchen, wenn das halbe Haus verrottet und das Geld schon vor Jahren ausgegangen ist. Lady Tremaine ist die Geschichte einer Frau, die sich ihrem Schicksal nicht ergibt, die ihren Platz in der Gesellschaft kennt, aber nicht über alles stellt und die sich selbst tatsächlich leiden kann. Und wenn wir das nicht lieben, was dann? Sie ist eine Mutter, eine Löwin, eine Naturgewalt mit ruhiger Seite, eine Planerin und ein Vorbild für all ihre Töchter. Ab der Hälfte nimmt die Geschichte an Fahrt auf und man fühlt sich zunehmend abgeholt. 💩 auf den Prinzen, Mädls und Jungs, denn Menschen mit Rückgrad sind das, was wir im Leben brauchen! Denn you are the scariest thing in the woods;)

