Mein Monatshighlight!
Ich bin Parallelleserin durch und durch, ich kann oft gar nicht länger als 50-100 Seiten am Stück bei ein und demselben Buch bleiben, sondern muss dann oft zu einem anderen switchen. Es gibt nur wenige Bücher, wo ich lese und lese und gar nicht merke, wie die Seiten so davon fliegen. Fireman von Joe Hill gehört zu diesen Büchern. Einmal kurz auf geschaut - schwupps, 200 Seiten vorbei. Dabei handelt es sich hier nicht um den klassischen Pageturner, weil uns ein Cliffhanger nach dem anderen ins Gesicht springt und sooo actionreich ist es auch echt nicht. Es ist eher ein ruhigeres Buch, das so vor sich hin plätschert und trotzdem zu keinem Zeitpunkt langweilig wurde oder sich zog. Wenn gleich es durchaus auch seine Momente hat, wo man es nicht weg legen kann, weil man wissen MUSS wie es weiter geht. Die über 900 Seiten habe ich auf jeden Fall gar nicht gemerkt. Mit Fireman taucht man in eine sehr bildgewaltig beschriebene Endzeit-Welt mit wirklich gutem Worldbuilding. Doch das alleine ist es nicht, was das Buch für mich so ausmacht. Allen voran der soziologische Aspekt, der einen großen Teil des Buches einnimmt, hat mich so begeistert an diesem Buch - soziales Gefüge und Gruppendynamiken spielen hier eine große Rolle. Schade fand ich nur, dass die titelgebenden Figur insgesamt eher eine Randfigur (örtlich quasi im wahrsten Sinne des Wortes) bleibt und dadurch manchmal etwas flach wirkt. Das ist aber auch vielleicht “Meckern auf hohem Niveau", weil man zu schnell, zu sehr den Sohn mit dem Vater vergleicht, der ja nunmal gerade in Charakterentwicklung einfach ein wahrer Meister ist. Und den Anspruch nur aufgrund seiner Abstammung zu erheben, genau da ran zu kommen, ist einem Joe Hill als Autor gegenüber vielleicht auch nicht immer ganz gerecht. ^^ Mal davon ab, dass mich das Buch trotz dessen einfach nur sau gut unterhalten hat! Für mich ist es mein Monatshighlight im März.












