Ziemlich beste Freunde
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Description
Book Information
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Ich fand's zum Kotzen. Ich weiß nicht, wen von beiden ich unsympathischer finde, denn Philippe und Abdel sind frauenfeindliche, sexistische Typen, die Frauen wie Objekte betrachten, die man "nach Gebrauch an den anderen weitergibt". Dadurch hält sich auch mein Mitleid für Philippes Situation in Grenzen. Der Film ist viel besser als diese unorganisierte, zeitlich völlig durcheinander geratene Ansammlung von Gedanken. Man läuft dem Irrglauben auf, dass es in dem Buch um die Beziehung zwischen Philippe und Abdel geht, dem ist aber nicht so. Zwar werden einige Anekdoten erzählt und man erfährt, wie sie sich kennengelernt haben, aber das Buch dreht sich vielmehr um seine verstorbene Frau Béatrice (aka die Einzige, die sich nicht im Kreuzfeuer widerlicher, misogyner Bemerkungen befindet). Den Film kann man sich geben, aber um das Buch würde ich an eurer Stelle einen großen Bogen machen.
Ich kenne den Film zu Ziemlich beste Freunde nicht, aber habe den Trailer dazu gesehen. Da ich bei Buchverfilmungen gerne erst das Buch lesen, hatte ich durch den Trailer trotzdem schon bestimmte Erwartungen an das Buch. Ich dachte, dass es um die Freundschaft zwischen Philippe und Abdel geht, darum geht es aber nur zu einem sehr kleinen Teil. Das Buch ist für mich eher eine wunderschöne Liebeserklärung an seine verstorbene Frau Béatrice. Es geht um seinen Gleitschirmunfall, bei dem er querschnittsgelähmt wurde, aber auch um die schrecklichen und schönen Momente, die er mit Béatrice erlebt hat.
Ich habe das Buch zufällig in einem öffentlichem Bücherschrank gefunden, und da ich den Film sehr mag, habe ich es mitgenommen. Leider handelt es - trotz des Klappentextes - kaum von der Freundschaft zwischen Philippe und Abdel, und letzterer wird durch die wenigen, kurzen Anekdoten kaum in ein positives Licht gerückt. Er ist unfassbar misogyn und gewaltbereit, wohl auch noch nach Jahren an Phillipes Seite. Allerdings mochte ich die Kapitel, die sich an Phillipes verstorbene Frau Béatrice richten bzw. von ihr handeln, sehr gerne. Man bekommt das Gefühl, dass er sie sehr geliebt haben muss und ihr Tod eine tiefe Wunde hinterlassen hat.
Es ist tatsächlich mal andersherum: Film gut - Buch schlecht
Das Buch schlummerte schon ein paar Jahre in meinem Regal. Der Film ist auch schon ähnlich lange her, dass ich ihn gesehen habe. Dafür hatte ich ihn aber als sehr gut im Kopf und ganz anders als das Buch. Ich bin froh, dass ich endlich durch bin.
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Ich fand's zum Kotzen. Ich weiß nicht, wen von beiden ich unsympathischer finde, denn Philippe und Abdel sind frauenfeindliche, sexistische Typen, die Frauen wie Objekte betrachten, die man "nach Gebrauch an den anderen weitergibt". Dadurch hält sich auch mein Mitleid für Philippes Situation in Grenzen. Der Film ist viel besser als diese unorganisierte, zeitlich völlig durcheinander geratene Ansammlung von Gedanken. Man läuft dem Irrglauben auf, dass es in dem Buch um die Beziehung zwischen Philippe und Abdel geht, dem ist aber nicht so. Zwar werden einige Anekdoten erzählt und man erfährt, wie sie sich kennengelernt haben, aber das Buch dreht sich vielmehr um seine verstorbene Frau Béatrice (aka die Einzige, die sich nicht im Kreuzfeuer widerlicher, misogyner Bemerkungen befindet). Den Film kann man sich geben, aber um das Buch würde ich an eurer Stelle einen großen Bogen machen.
Ich kenne den Film zu Ziemlich beste Freunde nicht, aber habe den Trailer dazu gesehen. Da ich bei Buchverfilmungen gerne erst das Buch lesen, hatte ich durch den Trailer trotzdem schon bestimmte Erwartungen an das Buch. Ich dachte, dass es um die Freundschaft zwischen Philippe und Abdel geht, darum geht es aber nur zu einem sehr kleinen Teil. Das Buch ist für mich eher eine wunderschöne Liebeserklärung an seine verstorbene Frau Béatrice. Es geht um seinen Gleitschirmunfall, bei dem er querschnittsgelähmt wurde, aber auch um die schrecklichen und schönen Momente, die er mit Béatrice erlebt hat.
Ich habe das Buch zufällig in einem öffentlichem Bücherschrank gefunden, und da ich den Film sehr mag, habe ich es mitgenommen. Leider handelt es - trotz des Klappentextes - kaum von der Freundschaft zwischen Philippe und Abdel, und letzterer wird durch die wenigen, kurzen Anekdoten kaum in ein positives Licht gerückt. Er ist unfassbar misogyn und gewaltbereit, wohl auch noch nach Jahren an Phillipes Seite. Allerdings mochte ich die Kapitel, die sich an Phillipes verstorbene Frau Béatrice richten bzw. von ihr handeln, sehr gerne. Man bekommt das Gefühl, dass er sie sehr geliebt haben muss und ihr Tod eine tiefe Wunde hinterlassen hat.
Es ist tatsächlich mal andersherum: Film gut - Buch schlecht
Das Buch schlummerte schon ein paar Jahre in meinem Regal. Der Film ist auch schon ähnlich lange her, dass ich ihn gesehen habe. Dafür hatte ich ihn aber als sehr gut im Kopf und ganz anders als das Buch. Ich bin froh, dass ich endlich durch bin.








