Yesteryear

Yesteryear

Hardback
4.31108

By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.

Description

Ihr Leben ist perfekt. Solange man nicht hinter die Kulissen schaut.

Mit bedrucktem Transparentumschlag und hochwertig veredeltem Bezug.


Natalie Heller Mills hat alles: eine malerisch renovierte Farm, fünf Kinder, die um ihre Liebe buhlen, und einen Mann, der in Cowboystiefeln immerhin eine gute Figur abgibt. Vom Sauerteig bis zur Kindererziehung, nichts scheint ihr zu misslingen. Kein Wunder also, dass Millionen von Menschen ihr folgen, ihre Videos schauen, ihre Bilder anklicken. Sie gibt ihnen das, was sie wollen: eine heile Welt. Skandale werden unter den Teppich gekehrt, da, wo sie hingehören.

Doch eines Tages wacht Natalie auf und sieht sich mit einer unbequemen Frage konfrontiert: Was wäre, wenn sie keine Nannys beschäftigen könnte, es keine helfenden Hände auf der Farm gäbe, kein Produktionsteam? Was wäre, wenn sie auf einmal das Leben führen müsste, das sie immer vorgetäuscht hat?

»Caro Claire Burke hat mit »Yesteryear« einen genial bösen Roman über das Phänomen der Tradwives geschrieben.« ZEIT online

»Eine so geniale wie ausgefallene Warnung, dass nicht alles wahrwerden sollte, was wir uns wünschen.« New York Times

»Eine der klügsten literarischen Betrachtungen von Weiblichkeit und den sozialen Medien.« Vogue

»Yesteryear packt einen bei der Kehle und lässt nicht mehr los.« Anne Hathaway

»The Stepford Wives meets The Handmaid's Tale « Hannah Deitch

Große Verfilmung mit Anne Hathaway (Der Teufel trägt Prada) in Vorbereitung.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
464
Price
24.70 €

Author Description

Caro Claire Burke ist Redakteurin, Autorin und Podcasterin. Ihre Texte sind in The Atlantic, Marie Claire und Bustle erschienen. Sie ist Co-Host des Podcast Diabolical Lies, in dem sie über aktuelle kulturelle und politische Geschehnisse spricht. ›Yesteryear‹ ist ihr Debütroman.

Characteristics

16 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
50%
47%
23%
7%
79%
8%
79%
69%
53%
38%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
29%
62%
39%
78%

Pace

Fast7%
Slow13%
Moderate67%
Variable13%

Writing Style

Simple33%
Complex13%
Moderate53%
Bildhaft (86%)Poetisch (7%)Außergewöhnlich (43%)

Posts

263
All
5

Gelacht + geweint 🫶🏻🫶🏻

✨Rezensionsexemplar + Hörbuch✨ Ich kann mich endlich mal kurz fassen (relativ kurz 🤗🤗): Lest dieses Buch oder hört es, so wie ich. Meiner Meinung nach lohnt es sich total (natürlich gibt es unterschiedliche Meinungen). ✨Zitate „Ich war immer noch einsam, doch die Einsamkeit fühlte sich jetzt beherrschbar an. Wie etwas, das ich überleben würde.“ „Vielleicht musste man es positiv sehen, Caleb war so weich, dass es nicht wehtat, meine Jungfräulichkeit zu verlieren. Es fühlte sich eher so an, als würde jemand in der Nähe meines Bauches mit einem Schwamm herumwischen. Als hätte er mich sehr sanft von innen gereinigt.“ ✨Inhalt Natalie Heller Mills hat ein traumhaftes Leben: sie ist glücklich verheiratet, hat tolle Kinder und lebt mit ihrer Familie auf einer schönen Farm. Natalie ist eine christliche „tradwife“ Influencerin und alles geht gut, bis sie eines Tages aufwacht und plötzlich wie im vorherigen Jahrhundert leben muss… oder aber eben genauso, wie sie ihren Followern vorgespielt hat ohnehin zu leben… ✨Meinung Meine Rezi enthält gar keine Spoiler, teile nur meinen Eindruck mit Euch und nehme Euch etwas durch den Aufbau der Geschichte mit, damit Ihr wisst, was auf Euch zukommt. Die Hälfte bzw. insbesondere das erste Drittel sind extrem humorvoll. Das Buch gab mir „The undomestic goddess“ vibes und ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Zwischendurch (wir sind immer noch in der ersten Hälfte) bin ich dann aber etwas über den Aufbau der Geschichte gestolpert. Dort wechselt es sich verhältnismäßig zügig ab, ob wir in dem „anderes Jahrhundert Leben“ drin sind oder aber chronologisch über das Leben von Natalie VOR ihrem Influencer Leben lernen. Die influencer Tätigkeit als solche und wie es dazu kam, das erfahren wir erst in der zweiten Hälfte. Dementsprechend war der Anfang zwar super witzig, aber hat sich für mich auch gezogen. Hingegen alles ab ca. 50% war extrem schnell und einfach ein spannender und krasser Fiebertraum. Als man erfährt, was passiert ist, hat sich für mich noch ein weiterer Buchvibe in die Angelegenheit gemischt: „Ich, die ich Männer nicht kannte“. Eine Kälte, Melancholie und Trauer hat da mein Herz ergriffen. Ich kann es ohne Spoiler weder erklären noch beschreiben. ✨Fazit Ich habe jegliche Emotionen durchgemacht und kann Euch insbesondere das Hörbuch absolut empfehlen. Die Sprecherin hat definitiv zum tollen Erlebnis beigetragen, ihre Stimme und die Art und Weise der Lesung hat die Geschichte komplett zum Leben erweckt. Ich bin schwer beeindruckt und angetan. Macht Euch gern ein eigenes Bild! 5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Gelacht + geweint 🫶🏻🫶🏻

📚 Bookhaul Mai 2/2 📚

Meine letzten Neuzugänge für den Mai.🌸 Ich freue mich wie verrückt auf Yesteryear, ich wünschte ich hätte schon gestern damit angefangen.🤭 Hoffentlich dann im Juni.🙂‍↕️ Bisher habe ich fast nur Gutes gehört und ich wünsche mir, dass ich es auch lieben werde.🤞🏼😍 Die Zodiac Academy Reihe wird von Buch zu Buch immer fetter - das sind mittlerweile Backsteine bei mir im Regal. 🥲 Aber lieber Solobände, statt aufteilen.💸 Die Copy/Paste-Aufmachung von The Sea Spinner ist einfach bodenlos enttäuschend, immerhin ist das Cover wieder eine 12/10.🥲 • Fated Throne | Twisted Sisters • Cursed Fates | Twisted Sisters • Kingdom of Lies | Stacia Stark • The Ballad of falling Dragons | Sarah A. Parker • The Sea Spinner | Julie Johnson • Yesteryear | Caro Claire Burke • The Rose Bargain | Sasha Peyton Smith • A Drop of Corruption | Robert Jackson Bennett • Bad Bishop | L. J. Shen • Fever Dream | Elsie Silver • The Front Runner | Elsie Silver • The Annihilator | RuNyx 💕🌸✨

📚 Bookhaul Mai 2/2 📚
5

Ein absoluter Fiebertraum

Was zur Hölle war das?! Ich bin mit nicht sicher, wie und ob ich dieses Buch jemals verpacken werde und ob ich es überhaupt auf all seinen Ebenen verstanden habe (ziemlich sicher nicht), aber wenn ihr euch mal ganz tief in die Schwurblerszene begeben möchtet, Feminismus immer wieder dekonstruiert sehen wollt und euch dabei erwischen lassen wollt, wie ihr selber das „Simple Life“ glorifiziert, dann lest diesen verdammten Höllenritt von einem Buch. Es ist vollständig irre und dennoch (oder gerade deswegen) relatable. Und ich bin immer noch hin und hergerissen, ob ich nun all meine Social Media Accounts sofort löschen soll oder ob ich doch vielleicht lieber Hardcore-Fan von ballerinafarm und Callie Coles werde, um mich selber emotional zu regulieren. Wobei ich natürlich kein „wütendes Weib“ bin. Bin ich nicht. Oder doch? Himmelherrjesushilf (ich bin nicht in der Kirche) damit ich diesen abgedrehten Fiebertraum verarbeiten kann.

4.5

„Noch ein Tag, an dem ich mich fragte, warum es so viel leichter war, mir ein Lächeln ins Gesicht zu klatschen, als es

hinterher wieder abzukratzen.“ • • Brauchen wir noch eine Rezi zu dem Buch? Ja! 🤭🥰 • Also erstmal vorweg - ich fand den Klappentext so spannend und er hat mich richtig abgeholt - das Buch ist auch einfach echt ansprechend gestaltet - die Aufmachung gefällt mir sehr gut mit dem transparenten Schutzumschlag ✨ • Anfangs bin ich wirklich förmlich durch die Seiten geflogen 🥰 Es war so angenehm zu lesen und auch die Thematik (Stichwort: Tradwife) sehr spannend - leider waren die Ansichten von Natalie sehr veraltet und obwohl sie als Influencerin arbeitet, wirkte sie (bzw. ihre Gedanken) teils sehr unsympathisch 🫠 • Irgendwann wurde es zwischendurch echt zäh - sehr langatmig im Mittelteil 🥴 - und es wurde im Hauptteil „Gegenwart“ immer zwischen zwei Perspektiven gewechselt. Ihr eigentliches Leben und eine „Vergangenheitsform aus einem anderen Jahrhundert“ (ich möchte nichts verraten, daher nennen wir es einfach mal so). Hier liefen die Handlungsstränge dann immer parallel ab bzw. haben sich immer abgewechselt. • Das Buch ist in drei Teile unterteilt - Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft - über all erfährt man viele Infos aus ihrem Leben und wie alles zusammenspielt. • Das Ende hat mir wieder super gefallen bzw. zum Ende hin bin ich wieder von Seite zu Seite geflogen 🙈🥰 • Das hier ist das Debüt der Autorin - dafür ist es echt super und ich kann es wirklich sehr empfehlen - ist auf jeden Fall ein kleines Highlight 🫶🏻 Falls ihr euch noch unsicher seid, ob ihr es lesen sollt, oder nicht - hier ist euer Zeichen es zu lesen - ganz klare Empfehlung - lest es! 🤭

„Noch ein Tag, an dem ich mich fragte, warum es so viel leichter war, mir ein Lächeln ins Gesicht zu klatschen, als es
5

Absolute Empfehlung

Was für ein besonderes Buch! Ich habe es wirklich selten, dass mir die Protagonistin so unsympathisch ist und ich ihre Denkweise so wenig nachvollziehen kann, aber genau das hat für mich das Buch ausgemacht! Es hat Humor, ist scharfsinnig und unterschwellig kritisch. Die Themen die dort behandelt werden sind super wichtig, sei es die Rolle der Frau oder wie unterschiedlich Feminismus interpretiert wird. Außerdem war das Buch aber zusätzlich noch super spannend, ich war die ganze Zeit am rätseln wie sich die Situation aufklärt und ob es noch real ist. 🤯 Ich würde es immer weiterempfehlen!

Absolute Empfehlung
5

Highlight

• Buchrezi • 😁 Zum Inhalt: Natalie hat alles, wovon sie jemals geträumt hat. Sie ist eine konservative Christin, besitzt eine Farm, hat fünf Kinder (das sechste ist unterwegs), Geld und einen Cowboy als Mann… Moment mal. Eigentlich könnte alles perfekt sein. Zumindest sollen das ihre Follower*innen auf Instagram glauben, die ihren Lebensstil finanzieren, seit ihr Schwiegervater den Geldhahn zugedreht hat. Und warum schaut ihr Mann Caleb eigentlich nur YouTube-Videos und versinkt immer tiefer im Strudel von Verschwörungstheorien, anstatt anzupacken wie ein „richtiger“ Mann? Weder auf der Farm noch im Bett ist er mit seinem halbgaren 🍆 wirklich zu gebrauchen. Aber Hauptsache, nach außen wirken sie, ihre Ehe, ihre Farm und ihre Kinder perfekt. Wie schafft sie das bloß alles?! Die zwei Nannys und die zahlreichen Farmmitarbeitenden dürfen natürlich NIEMALS vor der Kamera auftauchen. Backt nicht jede gute Mutter ihr Brot selbst, verwendet ausschließlich Bioprodukte und trinkt Milch direkt aus dem Euter der Kuh? Oder so ähnlich. Doch plötzlich muss Natalie selbst anpacken. Sie landet auf einem Hof, der ihrem gar nicht so unähnlich ist, allerdings in einer Zeit, in der Frauen tatsächlich so leben mussten, wie sie es ihren Follower*innen nur vorspielt… Mein Fazit: Ich kann mich den vielen positiven Stimmen nur anschließen. Dieses Buch hat mich wahnsinnig gut unterhalten und gleichzeitig einen Einblick in eine Gesellschaft gegeben, die mich wirklich schockiert hat. Natalie ist von vorne bis hinten eine unfassbar unsympathische Protagonistin. Sie ist nervig, selbstverliebt, arrogant und man fragt sich stellenweise, ob sie überhaupt lieben kann. Auch wenn das Tradwife-Thema hier bewusst auf die Spitze getrieben wird, gibt es in den USA immer mehr Frauen, die sich genau für so ein Leben entscheiden. Ganz ohne Instagram und Fame. Besonders der geforderte Gehorsam und die s€xuelle Verfügbarkeit schockieren mich dabei immer wieder. Obwohl ich oft schmunzeln musste und mit Natalie keine einzige Sekunde Mitleid hatte, habe ich mich ständig gefragt, warum Frauen sich freiwillig für so ein Leben entscheiden. Dieses Buch ist krass und für mich definitiv ein Highlight! Volle 👩🏼‍🌾👩🏼‍🌾👩🏼‍🌾👩🏼‍🌾👩🏼‍🌾!

Highlight
4.5

Hinter den Kulissen einer Tradwife🐄👩‍🌾

Uff, was für ein komisches Buch. Ich habe Yesteryear aktuell einfach ÜBERALL gesehen und musste es einfach lesen, um kein FOMO zu bekommen. ​Das Verrückte ist: Ich habe so viele Charaktere in diesem Buch einfach gehasst und es trotzdem total gern gelesen. Ich habe aber auch ebenfalls noch nie eine Hauptfigur so sehr verabscheut und war gleichzeitig so gebannt von ihrer Geschichte. Man verbringt das ganze Buch in ihrem Kopf, und um es klar zu sagen: Sie ist absolut unsympathisch. Man wird sie niemals mögen. ​Trotzdem konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Und der Plot-Twist am Ende war absolut verrückt.

3.5

Für die Aufmachung und das Cover, das unter dem hübschen Schutzumschlag zum Vorschein kommt, verdient das Buch sicherlich fünf Sterne, der Inhalt kann keineswegs mithalten. "Du hast keine Familie, du hast ein Unternehmen. Das wissen deine Nannys, deine Farmhelfer, und das weiß dein Mann. Und eines Tages werden es auch deine Kinder wissen. Und weißt du was? Sie werden dich dafür hassen. Und sie werden es dir niemals verzeihen." Natalie ist Influencerin, sie postet täglich Beiträge aus ihrem Leben auf einer abgelegenen Farm in Idaho und erreicht damit fünf Millionen Follower. Sie hat fünf Kinder und ist mit dem sechsten schwanger. Ihr Ehemann Caleb ist in ihren Augen ein Volltrottel, dümmlich und naiv, sie hat ihn nie geliebt, braucht aber einen Ehemann für ihr Leben als Tradwife. Eines Tages erwacht sie auf einer Farm, in dem ihr Mann und ihre Kinder ein Leben führen wie zu Pionierzeiten zweihundert Jahre zuvor. Natalie ist die unsympathischste Protagonistin, die mir jemals untergekommen ist, und sie macht in dreißig Jahren keinerlei Entwicklung durch, ihre veralteten Ansichten, die sie mit 19 hatte, hat sie mit 50 immer noch, und das trotz der Erfahrungen, aus denen sie hätte lernen können. Sie mag niemanden, noch nicht mal ihre Mutter oder ihre Schwester, sie hat keine einzige Freundin, ihre Kinder sind Vorzeigeobjekte für ihre Follower. Ihren Mann hat sie in Harvard kennengelernt. Das Studium an der Eliteuniversität hat sie nach einem Jahr abgebrochen, um mit Caleb und ihrem ersten Kind auf die Farm zu ziehen. Über das Streben ihrer Kommilitonninen nach beruflichem Erfolg macht sie sich lustig. Die Figur ihres Schwiegervaters Doug, der Präsidentschaftskandidat ist, hätte angesichts seines realen Vorbilds viel Potential gehabt, das hier jedoch nicht ausgeschöpft wurde. "Er war Kriegsveteran, konservativer Familienmensch und wurde von anderen Männern gern einmal mit kriecherischem Ernst als echter John Wayne bezeichnet. Der ultimative Patriarch." Seine Frau "Amelia schwebte stumm hinter ihm her, lächelte breit in seinem Schatten und strich sich gelegentlich das rosa Chanel-Ensemble glatt, als wäre sie die Special Edition einer First-Lady-Barbie." Das Ende und die Auflösung gefallen mir gar nicht. Natalie bleibt unentwegt unsympathisch und unbelehrbar. Leider bleibt das Buch weit hinter meinen hohen Erwartungen zurück.

4

Trotz der (für mich) unsympathischen Protagonisten gerne gelesen. Spannend und unerwartet, wenn auch mit einigen Längen.

5

Kluger, erschreckend aktueller Roman über Rollenbilder, Social Media und Selbstverlust. Großes Highlight.

Puh, diese 464 Seiten wollen erstmal verarbeitet werden. Insbesondere Teil drei des Buches und der Epilog. Dann will ich mal versuchen: ⚠️ Könnte kleine Spoiler enthalten ⚠️: In „Yesteryear“ von Caro Claire Burke steht die Influencerin Natalie Heller Mills im Mittelpunkt. Schon lange sehnt sie sich nach einem traditionellen Leben als „Tradwife“: Ehefrau, Mutter, Farmhaus, feste Rollenbilder, religiöse Ordnung und eine scheinbar einfache Welt. Online lebt sie genau diese Fantasie. Millionen Menschen folgen ihrer perfekt inszenierten Version von Weiblichkeit und Familie. Natalie verkauft Nostalgie als Lifestyle, in Hochglanz produziert. Doch hinter der Fassade stehen Druck, emotionale Leere und die ständige Selbstinszenierung. Als Natalie plötzlich in einer Welt erwacht, die wie das Jahr 1855 wirkt, muss sie genau das Leben führen, das sie immer romantisiert hat. Und dort merkt sie schnell: Die Vergangenheit war nie die idyllische Fantasie, die sie verkauft hat. Der Roman ist weit mehr als eine Satire über Social Media oder Influencer*innen. Caro Claire Burke erzählt von digitaler Selbstdarstellung, konservativen Gegenbewegungen, Mutterschaft, Kapitalismus und der Frage, wie sehr Menschen sich selbst verlieren können, wenn sie nur noch ein Bild von sich verkaufen, aber tatsächlich nicht danach leben. Besonders stark fand ich die Kritik an der Tradwife-Bewegung. Natalie präsentiert traditionelle Weiblichkeit als etwas Natürliches und Reines: Frauen, die sich Haushalt, Kindern und ihrem Ehemann unterordnen und darin ihre Erfüllung finden. Der Roman zeigt aber sehr deutlich, dass dieses Bild oft künstlich, wirtschaftlich privilegiert und patriarchal geprägt ist. Natalie verkauft Authentizität — obwohl ihr ganzes Leben längst zur Inszenierung geworden ist. Das eigentlich Erschreckende daran: Natalie glaubt irgendwann selbst an die Rolle, die sie spielt. Je erfolgreicher ihre Online-Figur wird, desto stärker verschwimmen Persönlichkeit und Performance. Sie möchte irgendwann nicht mehr nur wie eine Frau aus dem 19. Jahrhundert aussehen — sie möchte wirklich so leben. Gerade darin liegt die große Tragik des Romans. Die Vergangenheit wird dabei zur Gegenwelt zur modernen Überforderung. Natalie empfindet Freiheit nicht als Befreiung, sondern als Belastung: zu viele Entscheidungen, zu viel Konkurrenz, zu viel Selbstoptimierung. Das traditionelle Rollenbild verspricht ihr Ordnung und Klarheit. Als sie diese Welt dann tatsächlich erlebt, erkennt sie, wie brutal sie wirklich ist: körperliche Härte, fehlende Rechte, Abhängigkeit und Kontrolle. Sehr gelungen fand ich auch, wie Burke Social Media beschreibt. Nicht nur Natalies Arbeit wird zur Performance, sondern ihr gesamtes Leben: Ehe, Kinder, Religion, Schwangerschaften — alles wird Content. Die Familie existiert irgendwann nicht mehr als privater Raum, sondern als Marke. Dazu kommt die psychologische Ebene, die ich fast am spannendsten fand. Der Roman spielt permanent mit der Frage, ob Natalie wirklich eine Zeitreise erlebt oder ob sie psychisch immer weiter zerbricht. Erinnerungen an ihr modernes Leben kehren nur bruchstückhaft zurück — ausgelöst durch Gegenstände, Namen, Gerüche oder Situationen. Dadurch verschwimmen Realität, Wunschfantasie und möglicher Wahnsinn zunehmend miteinander. Gerade das macht Natalie zu einer so interessanten Figur: Sie verliert nicht nur die Kontrolle über ihr Leben, sondern irgendwann auch über ihre eigene Wahrnehmung. Die Vergangenheit wirkt dabei fast wie eine psychische Konsequenz ihrer Sehnsucht nach Ordnung, Einfachheit und klaren Rollenbildern. Der Roman deutet immer wieder an, dass Natalie nicht wirklich in 1855 „gelandet“ sein muss — sondern dass ihr Bewusstsein diese Welt erschafft, weil sie mit ihrer modernen Realität nicht mehr klarkommt. Dadurch bekommt „Yesteryear“ stellenweise fast die Atmosphäre eines psychologischen Horrors. Zum Schluss an der Hütte im Wald, dachte ich schon an ein Zeitreiseportal. Dieses Buch hat mich komplett begeistert. Ich fand es klug, unangenehm, witzig und gleichzeitig erschreckend aktuell. Natalie ist keine sympathische Figur. Oft manipulativ, egoistisch und teilweise grausam. Aber genau das macht sie so interessant. Man beobachtet beim Lesen, wie sie sich immer mehr in ihrer eigenen Inszenierung verliert. Besonders stark fand ich, wie der Roman mit Unsicherheit spielt. Ist das wirklich eine Zeitreise? Ein psychischer Zusammenbruch? Eine Flucht vor der Realität? Gerade diese Offenheit macht die Geschichte so spannend. Und obwohl der Roman große gesellschaftliche Themen verhandelt, liest er sich nie trocken oder belehrend. Der Stil ist bissig, ironisch und sehr direkt. Teilweise musste ich lachen — obwohl vieles eigentlich ziemlich verstörend ist. Für mich ein ganz großes Highlight und definitiv eines der spannendsten Bücher über unsere Gegenwart, das ich seit Langem gelesen habe. „Yesteryear“ zeigt, wie gefährlich die Sehnsucht nach einer perfekten Vergangenheit werden kann. Und weil der Roman brutal ehrlich mit der Frage umgeht, wer wir eigentlich sind, wenn wir ständig nur Rollen spielen. Ganz klare Empfehlung. #Yesteryear #CaroClaireBurke #Tradwife #SocialMedia #Gesellschaftsroman #PsychologischerThriller #Rollenbilder #Jahreshighlight

Kluger, erschreckend aktueller Roman über Rollenbilder, Social Media und Selbstverlust. Großes Highlight.
4.5

Fünf Millionen Menschen folgen Natalie auf Instagram, wo sie ihr perfektes Leben zeigt: die idyllische Farm, ihre fünf Kinder, ihren Ehemann Caleb, ihren christlichen Glauben und natürlich das Rezept für das perfekte Sauerteigbrot. Das Paradebeispiel einer Tradwife. Dass hinter all dem nicht nur Nannys und Farmhelfer, sondern auch ein ganzes Produktionsteam steckt, muss natürlich niemand wissen. Probleme und Skandale? Die werden schön unter den Teppich gekehrt. Bis Natalie eines Tages aufwacht und sich in der Pionierzeit wiederfindet und plötzlich das Leben leben muss, dass sie online immer als so erstrebenswert angepriesen hat. 🐄 Natalie präsentiert sich als die perfekte Christin, dabei ist Nächstenliebe für sie ein Fremdwort. Tatsächlich glaube ich, dass sie in meinem persönlichen Ranking der schlimmsten Charaktere problemlos unter den Top 3 landet. Ihr Charakter ist ein einziger großer Widerspruch – und genau das funktioniert zusammen mit ihrem schwarzen Humor perfekt. Ich habe sie zu keiner Zeit gemocht und trotzdem konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Die Auflösung am Schluss? Darauf wäre ich niemals gekommen. Ich habe es regelrecht verschlungen und gleichzeitig wieder deutlich gemacht bekommen, was für ein Fiebertraum Social Media eigentlich ist.

Post image
3.5

Hmm Erwartungen waren nicht erfüllt

Ich habe mich sehr auf Yesteryear gefreut. Das Buch hat sich unglaublich spannend angehört, aber im Endeffekt war es leider einfach zu zäh. Wir sind so oft zwischen den Zeiten hin und her gesprungen, dass am Ende vieles nicht wirklich klar geworden ist, auch wenn die Auflösung schlüssig war. Insgesamt hätte ich mir etwas mehr gewünscht.

3.5

Hmm Erwartungen waren nicht erfüllt

Ich habe mich sehr auf Yesteryear gefreut. Das Buch hat sich unglaublich spannend angehört, aber im Endeffekt war es leider einfach zu zäh. Wir sind so oft zwischen den Zeiten hin und her gesprungen, dass am Ende vieles nicht wirklich klar geworden ist, auch wenn die Auflösung schlüssig war. Insgesamt hätte ich mir etwas mehr gewünscht.

5

Dieses Buch hat eine krasse Sogwirkung auf mich gehabt!! Ich habe es gelesen und gehört, je nachdem wozu ich gerade Zeit hatte-und es war so gut: literarisch top, der Plot aber sowas von einzigartig und spannend bis zum Schluss! Jahreshighlight!!!

4.5

Dieses Buch geht einem unter die Haut🎭⭐️

Yesteryear ist eines dieser Hörbücher, die sich langsam unter die Haut schieben und einen auch nach dem Ende noch beschäftigen🫣. Besonders als Hörbuch funktioniert die Geschichte unglaublich intensiv, weil die Sprecherin Lisa Hrdina genau die richtige Mischung aus Wärme, Kontrolle und unterschwelliger Verzweiflung in ihre Stimme legt. Sie liest nicht einfach nur – sie trägt die Atmosphäre des gesamten Buches. Gerade die emotionalen Brüche, die Unsicherheit und die immer stärker werdende Beklemmung kommen durch ihre Interpretation extrem stark rüber. Die Atmosphäre ist wahrscheinlich die größte Stärke von Yesteryear. Anfangs wirkt alles fast idyllisch: Farmleben, Familie, traditionelle Rollenbilder, ein perfektes Social-Media-Leben. Doch unter dieser glänzenden Oberfläche liegt von Anfang an etwas Unruhiges und Manisches. Das Hörbuch schafft es sehr gut, diese schleichende Düsternis aufzubauen. Man merkt immer mehr, dass hinter der schönen Ästhetik Kontrolle, Selbstverlust und Manipulation stecken. Diese Mischung aus psychologischem Thriller, Gesellschaftskritik und Albtraum macht das Ganze extrem fesselnd🧨. Ich empfehle es auf jeden Fall weiter✨️!

Dieses Buch geht einem unter die Haut🎭⭐️
4

"Yesteryear"ist ein ungewöhnlicher, spannender und vielschichtiger Roman; eine interessante Mischung aus psychologischer Spannung, Gesellschaftskritik, Selbstinszenierung auf Social Media, traditionelle Rollenbildern und Religion. Die Handlung entwickelt sich zunehmend rätselhaft und spannend, vor allem durch den beständigen Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart, sowie die eingeflochtenen Interviewpassagen, in denen Natalie ihre Gedanken reflektiert, was der Geschichte zusätzliche Tiefe gibt. Ein Roman, der zum Nachdenken anregt mit einer ziemlich unsympathischen Protagonistin und einem interessanten und ungewöhnlichen Ende.

4.5

Ein Fiebertraum, der die Realität ist 🐓🇺🇸

(Spoiler)‼️ Dieses Buch lässt mich verwirrt zurück. Nathalie ist eine so komplexe, unsympathische und polarisierende Protagonistin, die man trotz Allem irgendwie bemitleidet. Manchmal wollte ich sie schütteln und ihr sagen, wie falsch und verkopft doch alles ist und dann war ich wieder unglaublich traurig, weil sie selbst so sehr in den Strukturen eines Systems gefangen ist, welches sie selbst vermarket. So sehr, dass sie sich am Ende selbst darin verliert. Beim lesen hab ich mich oft gefragt, was ist Realität und was ist die „Gegenwart“. Die Auflösung am Ende hat mich dann doch traurig gemacht, weil sie sich so sehr in ihrer Scheinwelt verloren hat, dass ihr Leben aus einer reinen Lüge besteht. Nathalie ist Täterin und Opfer eines Systems, dass sie verabscheut und zugleich promoted. Und das erschreckende daran ist, dass dieses Buch keine reine Fiktion ist. Es gibt nichts Romantisches an dieser Lebensweise, das zeigt das Buch sehr eindringlich. Und vielleicht sollten ein paar Influencer*innen mal die Nase in dieses Buch stecken, bevor sie den nächsten Sauerteigansatz in die Kamera halten.

Ein Fiebertraum, der die Realität ist 🐓🇺🇸
4

Für meine Verhältnisse schnell durchgesnackt. Für mich eine große Kritik an Social Media mit einer noch größeren Überspitzung und gerade deswegen so wichtig. Die Geschichte an sich weist für mich große Schwächen auf, lässt sich aber dennoch sehr gut lesen und hält uns thematisch den Spiegel vor. Insbesondere was den Umgang und der Darstellung von Kindern angeht.

4.5

Absolut verrückt – und genau deshalb so genial

In "Yesteryear" von Caro Claire Burke bekommt man keine klassische Geschichte serviert sondern ein literarisches Erlebnis, das sich irgendwo zwischen Wahnsinn, Satire und schonungsloser Überzeichnung bewegt. Im Mittelpunkt steht Natalie, eine Protagonistin, die alles ist... nur nicht gewöhnlich. Laut Klappentext erwartet einen eine Story, die mit Erwartungen bricht, Grenzen verschiebt und sich nicht davor scheut, komplett aus dem Rahmen zu fallen. Realität und Absurdität verschwimmen dabei so sehr, dass man sich immer wieder fragt: What the fuck lese ich hier gerade? Als meine BuddyRead-Partnerin Nadine mir dieses Buch geschickt hat, war meine erste Reaktion, dass ich es nicht uuuuunbedingt lesen muss aber bei so vielen guten Rezensionen und dadurch das es so unfassbar verrückt klang, konnte ich dann doch nicht widerstehen. Und ich kann es nicht anders sagen: Ich habe es KEIN bisschen bereut. „Yesteryear“ ist eines dieser Bücher, die man kaum beschreiben kann, ohne ihnen dabei nicht gerecht zu werden. Es ist laut, schräg, überzogen, teilweise komplett drüber und genau darin liegt seine Stärke. Ich habe beim Lesen wirklich Tränen gelacht, so absurd komisch sind manche Situationen. Gleichzeitig gab es immer wieder Momente, in denen ich mit offenem Mund dasaß und dachte: Das kann jetzt nicht ernst gemeint sein…? Diese Mischung aus Humor und völliger Fassungslosigkeit zieht sich durch das ganze Buch und macht es zu einem echten Pageturner. Natalie als Hauptfigur ist dabei alles andere als leicht. Sie ist impulsiv, chaotisch, stellenweise unfassbar anstrengend und jaaaaaaa.....auch wirklich nervtötend. Aber genau das macht sie irgendwie interessant. Sie ist keine glatt geschriebene, perfekte Figur, sondern jemand, der aneckt, übertreibt, Fehler macht und dabei manchmal komplett übers Ziel hinausschießt. Man schwankt ständig zwischen „Ich kann sie nicht mehr ertragen“ und „Ich will unbedingt wissen, wie es mit ihr weitergeht“, genau dieses Wechselspiel hält einen beim Lesen fest. Der Schreibstil ist schnell, bissig und voller Energie. Man wird regelrecht durch die Seiten getragen, ohne eine Pause zu bekommen, was perfekt zur Geschichte passt. Gleichzeitig steckt zwischen all dem Chaos und der Skurrilität auch eine gewisse Tiefe. Hinter dem überdrehten Humor blitzen immer wieder ernste Untertöne auf, die dem Ganzen eine zusätzliche Ebene verleihen. Es ist definitiv kein „einfaches“ Buch im klassischen Sinne. Nicht, weil es schwer zu lesen wäre, sondern weil es einen emotional und gedanklich fordert. Man muss sich auf diese Art von Erzählung einlassen können, auf das Unkonventionelle, das Schräge, das teilweise völlig Überzogene. Aber wenn man das tut, wird man mit einem unglaublich einzigartigen Leseerlebnis belohnt. „Yesteryear“ ist ein wilder Ritt: absurd, laut, manchmal anstrengend, aber absolut genial. Ein Buch, das polarisiert, im Kopf bleibt (gerade wenn man den Inhalt/das Thema des Buchs mit etwas Abstand betrachtet) und definitiv nicht für jeden ist. PS: Ich lehne mich jetzt mal weit aus dem Fenster: Wenn dieses Buch bald verfilmt wird, so wird der Film niemals an das heranreichen, was hier auf den Seiten passiert. Diese besondere Mischung aus Tempo, Witz, Irrsinn und Gefühl, das lässt sich kaum einfangen.

Absolut verrückt – und genau deshalb so genial
4

Yesteryear Welch ungewöhnliche Geschichte, die uns die Autorin in ihrem Debüt-Roman erzählt! Natalie hat sich ein perfektes Leben auf Instagram erschaffen, an dem sie ihre Follower teilhaben lässt. Sie lebt auf einer einsamen Farm in Idaho mit Mann und fünf Kindern. Traditionelle, christliche Werte, selbst angebautes Biogemüse, Homeschooling, von der Seife bis zum Brot alles selbst hergestellt. Und alles wird von der Kamera begleitet, denn Natalie möchte die einflussreichste Influencerin Amerikas werden. Dass alles nur Fassade ist, stört sie dabei gar nicht. Fake it, till you make it! Bis eines Tages alles kippt und ein Albtraum beginnt. Das Buch ist schräg und skurril, definitiv unterhaltsam, macht nachdenklich, entwickelt sich anders, als man erwartet und ist dennoch glaubwürdig. Tradition, moderne Social Media-Welt, (Selbst-)Betrug, Irrsinn, alles dabei. Außergewöhnlich - I like!

4.5

Ist eine weitere Yesteryear-Kritik wirklich notwendig? 😆🤭

(Vorsicht: Spoiler !) Wahrscheinlich nicht. BookTok und Bookstagram sind ja randvoll mit Kritikien und Diskussionen. Trotzdem schreibe ich diesen Beitrag, weil ich vielleicht eine leicht abweichende Sichtweise auf die Protagonistin habe. Natalie Heller Mills wird von ihrer sehr religiösen Mutter aufgezogen. Diese verdrängt ihre gescheiterte Ehe so sehr, dass sie schließlich ihre eigenen Lügen zu glauben scheint. Alles andere würde das mühsam errichtete Weltbild zerstören. Zumindest in Natalies Jugend. Auch Natalie lernt früh, dass Wahrheit oft weniger wichtig ist als die richtige Erzählung bzw. Inszenierung Als Teenager gerät sie am College in Konflikte, da sie mit modernen Rollenbildern, liberalen Umgebungen und der Selbstverständlichkeit anderer Frauen nicht wirklich klarkommt. Sie wirkt fremd in dieser Welt und klammert sich verzweifelt an die Werten, die ihr beigebracht wurden. All diese Dinge formen letztlich ihre Persönlichkeit. Und genau deshalb konnte ich Natalie nie als eindimensionalen und bösen Menschen sehen. Natalie findet ihre Rolle als Traditionalistin und Influencerin mit perfektem Haushalt, Kindern und Bauernhof-Idyll. Ihren Followern verkauft sie eine heile Welt voller Glauben, Familie und sehr konservativen Werten. Hinter diesem Idealbild stehen jedoch Nannies, ProduzentInnen und zahlreiche Hilfsarbeiter, was niemand ahnt. Zumindest anfangs. Doch hinter dieser sorgfältig aufgebauten Fassade beginnen nach und nach die ersten Risse sichtbar zu werden. Die Autorin Caro Claire Burke thematisiert das Phänomen der „Tradwives“ in einer satirischen und gesellschaftskritischen Weise. Der Roman beschäftigt sich für mich aber auch mit der Frage, was passiert, wenn Menschen ihr eigenes Leben irgendwann nur noch als Inszenierung wahrnehmen. Mit den Lügen, die wir anderen erzählen. Vor allem aber mit den Lügen, die wir uns selbst erzählen. Letztlich versucht Natalie meines Erachtens nur Kontrolle über ihr Leben zu bekommen. Mit allen Mitteln. Für viele LeserInnen ist Natalie eine der unsympathischsten Protagonistinnen überhaupt. Das war für mich so nicht ganz nachvollziehbar. Ja, Natalie verhält sich toxisch. Sie ist manipulativ, übergriffig und trifft Entscheidungen, die anderen Menschen schaden. Nichts davon möchte ich entschuldigen. Trotzdem hatte ich Mitleid mit ihr. Der Roman erklärt sehr gut, aus welchem Umfeld Natalie kommt und warum sie zu dieser Person geworden ist. Natalie glaubt nicht nur an die Rolle, die sie spielt. Sie braucht sie. Einer der für mich stärksten Sätze des Romans lautet: „Wenn ich endlich zu der Person werde, die ich so lange vorgegeben habe zu sein, dann kann ich mich niemand mehr Lügnerin nennen. Lügnerin nennen. Lügnerin nennen“ Auch die Momente, in denen Natalie ihre Gedanken plötzlich unbewusst ausspricht, haben eine Wirkung auch mich gehabt. Sie wirken wie Brüche in ihrer Persönlichkeit. Als würde die Maske verrutschen und etwas hervortreten, das sie selbst längst nicht mehr kontrollieren kann. Ein richtig starkes Buch. 4,5 von 5 ⭐️

2.5

Neeeeeee, dass war nix für mich

Also, ich bin ehrlich, wenn Bücher durchweg so gehypt werden, springe ich gerne mit aufs Pferd und gehe neugierig und gut gelaunt an diese Lektüre ran. Außerdem wollte ich das Buch gelesen haben, bevor dieses in meinem Lieblingspodcast eat-read-sleep in der kommenden Folge anlässlich der Bestseller-Challenge besprochen wird (ich bin gespannt, wie dort die Meinungen sind). Dieses Mal muss ich leider sagen: Hat mich gar nicht abgeholt. Die Sprache und der Stil waren gut (ja, einige Dialoge sind auch richtig witzig), aber die Geschichte ….. Ich habe es eben beendet und mir fehlen die Worte 🤔. Worum geht es? Natalie lernt mit 19 ihren zukünftigen Ehemann Caleb am College kennen. Verlobung, Heirat, erstes Kind. Zweites Kind, Drittes Kind… Sie kaufen eine Ranch. Natalie wird Influencerin und erreicht 5 Mio Follower auf Insta. Alles scheint nach Außen hin perfekt. Aber ist es das wirklich? Plötzlich befindet sich Natalie im 19. Jahrhundert wieder. Gleiche Ranch, andere Familie? Ihr Ehemann ist nicht ihr Ehemann, oder doch? Wer sind die Kinder im Haus? Ihre eigenen? Jetzt springt es zwischen dem 19. Jahrhundert und der Geschichte vorher hin und her. Und das Ende 🙈…. So, und nun hoffe ich, bei der nächsten Lektüre wieder mehr Glück zu haben. Heute nur ⭐️⭐️

Neeeeeee, dass war nix für mich
3.5

Die Scheinwelt der Yesteryear-Farm 🌾🐄🤳🍞

Yesteryear hat mich komplett überrascht. Hinter der perfekten Tradwife Fassade mit Farmleben, Familie und Social Media Idylle steckt eine bissige, gesellschaftskritische Geschichte, die gleichzeitig unterhaltsam und unangenehm ehrlich ist. Natalie ist keine typische sympathische Hauptfigur, aber genau das macht sie so spannend. Man fiebert trotz allem mit ihr mit und merkt schnell, wie brüchig dieses perfekte Leben eigentlich ist. Clever, überspitzt und absolut fesselnd erzählt. Jetzt bin ich noch in der „Ballerinafarm“ von Hannah Neeleman gefangen. Denn fast genauso stelle ich mir das oberflächliche Leben von Natalie Heller Mills vor.

Die Scheinwelt der Yesteryear-Farm 🌾🐄🤳🍞
4.5

Mehr Schein als Sein, das Leben einer Influencerin.

„Yesteryear“ hat mich von der ersten bis zur letzten Seite unglaublich gut unterhalten. Der Schreibstil war leicht, flüssig und gleichzeitig so fesselnd, dass ich immer weiterlesen wollte. Schon nach wenigen Seiten war ich mitten in der Geschichte angekommen. Mit den Charakteren hatte ich anfangs allerdings meine Schwierigkeiten – vor allem mit der Hauptprotagonistin. Sie wirkte auf mich sehr arrogant, berechnend und emotional völlig verschlossen. Sie zeigte kaum Gefühle und machte es damit nicht nur ihrer Familie schwer, sondern auch mir als Leser manchmal. Immer wieder dachte ich: „Warum sagt sie nicht einfach, was sie fühlt? Warum redet sie nicht endlich?“ Viele Konflikte hätten dadurch vermutlich verhindert werden können. Aber genau diese Art machte sie gleichzeitig auch interessant und authentisch. Was ich besonders spannend fand: Ich hatte vor dem Lesen eine völlig andere Erwartung an das Buch. Trotzdem wurde ich keineswegs enttäuscht – eher im Gegenteil. Die Geschichte entwickelte sich in eine Richtung, mit der ich niemals gerechnet hätte. Und dann kam dieser eine Moment, der mich komplett überrascht hat. Ich war gleichzeitig schockiert, traurig und sprachlos. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich das Buch überhaupt nicht mehr aus der Hand legen. Die letzten 150 Seiten waren für mich absoluter Ausnahmezustand. Ich musste einfach wissen, wie alles endet. Die Spannung wurde immer intensiver und die Geschichte nahm Wendungen, die ich niemals vorhergesehen hätte. Genau das hat das Buch für mich so besonders gemacht: Es war überraschend und völlig anders, als ich gedacht hatte.

4.5

Perfektion ist auch nur eine hübsche Form des Wahnsinns.

Nathalie ist die perfekte Frau: Gläubige Christin, Ehefrau, Mutter. Immer freundlich, immer geschniegelt, immer das amerikanische Idealbild in Menschengestalt. Zusammen mit ihrem Mann und ihren Kindern lebt sie auf der Yesteryear Ranch und zeigt als Tradwife-Influencerin, wie wunderbar das traditionelle Leben fernab der modernen Welt doch angeblich ist. Aber tut sie das wirklich? Und falls ja: Ist dieses Leben tatsächlich so perfekt? Dieses Buch hat mich komplett geflasht. Nathalie ist dabei keine Figur, die man automatisch sympathisch findet. Authentisch? Vielleicht. Freundlich? Nach außen. Empathisch? Eher schwierig. Und trotzdem ist sie als Figur absolut grandios! Dieses Buch ist bissig, bitterböse, klug und permanent unterschwellig unangenehm. Wie eine perfekt gefilterte Instagram-Welt, unter der es gewaltig fault. Der Schreibstil der Autorin ist unglaublich pointiert. Jeder Satz sitzt und man rauscht durch diese Geschichte wie auf einem wilden Gedankenritt zwischen Faszination und innerem „Oh Gott“. Dabei regt das Buch ständig zum Nachdenken an: Über Rollenbilder, über Social Media und Selbstinszenierung. Und darüber, wie freiwillig das alles eigentlich wirklich ist. Große Empfehlung für alle, die mal wieder Lust auf etwas haben, das nicht nach Schema F funktioniert... fernab vom literarischen Einheitsbrei.

Perfektion ist auch nur eine hübsche Form des Wahnsinns.
4.5

Knaller 🤯

Meine Lieben… was hab ich da gelesen? Und vor allem: Wie soll ich dieses Buch bewerten, ohne zu viel zu verraten? 😂 Ich versuche es mal: Wir haben hier: * Mama Natalie, eine berühmte Influencerin, die ihr komplettes Leben mit der Öffentlichkeit teilt * eine typische amerikanische Großfamilie mit fünf Kindern – Nummer 6 ist unterwegs * ein sehr christliches Umfeld (Sehr christlich.. mhm) * eine große, idyllische Ranch Alles wirkt harmonisch, perfekt, ein absolutes Träumchen … … oder? Denn plötzlich wacht Natalie zwar auf ihrer Ranch auf… aber mit einer anderen Familie?! Und genau da beginnt der ganze Spaß. Vergangenheit und Gegenwart sorgen dafür, dass man mit jedem Kapitel verwirrter wird. (Ohne Witz, Verwirrung pur!) Das Buch lebt dabei nicht von Action. Es ist eher ruhig erzählt, hat aber doch Schockmomente und zieht sich stellenweise auch etwas. Aber: Du. Kannst. Es. Nicht. Aus. Der. Hand. Legen!! Du. Musst. Wissen. Was. Du. Da. Liest!! Du. Willst. Dich. Auskennen!! 😂😂😂 Bis zum Schluss wusste ich nicht, wohin die Reise geht. Nach jedem Kapitel hatte ich eine neue Theorie. Und ich lag nicht mal ansatzweise richtig 🤯 Das Ende war schockierend gut, rund und einfach perfekt passend, als der komplette Knoten im Gehirn endlich aufgegangen ist Ich hab jetzt noch immer den Mund nicht zubekommen 🤯 Klare Empfehlung

3

Ihr Leben ist perfekt. Solange man nicht hinter die Kulissen schaut. Mit bedrucktem Transparentumschlag und hochwertig veredeltem Bezug. Natalie Heller Mills hat alles: eine malerisch renovierte Farm, fünf Kinder, die um ihre Liebe buhlen, und einen Mann, der in Cowboystiefeln immerhin eine gute Figur abgibt. Vom Sauerteig bis zur Kindererziehung, nichts scheint ihr zu misslingen. Kein Wunder also, dass Millionen von Menschen ihr folgen, ihre Videos schauen, ihre Bilder anklicken. Sie gibt ihnen das, was sie wollen: eine heile Welt. Skandale werden unter den Teppich gekehrt, da, wo sie hingehören. Doch eines Tages wacht Natalie auf und sieht sich mit einer unbequemen Frage konfrontiert: Was wäre, wenn sie keine Nannys beschäftigen könnte, es keine helfenden Hände auf der Farm gäbe, kein Produktionsteam? Was wäre, wenn sie auf einmal das Leben führen müsste, das sie immer vorgetäuscht hat? Ein Buch das auf amüsante Weise mit dem typischen Influencer abrechnet, war nett zu lesen.

Post image
5

Kurzweilig, genial, verrückt

Booktok hatte recht. Dieses Buch kann man schlecht beschreiben. Das ist so genial geschrieben, dass es sich in keine Genre Schublade stecken lässt. Natalie ist eine Protagonistin voller Widersprüche. Sympathisch, dennoch eine Bitch. Liebenswert, aber egoistisch. Sehr schlau, sogar intelligent, sie handelt aber nicht nachvollziehbar. Ihre Welt ist voller Wahrheiten, obwohl sie sich und die Welt belügt. Die Autorin verarbeitet so viele Themen auf einmal. Durch Natalie rechnet sie mit allen und allem ab. Mit dem Feminismus und dem Patriarchat, mit dem Glauben und dem Atheismus, mit Tradition und Moderne. Das Ende ist verblüffend gut gelöst. Eine eindeutige Leseempfehlung.

4.5

Starker Roman, realitätsnah und auch sehr aktuell

Irgendwie habe ich Probleme damit meine Gefühle und Meinung zu Yesteryear in Worte zu fassen, weil das Buch mich so geflashed hat. Vorne weg: das Buch ist definitiv ein Jahreshighlight für mich! Mit Nathalie haben wir eine Protagonistin, die vorne rum und besonders online die moralisch korrekte, gottesfürchtige, umsichtige und altruistische Hausfrau und Mutter ist. Aber es zeigt sich doch sehr schnell, dass es nur Schein ist und das (Familien-) Leben doch nicht so heil und perfekt ist. Probleme mit Mann und Kinder sind auch hier an der Tagesordnung. (Über Kinder im Internet rege ich mich nicht weiter auf!- Kleiner Tipp: please unfollow ist auch ein top Buch!) Diese Einsicht in die Psyche und Gedanken haben mir super gefallen! Auch konnte ich nicht erraten wieso Nathalie nun in der Vergangenheit gefangen ist. Da hat mich das Buch richtig überrascht! Großes Kino! Mir hat das Buch richtig gut gefallen und ich kann es auch nur weiterempfehlen! Bei manchen Situationen und Aussagen konnte ich nur den Kopf schütteln!

4.5

Verrückt! Schräg! Großartig! Und noch viel mehr … Gerade in einer Zeit, in der vor allem in der virtuellen Welt Christfluencer, Manosphere und Misogynie immer präsenter werden, ist dieses Buch so wichtig. Und genau diese Entwicklungen nimmt die Autorin Caro Claire Burke klug und teilweise herrlich bissig aufs Korn. Besonders gelungen fand ich auch den Schreibstil im Roman, der mich von der ersten Seite an mitgerissen hat. Sarkastisch, clever und emotional genau auf den Punkt. „Dem Ehemann zustimmen, wenn er seinen Text abspult und behauptet, das Hähnchen sei perfekt gegart. Alle Lorbeeren der Schwiegermutter überlassen, obwohl sie bis unter die Hutschnur mit Tabletten vollgepumpt ist und das gefrorene Hühnchen beinahe in die Spülmaschine gesteckt hätte. Lächeln. Lächeln. Lächeln. Lächeln. Lächeln. Beten.“ (S. 174) Schwer zu sagen, wer von den Hauptfiguren unsympathischer ist: Natalie, die sich einer fundamentalistisch-christlichen Mission verschrieben hat und auf ihrem Tradwife-Instagram-Kanal die „gute alte Zeit“ mit klar verteilten Rollenbildern propagiert, oder Caleb, der jeder Verschwörungserzählung hinterherläuft und sie völlig unkritisch weiterverbreitet. Natürlich ist alles mehr Sein als Schein. Auch die völlig durchgeknallten Schwiegereltern fügen sich hier gut ein. Trotz dieser für mich absolut inakzeptablen Weltsicht musste ich beim Lesen immer wieder schmunzeln, weil manche Gedankengänge und Aussagen von Natalie einfach so absurd sind. Das Ende hätte ich mir persönlich etwas anders gewünscht, aber C.C. Burke schafft es eindrucksvoll, ein aktuelles Thema so aufzubereiten, dass der Humor nicht zu kurz kommt. Grandios!

Post image
4

Die Scheinwelt einer Tradwife-Influencerin

Das Buch hat wunderbar satirisch gezeigt wie Fake oft das Influencerleben ist. Natalie inszeniert sich als die perfekte Christin, Ehefrau, Mutter und Farmerin- eine echte Tradwife eben. Aber eigentlich ist sie nur gehässig und überheblich und wird einem von Seite zu Seite unsympathischer. Als sie dann überraschend „die gute alte Zeit“ erlebt, kommt einiges anders. Mir hat das Lesen wirklich gut gefallen und ich wollte wissen was es mit der Zeitreise auf sich hat. Auch die Rückblicke in Natalies Leben waren interessant. Die Auflösung war anders, als ich es erwartet hätte und passte insgesamt zusammen.

5

Zynische Abhandlung des traditionellen Lebensstil

Als Hörbuch hat es mich total gekriegt. Die Sprecherin ist ganz klar eine Empfehlung und hat es mit der richtigen Tonalität unterstrichen. Der Aufhänger ist eine klassische Tradwife auf Instagram alla Ballerinafarm. Es gibt eine Farm in Nirgendwo/Idaho mit Mann und vielen Kindern. Gelebt wird nach dem mormonischen Glauben, kein Sex vor der Ehe, Mann ist der Ernährer und Verhütung ist ein Fremdwort. Auf den ersten Seiten ist es perfekt, aber mit jeder Seite bröckelt es immer mehr. Jedes Kapitel springt zwischen der Rückblende zum bisherigen Leben von Nathalie und ins jetzt, welches aber in 1855 irgendwie spielt. Keine Sorge klingt kompliziert, ist es aber nicht. Das Buch ist ein Abriss des jetzigen Amerikas, gefangen zwischen Verschwörung und (fundamentalen) christlichen Glauben. Es ist erschreckend Scharfsinnig und dabei so zynisch auf den Punkt. Oft musste ich kurz auflachen, nur um kurz darauf zu erkennen wie traurig wahr es doch ist. Unbedingt lesen, es ist ganz klar ein Jahreshighlight für mich.

3.5

Dieses Buch ist echt ein Fiebertraum. Story und Auflösung fand ich maximal verwirrend und gruselig, aber es war spannend

Puhh, was soll man zu diesem Buch sagen. Es verwirrt einen, es verstört, es macht einen wütend und lässt einen ratlos zurück. Ich kann ehrlich nicht sagen, ob ich das Buch gut finde oder eher so lala. Zum Inhalt selber kann ich nicht viel sagen, da einfach jeder Einblick Spoiler enthalten würde. Nur soviel: Ich habe vom Klappentext und der Leseprobe etwas komplett anderes erwartet. Nämlich einen Einblick in die Scheinwelt einer Tradwife-Influencerin. Und ja, das bekommt man auch ein wenig, aber da ist noch viel mehr. Die Protas sind durchweg gruselig in meinen Augen. Gruselig in der Art, dass ihr Verhalten einfach nur verstörend ist für Menschen, die ein aufklärerisches Weltbild haben. Allen voran die Hauptprotagonistin: Natalie. Nur in den wenigsten Fällen fand ich kam ein wenig Sympathie rüber. In den meisten Fällen dachte ich mir nur "Wtf, was für eine Bitch". Ich fand die Einschätzung einer Person, dass sie keine Familie hat, sondern ein Unternehmen, mehr als treffend. Auf der anderen Seite ist das Buch aber wirklich auch sehr spannend. Die Autorin schafft es einen in die Geschichte zu ziehen, einfach weil man wissen will, was hinter der ganzen Story steckt, die auf einmal ins Absurde abdriftet. Die Auflösung selbst ist dann auch nur bedingt logisch, wo bei mir einfach viele Fragen aufgeploppt sind, u.a. warum niemand früher eingegriffen hat in das ganze Setting. Mein Fazit: Definitiv kein einfaches Buch, aber eines worüber sich trefflich streiten/diskutieren lässt. Ich gebe 3,5 von 5 Sternen.

Dieses Buch ist echt ein Fiebertraum. Story und Auflösung fand ich maximal verwirrend und gruselig, aber es war spannend
4

American Psycho Tradwife

Das Buch hat mich gleichermaßen fasziniert und abgestoßen. Erzählerisch ist es sehr gut, die Perspektive des „unreliable narrators“ passt perfekt zur Handlungsstruktur und lässt das Ende plausibel erscheinen. Am erschreckensden finde ich, dass das Bild, das hier satirisch von Amerika gezeichnet wird, gar nicht so weit von der Realität entfernt ist. Ganz klare Leseempfehlung.

4

Grandios!

Mal was ganz neues. Freue mich auf die Verfilmung 🥰

4.5

Eine Hassliebe in Buchform

Natalie ist die personifizierte Perfektion. Sie führt ein Traumleben auf einer abgelegenen Farm als Mutter und Hausfrau, umringt von einer Schar Kinder und einem liebevollen Ehemann, sehr bedacht auf traditionelle und christliche Werte. Zumindest glauben das ihre Millionen von Followern! Täglich dürfen sie Natalie dabei zusehen, wie sie scheinbar mühelos den Haushalt, die Kindererziehung und ihr Dasein als Frau meistert. Doch hinter den Kulissen zeigt sich deutlich eine ganz andere Welt: Natalie und ihr Mann werden durch eine Schar Farmhelfer und Nannies unterstützt, die schön abseits der Kameras bleiben sollen. Die große Geldsumme auf dem Konto schadet hier auch nicht unbedingt. Schnell wird klar, dass die heile Welt nur im Scheinwerferlicht existiert. Und als Natalie plötzlich tatsächlich nur noch mit den Mitteln der Pionierzeit auskommen muss, bröckelt die Fassade ganz schnell... Selten war mir eine Protagonistin so unsymphatisch! Natalie hält sich ab der ersten Seite für unfehlbar und straft alle anderen Frauen mit Verachtung. Nicht selten werden diese in ihrem Kopf aufs übelste beschimpft. Feminismus geradezu verteufelt. Nur ihre art des Glaubens und Lebens wird als der einzig richtige Lebensentwurf gesehen. Erst im Verlauf der Geschichte kann man ihre Entwicklung zumindest nachvollziehen, wenn auch nicht unbedingt gutheißen. Und trotz dieser Abneigung Natalie gegenüber, oder gerade deswegen, entwickelt diese Geschichte eine enorme Sogwirkung ab der ersten Seite! Man wartet ( und hofft auch insgeheim) darauf, dass ihre Welt irgendwann implodiert und ihr um die Ohren fliegt. Ganz unerwartet wurde dieses Buch ganz schnell zu einem Lesehighlight!

5

Vom Schein und Sein

“Und wer war ich? Eine Bilderbuchchristin. Das All-American-Dream-Girl, ein hottes, emsiges Bienchen, das durch die abgründigsten, dunkelsten Fantasien der Nation summt. Die Mutter, die jede Frau sein wollte, und die Frau, von der sich jeder Mann wünschte, dass sie zu Hause auf ihn wartete. Wie eine Nonne in einem Porno - völlig abwegig, aber bei Gott, es funktionierte. Ich heiße Natalie Heller Mills, und Perfektion ist mein größtes Talent.” Die Yesteryear-Ranch ist auf Social Media einer der beliebtesten Accounts Amerikas, die ganze Nation liebt die Familie Mills und klebt an Natalies Lippen. Ihre Produkte finden reißenden Absatz, was sie backt, backt die amerikanische Frau nach. Der amerikanische Traum, eine Farm auf dem Land, Freiheit total. Und alles mit Gottes himmlischer Unterstützung, natürlich. Eine echte Bilderbuchfamilie. Self-made wird hier groß geschrieben, im wahrsten Sinn des Wortes. Natur pur, alles wird selbst angebaut und verarbeitet. Und immer ist die Kamera dabei, alles für die Reichweite. Natalie weiß genau, was ihre Follower sehen wollen, was nicht und erst recht, was sie nicht sehen (und wissen) dürfen. »Stellt ihr euch nicht ... ein bisschen sehr zur Schau?«, hatte sie gefragt, als wir uns eine Woche zuvor auf einen Kaffee getroffen hatten. »Willst du wirklich, dass so viele Menschen Jessa nur mit Windel bekleidet sehen? «Ich zuckte die Achseln. Schon längst war ich überzeugt, meine Kinder seien online sehr viel sicherer aufgehoben als im echten Leben - ihre beste Version würde für immer in meinem Smartphone konserviert sein, wie kleine Käfer in Bernstein. Ich musste an die Frau bei Whole Foods denken, an ihr verstörtes Gesicht. Egal, wie verletzend manche Kommentare im Netz waren, sie waren nichts gegen die Erinnerung an diesen Gesichtsausdruck. »Ich glaube, du verstehst nicht, wie Social Media funktioniert.« Ihre eigene Mutter macht sich Sorgen. Ihr Schwiegervater, der Präsident werden will, unterstützt sie. Ihr eigenes Team wird immer größer und plötzlich ist nichts mehr wie vorher. Natalie findet sich in einem ihr unbekannten Haus wieder, alles erinnert an die früheste Pionierzeit und plötzlich ist die harte Arbeit, die sie stets vorgab, ihr Alltag. Was bleibt vom amerikanischen Traum, vom Schein, vom Sein? Caro Claire Burke hat ein Buch geschrieben, das einen nicht mehr loslässt und wenn man das Buch beendet hat, möchte man umgehend Social media aus seinem Leben verbannen. Sie ist eine fantastische Erzählerin, deren Bissigkeit ihresgleichen sucht. Es war für mich ein bisschen als ob man Bret Easton Ellis, Jan Böhmermann und Donna Tartt gemischt hätte und heraus kam dieses Werk. Wir lernen Natalie kennen, eine absolut unsympathische Protagonistin, ich würde ihr ungern folgen, aber als Mary ihre Wunde nähte, tat sie mir leid. Ziemlich skurril, welch emotionale Achterbahnfahrt diese Protagonistin in einem auslösen kann. Und skurril ist diese Geschichte allemal. “Yesteryear” ist ein Buch, das sich nicht einfach einordnen lässt. Hier trifft Zeitgenössisches auf Historisches, streift Psychothrillerelemente, Satire und bietet eine außergewöhnlichen Sprache, die hervorragend übersetzt wurde. Mein persönlicher Anwärter auf das Buch des Jahres! Danke Caro Burke!

5

✨ Rezension ✨ Yester Year | Caro Claire Burke | Heyne | 464 Seiten | Übersetzt von Dietlind Falk und Lisa Kögeböhn | ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Yester Year… Vielleicht das Hype Buch des Jahres so far? Auf jeden Fall zu recht, denn das war wirklich ein wilder Ritt! Wir begleiten hier eine unfassbar unsympathische Protagonistin auf ihrem Weg zu Trad Wife Ruhm, Absturz und zurück ins Jahr 1855. Nicht ganz in dieser Reihenfolge… Natalie ist perfekt. Und konservativ. Und angelt sich den Sohn eines Senators, um mit ihm die perfekte konservative Familie zu gründen. Allerdings erfüllt ihr nun Ehemann nicht alle Erwartungen und so muss Natalie sich selbst was ausdenken. Es entsteht das Leben auf der Yester Year Ranch und der passende Content fürs Netz. Allerdings läuft das nicht so, wie man meinen könnte. Denn was man auf Social Media nicht sieht, sind zwei Nannys, eine Contant Planerin und einige Farmhelfer… Und irgendwie läuft alles gar nicht so perfekt, wie es scheint. Als sie dann aufwacht und es ist plötzlich 1855 ist die Verwirrung komplett. Was ist da passiert? Ein wilder Fiebertraum, über mehrere Zeitebenen, unglaublich gut und unterhaltsam geschrieben und mit Protagonisten die man von der ersten Seite an verachten kann… Viel Sog zieht einen hier schnell durch die Seiten. Für mich ein Highlight das so viele aktuelle Themen und Probleme aufgreift und deutlich macht. Lest es unbedingt!

Post image
5

Perfekte Fassade, zerbrochene Realität

Manche Bücher lassen einen mit Sympathie für die Figuren zurück. Dieses nicht. „Yesterday Year“ erzählt die Geschichte einer Frau, die ihr ganzes Leben damit verbringt, die perfekte Version ihrer selbst zu erschaffen. Aufgewachsen in einem streng religiösen Umfeld, lernt sie früh, dass das Bild nach außen wichtiger sein kann als die Wahrheit. Schon ihre Kindheit basiert auf einer Lüge, und dieser Wunsch nach Kontrolle, Perfektion und Anerkennung zieht sich durch ihr gesamtes Leben. Die Protagonistin ist intelligent, ehrgeizig und gleichzeitig erschreckend unsympathisch. Sie urteilt über andere, behandelt ihren Mann herablassend und kämpft ständig mit dem Widerspruch zwischen dem, was sie fühlt, und dem, was sie sein möchte. Besonders spannend fand ich, wie deutlich man spürt, dass sie eigentlich nie sie selbst sein darf oder vielleicht nie gelernt hat, wer sie überhaupt ist. Mit der Ranch und ihrem Erfolg als Tradwife-Influencerin wird das zentrale Thema des Romans immer greifbarer: Schein und Sein. Nach außen wirkt alles perfekt, idyllisch und authentisch. Hinter den Kulissen sieht die Realität jedoch ganz anders aus. Was das Buch für mich besonders gemacht hat, war die psychologische Tiefe. Man beobachtet nicht nur die Entscheidungen der Protagonistin, sondern auch ihren schleichenden Verlust von Realität und Selbstwahrnehmung. Der überraschende Bruch in der Handlung hat mich zunächst verwirrt, rückblickend aber umso mehr beeindruckt. Trotzdem ist das Buch nicht immer leicht zu lesen. Die Hauptfigur macht es einem schwer, mit ihr mitzufühlen, und man verbringt viele Seiten damit, ihr dabei zuzusehen, wie sie dieselben destruktiven Muster wiederholt. Außerdem bleibt man am Ende mit einigen Fragen zurück, die bewusst offen gelassen werden. Dennoch: „Yesterday Year“ ist ein kluger, verstörender und vielschichtiger Roman über Identität, Selbstinszenierung und die Gefahr, sich so sehr in einer Rolle zu verlieren, dass man sich selbst nicht mehr erkennt.

Perfekte Fassade, zerbrochene Realität
4.5

Eine messerscharfe Satire, die die Influencer-Welt seziert

Das im Netz mehr Fake herrscht als sonst irgendwo, ist nichts Neues. Hier wird das Thema aber wirklich innovativ und gut aufgegriffen. Natalie ist die beste unsympathische Protagonistin seit langem und die man wirklich hasst. Ihre inneren Monologe sind brutal ehrlich. Das Ende war unerwartet und befriedigend 😀

4

Wow, hier gibt es viel Stoff zum Nacdenken. Und das meine ich absolut positiv. Leseempfehlung! 👍👍👍

5

Zwischen Realität und Sauerteig

In “Yesteryear” von Caro Claire Burke bastelt sich Nathalie Heller Mills eine Realität zwischen traditioneller Idylle, Farmleben und sozialen Medien. Zwischen Momfluencerin und TradWife. Ihr Leben, mehr Schein als Sein, ihre Familie ein gut florierendes Unternehmen. Bis sie eines Tages, in der von ihr gespielten Rolle als perfekte Ehefrau und Amerikanerin auffliegt und der Alptraum beginnt. Obwohl ich anfangs eher skeptisch war, hat es dann doch nicht lange gedauert bis mich die Autorin mit ihrem wortgewaltigen, bissigen Schreibstil gepackt und ganz tief in ihre Tasche gesteckt hat. In knapp zwei Tagen hatte ich das Buch durch und das will bei mir wirklich was heißen. Die Story spielt in zwei Zeitebenen, ist einerseits echt skurril und schräg, andererseits aber auch absolut nachvollziehbar und authentisch. Auf jeden Fall ist sie andersartig, ebenso schlagfertig wie scharfsinnig, treffend und entwickelt sich so ganz anders als gedacht. Was sich im Übrigen genau so auch auf die Charaktere beziehen kann. Insgesamt ein genialer Sprung zwischen Tradition, Verblendung, Irrsinn, rotziger Social Media Welt und Abbild unserer heutigen Gesellschaft, die allzu gern vorgibt etwas zu sein, was sie definitiv nicht ist. Fazit: Auch wenn ich nicht recht weiß, wie und wo ich das Buch einordnen soll, so war es mir dennoch ein großes Vergnügen es zu lesen - auf jeden Fall ein Jahres-Highlight!

5

Was war das denn? Ich hatte mir unter der Geschichte was ganz anderes vorgestellt. Zum Schluss konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und wollte unbedingt wissen wie sich alles auflöst. Die Geschichte um Natalie war für mich spannend, erschreckend und zum Schluss auch extrem traurig. Natalie tat mir zwischendurch immer wieder sehr leid und dann war sie aber auch wieder so selbstsüchtig und rücksichtslos. Genau solche Bücher mag ich, Bücher die komplett anders sind und man einfach nur denkt: das war echt verrückt, damit hab ich nicht gerechnet. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

4.5

Und wer war ich? Eine Bilderbuchchristin ... eine Nonne in einem Porno – völlig abwegig, aber bei Gott, es funktionierte

⭐️⭐️⭐️⭐️½ Rezension zu Yesteryear 📖✨ Natalie lebt auf der Yesteryear-Ranch den perfekten amerikanischen Traum. Ein hübsches Farmleben 🌾, ein attraktiver Ehemann, eine große Kinderschar 👨‍👩‍👧‍👦 und tausende Instagram-Follower 📱, die jedes Detail feiern. Selbstgebackenes Sauerteigbrot 🥖 inklusive. Doch hinter der makellosen Fassade sieht es ganz anders aus… Eines Morgens wacht Natalie auf und nichts ist mehr wie zuvor 😳. Plötzlich findet sie sich im 19. Jahrhundert wieder ⏳. Kein Smartphone, keine Nanny, keine Farmhelfer, keine Elektrizität ⚡❌. Nur harte Realität und die Frage: Wie zur Hölle ist sie hier gelandet? 🤯 Diese Rezension fällt mir nicht leicht – nicht, weil mir das Buch nicht gefallen hat, sondern weil es so ungewöhnlich ist. Schon nach wenigen Seiten war ich komplett gefesselt von dieser skurrilen, stellenweise urkomischen 😂 und gleichzeitig überraschend traurigen Geschichte 😢. Natalie selbst war mir nicht wirklich sympathisch 😅, aber genau das hat es spannend gemacht. Ihre Kommentare sind oft herrlich bissig und haben mich mehrfach laut lachen lassen 🤭. Ihr Ehemann Caleb wirkt dabei eher schlicht gestrickt 🙈, und das stark religiöse Setting ⛪ setzt dem Ganzen noch die Krone auf – im positiven Sinne. Faszinierend fand ich den Einstieg in Natalies Leben als Trad-Wife-Influencerin 🤳. Das war so bizarr. Doch dann geht es schnell in die Vergangenheit und ab da wechseln sich Gegenwart und Rückblicke geschickt ab 🔄, bis sich am Ende alles zusammenfügt 🧩. Niemals wäre ich auf die wirklich gute Auflösung gekommen. Das Buch wirft viele spannende Fragen auf 💭, über Selbstbild, Mutterschaft, Social Media und die Illusion eines perfekten Lebens. Das Buch welches ich mir der lieben Nadine im Buddyread gelesen habe, eigener sich perfekt dir jeden Buchclub📚👀, denn es macht unglaublich Spaß alles zu diskutieren. Ein kleiner Minuspunkt. Das letzte Drittel wird ziemlich wild 🎢 und fast etwas überladen. Hier wäre weniger vielleicht mehr gewesen. Trotzdem bleibt Yesteryear ein unterhaltsamer, ungewöhnlicher und thematisch aktueller Roman, der zum Nachdenken anregt 🤔, auch wenn er nicht in jeder Hinsicht in die Tiefe geht. Fazit: Für alle, die etwas anderes lesen wollen, gerne lachen 😂 und sich gleichzeitig mit gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen – klare Empfehlung 👍✨.

Und wer war ich? Eine Bilderbuchchristin ... eine Nonne in einem Porno – völlig abwegig, aber bei Gott, es funktionierte
4

Dieses Buch fühlt sich an wie eine Mischung aus dystopischem Fiebertraum und Familiendrama

Yesteryear hat mich auf eine Weise überrascht, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hatte. In der ersten Hälfte des Buches hat mich die Protagonistin ehrlich gesagt massiv aufgeregt. Ihre entwertende Art, ihre narzisstisch wirkenden Züge und ihre Haltung anderen Menschen gegenüber haben es mir schwer gemacht, eine emotionale Verbindung zu ihr aufzubauen. Gleichzeitig war genau das aber auch spannend, weil man ihren inneren Konflikt und ihren eigenen Plan Stück für Stück mitverfolgt. Man merkt schnell, dass sie keine klassische sympathische Hauptfigur sein soll. Diese abgeschottete, traditionsgebundene Welt wirkte auf mich zunächst fast dystopisch, was mich anfangs sogar etwas enttäuscht hat, weil ich etwas anderes erwartet hatte. Aber genau an dem Punkt, an dem klar wird, was wirklich hinter dieser Welt des 19. Jahrhunderts steckt, hat mich das Buch endgültig bekommen. Die Wendung fand ich wirklich überraschend und ab da konnte ich mich richtig für die Geschichte begeistern. Insgesamt ist Yesteryear für mich ein sehr kluges Buch. Es geht um Zugehörigkeit, die Rolle der Frau, die Sehnsucht nach Traditionen und gleichzeitig um die Frage, wie sich all das mit einer modernen Welt vereinbaren lässt. Das Buch macht wütend, wirft viele Fragen auf und schafft es trotzdem die ganze Zeit, neugierig zu machen. Besonders stark fand ich außerdem die familiären Themen: familiäre Dynamiken, Trennungen, Kränkungen , Verluste und den Umgang damit. Gerade wenn einem langsam das ganze Ausmaß dieser transgenerationalen Dynamiken bewusst wird, macht das Buch auch traurig. Hinter der eigentlichen Handlung steckt viel mehr gesellschaftliche und psychologische Tiefe, als ich anfangs erwartet hätte. Definitiv kein perfektes Buch für mich, aber eines, das mich überrascht, beschäftigt und zum Nachdenken gebracht hat.

4.5

Ihr Leben ist perfekt, so lange man nicht hinter die Kulissen schaut

Natalie Heller Mills hat alles: eine malerisch renovierte Farm, fünf Kinder, die um ihre Liebe buhlen, und einen Mann, der in Cowboystiefeln immerhin eine gute Figur abgibt. Vom Sauerteig bis zur Kindererziehung, nichts scheint ihr zu misslingen. Kein Wunder also, dass Millionen von Menschen ihr folgen, ihre Videos schauen, ihre Bilder anklicken. Sie gibt ihnen das, was sie wollen: eine heile Welt. Skandale werden unter den Teppich gekehrt, da, wo sie hingehören. Doch eines Tages wacht Natalie auf und sieht sich mit einer unbequemen Frage konfrontiert: Was wäre, wenn sie keine Nannys beschäftigen könnte, es keine helfenden Hände auf der Farm gäbe, kein Produktionsteam? Was wäre, wenn sie auf einmal das Leben führen müsste, das sie immer vorgetäuscht hat?

Ihr Leben ist perfekt, so lange man nicht hinter die Kulissen schaut
5

Ich bin sprachlos, überwältigt, überfordert

Ich habe schon viele Rezensionen zu diesem Buch gelesen, habe aber trotzdem unterschätzt, was das Buch mit einem macht. Ich habe noch nie ein solches Buch gelesen, die Autorin schreibt so anders, also man es kennt. Ich konnte nicht aufhören zu lesen und merke, dass das Buch in mir arbeiten wird. Ganz große Empfehlung, aber stellt auch auf Emotionen wie Wut, Trauer und Fassungslosigkeit ein!

5

Wow

Lange nicht mit dem Ende gerechnet. Hab das Buch super schnell gelesen. Hat mir richtig gut gefallen.

5

Wow

Ich habe dieses Ebook gewonnen und vorher null von dem Buch gewusst, also völlig blind rein 😅 Und wow... Ich fand es mega gut. Ich kann mir vorstellen, dass es so eine Familie wirklich irgendwo un Amerika geben könnte. Was mir für die Kinder ein wenig Leid tun würde 🙈 Aber ich möchte nicht spoilern, nur so viel, es ist eine zynische, witzige,dunkle Erzählung, einer Mutter, die es nicht leicht hat aber es sich auch sehr schwer macht.

4.5

Durchgeknallt, tiefsinnig und fesselnd.

Natalie, eine Frau mit einem perfekten Leben: Traumhaus, wohlerzogene Kinder, ein liebender Ehemann und eine anstrebende Karriere als Influencerin. Zu schön um wahr zu sein?! Der Roman wird auf besondere Weise erzählt. Er springt zwischen zwei Welten hin und her, scheint aus Erinnerungsfetzen zu bestehen. Als Leser versteht man nicht ganz was los ist und genau das hält die Spannung fortwährend aufrecht. Zudem punktet er mit bissigem Humor, was ich persönlich sehr liebe. Natalie ist als Charakter einfach nur unsympathisch, sie eckt an und doch hatte sie mein Mitgefühl. Es steckt mehr hinter ihrer Fassade als anfangs angenommen. Und genau das mochte ich sehr. Eine Tiefgründigkeit, die erst auf dem zweiten Blick ersichtlich ist. YeasterYear ist ein kluger Roman, der im Kopf bleibt. Er hinterfragt und regt zum Nachdenken an, zeigt uns Dinge auf, die für uns heute selbstverständlich sind, aber auch solche die immer noch allgegenwärtig und entwicklungsfähig sind. Es zeigt die Gegensätze zwischen der industriellen und digitalen Entwicklung sowie dem Patriarchat, den weiterhin bestehenden Geschlechterrollen und ihren möglichen Folgen auf. Ein Buch, das etwas anders und doch so wichtig ist. Große Leseempfehlung!

Durchgeknallt, tiefsinnig und fesselnd.
Create Post