6. Apr.
Rating:4

Kein deeper shit, aber kann zu persönlichen Überlegungen und Erinnerungen motivieren. Würde 3,5 Sterne geben. Ist kein besonderes Buch, aber auch keine vergeudete Zeit

Im Verlauf wird das Buch spannender. Was ich anfangs irritierend, dann aber Klasse fand, ist, dass es keine Hauptfigur im Roman gibt, sondern der Erzähler bei einer Person anfängt und dann in der Erzählung immer zur nächsten Person im Geschehen springt. Ist ein für mich eher seltenerer Erzählstil

Little Fires Everywhere: Reese's Book Club
Little Fires Everywhere: Reese's Book Clubby Celeste NgPenguin Publishing Group
21. Jan.
Rating:3.5

Leicht zu lesen, schwer wegzulegen

Kleine Feuer überall von Celeste Ng hat mich komplett in den Sog gezogen. Kein lautes Drama, keine künstlichen Cliffhanger, aber dieses permanente Gefühl von „ich lese noch ein Kapitel“. Man ist sofort drin und bleibt es auch, obwohl alles ruhig und fast gemütlich erzählt wird. Ein entspannter Read für zwischendurch an, ohne banal zu sein. Gerade deshalb ist es auch ein riesiger Tipp für einen Buchclub oder fürs gemeinsame Lesen. Mit mehreren Leuten wird das Buch noch spannender, weil jede Person andere Figuren, Entscheidungen und Konflikte anders wahrnimmt. Der Gesprächsstoff geht hier definitiv nicht aus, wenn man Lust darauf hat. Und wenn nicht, bleibt es trotzdem ein richtig gutes, fesselndes Buch.

Little Fires Everywhere: Reese's Book Club
Little Fires Everywhere: Reese's Book Clubby Celeste NgPenguin Publishing Group
14. Jan.
Rating:4

Ruhig, aber spannend und gut lesbar

"Kleine Feuer überall" ist ein Roman über zwei sehr unterschiedliche Familien in einer scheinbar perfekten amerikanischen Vorstadt. Als die unkonventionelle Künstlerin Mia Warren mit ihrer Tochter Pearl in das sehr geordnete und durchgeplante Leben der Familie Richardson tritt, geraten festgefügte Lebenskonzepte und Ansichten auf beiden Seiten ins Wanken. Das Buch liest sich flüssig und angenehm und war für mich ein sehr gutes Buch für zwischendurch. Celeste Ng erzählt klar, ruhig und mit einem guten Gespür für Spannung ohne Aufgeregtheit. Es ist nicht sonderlich emotional geschrieben, was ich aber sehr mochte. Der Roman lebt weniger von überraschenden Wendungen als von den schleichenden Konflikten, die sich immer weiter zuspitzen und am Ende eskalieren. Diese Art der Spannung mag ich gerne. Inhaltlich behandelt das Buch alltagsnahe Themen verschiedener Generationen, sodass man sich hier gut wiederfinden kann. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, sodass man selbst auch immer wieder den Blickwinkel wechseln muss. Ein Kritikpunkt ist für mich, dass die Figuren teilweise sehr schematisch angelegt sind, um Gegensätze zu verkörpern (Ordnung vs. Chaos, Abschlussballkönigin vs. Außenseiterin, etc.).

Little Fires Everywhere: Reese's Book Club
Little Fires Everywhere: Reese's Book Clubby Celeste NgPenguin Publishing Group
19. Dez.
Rating:4.5

"It bothers you, doesn’t it?” Mia said suddenly. “I think you can’t imagine. Why anyone would choose a different life from the one you’ve got. Why anyone might want something other than a big house with a big lawn, a fancy car, a job in an office. Why anyone would choose anything different than what you’d choose." Little Fires Everywhere is my first read by Celeste Ng, but I’m pretty sure that it won’t be my last. I could easily have read this book in one go, but life got in the way. I loved the stark contrast between perfect, planned Shaker Heights on one side, where there are rules for everything that the residents must follow like houses can only be painted certain colors (to ensure aesthetic harmony), garbage is never to be put out in front of the house, lawns must always be cut promptly, etc. The city motto says it all: “Most communities just happen; the best are planned” And on the other side artistic and free spirited Mia Warren and her fifteen year old daughter, Pearl who rent an apartment from the Richardsons, a prominent Shaker Heights family. Their lives becoming intertwined in ways they never could have imagined. My favorite character was Izzy. She is a firecracker and I adored her impulsiveness and strong feelings about right and wrong. At just ten years old she was setting free shelter cats.“They’re like prisoners on death row” . Her refusal to conform was thrilling and the toothpick incident had me laughing hard. There was a lot going on in this book, but I found it easy to keep up. It did have a bit of a slow start, but I feel the author was just setting the stage for all that was to come. And later on I was so completely invested into all of the characters lives and I just had to know what was going to happen to them next. I thought that the character development was amazing. Celeste Ng did a phenomenal job. The additional story-line of little Mirabelle McCullough/May Ling Chow was thought provoking and very well done. This was an intriguing and compelling domestic drama. A story about adolescence, race, rules, motherhood, right and wrong, and so much more. A fast and fantastic read.

Little Fires Everywhere: Reese's Book Club
Little Fires Everywhere: Reese's Book Clubby Celeste NgPenguin Publishing Group
11. Sept.
Rating:4.5

Wie eine Psychologische Studie einer Vorstadt und zwei Familien, die unterschiedlicher nicht sein können. Großartiges Buch!

Celeste Ng hat die Fähigkeit, die Charaktere so fein und mit so viel Verständnis zu beschreiben, dass man das Gefühl bekommt, diesen wirklich nah zu sein. Gleichwohl herrscht durchgehend eine Form von Nüchternheit, beides zusammen ist ein interessanterSpannungsbogen. Ihr Roman hat Spannung und ist parallel eine Gesellschaftskritik ohne gehobenen Finger. Ich habe das Buch wirklich sehr gern gelesen.

Little Fires Everywhere: Reese's Book Club
Little Fires Everywhere: Reese's Book Clubby Celeste NgPenguin Publishing Group
2. Sept.
Rating:4

Unausgesprochene Dinge

Wenn Menschen Träumen und sich Dinge denken , nicht fragen , nicht reden , nicht hören . Dann entstehen Missverständnisse aus denen Dramen ihre Wurzeln schlagen. Mia und ihre Tochter sind rastlos unterwegs immer von Ort zu Ort fliehend vor Entscheidungen die mia traf als sie schwanger war, Entscheidungen für sie und ihre Tochter Pearl . Pearl lebt damit, wächst damit auf und ist zufrieden bis die beiden eine neue Heimat finden und Mia hofft das es diesmal ein Zuhause werden könnte. Pearl freundet sich mit den Kindern der Vermieterin mrs. Richardson an und verliebt sich - doch Mrs. Richardson die Journalistin ist kann ihre Neugier nicht lassen und gräbt in Mias Vergangenheit . Kleine Feuer ist eine durchdachte anschauliche Betrachtung von Menschen die Leben , sich gesellschaftlich anpassen und ihre Träume begraben, die handeln ohne nachzudenken und aus inneren Impulsen „ Feuer“ legen ohne es zu merken.

Little Fires Everywhere: Reese's Book Club
Little Fires Everywhere: Reese's Book Clubby Celeste NgPenguin Publishing Group
3. Aug.
Rating:5

Hintergründiger und spannender Gesellschaftsroman.

Der Roman spielt im Spannugsfeld zweier Familien: Die Familie Richardson lebt ein Vorstadtidyll: Grosses Haus, gute Jobs, 4 wohlgeratene Kinder. Pearl und Mia dagegen reisen durch die USA und hangeln sich von Job zu Job und Stadt zu Stadt, voller Idealismus und Kunst aber kaum Geld. Die beiden Familien und Kinder treffen aufeinander und vernetzen sich bis das grosse Chaos ausbricht. Ein sehr spannender, toller Roman, der zum Nachdenken anregt.

Little Fires Everywhere: Reese's Book Club
Little Fires Everywhere: Reese's Book Clubby Celeste NgPenguin Publishing Group
23. Juli
Rating:4

Das Buch beginnt damit, dass das Haus der Richardsons in Flammen steht. Zu dieser Szene kehren wir am Ende des Buchs zurück. Das Haus steht in der wohl spießigsten, perfektesten und geregeltsten Stadt Amerikas. Und Mrs. Richardson glaubt an diese Regeln und dass sie zum einzig wahren glücklichen Leben führen. Nur die jüngste der vier Kinder, Izzy, ist eine Rebellin mit einer sehr komplizierten Beziehung zu ihrer Mutter. Mrs Richardson nimmt aus Gutherzigkeit die alleinerziehende Künstlerin Mia Warren als Mieterin einer Wohnung auf. Deren Tochter Pearl freundet sich sofort mit dreien der Richardson-Kinder an. Doch Mia scheint eine mysteriöse Vergangenheit zu haben, der die Richardsons auf die Spur kommen wollen. Die Handlung springt zwischen den Perspektiven der Figuren hin und her und ist gespickt mit größeren und kleineren Lebensdramen. Das vorherrschende Thema ist Mutterschaft. Die Charaktere fand ich sehr gut ausgearbeitet und auch die komplexen zwischenmenschlichen Beziehungen!! Allerdings nimmt man die Gefühle der Figuren nur oberflächlich und als Beobachter wahr, man fühlt nicht richtig mit. Fand ich jetzt aber nicht übermäßig schade, da für mich das Krimielement im Vordergrund stand. Ein bisschen schade fand ich, dass es am Ende GAR so eindeutig einen Good guy und einen Bad guy gab. Etwas mehr Ambivalenz und Vielschichtigkeit hätte ich dieser Autorin durchaus zugetraut!

Little Fires Everywhere: Reese's Book Club
Little Fires Everywhere: Reese's Book Clubby Celeste NgPenguin Publishing Group
11. Mai
Rating:4

Wo Rauch ist, ist auch Drama 🔥

Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt. Die Geschichte über die scheinbar perfekte Vorstadt die Konflikte zwischen den Bewohnern ist vielschichtig und bewegend. Besonders gelungen finde ich die verschiedenen Perspektiven, durch die man tief in das Innenleben der Figuren eintaucht. Ein starkes Buch über Mutterschaft, Identität und gesellschaftliche Ungleichheit – spannend bis zur letzten Seite.

Little Fires Everywhere: Reese's Book Club
Little Fires Everywhere: Reese's Book Clubby Celeste NgPenguin Publishing Group
3. Mai
Rating:2

Nicht mein Buch. Handlung nicht wirklich vorhanden. List sich eher wie eine Netflix Serie.

Dieses Buch wurde mir empfohlen. Tatsächlich muß ich aber sagen, dass das nicht meine Art von Buch ist. Der Erzähler ist und bleibt stets distanziert zu den Hauptcharakteren. Eine wirkliche Handlung ist in meinen Augen nicht wirklich vorhanden. Es ist eher als würde man eine Serie schauen und den Charakteren bei ihrem Leben zusehen. Zudem kommt es mir so vor, als würde die Schriftstellerin vorgeben wollen für wen man mehr Sympathie entwickeln soll und für wen weniger. Was mir allerdings gefallen hat, war die Art und Weise wie die Übergänge von der Erzählung über einen Charakter in die Erzählung über den anderen Charakter gelaufen ist. Diese gestalteten sich nämlich schön fließend. Erst nach einem Drittel des Buches hat sich herauskristallisiert auf welche Geschichte es hinaus laufen soll. Alles in allem fand ich das Buch aber sehr zäh zu lesen.

Little Fires Everywhere: Reese's Book Club
Little Fires Everywhere: Reese's Book Clubby Celeste NgPenguin Publishing Group
28. Apr.
Rating:4

Das Bild einer Familie, einer Gemeinde, eines Stereotyps

Die Autorin zeichnet ein Bild der Familie Richardson, die durch den Zuzug der andersartigen Mia mit ihrer Tochter aufgerüttelt wird. Die vier Kinder von Elena sind unterschiedlich, aber drei von ihnen sind sehr an Mias Tochter Pearl interessiert. Das rebellische Nesthäkchen freundet sich mit Mia an. Elena Richardson sieht ihre Idylle in Gefahr. Das am Reißbrett entstandene Örtchen Shaker Heights ist mustergültig, aber auch sehr fragil. Phasenweise fand ich die Lektüre etwas ermüdend, aber gerade in den letzten 100 Seiten nahm es richtig Fahrt auf. Ich habe die Serie auf Amazon Prime bisher nicht gesehen, bin aber aufgrund der Besetzung nun durchaus neugierig geworden.

Little Fires Everywhere: Reese's Book Club
Little Fires Everywhere: Reese's Book Clubby Celeste NgPenguin Publishing Group
10. Apr.
Rating:2

Can’t say that I enjoyed this much. This had been long on my to-read list and due to the tv show I was happy to finally dive into this. Unfortunately, getting through the book was so boring and exhausting. Long drawn out passages with unnecessary details, digressions and changes of POV paired with mostly bland characters made this almost unbearable to read. The last third picked up a bit story wise, but overall this is not a book I’d recommend. And I won’t watch the tv show either now.

Little Fires Everywhere: Reese's Book Club
Little Fires Everywhere: Reese's Book Clubby Celeste NgPenguin Publishing Group
11. Feb.
Rating:4

Weiter geht es mit einem weiteren Buch aus dem Reese Witherspoon Bookclub. Ich habe das Buch mit einer Freundin zusammen gelesen, mit der ich mich gerade durch die Buchliste des Buchclubs lese. Und auch diesmal wurde ich absolut nicht enttäuscht. Es war eine super einzigartige Geschichte mit vielen spannenden Entwicklungen und faszinierenden Charakteren, die sich im Verlaufe des Buches immer wieder stark verändern und entwickeln. Am Anfang habe ich ein klein wenig gebraucht, um in das Buch hineinzukommen. Ich kann gar nicht so genau sagen, woran das gelegen hat, aber nach ca. 150 Seiten war ich richtig drin und total von der Geschichte gefesselt. Die Charaktere sind alle wahnsinnig unterschiedlich und hauptsächlich geht es um die Geschichten von verschiedenen Müttern und die alles beherrschende Frage dazu, was eine gute Mutter ausmacht. Dabei lernen wir als Leser:innen viele unterschiedliche Typen von Müttern kennen und fragen uns zwangsläufig selbst, wie wir uns eine gute Mutter vorstellen. Das Buch hat mich selbst als Mutter aber auch als Tochter zum Nachdenken gebracht. Ich habe es geliebt, dass das Buch in den 90ern spielt, denn in der heutigen Zeit wäre die Geschichte vermutlich ganz anders verlaufen. Sie passt einfach wirklich perfekt in die Zeit der 90er. Nun möchte ich gerne auch noch die passende Serie zum Buch anschauen und bin sehr gespannt darauf, wie das Ganze darin umgesetzt wird. Ich möchte auf jeden Fall eine Empfehlung für dieses Buch aussprechen.

Little Fires Everywhere: Reese's Book Club
Little Fires Everywhere: Reese's Book Clubby Celeste NgPenguin Publishing Group
28. Dez.
Rating:4

I honestly don’t know what to say about this book. It’s well written and it made me cry, but overall it made me ask questions I don’t know the answer to. It left me feeling conflicted on every turn and confused at my own indecision. Is it a good book? I think so, yes. It’s just different and not in a bad way. I still don’t know how I feel about it all.

Little Fires Everywhere: Reese's Book Club
Little Fires Everywhere: Reese's Book Clubby Celeste NgPenguin Publishing Group
20. Sept.
Rating:4

Anfangs habe ich mich mit der auktorialen Erzählperspektive und den sprunghaften Beschreibungen des Handlungsablaufs ein wenig schwer getan. Nach und nach entwickelte sich daraus aber eine tolle Geschichte mit einigen interessanten Gedanken und Wendungen - aus vielen kleinen Flammen wurde letztendlich ein großes Feuer. Drama, Spannung und viele Emotionen erwarten den Lesenden bei diesem wunderbaren Buch, welches ich ab der zweiten Hälfte kaum noch aus der Hand legen konnte!

Little Fires Everywhere: Reese's Book Club
Little Fires Everywhere: Reese's Book Clubby Celeste NgPenguin Publishing Group
16. Sept.
Post image
Rating:5

Der zweite Roman von Celeste Ng, den ich gelesen habe und ihren neuesten habe ich noch während ich "Little Fires Everywhere" las, bestellt. Der Schreibstil ist so nachdrücklich ehrlich, dass man gar nicht anders kann, als von den Worten berührt zu werden. Was mich nachhaltig beschäftigt ist die Tatsache, dass ich nie das Gefühl hatte, mich den Figuren gegenüber klar positionieren zu müssen. Dass nicht jede Entscheidung entweder richtig oder falsch ist, und dass man darauf nicht immer eine Antwort braucht. Ich würde behaupten, dass man jede Figur zumindest zu einem kleinen Teil verstehen kann und eine gute Absicht eine Entscheidung nicht automatisch auch gut macht.

Little Fires Everywhere: Reese's Book Club
Little Fires Everywhere: Reese's Book Clubby Celeste NgPenguin Publishing Group
13. Sept.
Rating:4

What a story. Again, a one day read essentially. Could not put it down. The storytelling was magnificent, the plot unique and the characters and their agendas intriguing. Though I still have one issue, I fear sadly for me the author lacks a certain something to fully be able to paint a picture inside my head. I kept reading because I was intrigued and not because I was fully submerged. That’s my only complaint.

Little Fires Everywhere: Reese's Book Club
Little Fires Everywhere: Reese's Book Clubby Celeste NgPenguin Publishing Group
10. Sept.
Rating:4.5

A book that continues to resonate and make you think even after you've finished it.

LITTLE FIRES EVERYWHERE is a book that can easily be read in one go. It's difficult to put it down, especially when you're halfway through, because you just want to know what ultimately led to the fire. But basically, as the title suggests, there are a lot of ‘little fires of everyday life’. Profound themes such as race, right and wrong and motherhood are skillfully embedded in a rather simple plot. Moral questions keep coming up that I thought a lot about, the most important one in the story being: ‘what makes someone a mother?’ A story about family, but above all a character portrait, told slowly, with a lot of thought and love for the few, well-developed characters who are neither all good nor all bad. I found Izzy's relationship with her mother particularly fascinating.

Little Fires Everywhere: Reese's Book Club
Little Fires Everywhere: Reese's Book Clubby Celeste NgPenguin Publishing Group
2. Sept.
Rating:3

Emotionale Geschichte, die leider nicht emotional geschrieben wurde

Das Buch "Kleine Feuer überall" von Celeste Ng ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert, aber es hat mich nicht vollständig überzeugt. Es spielt in der perfekt durchgeplanten Vorstadt Shaker Heights, wo der Rasen maximal 15 cm hoch sein darf und der Müll penibel hinter dem Haus versteckt wird. Alles läuft nach strengen Regeln ab, bis die Geschichte mit einem Paukenschlag beginnt: Das Haus der Familie Richardson steht in Flammen. Schon hier deutet sich an, dass die scheinbar makellose Fassade bröckelt. Die Mutter Elena Richardson und drei ihrer Kinder stehen hilflos vor den Flammen, während alle die Schuld bei der jüngsten Tochter, Isabell, suchen – dem schwarzen Schaf der Familie. Diese Szene zieht den Leser sofort in die Geschichte hinein, und man möchte unbedingt wissen, was zu diesem katastrophalen Moment geführt hat. Ein Jahr zuvor zieht die alleinerziehende Künstlerin Mia mit ihrer Tochter Pearl in die Mietwohnung der Richardsons. Durch Moody, den Sohn der Richardsons, werden sie in das Leben der wohlhabenden Familie hineingezogen. Doch was zunächst wie ein unkompliziertes Zusammenleben wirkt, entwickelt sich schnell zu einer Kette von Ereignissen, die das Leben aller Beteiligten grundlegend verändern. Die Dynamik zwischen den Charakteren erinnert an das, was man aus Serien wie "O.C. California" kennt, nur mit einem Hauch von "Desperate Housewives". Es ist dieses unangenehme Gefühl von Perfektion, das fast zu schön ist, um wahr zu sein. Der Roman wird aus einer auktorialen, allwissenden Perspektive erzählt, was leider eine gewisse Distanz zu den Figuren schafft. Obwohl die Themen – Adoption, Mutterschaft und familiäre Bindungen – emotional aufgeladen sind, konnte ich mich nicht wirklich in die Charaktere hineinfühlen. Der Schreibstil verstärkt diese Distanz und lässt mich als Leserin außen vor. Hier wäre ein intensiverer, vielleicht personaler Erzählstil, wie man ihn von Jodi Picoult kennt, für mich wirkungsvoller gewesen. Hinzu kommt, dass die wechselnden Perspektiven stellenweise verwirrend sind. Oft passiert der Sprung zwischen den Protagonisten mitten im Kapitel oder sogar Absatz, was mir das Lesen manchmal erschwert hat. Man muss wirklich am Ball bleiben, um den Überblick zu behalten. Erst in der zweiten Hälfte des Buches kommt das zentrale Thema wirklich zur Geltung. Ohne zu viel zu verraten, geht es vor allem um die verschiedenen Facetten von Mutterschaft – ein Thema, das mich persönlich nicht besonders fesselt und durch den distanzierten Schreibstil noch weniger nah an mich herankam. Gleichzeitig behandelt der Roman aber auch viele andere spannende Themen wie Rassismus, Wohlstand, Perfektionismus und Selbstbestimmung. Diese moralischen Fragen sind durchaus interessant und regen zum Nachdenken an. Letztlich bleibt "Kleine Feuer überall" für mich ein gutes Buch mit einer interessanten Geschichte, die viele brisante Themen anspricht. Allerdings hat es den Hype, der um das Buch gemacht wird, für mich nicht gerechtfertigt. Trotz des spannenden Plots und der vielschichtigen Thematik hätte ich mir eine intensivere emotionale Verbindung gewünscht. So bleibt es für mich ein solides, aber nicht überwältigendes Leseerlebnis. Schade.

Little Fires Everywhere: Reese's Book Club
Little Fires Everywhere: Reese's Book Clubby Celeste NgPenguin Publishing Group
26. Aug.
Rating:4

More like 3.5 ⭐️ I loved the writing style, the family dynamics and especially the tension that was created in this book. The book circles a lot on the topics of family, motherhood and "good" parenting and explores the expecations from a white-middle class perspective vs. from an immigrants pov/ financially less stable perspective. However, I feel like the book could have done even more. I longed for more intense scenes like the one in the courtroom about the "Oriental Barbie", and the ending did not give me any closure at all (like, I don't mind an open ending, but this felt very unfinished to me).

Little Fires Everywhere: Reese's Book Club
Little Fires Everywhere: Reese's Book Clubby Celeste NgPenguin Publishing Group
13. Juni
Rating:4

“Most of the time, everyone deserves more than one chance. We all do things we regret now and then. You just have to carry them with you.” even though the beginning was slow once i got to know all of the characters it was just amazing, i love the small mystery effect about mias past and looking back i could've never guessed it. even now i'm still thinking abt it and it rly had an impact on me. i couldn't really relate with elena but mia was just such an amazing character!! another one of my fav parts was: “It bothers you, doesn’t it?” Mia said suddenly. “I think you can’t imagine. Why anyone would choose a different life from the one you’ve got. Why anyone might want something other than a big house with a big lawn, a fancy car, a job in an office. Why anyone would choose anything different than what you’d choose.” SO SASSY. i LOVED it!!

Little Fires Everywhere: Reese's Book Club
Little Fires Everywhere: Reese's Book Clubby Celeste NgPenguin Publishing Group
1. Juni
Rating:3

Dieses Buch begegnete mir auf vielen Kanälen im Web und da sich so viele begeistert darüber äußerten, wurde ich neugierig. Ich bin ohne große Erwartungen an die Geschichte herangegangen. Ich kannte weder die Autorin, noch hatte ich anfangs die Inhaltszusammenfassung gelesen. Alles beginnt relativ langsam und ruhig in einer amerikanischen Kleinstadt in den 90ern. Zwei Familien (oder was davon übrig ist), die unterschiedlicher kaum sein könnten in ihrer Lebensweise, treffen aufeinander und ihre Schicksale verweben sich immer intensiver. Mias Tochter Pearl ist häufiger Gast bei den Richardsons, deren Tochter Izzy wiederum findet man oft im Haus der Warrens. Dann stößt man nach und nach auf Geheimnisse, erfährt mehr über die Hintergründe der einzelnen Charaktere und gerät unversehens in einen Strudel hochbrisanter Themen, zu denen insbesondere die weiblichen Protagonisten – Männer spielen in diesem Buch kaum eine Rolle – ihre Meinungen stark vertreten und wenig kompromissbereit sind. Ich muss ehrlich sagen, dass mich irgendwann diese Frauen nur noch nervten. Alles drehte sich um Kinder haben, Kinder wollen, Kinder nicht wollen. Wer hat das Recht auf Mutterschaft, was macht es mit einem, wem gehören Kinder? Fast schon philosophisch muteten einige Dialoge und Gedankengänge an und dennoch trafen alle Protagonistinnen extrem unkluge Entscheidungen für ihr Leben, die für mich als Leserin nicht immer nachvollziehbar waren. Gegenseitiges Vertrauen, miteinander reden, gemeinsames Suchen nach Lösungen – all das sucht man hier vergebens. Konflikte werden entweder unter den Tisch gekehrt, gerichtlich durchgefochten oder man flieht vor ihnen. Ich konnte mit diesen Lebensphilosophien und den Motiven der Handelnden wirklich wenig anfangen. Ich fand ihr Vorgehen zu aggressiv und egozentrisch. Ich kann die Faszination für „Little Fires Everywhere“ nicht nachvollziehen.

Little Fires Everywhere: Reese's Book Club
Little Fires Everywhere: Reese's Book Clubby Celeste NgPenguin Publishing Group
22. Apr.
Rating:4

Zunächst hatte ich ein paar Startschwierigkeiten mit dem Buch, doch dann hat mich die Geschichte gefesselt! Worum geht es? In Shaker Heights scheint alles perfekt zu sein. Familie Richardson lebt schon seit Generationen in dieser Kleinstadt und sind bei allen beliebt. Doch plötzlich brennt ihr Haus nieder und die jüngste Tochter der Familie wird verdächtigt, das Feuer gelegt zu haben. Wie hat mir das Buch gefallen? Mystery? Kleinstadt? Familiengeschichte? Das klingt schon sehr nach einem Buch, das mir gefallen könnte - und so war es letztendlich auch. Am Anfang hatte ich ein paar Schwierigkeiten in die Geschichte zu finden. Als Leser wird man direkt in das Geschehen geworfen, gefolgt von Zeitsprüngen. Aber als ich erstmal alle Charaktere kennengelernt habe, wollte ich immer mehr erfahren. Die Geschichte bis zum Brand wird quasi aufgearbeitet und wir als Leser erfahren nach und nach wie es dazu gekommen ist - und wer den Brand gelegt hat. Mehr als der Brand haben mich jedoch die Charakterentwicklungen interessiert. Zum einen wären da natürlich alle Familienmitglieder der Richardson: Mutter Elena, Vater Bill und ihre Kinder Lexie, Trip, Moody und Izzy. Die Familie vermietet Wohnungen an Menschen, die es im Leben bisher nicht so leicht hatten. Frisch eingezogen sind die Alleinerziehende Mia Warren mit ihrer Tochter Pearl. Pearl und Moody freunden sich an und mit der Zeit ist Pearl ständiger Gast im Haus der Richardson. Auch insgesamt wird die Verbindung zwischen den beiden Familien immer stärker, doch auch die Vergangenheit von Mia wirft immer mehr Fragen auf, so dass Elena Richardson ihre eigenen Nachforschungen anstellt. Auch ich wollte unbedingt wissen, warum Mia noch nicht mal ihrer Tochter irgendetwas aus ihrer Vergangenheit erzählt. Mir hat es unglaublich gut gefallen, dass die ganze Geschichte sich sehr langsam entfaltet hat und zum Schluss hat man ein vollständiges Bild und alles passt zum Schluss zusammen. Erwähnenswert ist es auch noch, dass Celeste Ng es schafft, allen Charakteren Tiefe zu verleihen. Jede*r hat seine Probleme und Wünsche und es ist so interessant, das alles mitzuverfolgen. Ich kann "Little Fires Everywhere" jedem empfehlen, der mal wieder mit Figuren mitfühlen möchte.

Little Fires Everywhere: Reese's Book Club
Little Fires Everywhere: Reese's Book Clubby Celeste NgPenguin Publishing Group
14. Apr.
Rating:3

Geht man völlig ohne Vorkenntnisse in das Buch, so ist man auf den ersten Seiten zunächst verwirrt. Da werden dramatische Ereignisse wie der völlige Niederbrand des Wohnhaus der Protagonisten-Familie Richardson in einem Clevelander Nobelviertel derart sachlich und mit einer emotionslosen Selbstverständlichkeit beschrieben, dass man nicht genau weiß, in welcher Art Genre man sich hier bewegt. Soll das ein Thriller sein? Dann hätte man das Ende nicht gleich auf den ersten Seiten vorweg genommen. Vielleicht doch eher ein Gesellschaftsdrama? Dieses Spiel mit Sprache und Erzähltechnik hat mich zunächst sehr in den Bann gezogen, und ich empfand das Buch als äußerst unterhaltsam. Man bekommt die sechsköpfige Vorzeigefamilie vorgestellt, dazu kommen noch zahlreiche andere Personen aus dem Viertel Shaker Hights, in dem alles wie geleckt aussieht. Doch die heile Fassade trüben die neuen Mieter des Zweithauses der Richardsons, ein Mutter-Tochter-Duo, deren Hab und Gut in einen Golf passt. Kreative Minimalisten treffen auf konservative Traditionalisten. Das birgt Spannungen und letztlich bleibt die Frage des Anfangs offen, wer denn das Haus der Richardsons angesteckt hat. Das Buch verflacht hinsichtlich der Erzähltechniken und der Geschichte leider im Folgenden. Es bleibt so unterhaltsam wie eine x-beliebige amerikanische Vorstadtserie mit klischeehaften Menschen, die alle sehr eindimensional in verschiedene Schubladen passen. Vater Richardson ist der vielbeschäftigte Workaholic, die gefühllose Mutter Elena hält ihren Haushalt steril und achtet auf die Außenwirkung. Die vier Kinder: der Sportler, der Nerd, die Schöne, die Rebellin. Alles eindimensional. Die Geschichte ist stark konstruiert, doch das hätte mich gar nicht so arg gestört. Am meisten regte mich die allwissende Erzählerin auf, die jeglichen Spannungsbogen totschwätzte. Sie weiß einfach alles und hat den Drang, dies auch der Leserschaft mitzuteilen. Da bleibt kein Raum für Phantasie oder Interpretationsspielraum für die Lesenden. Das ist biedere schriftstellerische Handwerkskunst und daher leider nur für mich Durchschnitt, denn das Buch hätte von der Idee her schon Potenzial. Beispiel für den ärgerlichen Erzählstil: zwei Protagonistinnen unterhalten sich, wie die Eine den Adoptionsstreit vor Gericht gewinnen kann. Eine arme Chinesin hatte ihren Säugling vor Verzweiflung ausgesetzt und die nach Nachwuchs gierenden Vorzeigeeheleute bekamen zunächst die Kleine zugesprochen. Doch nun will die leibliche Mutter ihr Kind zurück. Der Adoptionsmutter kommt der Verdacht, dass die Chinesin mittlerweile abgetrieben hat, was sie an Äußerlichkeiten festmacht. Dieser Verdacht wird im Dialog dramatisch aufgebaut. Und als man denkt, jetzt wird es spannend, nun wird detektivisch der Verdacht zur Erkenntnis ausgebaut, kommt die Erzählerin im nächsten Satz und vermeldet, dass an dem Verdacht nichts dran war. Warum dieses dramaturgische Crescendo, wenn statt einem Schlussakkord oder einer galanten Überleitung plötzlich eine Fermate Totenstille vermittelt? Auch weiß die Erzählerin zu berichten, was mit einem Sachverhalt aus dem Jetzt in der fernen Zukunft wird („noch Jahre später schauten sich die Beiden die Fotografien an und zeigten sie ihren Enkeln“). Das wirkt alles wie eine Vorlage für eine neue Netflix-Serie. Und letztlich ist auch der gesellschaftskritische Teil ohne großen Tiefgang. Pubertierende Menschen treffen auf verständnislose Erwachsene, ein paar Gerüchte, etwas Verwechselungskomödie, und wir haben einen fertigen Roman. Trotzdem bekommt er noch drei Sterne, denn ich habe das recht unterhaltsame Buch immerhin mit Interesse zu Ende gelesen.

Little Fires Everywhere: Reese's Book Club
Little Fires Everywhere: Reese's Book Clubby Celeste NgPenguin Publishing Group
14. Apr.
Rating:4

I really enjoyed reading this gripping (if for some readers somewhat slow) little character study. Celeste Ng really has a gift describing people, their motivation, thoughts and habits in a way that is both fascinating but also creepy to a certain degree. I got so involved with Mia's and Pearl's, Moody's and Bebe's and Mrs Richardson's minds that from time to time it became subordinate how the story itself unfolded. That was quite a new experience... but a very welcome one

Little Fires Everywhere: Reese's Book Club
Little Fires Everywhere: Reese's Book Clubby Celeste NgPenguin Publishing Group
2. März
Rating:5

Five stars because I finished this book about four days ago and I'm still thinking about it. The thing that stuck with me most was how she portrayed so many layers of racism so perfectly. I'm sure none of the characters would consider themselves racist at all, but god, the part where Mr. Richardson realizes he can use the other lawyer's positive traits against him because he's Asian, or how Mrs. Richardson and Mrs. McCollough decide that Bebe had probably had an abortion (and spread that rumor, I think?). It's all so...justifiable in the minds of the characters, and all the more insidious for it. It's the same for all of Mrs. Richardson's thought processes, it seems. She's so easily able to twist anything uncomfortable into something that fits her own narrative. I feel like she's a cautionary tale for "nice" people (esp. white ladies) everywhere. I was hoping for some resolution with the abortion storyline, but the more I think about it, the more I think it makes sense that things finished the way they did. I hope that Izzy manages to track down Mia and I hope that Lexie doesn't turn into her mother.

Little Fires Everywhere: Reese's Book Club
Little Fires Everywhere: Reese's Book Clubby Celeste NgPenguin Publishing Group
2. März
Rating:4

Manchmal reicht es, dass mir ein Buch dreimal über den Weg läuft, bis ich es lesen möchte, ohne dass es mich inhaltlich drängt, es lesen zu wollen. Dieses hier lief mir in der Buchhandlung, in Rezensionen hier und im Online Angebot der hiesigen Bibliothek in der Originalfassung über den Weg und so wollte ich es dann auch lesen. Im ersten Drittel fragte ich mich mehrfach, ob dies eines der Bücher ist, die ich nie zu Ende lesen und immer im Hinterkopf haben werde. Aber irgendwas wollte wissen, was da noch kommen kann. Nun, die anderen zwei Drittel später, bin ich froh darüber. Little Fires Everywhere, ein übrigens in so vielen Hinsichten sehr passender Titel, hat vielleicht keine rasend schnelle Handlung aber doch geht es so vorwärts, dass ich es letztendlich in zwei Tagen las. Jedes Mal, wenn man sich eine Meinung von einem der Charaktere festigte, kann sie im nächsten Moment über den Haufen geworfen werden. Eine herrliche Art zu zeigen, dass es immer zwei Seiten einer Medaille gibt. Ich hatte Spaß - unerwarteterweise. Empfehlenswert.

Little Fires Everywhere: Reese's Book Club
Little Fires Everywhere: Reese's Book Clubby Celeste NgPenguin Publishing Group
23. Feb.
Rating:3

Geht man völlig ohne Vorkenntnisse in das Buch, so ist man auf den ersten Seiten zunächst verwirrt. Da werden dramatische Ereignisse wie der völlige Niederbrand des Wohnhaus der Protagonisten-Familie Richardson in einem Clevelander Nobelviertel derart sachlich und mit einer emotionslosen Selbstverständlichkeit beschrieben, dass man nicht genau weiß, in welcher Art Genre man sich hier bewegt. Soll das ein Thriller sein? Dann hätte man das Ende nicht gleich auf den ersten Seiten vorweg genommen. Vielleicht doch eher ein Gesellschaftsdrama? Dieses Spiel mit Sprache und Erzähltechnik hat mich zunächst sehr in den Bann gezogen, und ich empfand das Buch als äußerst unterhaltsam. Man bekommt die sechsköpfige Vorzeigefamilie vorgestellt, dazu kommen noch zahlreiche andere Personen aus dem Viertel Shaker Hights, in dem alles wie geleckt aussieht. Doch die heile Fassade trüben die neuen Mieter des Zweithauses der Richardsons, ein Mutter-Tochter-Duo, deren Hab und Gut in einen Golf passt. Kreative Minimalisten treffen auf konservative Traditionalisten. Das birgt Spannungen und letztlich bleibt die Frage des Anfangs offen, wer denn das Haus der Richardsons angesteckt hat. Das Buch verflacht hinsichtlich der Erzähltechniken und der Geschichte leider im Folgenden. Es bleibt so unterhaltsam wie eine x-beliebige amerikanische Vorstadtserie mit klischeehaften Menschen, die alle sehr eindimensional in verschiedene Schubladen passen. Vater Richardson ist der vielbeschäftigte Workaholic, die gefühllose Mutter Elena hält ihren Haushalt steril und achtet auf die Außenwirkung. Die vier Kinder: der Sportler, der Nerd, die Schöne, die Rebellin. Alles eindimensional. Die Geschichte ist stark konstruiert, doch das hätte mich gar nicht so arg gestört. Am meisten regte mich die allwissende Erzählerin auf, die jeglichen Spannungsbogen totschwätzte. Sie weiß einfach alles und hat den Drang, dies auch der Leserschaft mitzuteilen. Da bleibt kein Raum für Phantasie oder Interpretationsspielraum für die Lesenden. Das ist biedere schriftstellerische Handwerkskunst und daher leider nur für mich Durchschnitt, denn das Buch hätte von der Idee her schon Potenzial. Beispiel für den ärgerlichen Erzählstil: zwei Protagonistinnen unterhalten sich, wie die Eine den Adoptionsstreit vor Gericht gewinnen kann. Eine arme Chinesin hatte ihren Säugling vor Verzweiflung ausgesetzt und die nach Nachwuchs gierenden Vorzeigeeheleute bekamen zunächst die Kleine zugesprochen. Doch nun will die leibliche Mutter ihr Kind zurück. Der Adoptionsmutter kommt der Verdacht, dass die Chinesin mittlerweile abgetrieben hat, was sie an Äußerlichkeiten festmacht. Dieser Verdacht wird im Dialog dramatisch aufgebaut. Und als man denkt, jetzt wird es spannend, nun wird detektivisch der Verdacht zur Erkenntnis ausgebaut, kommt die Erzählerin im nächsten Satz und vermeldet, dass an dem Verdacht nichts dran war. Warum dieses dramaturgische Crescendo, wenn statt einem Schlussakkord oder einer galanten Überleitung plötzlich eine Fermate Totenstille vermittelt? Auch weiß die Erzählerin zu berichten, was mit einem Sachverhalt aus dem Jetzt in der fernen Zukunft wird („noch Jahre später schauten sich die Beiden die Fotografien an und zeigten sie ihren Enkeln“). Das wirkt alles wie eine Vorlage für eine neue Netflix-Serie. Und letztlich ist auch der gesellschaftskritische Teil ohne großen Tiefgang. Pubertierende Menschen treffen auf verständnislose Erwachsene, ein paar Gerüchte, etwas Verwechselungskomödie, und wir haben einen fertigen Roman. Trotzdem bekommt er noch drei Sterne, denn ich habe das recht unterhaltsame Buch immerhin mit Interesse zu Ende gelesen.

Little Fires Everywhere: Reese's Book Club
Little Fires Everywhere: Reese's Book Clubby Celeste NgPenguin Publishing Group
17. Feb.
Rating:2

Nicht so meins

Der Einstieg fiel mir sehr schwer, da es viele Charaktere und Erzählperspektiven gibt. Dies habe ich bisher noch in keinem anderen Buch gelesen. Teilweise schweifen die Erzählungen einzelner Charaktere zu sehr ab. Auch wenn es die Autorin geschafft hat, mich als Leserin bis zum Ende zu "binden", fehlte mir ein richtiger Höhe-/Wendepunkt. Das Buch hat mich mit einem merkwürdigen, eher negativem Gefühl zurück gelassen. Die Prime Serie habe ich nicht geschaut, reizt mich aufgrund o.g. Gründe auch nicht. Da ich jedoch vorher wusste, dass es eine Serie dazu gibt, bin ich vielleicht auch mit zu großen Erwartungen an das Buch rangegangen.

Little Fires Everywhere: Reese's Book Club
Little Fires Everywhere: Reese's Book Clubby Celeste NgPenguin Publishing Group