Wer bin ich, wenn alle mich in eine Schublade pressen, in die ich nicht passen?
Liz träumt vom College, einer Privatuni, die sie nur erreichen kann, wenn sie ein Stipendium und einen Platz im Orchester bekommt. Für sie, die schon ewig Klarinette spielt, dürfte dies nicht so schwer werden. Als sie aber die Absage für das Stipendium, nicht aber für ihre Zulassung erhält, ist sie hin und her gerissen. Es war der letzte Wunsch ihrer verstorbenen Mutter und auch ihr größter Traum auf das College ihrer Mutter zu gehen und Hämatologin zu werden, gleichzeitig weiß sie aber, dass sich ihre Großeltern niemals die Collegegebühren leisten können. Da bleibt für sie nur ein Ausweg: Das Rennen um die Krone beim Prom, denn dieses ist das Jahreshighlight in der Kleinstadt und der Highschool. Schlecht nur, dass sie als PoC, Nerd und queere Jugendliche da kaum eine Chance hat. Und dann taucht da immer wieder diese neue Schülerin auf. Mich hat das Buch sehr gefesselt, die Situation ist sehr eindrücklich beschrieben. Man kann mit Liz wirklich mitfühlen und merkt, wie wichtig ihre Zukunft ihr ist und warum es dieses College sein muss. Gleichzeitig wird den Lesenden immer wieder gezeigt, wie schwer es als PoC doch immer wieder ist, in einer weißen Welt aufzuwachsen. Als auch ihre beste Freundin sich dann queerfeindlich äußert, weiß Liz nicht mehr weiter. Dabei ist sie doch bloß Liz, mit allen Ecken und Kanten. Ich konnte Liz Verzweiflung gut nachfühlen, ihre Sorge um ihren Bruder, der an Sicherzellenanämie leidet. Und auch der Beginn der Liebesgeschichte zwischen Mack und Liz ist wunderbar beschrieben, aber auch, was es mit einer Beziehung macht, diese geheim halten zu müssen. Ein wunderbares Buch über Mut, Liebe und Empowerment.





















