
Bell Hooks beleuchtet, wie und dass unsere Kultur Männer dazu erzieht, ihre Emotionen zu unterdrücken und Verletzlichkeit zu vermeiden, was letztlich ihre Fähigkeit einschränkt, Liebe, Verbindung und Selbstverständnis zu erfahren, ohne dabei jemals entfremdend oder anklagend zu wirken. Das Buch ist sehr ehrlich geschrieben und fordert meiner Meinung nach, auf eine konstruktive Weise heraus, die eher zur Reflexion einlädt als zur Abwehrhaltung. Ihre Ideen sind dabei sehr anregend, aber gleichzeitig zugänglich und ich finde, dass es keine These gab die sehr controversial oder far reaching war. Dieses Buch liegt mir sehr am Herzen, und ich wünsche mir, dass es mehr gelesen wird. Besonders von Männern, die ihre Emotionen besser verstehen möchten und merken, dass ihnen Nähe, Verletzlichkeit oder Kommunikation schwerfallen. Es eröffnet einen neuen Zugang zu Männlichkeit, der Raum für Gefühle und echte Verbindung schafft. Genauso ist es aber wertvoll für Frauen und Partner*innen von Männern, die Beziehungsdynamiken besser verstehen, Muster erkennen und Mitgefühl entwickeln möchten, ohne problematisches Verhalten zu relativieren. Ich wünschte, ich hätte es lowkey früher gelesen, und mir vieles vereinfachen können (an dieser Stelle danke an Lotte, die mir das Buch drei Jahre lang geliehen hat). Alles in allem ist es eine sehr zugängliche und bereichernde Lektüre, die einen guten Einstieg in Feminismus darstellt und zeigt, dass es sich um ein Thema handelt, das uns alle betrifft.


