Zuhause ist vorübergehend geschlossen
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
Lieferung frei Haus: Ein alter Mann und viele Fragen
Wenige Tage vor Weihnachten klingelt es bei Annett und jemand stellt ihr einen älteren Herrn mit Koffer auf die Türschwelle. Nationaler Ausnahmezustand. Die Altenpflege streikt, alle Bewohner müssen in Privathaushalte umquartiert werden. Annetts Helferherz wagt es nicht, zu widersprechen. Während die achtjährige Tochter den fremden Großvater sofort adoptiert, gehen Teenagersohn und Ehemann auf die Barrikaden. Annett kämpft für ein friedliches Miteinander unter ihrem Dach. Doch dann bemerkt sie, dass etwas mit der Identität des neuen Mitbewohners nicht stimmen kann …
Streikende Pflegekräfte, geschlossene Seniorenheime – von wegen besinnliche Weihnachtszeit!
Ein Roman, der mit Leichtigkeit und Humor von einem Thema erzählt, das uns früher oder später alle betrifft – das Älterwerden und die Frage: Wer kümmert sich dann? Als Drehbuchautorin gelingen Antje Huhs wunderbar bildhafte SzenenBook Information
Author Description
Antje Huhs wurde 1977 in Bremen geboren. Während der Grundschulzeit fing sie an, Geschichten ins Schulheft zu schreiben, weil sie immer mehr Worte hatte als Zuhörer. Seit dem Studienabschluss schreibt sie für diverse Fernsehformate in unterschiedlichen Funktionen. ›Zuhause ist vorübergehend geschlossen‹ ist ihr Romandebüt.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Geschichte einer fiktiven Pflegekrise aus unterschiedlichen Perspektiven. Kurz vor Weihnachten hat das Pflegepersonal die Nase voll und alle Angestellten der Altenpflege streiken. Die Bewohner werden als „Gäste“ Familien zugeteilt, wenn möglich ihren eigenen, wenn nicht, auch fremden. So kommen Anett und ihre Familie unerwartet zu einem Gast, der das Familienleben durcheinander und einiges ans Licht bringt. Andere Perspektiven steuern ein Pfleger und eine Verwaltungsbeamtin bei und es entwickelt sich eine Geschichte mit wiederkehrenden Begegnungen. Alle Figuren sind lebendig gezeichnet und lebensnah. Am Ende hat die Krise Spuren hinterlassen, die sie vielleicht überdauern.
Eine entzückende, fiktive Geschichte um eine Familie, mehrere alleinstehende Personen, Senioren und Pflegefachkräfte/Pflegenotstand. In der Vorweihnachtszeit streiken die Altenpfleger, die Heime werden geschlossen und die Senioren - gesetzlich verordnet - auf die Bevölkerung verteilt. Dabei entstehen Probleme und Verwicklungen. Ein gut ausgedachtes Szenario, humorvoll, mitfühlend umgesetzt und mit guten Denkanstößen versehen. Es stellt sich die Frage, wie ich selbst handeln würde. Bin ich bereit anzupacken, Fehler im System aktiv anzugehen, aufzudecken oder bleibe ich bequem mit der Einstellung: Das geht mich nichts an, sollen doch "die da oben"? In der Story werden nicht vordergründig die Probleme in der Pflege aufgegriffen, sondern es wird erzählt, dass es auch mich persönlich etwas angeht und welche Auswirkungen in der Gesellschaft fehlende Pflegeeinrichtungen hätte. Interessant sind auch die Probleme der einzelnen, die tiefgreifende Fragen des zwischenmenschlichen Lebens anreißen. Das hat mir gut gefallen. Auch dass diese Geschichte in der Weihnachtszeit- der Zeit der Liebe, Besinnung und Familie - verortet wird. Gut geschrieben, leicht zu lesen. Weihnachtliche Stimmung kommt, auch stellenweise humorvoll, rüber. Passt in die Adventszeit, muss aber nicht. Ich habe es gern im Oktober gelesen.
Warmherziger Winterroman mit Thema Pflegenotstand
In der Adventszeit sorgt ein Streik der Altenpflegekräfte für die Ausrufung eines nationalen Ausnahmezustands. In der Folge sind alle Pflegeheime geschlossen und per Beschluss werden alle Bewohner in Privathaushalte umquartiert – quasi Lieferung frei Haus. So landet auch bei Annette und ihrer Familie ein neuer Mitbewohner – für Herrn Jankowski muss der Teenager-Sohn sein Zimmer räumen. Schnell sind alle leicht überfordert und reagieren unterschiedlich gestresst, nur die achtjährige Tochter geht sehr entspannt mit dem vorübergehenden Gast um. Parallel wird ein pflegebedürftiger Herr von seinem Sohn gesucht, der bei diesem untergebracht werden sollte, jedoch nie dort eingetroffen ist. Annettes Familie hingegen stellt sich die Frage, ob Herr Jankowski überhaupt der ist, der er vorgibt zu sein... Antje Huhs entwirft in humorvollem Kontext ein interessantes Szenario zum brandaktuellen Thema Pflegenotstand. Keinesfalls wird einfach mal selbstlos zugepackt und geholfen und auch Zusammenhalt ist keinesfalls selbstverständlich, auch wenn das hier amüsant verpackt wird. Das zutiefst Menschliche in dieser für alle herausfordernden Situation wird ernsthaft und doch mit Leichtigkeit aufgegriffen. Besonders deutlich wird, dass Altenpflege nichts ist, was einfach nur bürokratisch zu lösen gilt, sondern jeden einzelnen von uns (auch ganz persönlich) etwas angeht. Schön geschrieben, sehr passend für Winter –/Weihnachtszeit und sehr gut eingelesen von Vera Teltz, die besonders gut die älteren Stimmen von den jüngeren abgrenzen kann. Ich hatte schöne Hörstunden!
Aufgrund von Personalmangel und Streik der Pflegefachkräfte werden im Landkreis Parchenau die Heime geschlossen, die betagten und teils pflegebedürftigen Bewohner müssen von ihren Angehörigen abgeholt werden oder werden an Privathaushalte verteilt. Margrit ist für die Verteilung der Heimbewohner zuständig. Die Empörung in der Bevölkerung ist groß, kaum jemand ist bereit, eine fremde Person auf unbestimmte Zeit bei sich zu beherbergen. Als Milosz möchte seinen Vater abholen möchte, muss er feststellen, dass dieser bereits abgeholt wurde. Er bittet seine frühere Schulkameradin Margrit, ihm bei der Suche nach seinem Vater zu helfen. Herr Jankowski wurde dem Haushalt von Annett und Stefan zugeteilt. Kurzerhand beschließt Annett, den 93jährigen im Zimmer ihres 15jährigen Sohnes Bela unterzubringen. Bela ist nicht begeistert, während seine 8jährige Schwester Levke gern Zeit mit dem neuen Mitbewohner verbringt „Stell dir mal vor, du bist alt und niemand will dich haben.“ Nachdem Herr Jankowski sich bei Levke als Peter vorstellt, er aber laut der Akten Ivo heißt, überlegt Annett, ob der alte Herr dement ist oder nicht der, der er vorgibt zu sein. Lennart, 25, ist Pflegefachkraft. Er lebt in einer WG und ist in seine Mitbewohnerin Nuca verliebt. Das Fernsehen lädt ihn zu einer Talkshow ein, in der er mit einigen Experten, darunter der Gesundheitsministerin, über die Situation in der Pflege sprechen soll. Nach der Talkshow steigen seine Followerzahlen auf Instagram in astronomische Höhen. Ich habe das Buch sehr gern gelesen, das Thema Pflegenotstand ist brandaktuell. Als wir vor einiger Zeit der Stadt die Wohnfläche unserer Immobilie angeben mussten, haben wir überlegt, was der Sinn dieser Befragung ist, ob wir Geflüchtete zugeteilt bekommen, wenn wir genug Platz haben? Insofern kommt mir das Szenario in dem Buch nicht ganz abwegig vor. Der Schreibstil ist bildhaft und dialogreich, mit interessanten Einblicken in das Leben einer deutschen Durchschnittsfamilie, einer WG und einer alleinstehenden Verwaltungsangestellten. Das Buch endet an Weihnachten und ist auch deswegen bestens als Lektüre für den Advent geeignet.
Ein Buch, das mit seiner Fiktion die Finger in die Wunden legt 🫂🧼🔐
Antje Huhs entführt ihre Leser*innen in die Nähe einer Kreisstadt, in die vermeintliche Familienidylle von Annett und Stefan mit ihren Kindern Levke und Bela mit Tante Britt und deren eigener Familie nebenan. Die Autorin lässt uns Margrit kennenlernen, die im örtlichen Rathaus arbeitet und alleine mit ihrer Katze Kandinsky lebt und wir lernen Lennart kennen, der vor wenigen Jahren gegen den Rückhalt seiner Familie die Ausbildung zum Pflegefachmann absolviert hat. Die Pflege steckt in der Krise. Lennart hat einen gut laufenden Instaaccount, mit dem er über seine berufliche Situation aufklärt. Er selbst hat gerade Urlaub, als von heute auf morgen alle Pflegekräfte ihre Arbeit niederlegen und streiken. Keine Gewerkschaft steckt dahinter, also wird Lennart der vermeintliche Aufruf zum Streik angedichtet. Irgendwer muss ja schuldig sein! Wohin mit den Bewohner*innen? Sie werden auf alle Privathaushalte mit ausreichend Platz zwangsverteilt; diese Aufgabe wird Margrit anvertraut, die sich damit in der Gemeinde natürlich mehr Feinde als Freunde einhandelt. Annett ist völlig überrumpelt, als vor ihrer Haustür ein älterer Herr abgeliefert wird, der so gar nicht zu dem zu passen scheint, was in seiner mitgelieferten Pflegedokumentation geschrieben steht. Der Hausegen steht schief. Margrit begegnet unterdessen ihrem alten Schulfreund, dessen Vater bei der Umquartierung verloren gegangen ist, während Lennart versucht, der Wut der Nation zu entfliehen. Trotzdem ich mir mehr Sentimentalität in Anetts Familie erhofft hätte, gelingt es Antje Huhs nicht nur darauf aufmerksam zu machen, wie systemrelevant die professionelle Pflege ist, wie wenig unsere Gesellschaft sich dieses klar macht und wie weit sie weg ist von der früher so selbstverständlichen familialen Sorgekultur. Ihr gelingt es auch, die vielen aktuellen Forderungen und Ideen, wie z.B ungelernte Fachkräfte einzubinden etc. mit wenigen Sätzen in die so notwendige kritische Beleuchtung zu setzen (mein persönlicher Gänsehautmoment in diesem Buch!) und auch den Zwispalt in den Generationen der Pflege zu beleuchten. Dieses wertvolle Buch wird die Krise nicht abwenden, zeigt aber realitätsnah, dass die Suche nach einem Buhmann immer eint und dass die eigentliche Problemlage nicht angegangen wird. Und ganz nebenbei finden auch ein Bisschen Herzschmerz, bunte Torten und Familiendrama ihren Platz in der Geschichte 💕

Besinnliche Weihnachtszeit? Oder Nationaler Ausnahmezustand?
Nur wenige Tage vor Weihnachten steht ein älterer Herr mit Koffer vor Annetts Tür. Es herrscht nationaler Ausnahmezustand aufgrund von streikenden Pflegekräften, sodass die Bewohner von Altenheimen zu Privatpersonen umquartiert werden müssen. Während die achtjährige Tochter die Gesellschaft eines Opas (auch wenn nicht ihres eigenen) sehr genießt, sind Ehemann und Teenager-Sohn (der auch noch sein Zimmer an den Gast abgeben muss), alles andere als begeistert. Und dann spitzt sich die Lage auch noch zu, als klar wird, dass der ältere Gast auch noch etwas Wichtiges vor seiner Gastfamilie verheimlicht. Ein wunderbar herzerwärmender (Winter-/Weihnachts-) Roman, der ein durchaus ernstes Thema in den Vordergrund rückt, das uns alle früher oder später betrifft: Das Älterwerden und die Menschen, die "sich kümmern".
Hörbuch ° amüsant ° wichtige Themen
Autorin: Antje Huhs Buch: Zuhause ist vorübergehend geschlossen Genre : Roman Hörbuch Zeit : 9 h 17 min 🎧🎧🎧🎧🎧 Klappentext: Streikende Pflegekräfte, geschlossene Seniorenheime – von wegen besinnliche Weihnachtszeit! Als es kurz vor Weihnachten bei Annett an der Tür klingelt und jemand einen älteren Mann bei ihr abgeben will, ist sie vollkommen überrumpelt. Obwohl sie dem Herrn noch nie begegnet ist, soll sie ihn bei sich aufnehmen. So steht es in der Eilverordnung der Regierung. Die Altenpflege streikt, alle Seniorenheime müssen geschlossen werden. Auch wenn Annett eigentlich helfen möchte, überfordert der neue Mitbewohner die Familie schnell und es ist klar: Er kann nicht bleiben. Aber wohin mit ihm? Plötzlich scheint eine Lösung in Sicht: Annett erfährt, dass ihr 93-jähriger Gast einen Sohn hat. Doch wo ist dieser und warum hat er seinen Vater nicht selbst aufgenommen? 🎧🎧🎧🎧🎧 Meine Meinung: Die Grundgeschichte, Altenpflege, Patienten, Streik, Unterbezahlung und Unterbelegung ist absolut zeitnah und realitätsnah. Das sich ein Pfleger nun dem Problem annimmt und dies in einer Fernsehshow retten will ist toll, bloß blöd, das es dann nach hinten los geht . Bei den Konsequenzen musste ich das erste Mal so herzlich lachen , das ich das Hörbuch überhaupt nicht mehr weglegen wollte. Die "alten" haben es in sich, sind überhaupt nicht "tüttelig" oder "dumm". Sie werden viel zu oft unterschätzt, auch im wahren Leben. Nur weil es Mal anstrengend ist, oder jemand eine Krankheit hat die herausfordernd ist, sollte man sie dennoch lieben. Dieses Hörbuch behandelt viele wichtige Themen, die auch in der Politik nochmals zur Sprache he kommen sollte, überhaupt sollten wir unsere blickweise teilweise überdenken. 🎧🎧🎧🎧🎧 Fazit: Ein Hörbuch mit wichtigen Themen. Tolle Hörbuchstunden , für jede Jahreszeit geeignet.

„Stell Dir mal vor, Du bist alt und niemand will Dich haben.“ Diese Geschichte hat mich vom ersten Satz an gefesselt - mit so viel Herz, Humor und einer Prise Gesellschaftskritik, dass ich bis zur letzten Seite mitgerissen wurde. Kurz zur Handlung: Kurz vor Weihnachten klingelt es bei Annett - und plötzlich steht ein 93-jähriger Herr mit Koffer und unbekannter Vergangenheit bei ihr im Wohnzimmer. Eine Eilverordnung: Der Pflegenotstand macht's nötig, Heime sind geschlossen, und Privathaushalte müssen einspringen. Was anfangs wie eine skurrile Ausnahmesituation wirkt, entwickelt sich zu einem emotionalen Familien- und Gesellschaftsroman rund um Verantwortung, Einsamkeit und Zugehörigkeit. Was mich besonders begeistert hat waren zB die Figuren: Annett mit ihrem Helferherz, ihr Ehepartner und der Teenager-Sohn, die achtjährige Tochter, der alte Herr - alle sind so echt, mit Ecken und Kanten, dass man sie ins Herz schließt. Dann natürlich die Thematik: Pflege, Altersversorgung, familiäre Schuldgefühle - keine einfachen Themen, aber Antje Huhs schafft es, sie mit Leichtigkeit und Tiefe zu erzählen. Ich habe gelacht, gestaunt und war berührt - eine wunderschöne Mischung aus leichter Unterhaltung und nachdenklichem Lesestoff. Und auch der Aufbau hat mir besonders gefallen: Es gibt Wendungen, überraschende Momente und genug Spannung, dass sich die vermeintlich klare Lösung doch noch einmal dreht. Mein kleines Fazit für euch: Wenn ihr ein Buch sucht, das mehr ist als nur „gemütliches Lesen“, das Themen anspricht, die uns alle irgendwann betreffen, und dabei trotzdem charmant, warmherzig und mit einem Augenzwinkern erzählt wird – dann ist dieses genau euer Buch. Ich empfehle es absolut! Habt ihr Lust, mal etwas anderes zu lesen als die typischen Weihnachtsromane? Dann greift zu Zuhause ist vorübergehend geschlossen – ich verspreche euch: Es wird euch überraschen und noch lange nachklingen.

Lädt zum Schmunzeln und Nachdenken ein
Zu Hause ist vorübergehend geschlossen - ein Hörbuch was zum Schmunzeln aber auch Nachdenken einlädt. Die Sprecherin Vera Teitz hat das Hörbuch richtig gut vorgetragen, sodass es mir eine Freude war, ihr zuzuhören. Pflegenotstand, Streik und geschlossene Seniorenheime - ein Szenario, was hier bewusst überspitzt dargestellt wird aber garnicht so unwahrscheinlich erscheint. Durch die Kombination aus Humor und mögliches Szenario lädt das Hörbuch nicht nur zum Schmunzeln ein, sondern regt auch zum Nachdenken an. Was muss sich ändern, dass es wirklich nicht irgendwann so änden wird? Ich musste wirklich oft Schmunzeln, aber einige Szenen hallen bei mir auch noch etwas nach, vor allem, da ich mit pflegenden Angehörigen zusammenarbeiten und den Blick hinter die Kulissen nachvollziehen kann. Ein Buch, dass zwischen überspitzten Szenen und Realität schwebt.
Ich wurde vom Cover des Buches auf den Klappentext neugierig, und weil ich eine seichte Geschichte mit ein wenig Humor erwartete, wollte ich deren Inhalt unbedingt erfahren. Plötzlich klingelt es an der Tür und ein alter, pflegebedürftiger Herr steht davor. Neben ihm sein Pfleger, der all seine Papiere dabei hat und den Mann einfach bei Annett lässt. Pflegenotstand, das Personal streikt und die Bewohner der Altenheime werden an die Bevölkerung verteilt. Und das kurz vor Weihnachten! Was zuerst wie ein schlechter Scherz klang, wird jedoch zur Realität. Welche Auswirkungen hat es auf die Gesellschaft, wenn die Pflegeheime dicht machen würden? Wer kümmert sich um die kranken, bedürftigen Menschen? Und was würde sich ändern? Es werden hier einige Sichtweisen aufgezeigt, aus Sicht der Altenheimbewohner, der Pfleger, der Angehörigen und anderer. Antje Huhs schreibt mit einer gehörigen Prise Humor und Raffinesse. Sehr anschaulich werden die Gegebenheiten beschrieben, und ich habe mich immer öfter dabei erwischt zu überlegen, was ich in so einer Situation tun würde. Hauptsächlich werden die zu pflegenden Personen an ihre Familienangehörigen "ausgeliefert", aber wenn es keine gibt, dann müssen auch andere ihre Wohnungstür öffnen. Anweisung vom Staat. Das Hörbuch war für mich eine gute Wahl, denn ich mag die Stimme von Vera Teltz sehr gerne. Sie löst bei mir immer ein heimeliges Gefühl aus. Ich konnte ihr sehr gut folgen. Wo ich zu Beginn noch gut in die Handlung hineingefunden habe, so hat es mich zwischenzeitlich wieder ein bisschen verloren. Die unterschiedlichen Charaktere haben sich schnell abgewechselt, sodass ich manchmal nicht recht wusste, bei wem wir uns gerade befinden. Der weihnachtliche Flair hat mir hingegen sehr gut gefallen, so hatte es die ganze Zeit eine besondere Stimmung und das hat sich auch auf die Gemütslage der Charaktere erstreckt. Insgesamt wurde ich gut unterhalten und es wurden mir einige Dinge aufgezeigt,die mir bis Dato vielleicht noch nicht so präsent waren. Oder ich habe mich einfach vorher noch nicht damit beschäftigt. Es ereignen sich zwischenmenschliche Verbindungen,die vorher nicht für möglich gehalten wurden. Trotzdem muss ich leider anmerken,dass mich manche Aspekte innerhalb der Geschichte nicht so abgeholt haben und die wahrscheinlich auch nicht in Erinnerung bleiben werden. Eine schöne weihnachtliche Geschichte mit einem wahren Kern!

Humorvolle Gesellschaftskritik
"Zuhause ist vorübergehend geschlossen" von Antje Huhs habe ich als Hörbuch genossen, eingelesen von Vera Teltz. Es ist kurz vor Weihnachten und bei Annett klingelt es. Vor der Tür stehen ein jüngerer und ein alter Herr, der eine Stehlampe dabei hat. Herr Jankowski, so heißt der alte Herr, soll ab sofort bei ihr wohnen. Der junge Mann drückt ihr noch schnell eine Akte in die Hand, geht und lässt Annett völlig ratlos zurück. Wir erfahren dann, dass alle Pflegekräfte im Streik sind und die Bundessregierung eine Eilverordnung erlassen hat. Diese besagt, dass alle Bürgerinnen und Bürger, die Platz haben, einen alten Menschen zugeteilt bekommen und diesen versorgen müssen, bis der Streik beendet ist. In dieser Geschichte kommen viele verschiedene Charaktere aus unterschiedlichen Bereichen zu Wort und das macht sie gut. So lernen wir nicht nur Annett und ihre Familie kennen. Auch Pfleger Lennart kommt zu Wort, er hat Urlaub und ist nicht im Streik. Bis Montag muss er sich entscheiden, was er nach dem Urlaub macht. Streiken? Arbeiten? Auch Einblicke in die Verwaltung gibt es, Vorschriftenreiterei, die sehr korrekte Verwaltungsangestellte. Dazu kommen wegen der Einquartierung wütende Bürger*innen, die sich mit faulen Ausreden befreien lassen wollen. Teils satirisch und überspitzt dargestellt lässt sich das Hörbuch gespannt verfolgen und regt dabei aber auch zum Nachdenken an. Ist dieses Szenario denkbar? Was wäre wenn? Und was kann die Politik im Vorfeld unternehmen? Mit Applaus vom Balkon ist es sicher nicht getan, den Pflegenotstand abzufangen.... Vera Teltz liest das Hörbuch gewohnt empathisch und verleiht den Protagonist*innen Leben. Ich habe ihr wieder gerne zugehört. Was am Anfang wie eine skurrile Weihnachtsgeschichte daherkommt, entwickelt sich zu einer gesellschaftskritischen Story, die es sich zu lesen oder hören lohnt.
An sich eine echt schöne Geschichte und gute Idee. Ich habe mich so lange auf das Buch gefreut, aber war doch etwas enttäuscht. Es ist mir schwer gefallen in die Geschichte einzutauchen und die wechselnden Perspektiven und die Systemkritik haben mich etwas gestört. Klar, das gehört mit dazu, aber ich hatte mir eine etwas leichtere weihnachtliche Geschichte erhofft.
Ein sehr akruelles Buch, spannend: "stell Dir vor, Du bist alt, und niemand will Dich haben" (Levke, 8) Alle Pflegekräfte streiken gleizeitig, und die Regierung beschließt, die Senioren aus den Heimen auf die Bevölkerung zu verteilen: das funktionieet natürlich nicht einfach so... Ein intellugentes, spannendes, an- und aufrührebdes Buch, mal tragisch, mal amüsant: lesenswert
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Lebendig, berührend und mit Humor erzählt
Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und war sofort begeistert von der tollen Sprecherin. Sie bringt die Geschichte unglaublich lebendig rüber und lässt die Figuren richtig greifbar werden. Besonders gut fand ich, wie die Autorin die Probleme aller Seiten zeigt – niemand ist einfach „gut“ oder „böse“, sondern alle handeln nachvollziehbar. Trotz des schwierigen Themas wird die Geschichte mit einer angenehmen Leichtigkeit und einer Prise Humor erzählt. So bleibt sie bewegend, ohne zu schwer zu werden. Ein wirklich gelungenes Hörbuch!
Ein schonungsloser Blick auf unsere Gesellschaft!
Die Idee zur Geschichte ist einfach nur genial und dabei so realistisch! Das Buch hat totale Alman-Vibes, aber das meine ich nicht abwertend, sondern es hat sich einfach total echt angefühlt. Man kommt super in die Story und kann vieles mitfühlen oder sich ärgern. Die einzelnen Perspektiven sind großartig gewählt und die Charaktere passen einfach perfekt. Auch wie die einzelnen Geschichten ineinander greifen, hat mir richtig gut gefallen.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Lieferung frei Haus: Ein alter Mann und viele Fragen
Wenige Tage vor Weihnachten klingelt es bei Annett und jemand stellt ihr einen älteren Herrn mit Koffer auf die Türschwelle. Nationaler Ausnahmezustand. Die Altenpflege streikt, alle Bewohner müssen in Privathaushalte umquartiert werden. Annetts Helferherz wagt es nicht, zu widersprechen. Während die achtjährige Tochter den fremden Großvater sofort adoptiert, gehen Teenagersohn und Ehemann auf die Barrikaden. Annett kämpft für ein friedliches Miteinander unter ihrem Dach. Doch dann bemerkt sie, dass etwas mit der Identität des neuen Mitbewohners nicht stimmen kann …
Streikende Pflegekräfte, geschlossene Seniorenheime – von wegen besinnliche Weihnachtszeit!
Ein Roman, der mit Leichtigkeit und Humor von einem Thema erzählt, das uns früher oder später alle betrifft – das Älterwerden und die Frage: Wer kümmert sich dann? Als Drehbuchautorin gelingen Antje Huhs wunderbar bildhafte SzenenBook Information
Author Description
Antje Huhs wurde 1977 in Bremen geboren. Während der Grundschulzeit fing sie an, Geschichten ins Schulheft zu schreiben, weil sie immer mehr Worte hatte als Zuhörer. Seit dem Studienabschluss schreibt sie für diverse Fernsehformate in unterschiedlichen Funktionen. ›Zuhause ist vorübergehend geschlossen‹ ist ihr Romandebüt.
Posts
Geschichte einer fiktiven Pflegekrise aus unterschiedlichen Perspektiven. Kurz vor Weihnachten hat das Pflegepersonal die Nase voll und alle Angestellten der Altenpflege streiken. Die Bewohner werden als „Gäste“ Familien zugeteilt, wenn möglich ihren eigenen, wenn nicht, auch fremden. So kommen Anett und ihre Familie unerwartet zu einem Gast, der das Familienleben durcheinander und einiges ans Licht bringt. Andere Perspektiven steuern ein Pfleger und eine Verwaltungsbeamtin bei und es entwickelt sich eine Geschichte mit wiederkehrenden Begegnungen. Alle Figuren sind lebendig gezeichnet und lebensnah. Am Ende hat die Krise Spuren hinterlassen, die sie vielleicht überdauern.
Eine entzückende, fiktive Geschichte um eine Familie, mehrere alleinstehende Personen, Senioren und Pflegefachkräfte/Pflegenotstand. In der Vorweihnachtszeit streiken die Altenpfleger, die Heime werden geschlossen und die Senioren - gesetzlich verordnet - auf die Bevölkerung verteilt. Dabei entstehen Probleme und Verwicklungen. Ein gut ausgedachtes Szenario, humorvoll, mitfühlend umgesetzt und mit guten Denkanstößen versehen. Es stellt sich die Frage, wie ich selbst handeln würde. Bin ich bereit anzupacken, Fehler im System aktiv anzugehen, aufzudecken oder bleibe ich bequem mit der Einstellung: Das geht mich nichts an, sollen doch "die da oben"? In der Story werden nicht vordergründig die Probleme in der Pflege aufgegriffen, sondern es wird erzählt, dass es auch mich persönlich etwas angeht und welche Auswirkungen in der Gesellschaft fehlende Pflegeeinrichtungen hätte. Interessant sind auch die Probleme der einzelnen, die tiefgreifende Fragen des zwischenmenschlichen Lebens anreißen. Das hat mir gut gefallen. Auch dass diese Geschichte in der Weihnachtszeit- der Zeit der Liebe, Besinnung und Familie - verortet wird. Gut geschrieben, leicht zu lesen. Weihnachtliche Stimmung kommt, auch stellenweise humorvoll, rüber. Passt in die Adventszeit, muss aber nicht. Ich habe es gern im Oktober gelesen.
Warmherziger Winterroman mit Thema Pflegenotstand
In der Adventszeit sorgt ein Streik der Altenpflegekräfte für die Ausrufung eines nationalen Ausnahmezustands. In der Folge sind alle Pflegeheime geschlossen und per Beschluss werden alle Bewohner in Privathaushalte umquartiert – quasi Lieferung frei Haus. So landet auch bei Annette und ihrer Familie ein neuer Mitbewohner – für Herrn Jankowski muss der Teenager-Sohn sein Zimmer räumen. Schnell sind alle leicht überfordert und reagieren unterschiedlich gestresst, nur die achtjährige Tochter geht sehr entspannt mit dem vorübergehenden Gast um. Parallel wird ein pflegebedürftiger Herr von seinem Sohn gesucht, der bei diesem untergebracht werden sollte, jedoch nie dort eingetroffen ist. Annettes Familie hingegen stellt sich die Frage, ob Herr Jankowski überhaupt der ist, der er vorgibt zu sein... Antje Huhs entwirft in humorvollem Kontext ein interessantes Szenario zum brandaktuellen Thema Pflegenotstand. Keinesfalls wird einfach mal selbstlos zugepackt und geholfen und auch Zusammenhalt ist keinesfalls selbstverständlich, auch wenn das hier amüsant verpackt wird. Das zutiefst Menschliche in dieser für alle herausfordernden Situation wird ernsthaft und doch mit Leichtigkeit aufgegriffen. Besonders deutlich wird, dass Altenpflege nichts ist, was einfach nur bürokratisch zu lösen gilt, sondern jeden einzelnen von uns (auch ganz persönlich) etwas angeht. Schön geschrieben, sehr passend für Winter –/Weihnachtszeit und sehr gut eingelesen von Vera Teltz, die besonders gut die älteren Stimmen von den jüngeren abgrenzen kann. Ich hatte schöne Hörstunden!
Aufgrund von Personalmangel und Streik der Pflegefachkräfte werden im Landkreis Parchenau die Heime geschlossen, die betagten und teils pflegebedürftigen Bewohner müssen von ihren Angehörigen abgeholt werden oder werden an Privathaushalte verteilt. Margrit ist für die Verteilung der Heimbewohner zuständig. Die Empörung in der Bevölkerung ist groß, kaum jemand ist bereit, eine fremde Person auf unbestimmte Zeit bei sich zu beherbergen. Als Milosz möchte seinen Vater abholen möchte, muss er feststellen, dass dieser bereits abgeholt wurde. Er bittet seine frühere Schulkameradin Margrit, ihm bei der Suche nach seinem Vater zu helfen. Herr Jankowski wurde dem Haushalt von Annett und Stefan zugeteilt. Kurzerhand beschließt Annett, den 93jährigen im Zimmer ihres 15jährigen Sohnes Bela unterzubringen. Bela ist nicht begeistert, während seine 8jährige Schwester Levke gern Zeit mit dem neuen Mitbewohner verbringt „Stell dir mal vor, du bist alt und niemand will dich haben.“ Nachdem Herr Jankowski sich bei Levke als Peter vorstellt, er aber laut der Akten Ivo heißt, überlegt Annett, ob der alte Herr dement ist oder nicht der, der er vorgibt zu sein. Lennart, 25, ist Pflegefachkraft. Er lebt in einer WG und ist in seine Mitbewohnerin Nuca verliebt. Das Fernsehen lädt ihn zu einer Talkshow ein, in der er mit einigen Experten, darunter der Gesundheitsministerin, über die Situation in der Pflege sprechen soll. Nach der Talkshow steigen seine Followerzahlen auf Instagram in astronomische Höhen. Ich habe das Buch sehr gern gelesen, das Thema Pflegenotstand ist brandaktuell. Als wir vor einiger Zeit der Stadt die Wohnfläche unserer Immobilie angeben mussten, haben wir überlegt, was der Sinn dieser Befragung ist, ob wir Geflüchtete zugeteilt bekommen, wenn wir genug Platz haben? Insofern kommt mir das Szenario in dem Buch nicht ganz abwegig vor. Der Schreibstil ist bildhaft und dialogreich, mit interessanten Einblicken in das Leben einer deutschen Durchschnittsfamilie, einer WG und einer alleinstehenden Verwaltungsangestellten. Das Buch endet an Weihnachten und ist auch deswegen bestens als Lektüre für den Advent geeignet.
Ein Buch, das mit seiner Fiktion die Finger in die Wunden legt 🫂🧼🔐
Antje Huhs entführt ihre Leser*innen in die Nähe einer Kreisstadt, in die vermeintliche Familienidylle von Annett und Stefan mit ihren Kindern Levke und Bela mit Tante Britt und deren eigener Familie nebenan. Die Autorin lässt uns Margrit kennenlernen, die im örtlichen Rathaus arbeitet und alleine mit ihrer Katze Kandinsky lebt und wir lernen Lennart kennen, der vor wenigen Jahren gegen den Rückhalt seiner Familie die Ausbildung zum Pflegefachmann absolviert hat. Die Pflege steckt in der Krise. Lennart hat einen gut laufenden Instaaccount, mit dem er über seine berufliche Situation aufklärt. Er selbst hat gerade Urlaub, als von heute auf morgen alle Pflegekräfte ihre Arbeit niederlegen und streiken. Keine Gewerkschaft steckt dahinter, also wird Lennart der vermeintliche Aufruf zum Streik angedichtet. Irgendwer muss ja schuldig sein! Wohin mit den Bewohner*innen? Sie werden auf alle Privathaushalte mit ausreichend Platz zwangsverteilt; diese Aufgabe wird Margrit anvertraut, die sich damit in der Gemeinde natürlich mehr Feinde als Freunde einhandelt. Annett ist völlig überrumpelt, als vor ihrer Haustür ein älterer Herr abgeliefert wird, der so gar nicht zu dem zu passen scheint, was in seiner mitgelieferten Pflegedokumentation geschrieben steht. Der Hausegen steht schief. Margrit begegnet unterdessen ihrem alten Schulfreund, dessen Vater bei der Umquartierung verloren gegangen ist, während Lennart versucht, der Wut der Nation zu entfliehen. Trotzdem ich mir mehr Sentimentalität in Anetts Familie erhofft hätte, gelingt es Antje Huhs nicht nur darauf aufmerksam zu machen, wie systemrelevant die professionelle Pflege ist, wie wenig unsere Gesellschaft sich dieses klar macht und wie weit sie weg ist von der früher so selbstverständlichen familialen Sorgekultur. Ihr gelingt es auch, die vielen aktuellen Forderungen und Ideen, wie z.B ungelernte Fachkräfte einzubinden etc. mit wenigen Sätzen in die so notwendige kritische Beleuchtung zu setzen (mein persönlicher Gänsehautmoment in diesem Buch!) und auch den Zwispalt in den Generationen der Pflege zu beleuchten. Dieses wertvolle Buch wird die Krise nicht abwenden, zeigt aber realitätsnah, dass die Suche nach einem Buhmann immer eint und dass die eigentliche Problemlage nicht angegangen wird. Und ganz nebenbei finden auch ein Bisschen Herzschmerz, bunte Torten und Familiendrama ihren Platz in der Geschichte 💕

Besinnliche Weihnachtszeit? Oder Nationaler Ausnahmezustand?
Nur wenige Tage vor Weihnachten steht ein älterer Herr mit Koffer vor Annetts Tür. Es herrscht nationaler Ausnahmezustand aufgrund von streikenden Pflegekräften, sodass die Bewohner von Altenheimen zu Privatpersonen umquartiert werden müssen. Während die achtjährige Tochter die Gesellschaft eines Opas (auch wenn nicht ihres eigenen) sehr genießt, sind Ehemann und Teenager-Sohn (der auch noch sein Zimmer an den Gast abgeben muss), alles andere als begeistert. Und dann spitzt sich die Lage auch noch zu, als klar wird, dass der ältere Gast auch noch etwas Wichtiges vor seiner Gastfamilie verheimlicht. Ein wunderbar herzerwärmender (Winter-/Weihnachts-) Roman, der ein durchaus ernstes Thema in den Vordergrund rückt, das uns alle früher oder später betrifft: Das Älterwerden und die Menschen, die "sich kümmern".
Hörbuch ° amüsant ° wichtige Themen
Autorin: Antje Huhs Buch: Zuhause ist vorübergehend geschlossen Genre : Roman Hörbuch Zeit : 9 h 17 min 🎧🎧🎧🎧🎧 Klappentext: Streikende Pflegekräfte, geschlossene Seniorenheime – von wegen besinnliche Weihnachtszeit! Als es kurz vor Weihnachten bei Annett an der Tür klingelt und jemand einen älteren Mann bei ihr abgeben will, ist sie vollkommen überrumpelt. Obwohl sie dem Herrn noch nie begegnet ist, soll sie ihn bei sich aufnehmen. So steht es in der Eilverordnung der Regierung. Die Altenpflege streikt, alle Seniorenheime müssen geschlossen werden. Auch wenn Annett eigentlich helfen möchte, überfordert der neue Mitbewohner die Familie schnell und es ist klar: Er kann nicht bleiben. Aber wohin mit ihm? Plötzlich scheint eine Lösung in Sicht: Annett erfährt, dass ihr 93-jähriger Gast einen Sohn hat. Doch wo ist dieser und warum hat er seinen Vater nicht selbst aufgenommen? 🎧🎧🎧🎧🎧 Meine Meinung: Die Grundgeschichte, Altenpflege, Patienten, Streik, Unterbezahlung und Unterbelegung ist absolut zeitnah und realitätsnah. Das sich ein Pfleger nun dem Problem annimmt und dies in einer Fernsehshow retten will ist toll, bloß blöd, das es dann nach hinten los geht . Bei den Konsequenzen musste ich das erste Mal so herzlich lachen , das ich das Hörbuch überhaupt nicht mehr weglegen wollte. Die "alten" haben es in sich, sind überhaupt nicht "tüttelig" oder "dumm". Sie werden viel zu oft unterschätzt, auch im wahren Leben. Nur weil es Mal anstrengend ist, oder jemand eine Krankheit hat die herausfordernd ist, sollte man sie dennoch lieben. Dieses Hörbuch behandelt viele wichtige Themen, die auch in der Politik nochmals zur Sprache he kommen sollte, überhaupt sollten wir unsere blickweise teilweise überdenken. 🎧🎧🎧🎧🎧 Fazit: Ein Hörbuch mit wichtigen Themen. Tolle Hörbuchstunden , für jede Jahreszeit geeignet.

„Stell Dir mal vor, Du bist alt und niemand will Dich haben.“ Diese Geschichte hat mich vom ersten Satz an gefesselt - mit so viel Herz, Humor und einer Prise Gesellschaftskritik, dass ich bis zur letzten Seite mitgerissen wurde. Kurz zur Handlung: Kurz vor Weihnachten klingelt es bei Annett - und plötzlich steht ein 93-jähriger Herr mit Koffer und unbekannter Vergangenheit bei ihr im Wohnzimmer. Eine Eilverordnung: Der Pflegenotstand macht's nötig, Heime sind geschlossen, und Privathaushalte müssen einspringen. Was anfangs wie eine skurrile Ausnahmesituation wirkt, entwickelt sich zu einem emotionalen Familien- und Gesellschaftsroman rund um Verantwortung, Einsamkeit und Zugehörigkeit. Was mich besonders begeistert hat waren zB die Figuren: Annett mit ihrem Helferherz, ihr Ehepartner und der Teenager-Sohn, die achtjährige Tochter, der alte Herr - alle sind so echt, mit Ecken und Kanten, dass man sie ins Herz schließt. Dann natürlich die Thematik: Pflege, Altersversorgung, familiäre Schuldgefühle - keine einfachen Themen, aber Antje Huhs schafft es, sie mit Leichtigkeit und Tiefe zu erzählen. Ich habe gelacht, gestaunt und war berührt - eine wunderschöne Mischung aus leichter Unterhaltung und nachdenklichem Lesestoff. Und auch der Aufbau hat mir besonders gefallen: Es gibt Wendungen, überraschende Momente und genug Spannung, dass sich die vermeintlich klare Lösung doch noch einmal dreht. Mein kleines Fazit für euch: Wenn ihr ein Buch sucht, das mehr ist als nur „gemütliches Lesen“, das Themen anspricht, die uns alle irgendwann betreffen, und dabei trotzdem charmant, warmherzig und mit einem Augenzwinkern erzählt wird – dann ist dieses genau euer Buch. Ich empfehle es absolut! Habt ihr Lust, mal etwas anderes zu lesen als die typischen Weihnachtsromane? Dann greift zu Zuhause ist vorübergehend geschlossen – ich verspreche euch: Es wird euch überraschen und noch lange nachklingen.

Lädt zum Schmunzeln und Nachdenken ein
Zu Hause ist vorübergehend geschlossen - ein Hörbuch was zum Schmunzeln aber auch Nachdenken einlädt. Die Sprecherin Vera Teitz hat das Hörbuch richtig gut vorgetragen, sodass es mir eine Freude war, ihr zuzuhören. Pflegenotstand, Streik und geschlossene Seniorenheime - ein Szenario, was hier bewusst überspitzt dargestellt wird aber garnicht so unwahrscheinlich erscheint. Durch die Kombination aus Humor und mögliches Szenario lädt das Hörbuch nicht nur zum Schmunzeln ein, sondern regt auch zum Nachdenken an. Was muss sich ändern, dass es wirklich nicht irgendwann so änden wird? Ich musste wirklich oft Schmunzeln, aber einige Szenen hallen bei mir auch noch etwas nach, vor allem, da ich mit pflegenden Angehörigen zusammenarbeiten und den Blick hinter die Kulissen nachvollziehen kann. Ein Buch, dass zwischen überspitzten Szenen und Realität schwebt.
Ich wurde vom Cover des Buches auf den Klappentext neugierig, und weil ich eine seichte Geschichte mit ein wenig Humor erwartete, wollte ich deren Inhalt unbedingt erfahren. Plötzlich klingelt es an der Tür und ein alter, pflegebedürftiger Herr steht davor. Neben ihm sein Pfleger, der all seine Papiere dabei hat und den Mann einfach bei Annett lässt. Pflegenotstand, das Personal streikt und die Bewohner der Altenheime werden an die Bevölkerung verteilt. Und das kurz vor Weihnachten! Was zuerst wie ein schlechter Scherz klang, wird jedoch zur Realität. Welche Auswirkungen hat es auf die Gesellschaft, wenn die Pflegeheime dicht machen würden? Wer kümmert sich um die kranken, bedürftigen Menschen? Und was würde sich ändern? Es werden hier einige Sichtweisen aufgezeigt, aus Sicht der Altenheimbewohner, der Pfleger, der Angehörigen und anderer. Antje Huhs schreibt mit einer gehörigen Prise Humor und Raffinesse. Sehr anschaulich werden die Gegebenheiten beschrieben, und ich habe mich immer öfter dabei erwischt zu überlegen, was ich in so einer Situation tun würde. Hauptsächlich werden die zu pflegenden Personen an ihre Familienangehörigen "ausgeliefert", aber wenn es keine gibt, dann müssen auch andere ihre Wohnungstür öffnen. Anweisung vom Staat. Das Hörbuch war für mich eine gute Wahl, denn ich mag die Stimme von Vera Teltz sehr gerne. Sie löst bei mir immer ein heimeliges Gefühl aus. Ich konnte ihr sehr gut folgen. Wo ich zu Beginn noch gut in die Handlung hineingefunden habe, so hat es mich zwischenzeitlich wieder ein bisschen verloren. Die unterschiedlichen Charaktere haben sich schnell abgewechselt, sodass ich manchmal nicht recht wusste, bei wem wir uns gerade befinden. Der weihnachtliche Flair hat mir hingegen sehr gut gefallen, so hatte es die ganze Zeit eine besondere Stimmung und das hat sich auch auf die Gemütslage der Charaktere erstreckt. Insgesamt wurde ich gut unterhalten und es wurden mir einige Dinge aufgezeigt,die mir bis Dato vielleicht noch nicht so präsent waren. Oder ich habe mich einfach vorher noch nicht damit beschäftigt. Es ereignen sich zwischenmenschliche Verbindungen,die vorher nicht für möglich gehalten wurden. Trotzdem muss ich leider anmerken,dass mich manche Aspekte innerhalb der Geschichte nicht so abgeholt haben und die wahrscheinlich auch nicht in Erinnerung bleiben werden. Eine schöne weihnachtliche Geschichte mit einem wahren Kern!

Humorvolle Gesellschaftskritik
"Zuhause ist vorübergehend geschlossen" von Antje Huhs habe ich als Hörbuch genossen, eingelesen von Vera Teltz. Es ist kurz vor Weihnachten und bei Annett klingelt es. Vor der Tür stehen ein jüngerer und ein alter Herr, der eine Stehlampe dabei hat. Herr Jankowski, so heißt der alte Herr, soll ab sofort bei ihr wohnen. Der junge Mann drückt ihr noch schnell eine Akte in die Hand, geht und lässt Annett völlig ratlos zurück. Wir erfahren dann, dass alle Pflegekräfte im Streik sind und die Bundessregierung eine Eilverordnung erlassen hat. Diese besagt, dass alle Bürgerinnen und Bürger, die Platz haben, einen alten Menschen zugeteilt bekommen und diesen versorgen müssen, bis der Streik beendet ist. In dieser Geschichte kommen viele verschiedene Charaktere aus unterschiedlichen Bereichen zu Wort und das macht sie gut. So lernen wir nicht nur Annett und ihre Familie kennen. Auch Pfleger Lennart kommt zu Wort, er hat Urlaub und ist nicht im Streik. Bis Montag muss er sich entscheiden, was er nach dem Urlaub macht. Streiken? Arbeiten? Auch Einblicke in die Verwaltung gibt es, Vorschriftenreiterei, die sehr korrekte Verwaltungsangestellte. Dazu kommen wegen der Einquartierung wütende Bürger*innen, die sich mit faulen Ausreden befreien lassen wollen. Teils satirisch und überspitzt dargestellt lässt sich das Hörbuch gespannt verfolgen und regt dabei aber auch zum Nachdenken an. Ist dieses Szenario denkbar? Was wäre wenn? Und was kann die Politik im Vorfeld unternehmen? Mit Applaus vom Balkon ist es sicher nicht getan, den Pflegenotstand abzufangen.... Vera Teltz liest das Hörbuch gewohnt empathisch und verleiht den Protagonist*innen Leben. Ich habe ihr wieder gerne zugehört. Was am Anfang wie eine skurrile Weihnachtsgeschichte daherkommt, entwickelt sich zu einer gesellschaftskritischen Story, die es sich zu lesen oder hören lohnt.
An sich eine echt schöne Geschichte und gute Idee. Ich habe mich so lange auf das Buch gefreut, aber war doch etwas enttäuscht. Es ist mir schwer gefallen in die Geschichte einzutauchen und die wechselnden Perspektiven und die Systemkritik haben mich etwas gestört. Klar, das gehört mit dazu, aber ich hatte mir eine etwas leichtere weihnachtliche Geschichte erhofft.
Ein sehr akruelles Buch, spannend: "stell Dir vor, Du bist alt, und niemand will Dich haben" (Levke, 8) Alle Pflegekräfte streiken gleizeitig, und die Regierung beschließt, die Senioren aus den Heimen auf die Bevölkerung zu verteilen: das funktionieet natürlich nicht einfach so... Ein intellugentes, spannendes, an- und aufrührebdes Buch, mal tragisch, mal amüsant: lesenswert
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Lebendig, berührend und mit Humor erzählt
Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und war sofort begeistert von der tollen Sprecherin. Sie bringt die Geschichte unglaublich lebendig rüber und lässt die Figuren richtig greifbar werden. Besonders gut fand ich, wie die Autorin die Probleme aller Seiten zeigt – niemand ist einfach „gut“ oder „böse“, sondern alle handeln nachvollziehbar. Trotz des schwierigen Themas wird die Geschichte mit einer angenehmen Leichtigkeit und einer Prise Humor erzählt. So bleibt sie bewegend, ohne zu schwer zu werden. Ein wirklich gelungenes Hörbuch!
Ein schonungsloser Blick auf unsere Gesellschaft!
Die Idee zur Geschichte ist einfach nur genial und dabei so realistisch! Das Buch hat totale Alman-Vibes, aber das meine ich nicht abwertend, sondern es hat sich einfach total echt angefühlt. Man kommt super in die Story und kann vieles mitfühlen oder sich ärgern. Die einzelnen Perspektiven sind großartig gewählt und die Charaktere passen einfach perfekt. Auch wie die einzelnen Geschichten ineinander greifen, hat mir richtig gut gefallen.























